Photovoltaik - Vergleich & Tests

9. November 2020
Das Angebot von Photovoltaikanlagen ist für Einsteiger recht unübersichtlich. Zur besseren Orientierung vergleichen wir an dieser Stelle die unterschiedlichen Technologien der Solarzellen, beschreiben ihre Vor- und Nachteile und werfen einen Blick auf eine wichtige Kennzahl: den Wirkungsgrad. Weiterführende Links führen zu Tests unabhängiger Institute.
Dieser Artikel wurde erstellt von:
Oliver Wulf, Redakteur www.Solaranlagen-Portal.com
Jetzt Fachbetriebe für finden
  • Geprüfte Fachbetriebe vor Ort finden
  • Mit einer Anfrage bis zu 5 Angebote erhalten
  • Garantiert einfach, kostenlos und unverbindlich!
PhotovoltaikWirtschaftlichkeitVergleich & Tests

Vergleich von Photovoltaikanlagen

Bildquelle: Solarworld Photovoltaik Anlagen unterscheiden sich im Wesentlichen durch die Art der Zellen, die in den Photovoltaikmodulen verbaut werden. Das können entweder monokristalline, polykristalline oder Dünnschichtzellen sein. Ein kleiner Vergleich:

Monokristalline Zellen

Monokristalline Zellen werden aus einem einzigen Siliziumkristall hergestellt. Der Kristall wird eingeschmolzen und zu einem Stab mit gleichmäßigem Kristallgitter geformt. Die Zellen sind entweder rund, quadratisch oder achteckig geformt. Je nach Form sind sie dunkelblau, schwarz oder grau. Wirklich interessant macht sie jedoch erst ihr Wirkungsgrad. Dieser liegt bei 15 bis 18 Prozent. Bis dato ist dies der höchste Wirkungsgrad aller Zellen. Die hohe Leistung macht sie jedoch in der Herstellung vergleichsweise teuer. Diese Zellen eignen sich besonders dort, wo nur eine begrenzte Fläche zur Verfügung steht.

Vorteile monokristalliner Solarzellen

Nachteile monokristalliner Solarzellen

Hohe Qualität

Teurer im Vergleich zu anderen Modultypen

Robust und langlebig

Aufwendiges Herstellungsverfahren

Hoher Wirkungsgrad (15 bis 18 %) bei geringem Platzbedarf

Hoher Energie- und Rohstoffeinsatz (=ungünstige Ökobilanz)

Einfache Montage

Für begrenzte Dachflächen gut geeignet

Polykristalline Zellen

Polykristalline oder multikristalline Zellen bestehen aus Siliziumblöcken, welche in kleine Stücken zersägt werden. Dadurch erhalten sie die Struktur einer Eisblume, die deutlich zu erkennen ist. Die Form ist quadratisch; farblich sind polykristalline Zellen blau bis silbergrau. Ihr Wirkungsgrad beträgt 13 bis 15 Prozent bei einer Lebensdauer von etwa 30 Jahren. Durch das gute Preis-Leistungs-Verhältnis ist dieser Zelltyp besonders beliebt. Ebenso wie monokristalline Solarzellen lassen sie sich einfach auf einem passenden Gestell montieren und eignen sich für Dachanlagen sowie den Einsatz auf Freiflächen.

Vorteile polykristalliner Solarzellen

Nachteile polykristalliner Solarzellen

Bestes Preis-Leistungs-Verhältnis

Geringerer Wirkungsgrad als monokristalline Zellen

Langlebig und robust

Stark sinkende Leistung bei diffuser Sonneneinstrahlung

Mittlerer bis hoher Wirkungsgrad (13 bis 15 %)

