Photovoltaik & Dachdeckung

10. November 2020
Dächer sind unterschiedlich gedeckt: mit Ziegeln, Dachpfannen, Bitumen, Kunststoffendeckungen oder auch Schilf. Photovoltaik-Anlagen lassen sich grundsätzlich auf fast allen Dacheindeckungen installieren. Voraussetzung ist, dass die jeweiligen Besonderheiten bei der Montage berücksichtigt werden. Worauf Sie bei den unterschiedlichen Dackdeckungen achten müssen, lesen Sie in diesem Artikel.
Dieser Artikel wurde erstellt von:
Oliver Wulf, Redakteur www.Solaranlagen-Portal.com
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PhotovoltaikBauliche VoraussetzungenDacheindeckung

Eignung unterschiedlicher Dachdeckungen für Photovoltaik

Grundsätzlich kann eine Photovoltaikanlage auf allen Arten von Dachdeckungen installiert werden. Eine wichtige Hauptvoraussetzung muss dabei erfüllt sein: Die ausreichende Tragfähigkeit der Dacheindeckung wie auch der Dachkonstruktion. Selbst auf Dächern aus Schilf, auch Reetdächer genannt, ist die Montage von Photovoltaik möglich.

Eine Ausnahme sind Dächer, mit asbesthaltigen Dacheindeckungen. Vor allem bei Dächern, die bis zu den 1990er Jahren mit Kunstschiefer oder Wellplatten eingedeckt wurden, ist die Gefahr groß, dass dabei Asbest mit im Spiel ist. Informationen dazu können in den Bauunterlagen gefunden werden, ebenso gibt das Alter der Eindeckung wichtige Hinweise auf eine mögliche Asbestbelastung – bei Unsicherheit sollte das Dach untersucht werden. Ist das Ergebnis positiv, dard das vorhandene Dachmaterial nicht mit Solarmodulen überdeckt werden. Damit machen Sie sich als Hauseigentümer strafbar und handeln darüber hinaus gesundheitsgefährdend.

Achtung bei Asbest

Im Falle einer asbesthaltigen Dacheindeckung muss diese vor der Installation einer PV-Anlage fachgerecht entfernt und als Sondermüll vorschriftsgemäß entsorgt werden. Anschließend können Sie das Dach neu eindecken und dann eine Anlage montieren oder sich gleich für Solardachziegel entscheiden.

Einfluss der Dachdeckung auf die Montage

Die Art der Dacheindeckung des Hauses wirkt sich auf die Unterkonstruktion, also das Montagesystem der Photovoltaikanlage, aus. Form und Montage der Halterungen für das Montagesystem sind je nach vorhandener Dachdeckung unterschiedlich ausgeführt, um eine dauerhafte und sichere Stabilität zu gewährleisten.

Das Ziegeldach

Ziegel aus Ton oder Beton gehören zu den häufigsten Dacheindeckungen. Für die Installation des Montagesystems werden entsprechende Befestigungshaken durch die Ziegel geführt und direkt an den darunterliegenden Dachsparren fixiert. Die Herausforderung ist in diesem Fall, die nötigen Löcher so herzustellen, dass die Ziegel nicht beschädigt werden. Schon feinste Risse im Material können den Ziegel undicht machen und zu Feuchtigkeit unter dem Dach führen. Ebenfalls wichtig ist es, den Durchbruch selbst in der entsprechenden Größe zu wählen und abzudichten, damit auch hier keine Feuchtigkeit eindringen kann.

Blechdach und Bitumendach

Auf diesen Dacheindeckungen sind Photovoltaikanlagen besonders unkompliziert zu montieren. Zur Befestigung der Halterung wird dazu einfach durch die vorhandene Dacheindeckung bis auf den Sparren gebohrt. Für Blechdächer kommen zum Teil auch Blechfalzklammern in Frage, allerdings besteht hier ein Risiko: Dehnen sich Dachblech und Montagegestell unterschiedlich aus, leidet die Stabilität durch mechanische Spannungen.

Infobox: Vor allem bei Blechdächern muss die Durchbohrung sorgfältig und großflächig abgedichtet werden, damit es nicht zu Undichtigkeiten kommt, durch die Feuchtigkeit unter das Dach gelangt.

