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Photovoltaik - Kaufen oder Mieten?

Auch wer kein Hausbesitzer ist, kann in Photovoltaik investieren. Eine sehr gute Möglichkeit ist das Anmieten von Dachfläche um darauf eine Photovoltaikanlage zu montieren. Solaranlagen-Portal erklärt Ihnen, mit welchen Kosten man beim Kauf einer Photovoltaikanlage und bei der Miete rechnen muss.
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Kosten beim Kauf einer Photovoltaikanlage

Der Kauf einer Photovoltaikanlage für ein typisches Einfamilienhaus kostet rund 12.000 bis 14.000 Euro. Es sind die Kosten für das Material, für die Montage und die laufenden Kosten. Je nach Wahl des Modultyps kosten die Solarmodule etwa zwischen 6.000 und 8.300 Euro. Die Kosten für den Wechselrichter betragen circa 2.000 Euro. Andere Komponenten der Anlage machen nur noch einen geringen Geldbetrag aus.

Bei der Montage durch einen Fachbetrieb muss mit Kosten von bis zu rund 180 Euro gerechnet werden. Pro Jahr fallen dann etwa 280 Euro als laufende Kosten für Versicherungen und als Rücklage für mögliche defekte Teile an.

Für viele Anwendungsfälle ist ein Stromspeicher interessant, um den Eigenverbrauchsanteil zu erhöhen. Aktuell entscheiden sich ca. 41% der Photovoltaik Nutzer für diese Variante.

Urheber: DAA Deutsche Auftragsagentur / Solaranlagen-Portal.com

Kosten bei der Miete der Photovoltaikanlage

Ein vergleichsweise neues Modell ist die Miete der Photovoltaikanlage auf dem eigenen Dach. Das Versprechen: keine Investitionskosten, eine überschaubare monatliche Mietzahlung und die Möglichkeit den erzeugten Strom zu nutzen. In vielen Fällen gibt es die Möglichkeit die Anlage nach 10 oder 20 Jahren komplett zu übernehmen. Je effizienter der erzeugte Strom im eigenen Haus verbraucht werden kann, desto weniger Strom muss zugekauft werden und umso wirtschaftlicher ist die Anlage. Beachten Sie dabei, dass Sie ohne Speicher in der Regel nur auf eine Eigenverbrauchsquote von 30% bis 45% kommen - mit Speicher erhöht sich der Anteil auch 55% bis 70%. Die Kosten dafür liegen zwischen 50 Euro und 100 Euro. Dafür erhält man eine Anlage zum Kaufpreis zwischen 4.500 Euro und 11.000 Euro.

Worauf Sie achten sollten:

  • Ist der Brutto- oder Nettomietpreis angegeben?
  • Kann die Anlage nach der Mietdauer weiter genutzt werden (zu welchem Preis?) oder wird sie kostenlos wieder abgebaut?
  • Wird eine Mindestmenge an selbstgenutzten Stromes durch den Vermieter garantiert?
  • Kann der Strom nur zum Eigenbedarf genutzt werden oder wird der überschüssige Strom zu Gunsten des Mieters eingespeist?
  • Gibt es weitere versteckte Kosten wie den Anschluss des jeweiligen Stromversorgers, die Miete für einen weiteren Stromzähler, zusätzlicher Montageaufwand (bei bestimmten Dacheindeckungen oder mehr Zeitaufwand als veranschlagt war)

Kosten bei der Miete eines Daches

Eine weitere Möglichkeit, sofern die eigene Dachfläche schon belegt oder nicht optimal für Photovoltaik geeignet ist: Die Miete eines anderen Daches.

Bei der Installation einer Photovoltaikanlage auf einem angemieteten Dach muss mit den gleichen Kosten gerechnet werden, da der Mieter komplett für die Errichtung der Anlage verantwortlich ist. Zusätzlich zahlt er einen vertraglich festgelegten Betrag als Miete an den Hauseigentümer, dessen Dach er gemietet hat. Durchschnittlich sind dies etwa 50 bis 80 Euro pro Quadratmeter für eine Vertragslaufzeit von 20 Jahren. Wenn man mit 40 Quadratmetern Dachfläche auf einem Einfamilienhaus rechnet, sind dies für den Mieter Kosten von 2.000 bis 3.200 Euro.

Für den Vermieter bedeutet diese Miete eine Einnahme (fast) ohne Gegenleistung. Die Photovoltaikanlage läuft ohne jegliche Energiezufuhr. Allerdings muss die Anlage installiert, die Kabel verlegt und der Stromzähler umgebaut werden, man muss also mit Bauarbeiten am eigenen Haus rechnen. Es entstehen für den Hausbesitzer jedoch keine weiteren Kosten.

Um potentielle Mieter und Vermieter zusammen zu bringen, berät der Fachbetrieb über Angebote in Ihrer Nähe. Es besteht zusätzlich die Möglichkeit, in Internetportalen nach passenden Dachflächen zur Miete suchen.

Photovoltaik mieten oder kaufen? EIn Fazit

Grundsätzlich ist es vorteilhafter, eine Photovoltaikanlage zu kaufen statt zu mieten, da man als Eigentümer selbst alle Entscheidungen trifft und keine Miete zahlen muss. Die gesunkenen Kosten für Photovoltaikanlagen und die Möglichkeit den erzeugten Strom selbst zu verbrauchen und diesen Eigenverbrauch zu maximieren. Es gibt zudem günstige Finanzierungsmöglichkeiten bei denen die Anlage als Grundsicherung bereits ausreicht.

Allerdings ist die Miete von Dachfläche eine sehr gute Alternative, in Photovoltaik zu investieren, selbst wenn man kein Haus besitzt oder keine ausreichend große Dachfläche zur Verfügung steht. Aus Vermietersicht ist das reine Vermieten seiner Dachfläche an einen Investor für einen vergleichsweise langen Zeitraum ist aufgrund der geringen Mieten an sich kein interessantes Modell mehr.

Ob sich die Miete einer Photovoltaikanlage lohnt, hängt besonders von der Größe der Anlage, der Verfügung über den erzeugten Stromes (Eigenverbrauch, Einspeisung, etc.), dem Mietpreis und dem Kleingedruckten ab. Sofern das Kapital zur Verfügung oder geliehen werden kann, ist der Kauf einer Anlage in vielen Fällen die langfristig sinnvollere Option.

Dieser Artikel wurde erstellt von: Oliver Wulf, Redakteur www.Solaranlagen-Portal.com