Gut geeignet für mittelgroße bis große Flächen

Dünnschichtzellen

Dünnschichtzellen sind rund 100-mal schmaler als monokristalline und polykristalline Zellen. Das macht sie besonders leicht und flexibel, weshalb sie auch auf beweglichen Materialien angebracht werden können. Die Zellen sind rötlichbraun, dunkelgrün bis schwarz. Der Wirkungsgrad variiert stark und ist abhängig von dem verwendeten Material: Der Wert reicht von 6 bis 20 Prozent. 20 Prozent werden im Test allerdings nur von so genannten "CIS-Solarzellen" erreicht. Im Vergleich ist der Energie- und Materialaufwand von Dünnschichtzellen in der Herstellung sehr gering, jedoch erreicht dieser Modultyp nicht die Lebensdauer von Siliziumzellen. Geeignet sind Dünnschichtzellen vor allem dann, wenn große, flache Flächen zur Verfügung stehen.

Vorteile von Dünnschichtzellen

Nachteile von Dünnschichtzellen

Sehr preiswert

Starke Anfangsdegradation (Abfall der Leistung)

Geringer Materialeinsatz

Schwer zu montieren, da rahmenlos

Geringes Gewicht

Weniger stabil als poly- und monokristalline Zellen

Auch für diffuse Einstrahlung geeignet

Kürzere Lebensdauer

Temperaturunempfindlich

Hoher Flächenbedarf durch den geringeren Wirkungsgrad

Geringer Reinigungsbedarf durch den fehlenden Rahmen

Neben diesen drei Arten entwickelt die Photovoltaik Industrie momentan auch so genannte "GaAs-Halbleiter-Solarzellen", welche sehr teuer, aber auch sehr effektiv und langlebig sind. Weitere Projekte sind organische Solarzellen. Diese sind durch ihre geringe Lebensdauer für die Massenproduktion noch nicht geeignet.

Kristalline und Dünnschichtmodule – Wirkungsgrade im Vergleich

Der Wirkungsgrad unter Berücksichtigung der Umgebungsbedingungen ist eines der wichtigsten Kriterien bei der Auswahl von Solarmodulen. Den höchsten Wirkungsgrad erreichen die monokristallinen Module mit Werten zwischen 15 und 18 %, darauf folgen polykristalline Module mit 13 bis 15 %. Den geringsten Wert weisen Dünnschichtzellen mit einem Wirkungsgrad von etwa 7 % auf. Allerdings ist der Wirkungsgrad nicht alles: So kann die Leistung durch eine gute Hinterlüftung der Anlage sowie einen genau auf den Modultyp abgestimmten Wechselrichter optimiert werden.

Photovoltaikanlagen im Test

Die Hersteller haben unterschiedliche Solarmodule im Programm - einen Vergleich der Module sowie der Kosten bei den entsprechenden Herstellern, erhalten Sie hier. Bezüglich des Wirkungsgrades und der Energiebilanz von Photovoltaik helfen wir Ihnen gerne mit zusätzlichen Informationen.

Photovoltaikanlagen unterschiedlicher Hersteller und Zelltypen wurden vom TEC-Institut, der Stiftung Warentest, Öko-TEST und vielen weiteren Prüfinstituten nach verschiedensten Kriterien getestet und verglichen. Geprüft werden zum Beispiel die Einhaltung von Mindestqualitätsstandards und Sicherheit sowie weitere Leistungs- und Qualitätsparameter mit unterschiedlichen Testverfahren.

Testverfahren für die Zulassung

Damit Photovoltaik-Module überhaupt für den Einsatz zugelassen werden, müssen Sie bestimmte Mindestvoraussetzungen erfüllen. Dazu gehören Betriebssicherheit, Bauteileignung und Funktionalität. Diese Kriterien werden in verschiedenen Testverfahren auf ihre Einhaltung überprüft.