Das Schieferdach

Auch auf einer Dacheindeckung aus Schiefer kann in den meisten Fällen problemlos eine Photovoltaikanlage montiert werden. Zu beachten ist dabei, dass ein entsprechendes Befestigungssystem verwendet wird. Ein Risiko besteht beim Abdecken der Schieferplatten, hierbei kommt es häufig zur Beschädigung des bruchanfälligen Materials. Eine sichere Alternative bieten Systeme, die auch ohne das Abdecken der Platten sicheren Halt für das Montagesystem der Photovoltaikanlage bieten.

Das Reetdach

Grundsätzlich möglich, wenn auch nicht unbedingt empfehlenswert, ist die Montage einer PV-Anlage auf einem Reetdach. Die Tragfähigkeit der Dachkonstruktion ist zwar ausreichend, allerdings braucht das Eindeckungsmaterial Reet viel Luft, Licht und Wärme. Dies ist mit darüberliegenden Solarmodulen nicht mehr vollständig gewährleistet. Auch die regelmäßig nötigen Pflegemaßnahmen am Reetdach sind nur schwer und eingeschränkt durchführbar. Wenn möglich, sollte die PV-Anlage besser auf einem Nebengebäude wie der Garage oder dem Carport installiert werden. Falls Sie eine Photovoltaikanlage auf dem Reetdach ausdrücklich wünschen, sollten Sie sich vorher ausführlich beraten lassen und einen Anbieter wählen, der sich mit dieser Montageform auskennt.

Besonderheiten bei der Montage

Bei der Aufdachmontage werden bei Ziegeldächern so genannte "Dachsparrenanker" verwendet. Diese Anker werden in der Regel direkt auf den Dachsparren befestigt. Es gibt mittlerweile auch schon spezielle Ziegel mit integrierten Halterungen für das Montagesystem. Bei Wellplatten- oder Trapezblechdächern werden besondere Befestigungselemente benutzt, die mit Stockschrauben auf dem Dach montiert werden.

Dieser Montageschritt bildet die Grundlage für das weitere Vorgehen beim Errichten der Photovoltaikanlage, das in der Regel für alle Dacheindeckungen gleich ist.

Besonderheiten bei der Indachmontage

Auch die Indachmontage, bei der die bestehende Dacheindeckung durch Solarmodule ersetzt wird, ist bei Ziegeleindeckungen in den meisten Fällen möglich. Nur bei Reetdächern und den meisten Blechdächern kommt diese Form der PV-Anlage nicht in Frage. Die direkte Eindeckung des Daches mit Solarmodulen hat Vorzüge, aber auch einige Nachteile:

Vorteile der Indachmontage

Nachteile der Indachmontage

  • Ästhetisch ansprechend und weniger auffällig als Aufdachmontage
  • Alternative für denkmalgeschützte Gebäude
  • Kosteneinsparungen bei Neubauten durch die Kombination von Dacheindeckung und PV-Montage in einem Gewerk
  • Geringere Erträge durch erhöhte Wärmeentwicklung und schlechtere Belüftung
  • Hohe kosten im Vergleich zu herkömmlichen Montagearten
  • Dichtigkeitsprobleme bei Montagemängeln
  • Solardachziegel

    Eine Variante zur Indachmontage sind Solardachziegel. Dabei sind in Ton- oder Betonziegel Solarmodule integriert. Die Elemente werden wie herkömmliche Dachziegel eingedeckt. Allerdings hat sich dieses System durch die hohen Installationskosten sowie den im Vergleich deutlich geringeren Wirkungsgrad nicht flächendeckend durchgesetzt. Solardachziegel kommen deshalb nur vereinzelt zum Einsatz, zum Beispiel im Denkmalschutz oder dann, wenn besonders großer Wert auf ein ästhetisches Erscheinungsbild der Dacheindeckung gelegt wird.

