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Wallbox - die E-Auto Ladestation für Zuhause

Wer mit einem E-Auto liebäugelt oder schon eines besitzt, der beschäftigt sich zwangsläufig mit der Frage "Wie lade ich das Auto zuhause wieder auf?". Eine normale Haushaltsstromsteckdose ist nur bedingt geeignet: der Ladevorgang dauert lange und für langes Laden unter hoher Last ist die normale Steckdose nicht ausgelegt. Im schlimmsten Fall drohen in solch einem Fall Überhitzung und Kabelbrand.

Hier lohnt sich der Blick auf das Thema Wallbox: bei einer Wandladestation sind weitere Sicherheitsvorkehrungen verbaut, so dass ein Stromschlag oder eine Überhitzung ausgeschlossen sind. Der weitere Vorteil: hohe Ladeleistungen mit bis zu 22 kW sind mit einer Wallbox kein Problem.

Was ist die passende Wallbox für mein E-Auto?

Die Leistung von Wallboxen reicht von 3,7 kW bis 22 kW. Die höchste Auswahl am Markt besteht aktuell bei Wallboxen mit 11 kW Leistung. Zu empfehlen ist hier eine Wallbox zu wählen, die 1-phasig, 2-phasig und 3-phasig laden kann, um "netzdienlich" zu laden und eine Überlastung des Stromnetzes zu vermeiden.

Wie schnell Sie ihr E-Auto laden können, ist von drei Faktoren abhängig:

  1. On-Board Charger des Elektroautos
  2. Leistung der Ladestation
  3. Verwendetes Ladekabel

Sofern ihr Elektroauto ein Ladeleistung von 22 kW ermöglicht, so können Sie dieses Fahrzeug auch an jeder Ladesäule aufladen - allerdings nur mit der Leistung, die diese Ladestation ermöglicht. Sofern die Ladestation nur 3,7 kW ermöglicht, ist hier auch nur ein entsprechend langsameres Laden möglich.

Die meisten Wallboxen verfügen über fest installierte Ladekabel, was dem Komfort deutlich erhöht. Hier müssen Sie nicht bei jedem Ladevorgang das Kabel aus dem Auto holen. In Europa ist der Typ 2 Ladestecker Standard. Vereinzelt findet man bei Autos von amerikanischen oder asiatischen Herstellern noch den Typ 1 Ladestecker. Die gewünschte Ladestation sollte mit dem Ladestecker ihres E-Autos kompatibel sein. Sofern Sie E-Autos mit unterschiedlichen Steckertypen besitzen oder kaufen wollen, wäre eine Ladestation ohne installiertes Kabel die richtige Wahl.

Achten Sie beim Kauf auch auf einen renommierten Hersteller, der bei den E-Auto Herstellern auch geprüft und gelistet ist. Schließlich wollen Sie sicherstellen, dass die Ladestation mit Ihrem Fahrzeug kompatibel ist und es einen kompetenten Kundendienst bei Störungen oder Problemen gibt.

Die Liste möglicher Zusatzfunktionen ist lang - aber welche brauchen Sie wirklich? Die Integration einer Photovoltaikanlage ist bei neueren Anlage interessant, um den Eigenverbrauch an erzeugten Solarstrom zu erhöhen. Sofern mehrere E-Autos zeitgleich geladen werden sollen, hilft Ihnen ein Lastmanagement sehr. In Tiefgaragen oder in öffentlichen Bereichen ist die Möglichkeit einer Zugangsbeschränkung dagegen besonders wichtig. Lassen Sie sich vor dem Kauf die Features erklären und prüfen Sie, ob diese für Sie den Aufpreis wert sind.

Mit dem SENEC.Home Stromspeicher lässt sich eine Wallbox zum Beladen von Elektroautos ansteuern.

Was kostet eine Wallbox?

Eine zuverlässige einfache Wallbox bekommen Sie schon zu Preisen von 500 bis 600 Euro ohne Installation. Leistungsstärkere Geräte mit Zusatzfeatures schlagen dagegen schon mit Preisen zwischen 1.500 und 4.000 Euro zu Buche. Für die Kosten der Installation durch einen qualifizierten Elektriker liegen zwischen 450 und 2.300 Euro. Dafür sind mehrere Faktoren ausschlaggebend:

  • FI-Schalter in Wallbox integriert
  • Entfernung zwischen Parkplatz und Sicherungskasten
  • Notwendigkeit von Wanddurchbrüchen oder Grabungen
  • Möglichkeit der Wandmontage
  • Querschnitt der vorhandenen Leitung

Achten Sie darauf, ob der notwendige FI-Schalter für die Sicherheit in der angebotenen Wallbox bereits installiert ist. Ansonsten ist mit zusätzlichen Installationskosten von 250 Euro zu rechnen.

Sofern Sie neue Kabel legen müssen, ist es die zukunftssichere Variante direkt für einen 22 kW Anschluss zu planen, auch wenn eine Ladestation mit dieser Leistung jetzt noch gar nicht installiert wird. Eine Wallbox mit 22 kW lädt das Auto bereits in knapp 2 Stunden wieder auf - im privaten Umfeld, in dem das Auto meistens über Nacht geladen wird, sind solche Leistungen in den meisten Fällen - gerade bei Berücksichtigung des höheren Preises und der zusätzlichen Genehmigungen - zu hoch angesetzt.

Muss die Wallbox beim Hersteller angemeldet werden?

Der Netzbetreiber muss über eine neue Wallbox bis 11 kW informiert werden. Die Anmeldung einer Wallbox mit so einer Leistung ist problemlos durch Einreichung des "Datenblattes für Ladeeinrichtungen für Elektrofahrzeuge" möglich. Eine modernen Wallbox liegt eine Konformitätserklärung bei, die den Nachweis erbringt, dass die Anforderungen des Netzbetreibers erfüllt werden.

Wallboxen mit einer höheren Leistung - insbesondere Schnellladevorrichtungen mit 22 kW - müssen beim Netzbetreiber im Vorfeld genehmigt werden. Diese ist notwendig, um das lokale Stromnetz nicht zu überlasten.

Sind Wallboxen in Mehrfamilienhäusern erlaubt?

Aktuell ist es aufgrund der Rechtslage noch sehr umständlich eine Wallbox in der Tiefgarage eines Mehrfamilienhauses zu installieren. Eigentümerversammlung und Hausverwalter - alle müssen bei der Installation eine Ladesäule zustimmen.

Der Autogipfel im November 2019 verspricht hier eine Erleichterung durch eine Änderung der Gesetzlage: Grundsätzlich ist Ende 2020 ein Rechtsanspruch für Eigentümer und Mieter vorgesehen eine Wallbox in der Tiefgarage zu errichten.