  • Die IEC-Zertifizierung erfolgt durch den TÜV und gewährleistet, dass die Module die Standards der International Electronical Commission (IEC) erfüllen. Diese Zertifizierung sagt lediglich aus, dass die Module betriebssicher sind und funktionieren. Nur wenn die Tests erfolgreich absolviert wurden, erhält der Modultyp eine Zulassung.
  • Die Standard-Testbedingungen (STC) müssen alle Module durchlaufen. Die eingesetzten Verfahren ermöglichen die Bewertung und den Vergleich verschiedener Typen durch die Ermittlung von Spannung, Leistung und Strom bei vergleichbaren Testbedingungen im Labor sowie unter realen Bedingungen.
  • Mit dem NOCT-Test wird ermittelt, welche Temperatur eine Solarzelle im Normalbetrieb erreicht, also unter am Aufstellort üblichen Bedingungen. Mit diesem Test können die Materialbelastungen und Hitzeabstrahlung überprüft werden. Die festgesetzten Durchschnittswerte gelten als Standardmaß zur Bewertung der Bauteile einer Photovoltaikanlage.
  • Die noch recht neue Carbon Footprint Verification (CFV) ermittelt die CO2-Bilanz einer Anlage durch die Überprüfung des Produkt-Lebenszyklus der einzelnen Bauteile.

Qualitätstests

Eine weitere Reihe von Testverfahren befasst sich mit der Leistung und Qualität der Photovoltaikmodule. Die Vergleiche sollen es dem Betreiber ermöglichen, die einzelnen Anlagen hinsichtlich ihrer Leistung und Lebensdauer zu bewerten.

  • RAL-GZ 966 ist ein Gütezeichen, das von der RAL-Gütegemeinschaft e. V. vergeben wird. Prüfkriterien sind die Verwendung hochwertiger Einzelkomponenten, eine funktionale Anlagenkonstruktion, die fachgerechte Ausführung sowie die Bewertung des Service und Vertriebs des Herstellers.
  • Der PV+Test wird vom TÜV Rheinland und dem Unternehmen Solarpraxis durchgeführt. Die Tests beinhalten 25 Kriterien, weiterhin werden viele verschiedene Eigenschaften der Anlage überprüft und bewertet. Ziel dieser Tests ist es, die Qualität von Modulen messbar und auch sichtbar zu machen. Prüfkriterien sind zum Beispiel Leistungsparameter, Alterungsbeständigkeit, elektrische Sicherheit oder die Verarbeitung.
  • Vom PHOTON-Labor wird das PHOTON-Prüfsiegel vergeben. Die Tests beinhalten STC-Leistungsmessungen, Messung des Schwachlichtverhaltens oder die Bestimmung der Temperaturkoeffizienten. Das Prüfsiegel wird auf Basis einer Jahresmessung vergeben und ermöglicht Verbrauchern, die Menge des theoretisch möglichen mit dem tatsächlichen Stromertrag zu vergleichen.
  • Hinter dem Begriff “DNV GL PV Module Reliability Scorecard” steht das Unternehmen DNV GL, einem der größten Anbieter von PV-Tests und Zertifizierungen weltweit. Das Unternehmen testet PV-Module auf ihre Zuverlässigkeit, die Ergebnisse werden jährlich in einem umfassenden Bericht veröffentlicht. Geprüft wird auf Temperaturwechsel, mechanisch-dynamische Belastungen, Feuchtwärme, Luftfeuchte-Frostverhalten und Degradation. Da ein großer Teil der bekannten PV-Hersteller an diesen Tests teilnehmen, gilt die Studie als besonders aussagekräftig.

Prüfen Sie mit unserem kostenlosen Photovoltaik Angebotscheck, ob das Preis-Leistungs-Verhältnis für Ihr PV-Anlagen-Angebot stimmt!

Welche Solarzellen sind die besten?

Vergleicht man die Vor- und Nachteile der einzelnen Zelltypen, zeigt sich, dass es die perfekte Solarzelle nicht gibt. Welches Material für Ihre Photovoltaikanlage am besten eignet ist, hängt von vielen Faktoren ab. Monokristalline Zellen haben zwar den höchsten Wirkungsgrad, dafür sind sie jedoch deutlich teurer als Dünnschichtzellen, für die jedoch wiederum eine größere Fläche benötigt wird, um die gleichen Erträge zu erzielen.