    Wichtige Rechengrößen: Flächen- und Linienlast

    Flächenlast beschreibt im Unterschied zur Linienlast eine Kraft, die gleichmäßig verteilt auf eine Fläche einwirkt. Die Flächenlast wird in Newton pro Quadratmeter (N/m²) angegeben. In Bezug auf die Photovoltaik spielt die Flächenlast unter anderem bei der Berechnung der Dachlastreserve eine Rolle. So wirken zum Beispiel Wind und Schnee als natürliche Flächenlast auf die Dachstatik ein. Ein Photovoltaik Montagesystem auf einem Flachdach stellt eine zusätzliche Flächenlast dar, die ein Statiker zuvor berechnen muss.

    Linienlast beschreibt im Unterschied zur Flächenlast eine Kraft, die linienförmig wirkt. Sie wird in Newton pro Quadratmeter (N/m²) angegeben. Die auftretende Linienlast muss in der Photovoltaik vor allem bei Montagesystemen für Photovoltaik Großanlagen auf Flachdächern berücksichtigt werden. In Datenblättern der verschiedenen Unterkonstruktionen wird die linear aufliegende Kraft von Montageschienen auf der Dachhaut gesondert ausgewiesen. Dieser Wert ist für Anlagenplaner die Grundlage für die Entscheidung, ob eine Photovoltaik Anlage bei der vorliegenden Dachlastreserve installiert werden kann.

    Genaue Informationen und eine individuelle Beratung erhalten Sie bei einem Photovoltaik-Fachbetrieb in Ihrer Nähe.

    Auf welchen Dachkonstruktionen kann eine Photovoltaik-Anlage installiert werden?

    Vorausgesetzt, die Tragfähigkeit ist ausreichend, kann eine PV-Anlage auf fast allen Dachkonstruktionen montiert werden.

    Wer prüft die Tragfähigkeit meines Daches?

    Ob die Tragfähigkeit des Daches sowie der Dacheindeckung ausreichend ist, um eine PV-Anlage zu installieren, überprüft ein Tragwerksplaner anhand einer Vor-Ort-Prüfung sowie durch entsprechende Berechnungen.

    Kann ich eine Photovoltaik-Anlage auch an der Fassade befestigen?

    Ist eine Dachmontage nicht möglich, können die Solarmodule auch an der Fassade befestigt werden. Aufgrund der niedrigeren Erträge sollten diese Module an unverschatteten Südfronten angebracht werden.

    Weitere Informationen zum Thema finden Sie in folgenden Themen:

    Dächer für Photovoltaik
    Photovoltaik und Dachneigung
    Die optimale Ausrichtung für Photovoltaikanlagen

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    Erfahrungen & Fragen zum Thema Photovoltaik

    Kombination von Nachtspeicherheizung und Solaranlage

    Ist eine Solaranlage bei Nachtstromspeicherheizung möglich und sinnvoll bei ca. 10.000 KWh Stromverbrauch?
    Antwort eines Haus&Co Experten

    Ja, das kann eine sinnvolle Kombination sein - besonders, wenn Sie bei der Elektroheizung bleiben wollen. Sie benötigen auf jeden Fall einen Solarstromspeicher - da Sie den Strom dann tagsüber erzeugen, wenn die Nachtspeicherheizung gerade nicht vorheizt. Generell ist der Eigenverbrauch - dank sinkender Einspeisevergütung - stark in den Fokus gerückt. Da Solarstromspeicher auch aktuell noch von der KfW gefördert werden, würde ich da auf jeden Fall einmal ein Angebot anfragen.

    Sie können sich das hier einmal kalkulieren (da ich keine Angaben zur verfügbaren Dachfläche habe): https://www.solaranlagen-portal.com/photovoltaik/kosten

    Einphasiger oder dreiphasiger Wechselrichter? Welche Vor- und Nachteile gibt es? Was passt du meiner Anlage?

