Was gilt als Inbetriebnahmezeitpunkt einer PV Großanlage?

14. April 2021
Der Zeitpunkt der Inbetriebnahme einer Photovoltaikanlage entscheidet u.a. darüber, wie hoch die Einspeisevergütung ausfällt. Deutlich wird dieser Fall dann, wenn eine Großanlage in einem Zeitraum installiert wird, in dem turnusgemäß die Fördersätze gesenkt werden. Dies ist meist zum Jahreswechsel der Fall. Doch wie definiert sich der "Inbetriebnahmezeitpunkt", der über den höheren oder niedrigeren Fördersatz mit entscheidet? Die Clearingstelle EEG gibt Antworten.
Dieser Artikel wurde von
Christian Märtel für www.Solaranlagen-Portal.com verfasst.
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Inbetriebnahmezeitpunkt einer Photovoltaik Großanlage

Im Erneuerbare Energien Gesetz ist die "Inbetriebnahme" unter §3 Nr. 5 beschrieben als "...erstmalige Inbetriebsetzung einer Anlage nach Herstellung ihrer technischen Betriebsbereitschaft [...]". Diese recht schwammige Formulierung führte in der Vergangenheit zu Irritationen bei Anlagenbauern und Betriebern, sollte eine Photovoltaik Großanlage termingenau vor der nächsten Kürzung der Einspeisevergütung "in Betrieb genommen" werden.

Die Clearingstelle EEG, zuständig für die neutrale Klärung von Streitigkeiten und Anwendungsfragen des Erneuerbare Energien Gesetzes, hat im Juni 2010 mit einem Hinweispapier die Auslegung des Passus zum Inbetriebnahmezeitpunkt festgeschrieben. Für Projektplaner einer Photovoltaik Großanlage herrscht seitdem Klarheit, wie der Inbetriebnamezeitpunkt der Anlage zu verstehen ist. Vorausgegangen ist dem Hinweispapier ein längerer Prozeß, in dem verschiedene Stellungnahmen von Verbänden und öffentlichen Stellen abgeglichen wurden. 

Laut Clearingstelle gilt seitdem eine Photovoltaik Anlage im Sinne des EEG als "in Betrieb gesetzt", sobald in der Anlage erstmals Strom erzeugt und dieser außerhalb der Anlage umgewandelt oder verbraucht wird. Dies kann zum Beispiel der Fall sein, wenn eine Glühbirne zum Leuchten gebracht oder eine Batterie geladen wird. Liegt lediglich eine elektrische Spannung an den Anschlussklemmen vor, gilt dies nicht als Inbetriebnahmezeitpunkt.

Diese Projektschritte sind für den Inbetriebnahmezeitpunkt nicht erforderlich

Damit ist klargestellt, dass sich der Inbetriebnahmezeitpunkt einer Photovoltaik Großanlage allein  über den technischen Zustand der Anlage definiert und damit den Fachbetrieb in die Pflicht nimmt. Nicht erfordlich ist laut Clearingstelle EEG:

  • die Mitwirkung des Netzbetreibers
  • der Anschluss eines Wechselrichter
  • die Anmeldung zum Netzanschluss
  • die Netzverträglichkeitsprüfung
  • das Verlegen des Netzanschlusses und Anschlussleitungen
  • die Einspeisung des Stroms in ein Stromnetz 

für den Inbetriebnahmezeitunkt einer Photovoltaikanlage.

Wie wird die Inbetriebnahme nachgewiesen?

Die Clearingstelle EEG rät, den Inbetriebnahmezeitpunkt vorsorglich genau zu dokumentieren, auch wenn sich der Anlagenbetreiber und Netzbetreiber nicht einvernehmlich auf einen Nachweis verständigt haben. Hierzu zählen Bildaufnahmen oder ein Inbetriebnahmeprotokoll der Photovoltaik Großanlage, die die Inbetriebnahme der Photovoltaik Module belegen.

Nach der Inbetriebnahme muss noch die Anmeldung der Photovoltaik Anlage bei der Bundesnetz­agentur erfolgen. Sonst ist der Netzbetreiber nicht verpflichtet, die EInspeisevergütung zu zahlen.

Unterstützung und Information bei der zeitlichen Planung und Ausschreibung einer Photovoltaik Großanlage erhalten Interessierte telefonisch bei einem unserer Experten. Bitte nutzen Sie hierzu die Kontaktbox oben rechts auf dieser Seite.

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Erfahrungen & Fragen zum Thema Photovoltaik

Kombination von Nachtspeicherheizung und Solaranlage

Ist eine Solaranlage bei Nachtstromspeicherheizung möglich und sinnvoll bei ca. 10.000 KWh Stromverbrauch?
Antwort eines Haus&Co Experten

Ja, das kann eine sinnvolle Kombination sein - besonders, wenn Sie bei der Elektroheizung bleiben wollen. Sie benötigen auf jeden Fall einen Solarstromspeicher - da Sie den Strom dann tagsüber erzeugen, wenn die Nachtspeicherheizung gerade nicht vorheizt. Generell ist der Eigenverbrauch - dank sinkender Einspeisevergütung - stark in den Fokus gerückt. Da Solarstromspeicher auch aktuell noch von der KfW gefördert werden, würde ich da auf jeden Fall einmal ein Angebot anfragen.

Sie können sich das hier einmal kalkulieren (da ich keine Angaben zur verfügbaren Dachfläche habe): https://www.solaranlagen-portal.com/photovoltaik/kosten

Erfahrungen mit der Stromcloud?

Ich plane den Bau einer PV Anlage und habe von der Stromcloud gehört. Daher meine Frage: Kann ich auch nur die Cloud buchen? Eine PV Anlage habe ich ja schon bzw. plane / kaufe ich gerade. Gibt es sonst Erfahrungen mit der Stromcloud?
Antwort von energie-konzept24 GbR

Die Firma Sonnen und Senec bieten die Cloud aktiv an.

Wenn Sie die Cloud nutzen möchten brauchen Sie den Speicher der jeweiligen Firma.

Von Sonnen würde ich generell abraten da die Firma darauf bedacht ist einen hohen Ajtienweet zu erreichen um beim
Börsengang ordentlich Kasse zu machen. Ich bezweifle nur ob das für die Kunden nachhaltig ist und ob die Garantiezeiten
eingehalten werden.

Wenn Sie sich unbedingt eine Cloud leisten möchten, nehmen Sie Senec.

Generell kann ich Ihnen nur raten genau zu rechnen!

Die Berechnungen die wir mit beiden Anbietern vollzogen haben waren negativ.

Ich habe bis jetzt keine Berechnung gesehen wo der Kunde einen Vorteil hatte.

Gerne erkläre ich Ihnen die List und Tücken, die Sie im normalen Angebot nur sehr schlecht erkennen.

Mein Rat - Batterrie etwas größer als Ihr Verbrauch und auf jedenfall größer als Ihre PV Anlage.

Beispiel : 5 KWp PV Anlage dann 8 oder 9 KW Speicher !

Erfahrungen mit Solarziegeln von autarq

Haben Sie Erfahrung mit Solarziegeln der Firma autarq / Berlin? Wir interessieren uns für Solarziegel und wüssten gerne mehr über Vor- / Nachteile und technische Umsetzung.
Antwort von ENPLA GmbH

Hallo,
Ja wir haben Erfahrung mit den Solarziegeln von Autarq.
Referenzen können Sie bei uns besichtigen. Für weitere Fragen und eine Berstung kontaktieren Sie uns einfach!

ENPLA GmbH, 88630 Pfullendorf.

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