Welche Preisunterschiede gibt es bei den einzelnen Modultypen?

Als Richtlinie können Sie für Dünnschichtmodule einen Preis von 700 bis 1.250 Euro pro kWp annehmen. Polykristalline Module kosten zwischen 750 bis 1.250 Euro/ kWp, für monokristalline Module bezahlen Sie pro kWp zwischen 1.150 bis 1.700 Euro.

Welche Faktoren beeinflussen außer dem Wirkungsgrad die Anlagenleistung?

Bei der Auswahl der Module sollten Sie neben dem Wirkungsgrad auch Standort, Dachneigung und -Ausrichtung, Verschattung sowie die zur Verfügung stehende Fläche mit in die Berechnung einfließen lassen. Ebenso wichtig für den realen Ertrag ist die Qualität der Module, die Auswahl der optimalen Wechselrichter sowie eine gute Hinterlüftung der Module.

Nächste Seite

Erfahrungen & Fragen zum Thema Photovoltaik

Kombination von Nachtspeicherheizung und Solaranlage

Ist eine Solaranlage bei Nachtstromspeicherheizung möglich und sinnvoll bei ca. 10.000 KWh Stromverbrauch?
Antwort eines Haus&Co Experten

Ja, das kann eine sinnvolle Kombination sein - besonders, wenn Sie bei der Elektroheizung bleiben wollen. Sie benötigen auf jeden Fall einen Solarstromspeicher - da Sie den Strom dann tagsüber erzeugen, wenn die Nachtspeicherheizung gerade nicht vorheizt. Generell ist der Eigenverbrauch - dank sinkender Einspeisevergütung - stark in den Fokus gerückt. Da Solarstromspeicher auch aktuell noch von der KfW gefördert werden, würde ich da auf jeden Fall einmal ein Angebot anfragen.

Sie können sich das hier einmal kalkulieren (da ich keine Angaben zur verfügbaren Dachfläche habe): https://www.solaranlagen-portal.com/photovoltaik/kosten

Einphasiger oder dreiphasiger Wechselrichter? Welche Vor- und Nachteile gibt es? Was passt du meiner Anlage?

"Einphasiger-", oder "Dreiphasiger-Wechselrichter"? Klar ist die Berechnung der Einspeisung mittels einem saldierendem Zähler gewährleistet. Aber wie verhält es sich mit der Auslastung der Phasen? Eine einphasige Einspeisung bei eine dreiphasigen Verteilung (Ph1: Keller, Ph2: Erdgeschoss, Ph3: Obergeschoss. Da die Einspeisung nur auf die Phase "Obergeschoss" mit wenigen Verbrauchern angeschlossen ist? Habe ich noch einen Vorteil, da die weiteren Phasen ja nicht von der PV-Anlage bedient werden. Einspeisevergütung (nur 12,4): Ja, aber ich will maximalen Eigennutz bei 24,8 ct/kwh.
Antwort von Elektrotechnik Tim Frischling

Es ist nur eine maximale Schieflast von 4,6kW zu gewährleisten.
Wo die PV-Anlage angschlossen ist, ist "relativ egal", da, wie bereits richtig erwähnt die Zähler saldieren.

Auf den gemessenen Eigenverbrauch hat dies keine Auswirkung.

Kann ich zwei Strings mit verschiedener Anzahl von Modulen und unterschiedlicher Dachausrichtung an einen Wechselrichter anschließen?