    "Einphasiger-", oder "Dreiphasiger-Wechselrichter"? Klar ist die Berechnung der Einspeisung mittels einem saldierendem Zähler gewährleistet. Aber wie verhält es sich mit der Auslastung der Phasen? Eine einphasige Einspeisung bei eine dreiphasigen Verteilung (Ph1: Keller, Ph2: Erdgeschoss, Ph3: Obergeschoss. Da die Einspeisung nur auf die Phase "Obergeschoss" mit wenigen Verbrauchern angeschlossen ist? Habe ich noch einen Vorteil, da die weiteren Phasen ja nicht von der PV-Anlage bedient werden. Einspeisevergütung (nur 12,4): Ja, aber ich will maximalen Eigennutz bei 24,8 ct/kwh.
    Antwort von Elektrotechnik Tim Frischling

    Es ist nur eine maximale Schieflast von 4,6kW zu gewährleisten.
    Wo die PV-Anlage angschlossen ist, ist "relativ egal", da, wie bereits richtig erwähnt die Zähler saldieren.

    Auf den gemessenen Eigenverbrauch hat dies keine Auswirkung.

    Kann ich zwei Strings mit verschiedener Anzahl von Modulen und unterschiedlicher Dachausrichtung an einen Wechselrichter anschließen?

    Kann ich zwei Strings mit verschiedener Anzahl von Modulen und unterschiedlicher Dachausrichtung (einmal Süd und einmal Ost) an einen Wechselrichter, kein Multiwechselrichter anschließen?
    Antwort von MICO-Energieberatung

    Wenn Sie einen Wechselrichter mit zwei MPP-Trackern haben, ist das kein Problem.
    Der Maximum Power Point (MPP) eines Solarmoduls beziehungsweise eines Strings ist der Punkt der Strom-Spannungs-Kennlinie, an dem das Solarmodul die höchste Leistung erbringt. Der MPP-Tracker hat nun die Aufgabe, den Maximum Power Point zu ermitteln, da dieser von der Sonneneinstrahlung, der Temperatur und individuellen Moduleigenschaften abhängig ist und sich somit ständig ändert.
    Ich hoffe, ich konnte Ihnen damit helfen, sonst melden Sie sich einfach.

    Photovoltaik Freiflächenanlage: Kosten, Förderung und Rentabilität?

    Als Erbengemeinschaft von 3 Geschwistern besitzen wir in der Gemarkung Hösbach eine ebene Fläche Agrarland von 10 700 Quadratmetern mit einer erweiterbaren Fläche von weiteren 5 000 Quadratmetern Ackerland unmittelbar parallel im direkten Anschluss. Diese zusätzlichen 5 000 Quadratmeter sind im Besitz von zwei unserer Cousinen. Auf unserem Gelände befindet sich auch ein Hochspannungsmast . Derzeit werden die Grundstücke aufgefüllt mit Erdaushub (fast beendet) bedingt durch vorherigen Kalkabbau. Sowohl die Erbengemeinschaft als auch unsere Cousinen ( zusammen dann als Interessengemeinschaft), sind interessiert an einem Angebot für eine Photovoltaikanlage auf dieser Freifläche von insgesamt 1, 5 Hektar Land . Meine Fragen sind : 1) Was sind die Investitionskosten für eine solche Anlage ? 2) Welche Fördermittel (falls zutreffend) gibt es möglicherweise für solche Projekte. 3) Was wäre die Rentabilität und die Dauer für das Amortisieren einer solchen Investition? Für eine Antwort und Kontaktaufnahme wäre ich Ihnen dankbar. Mit freundlichen Grüßen Peter Hufgard
    Antwort von PV Montagen G. Vijayakumar

    Es werden mehr Daten Benötigt, daß ist das erste. Denn es steht zum Beispiel die Frage im Raum ob das Erdreich welches grad aufgefüllt wird auch verdichtet wird. Und wie sehr es verdichtet wird. Und nun zur Puntuellen Beantwortung Ihrer Fragen.

    1) Die Investitionskosten für solch eine Anlage müssen vorab (nach Inaugenscheinnahme des Geländes sowie Geologisches Gutachten (z.B) erst Berechnet werden wenn mehr Details vorliegen würden.

    2) Fördermittel gibt es von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) in dem Maße das es sich, so gesehen um Geldtauscherei handelt.

    3) Die Rentabilität einer Anlage von dieser Größe steht ausser Frage. Denn die Energiepreise werden nicht sinken von Jahr zu Jahr sondern eher wird das Gegenteil der Fall sein. Unter Bezugnahme auf das Vorgenannte ergibt sich auch keine Haltbare Aussage über die Dauer der Amortisierung der Anlage.

    Nun konnte ich Ihnen leider nicht wirklich weiterhelfen, stelle es Ihnen jedoch anheim mich zu Kontaktieren. Denn die Thematik einer solchen Anlage ist komplexer als das es sich darstellt. Eine reine Angabe der Verfügbaren Fläche ist Dahingehend nicht wirklich Ausreichend.

    Viele Grüße

    Holger Gerhardt

    Neuer Zählerschrank bei Installation einer Photovoltaikanlage?

    Liebe Experten, ich denke darüber nach mir eine PV-Anlage aufs Dach zu setzen. Ein Bekannter meinte aber, dass ich dazu auch einen neuen Zählerschrank installieren lassen müsste und, dass das teuer würde. Stimmt das? Muss ein neuer Zählerschrank installiert werden? Und wenn ja was kostet das?
    Antwort von Arnold Dach und Solar GmbH

    Es muss nicht generell ein neuer Zählerschrank installiert werden.
    Nur wenn der vorhandene Zählerschrank nicht mehr den aktuellen Richtlinien entspricht, oder wenn keine neue Messeinrichtung (z.Bsp. digitaler Stromzähler) mehr eingebaut werden kann, weil eine fachgerechte Nachrüstung (z.Bsp. Zählertafel) nicht mehr möglich ist.
    Genaue Auskunft kann man beim zuständigen Netzbetreiber erfragen.

    Smart Grid ready Funktion: Was bedeutet das?

    Kann mir hier jemand den Begriff "Smart Grid ready Funktion" für die Speicherung von Energie mit intelligenter Steuerung erklären? Vielen Dank für die Hilfe!
    Antwort eines Haus&Co Experten

    Smart Grid-Geräte eröffnen interessante Vernetzungsmöglichkeiten. Beispielsweise können Smart Grid-fähige Wärmepumpen über eine Schnittstelle auf einen Überschuss an Solarstrom reagieren. Stromnetzbetreiber können über die integrierte Smart Grid-Schnittstelle den Stromspeicher direkt ansteuern und die Stromnetze stabilisieren und entlasten. Mit einem solchen Schwärmenetz können Erzeugung und Verbrauch noch weiter entkoppelt werden: Überschüsse, die im Sommer erzeugt werden, können im Winter genutzt werden. Dazu finden Sie auch Infos hier: https://www.solaranlagen-portal.com/photovoltaik/stromspeicher

    Lohnt sich eine PV-Anlage bei Ost-West-Ausrichtung des Hauses?

    Ich interessiere mich für die Inbetriebnahme einer eigenen Solaranlage. Nun frage ich mich aber, ob sich eine PV-Anlage bei Ost-West-Ausrichtung des Hauses überhaupt lohnt? (Satteldach, ca. 45°)
    Antwort von ELEKTRO-HAUSMANN

    Hallo,

    kann ich nur empfehlen. Wir erhöhen damit die Sonnenstunden für die PV-Anlage und können
    damit den Eigenverbrauch, über den sich die PV-Anlage zuerst rechnet optimieren. Gleichzeitig
    können wir mit der 70% Regel zusätzliche Kosten für einen Rundsteuerempfänger sparen.
    Deshalb Ost-West.

    Gruß
    G.Hausmann

    PV-Anlage selber installieren

    Besteht die Möglichkeit eine PV-Anlage der Größe 1 bis 2 KW selbst bei einem Anbieter zu kaufen und selber auf meinem Hausdach zu installieren? Wie muss die Anlage angemeldet werden und muss die Anlage durch eine Fachkraft abgenommen werden? Oder kann die Anlage auch ohne Anmeldung betrieben werden (da sehr geringe Leistung zum Eigenverbrauch)?
    Antwort von synertec

    Grundsätzlich besteht die Möglichkeit eine PV-Anlage selbst zu montieren. Vorrausetzung ist neben dem handwerklichen Geschick und keine Angst vor Höhe auch eine Absicherung durch ein Gerüst, welches auch die Arbeit erleichtert. Trotzdem sollte ein Fachmann Sie unterstützen bei den einzelnen Arbeitsschritte, somit ist eine sichere Montage gewährleistet und Montagefehler ausgeschlossen. Für den Stranganschluß wird spezielles Montagewerkzeug benötigt um die Steckverbinder sicher zu vercrimpen. Unsere Fachpartner können Sie bei der Montage unterstützen.