Kann ich zwei Strings mit verschiedener Anzahl von Modulen und unterschiedlicher Dachausrichtung (einmal Süd und einmal Ost) an einen Wechselrichter, kein Multiwechselrichter anschließen?
Antwort von MICO-Energieberatung

Wenn Sie einen Wechselrichter mit zwei MPP-Trackern haben, ist das kein Problem.
Der Maximum Power Point (MPP) eines Solarmoduls beziehungsweise eines Strings ist der Punkt der Strom-Spannungs-Kennlinie, an dem das Solarmodul die höchste Leistung erbringt. Der MPP-Tracker hat nun die Aufgabe, den Maximum Power Point zu ermitteln, da dieser von der Sonneneinstrahlung, der Temperatur und individuellen Moduleigenschaften abhängig ist und sich somit ständig ändert.
Ich hoffe, ich konnte Ihnen damit helfen, sonst melden Sie sich einfach.

Photovoltaik Freiflächenanlage: Kosten, Förderung und Rentabilität?

Als Erbengemeinschaft von 3 Geschwistern besitzen wir in der Gemarkung Hösbach eine ebene Fläche Agrarland von 10 700 Quadratmetern mit einer erweiterbaren Fläche von weiteren 5 000 Quadratmetern Ackerland unmittelbar parallel im direkten Anschluss. Diese zusätzlichen 5 000 Quadratmeter sind im Besitz von zwei unserer Cousinen. Auf unserem Gelände befindet sich auch ein Hochspannungsmast . Derzeit werden die Grundstücke aufgefüllt mit Erdaushub (fast beendet) bedingt durch vorherigen Kalkabbau. Sowohl die Erbengemeinschaft als auch unsere Cousinen ( zusammen dann als Interessengemeinschaft), sind interessiert an einem Angebot für eine Photovoltaikanlage auf dieser Freifläche von insgesamt 1, 5 Hektar Land . Meine Fragen sind : 1) Was sind die Investitionskosten für eine solche Anlage ? 2) Welche Fördermittel (falls zutreffend) gibt es möglicherweise für solche Projekte. 3) Was wäre die Rentabilität und die Dauer für das Amortisieren einer solchen Investition? Für eine Antwort und Kontaktaufnahme wäre ich Ihnen dankbar. Mit freundlichen Grüßen Peter Hufgard
Antwort von PV Montagen G. Vijayakumar

Es werden mehr Daten Benötigt, daß ist das erste. Denn es steht zum Beispiel die Frage im Raum ob das Erdreich welches grad aufgefüllt wird auch verdichtet wird. Und wie sehr es verdichtet wird. Und nun zur Puntuellen Beantwortung Ihrer Fragen.

1) Die Investitionskosten für solch eine Anlage müssen vorab (nach Inaugenscheinnahme des Geländes sowie Geologisches Gutachten (z.B) erst Berechnet werden wenn mehr Details vorliegen würden.

2) Fördermittel gibt es von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) in dem Maße das es sich, so gesehen um Geldtauscherei handelt.

3) Die Rentabilität einer Anlage von dieser Größe steht ausser Frage. Denn die Energiepreise werden nicht sinken von Jahr zu Jahr sondern eher wird das Gegenteil der Fall sein. Unter Bezugnahme auf das Vorgenannte ergibt sich auch keine Haltbare Aussage über die Dauer der Amortisierung der Anlage.

Nun konnte ich Ihnen leider nicht wirklich weiterhelfen, stelle es Ihnen jedoch anheim mich zu Kontaktieren. Denn die Thematik einer solchen Anlage ist komplexer als das es sich darstellt. Eine reine Angabe der Verfügbaren Fläche ist Dahingehend nicht wirklich Ausreichend.

Viele Grüße

Holger Gerhardt

Neuer Zählerschrank bei Installation einer Photovoltaikanlage?

Liebe Experten, ich denke darüber nach mir eine PV-Anlage aufs Dach zu setzen. Ein Bekannter meinte aber, dass ich dazu auch einen neuen Zählerschrank installieren lassen müsste und, dass das teuer würde. Stimmt das? Muss ein neuer Zählerschrank installiert werden? Und wenn ja was kostet das?
Antwort von Arnold Dach und Solar GmbH

Es muss nicht generell ein neuer Zählerschrank installiert werden.
Nur wenn der vorhandene Zählerschrank nicht mehr den aktuellen Richtlinien entspricht, oder wenn keine neue Messeinrichtung (z.Bsp. digitaler Stromzähler) mehr eingebaut werden kann, weil eine fachgerechte Nachrüstung (z.Bsp. Zählertafel) nicht mehr möglich ist.
Genaue Auskunft kann man beim zuständigen Netzbetreiber erfragen.

Smart Grid ready Funktion: Was bedeutet das?

Kann mir hier jemand den Begriff "Smart Grid ready Funktion" für die Speicherung von Energie mit intelligenter Steuerung erklären? Vielen Dank für die Hilfe!
Antwort eines Haus&Co Experten

Smart Grid-Geräte eröffnen interessante Vernetzungsmöglichkeiten. Beispielsweise können Smart Grid-fähige Wärmepumpen über eine Schnittstelle auf einen Überschuss an Solarstrom reagieren. Stromnetzbetreiber können über die integrierte Smart Grid-Schnittstelle den Stromspeicher direkt ansteuern und die Stromnetze stabilisieren und entlasten. Mit einem solchen Schwärmenetz können Erzeugung und Verbrauch noch weiter entkoppelt werden: Überschüsse, die im Sommer erzeugt werden, können im Winter genutzt werden. Dazu finden Sie auch Infos hier: https://www.solaranlagen-portal.com/photovoltaik/stromspeicher

Lohnt sich eine PV-Anlage bei Ost-West-Ausrichtung des Hauses?

Ich interessiere mich für die Inbetriebnahme einer eigenen Solaranlage. Nun frage ich mich aber, ob sich eine PV-Anlage bei Ost-West-Ausrichtung des Hauses überhaupt lohnt? (Satteldach, ca. 45°)
Antwort von ELEKTRO-HAUSMANN

Hallo,

kann ich nur empfehlen. Wir erhöhen damit die Sonnenstunden für die PV-Anlage und können
damit den Eigenverbrauch, über den sich die PV-Anlage zuerst rechnet optimieren. Gleichzeitig
können wir mit der 70% Regel zusätzliche Kosten für einen Rundsteuerempfänger sparen.
Deshalb Ost-West.

Gruß
G.Hausmann

PV-Anlage selber installieren

Besteht die Möglichkeit eine PV-Anlage der Größe 1 bis 2 KW selbst bei einem Anbieter zu kaufen und selber auf meinem Hausdach zu installieren? Wie muss die Anlage angemeldet werden und muss die Anlage durch eine Fachkraft abgenommen werden? Oder kann die Anlage auch ohne Anmeldung betrieben werden (da sehr geringe Leistung zum Eigenverbrauch)?
Antwort von synertec

Grundsätzlich besteht die Möglichkeit eine PV-Anlage selbst zu montieren. Vorrausetzung ist neben dem handwerklichen Geschick und keine Angst vor Höhe auch eine Absicherung durch ein Gerüst, welches auch die Arbeit erleichtert. Trotzdem sollte ein Fachmann Sie unterstützen bei den einzelnen Arbeitsschritte, somit ist eine sichere Montage gewährleistet und Montagefehler ausgeschlossen. Für den Stranganschluß wird spezielles Montagewerkzeug benötigt um die Steckverbinder sicher zu vercrimpen. Unsere Fachpartner können Sie bei der Montage unterstützen.

Die wechselstromseitige Einbindung der PV-Anlage muß durch einen Elektromeister erfolgen, er kümmert sich auch um die Anmeldung beim Netzbetreiber, ebenso bei der Abnahme durch den Netzbetreiber.