    Die wechselstromseitige Einbindung der PV-Anlage muß durch einen Elektromeister erfolgen, er kümmert sich auch um die Anmeldung beim Netzbetreiber, ebenso bei der Abnahme durch den Netzbetreiber.

    Eine Anlage ohne Anmeldung zu betreiben würde ich nicht empfehlen. Wollen Sie keinen Überschußstrom einspeisen muß zumindest ein neuer Zähler mit Rücklaufsperre eingebaut werden.
    Bedenken Sie dabei, das der Überschußstrom dann kostenlos ins Netz des Netzbetreibers eingespeist wird. Das wird durchaus auch bei einer kleineren Anlage passieren.

    Es gibt aber durchaus die Möglichkeit eine PV-Anlage ohne oder teilweise ohne Finanzamt zu betreiben. Hier können wir Ihnen beim Kauf einer Anlage weiterhelfen. Für weitere Fragen stehen wir Ihnen gerne telefonisch zur Verfügung.

    Mit sonnigen Grüßen.
    snertec

    Muss ich meinen selbst erzeugten und verbrauchten Strom versteuern?

    Ich habe im Febr. 2016 eine Photovoltaikanlage (7,1 Kwp) mit Speicher installiert. Von der Kleinunternehmerregelung habe ich keinen Gebrauch gemacht, also die gezahlte Mwst. rückerstattet bekommen und monatlich eine Umsatzsteuervoranmeldung gemacht. Muss ich nun den selbst verbrauchten Strom versteuern und wenn ja, zu welchem Kw/h-Preis?
    Antwort von Greentec-Solar GmbH

    Hallo,

    Eigenverbrauch ermitteln und mit dem Stromtarif der aktuellen Stromrechnung multiplizieren.
    Aus diesem Betrag den Anteil der MwSt ermitteln und bei der Umsatzsteuererklärung anzeigen.
    Den Netto-Betrag aus dem
    Eigenverbrauch als Einnahme der PV-Anlage bei der Gewinn-Verlustrechnung einbeziehen
    und den Gewinn aus der PV-Anlage bei der Einkommensteuererklärung angeben.

    das nur als grobe Aussage, genaues sagt der Steuerberater oder das Finanzamt.
    Alle Angaben nach besten Wissen, ohne Gewähr.

    Hoher Stromverbrauch trotz PV und Einspeisung: Wo liegt die Ursache?

    Wir haben ein Einfamilienhaus mit 4 Personen. Nach unseren Zählern verbrauchen wir 5000kWh/Jahr Strombezug aus Netz, wir speisen ca. 6000-7000kWh ein und haben laut Ertragszähler ca. 9500-10000kWh Gesamt PV Ertrag. Nach dieser Rechnung hätten wir einen Gesamt-Stromverbrauch von fast 8000 kWh/Jahr. Ich kann das fast nicht glauben. Es sind jedoch seit unserem Einzug seit 3 Jahren die ungefähr gleichen Messwerte. Wo liegt hier das Problem? Wir hatten auch davor in unserer Wohnung nie einen solch hohen Wert. Ich vermute mittlerweile, dass es ein Problem mit den Zählern ist? Wir haben einen kombinierten Zähler für Bezug/Einspeisung der Netze mit wechselnder Anzeige (elektronisch). Der PV Zähler sitzt auch im Kasten, ist aber separat.
    Antwort von Ingenieurbüro Energieexperten-Südwest

    Ich vermute mal, dass Sie schlicht und ergreifend große Stromverbraucher haben. Da müssen Sie schon auf die Suche gehen. Was ist anders als in der früheren Wohnung? Zusätzliche Geräte? Gefriertruhe? Computer im Dauerlauf?
    Wie wird das Haus denn eigentlich beheizt (Wärmepumpe mit el. Heizstab?) und wie wird warmes Wasser erzeugt?

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