Eine Anlage ohne Anmeldung zu betreiben würde ich nicht empfehlen. Wollen Sie keinen Überschußstrom einspeisen muß zumindest ein neuer Zähler mit Rücklaufsperre eingebaut werden.
Bedenken Sie dabei, das der Überschußstrom dann kostenlos ins Netz des Netzbetreibers eingespeist wird. Das wird durchaus auch bei einer kleineren Anlage passieren.

Es gibt aber durchaus die Möglichkeit eine PV-Anlage ohne oder teilweise ohne Finanzamt zu betreiben. Hier können wir Ihnen beim Kauf einer Anlage weiterhelfen. Für weitere Fragen stehen wir Ihnen gerne telefonisch zur Verfügung.

Mit sonnigen Grüßen.
snertec

Muss ich meinen selbst erzeugten und verbrauchten Strom versteuern?

Ich habe im Febr. 2016 eine Photovoltaikanlage (7,1 Kwp) mit Speicher installiert. Von der Kleinunternehmerregelung habe ich keinen Gebrauch gemacht, also die gezahlte Mwst. rückerstattet bekommen und monatlich eine Umsatzsteuervoranmeldung gemacht. Muss ich nun den selbst verbrauchten Strom versteuern und wenn ja, zu welchem Kw/h-Preis?
Antwort von Greentec-Solar GmbH

Hallo,

Eigenverbrauch ermitteln und mit dem Stromtarif der aktuellen Stromrechnung multiplizieren.
Aus diesem Betrag den Anteil der MwSt ermitteln und bei der Umsatzsteuererklärung anzeigen.
Den Netto-Betrag aus dem
Eigenverbrauch als Einnahme der PV-Anlage bei der Gewinn-Verlustrechnung einbeziehen
und den Gewinn aus der PV-Anlage bei der Einkommensteuererklärung angeben.

das nur als grobe Aussage, genaues sagt der Steuerberater oder das Finanzamt.
Alle Angaben nach besten Wissen, ohne Gewähr.

Hoher Stromverbrauch trotz PV und Einspeisung: Wo liegt die Ursache?

Wir haben ein Einfamilienhaus mit 4 Personen. Nach unseren Zählern verbrauchen wir 5000kWh/Jahr Strombezug aus Netz, wir speisen ca. 6000-7000kWh ein und haben laut Ertragszähler ca. 9500-10000kWh Gesamt PV Ertrag. Nach dieser Rechnung hätten wir einen Gesamt-Stromverbrauch von fast 8000 kWh/Jahr. Ich kann das fast nicht glauben. Es sind jedoch seit unserem Einzug seit 3 Jahren die ungefähr gleichen Messwerte. Wo liegt hier das Problem? Wir hatten auch davor in unserer Wohnung nie einen solch hohen Wert. Ich vermute mittlerweile, dass es ein Problem mit den Zählern ist? Wir haben einen kombinierten Zähler für Bezug/Einspeisung der Netze mit wechselnder Anzeige (elektronisch). Der PV Zähler sitzt auch im Kasten, ist aber separat.
Antwort von Ingenieurbüro Energieexperten-Südwest

Ich vermute mal, dass Sie schlicht und ergreifend große Stromverbraucher haben. Da müssen Sie schon auf die Suche gehen. Was ist anders als in der früheren Wohnung? Zusätzliche Geräte? Gefriertruhe? Computer im Dauerlauf?
Wie wird das Haus denn eigentlich beheizt (Wärmepumpe mit el. Heizstab?) und wie wird warmes Wasser erzeugt?

Eigene Frage stellen
Ihre Frage an die Experten

Sie stellen Ihre Frage

Haus&Co richtet diese an Experten

Sie erhalten schnell und kostenlos Antwort

?
Experten und Fachbetriebe beantworten kostenlos Ihre Fragen zum Thema Solaranlagen
Jetzt Frage stellen
Ihre Frage an die Experten

Sie stellen Ihre Frage

Haus&Co richtet diese an Experten

Sie erhalten schnell und kostenlos Antwort