Solarstromspeicher Preise

9. November 2020
Was kostet ein Photovoltaik Speicher? Auf diese Frage finden Sie hier eine fundierte Antwort! Anhand von Preisindizes beleuchten wir die aktuelle Marktlage, zeichnen die Preise für übliche Solarstromspeicher mit 4 kWh, 6 kWh und 8 kWh Speicherkapazität und die Preis-Entwicklung der jüngsten Zeit nach, werfen einen genaueren Blick auf die zentralen Preis-Faktoren und widmen uns abschließend noch einer sehr relevanten Zahl die zusätzlich dabei hilft, den Preis für einen Photovoltaik Speicher zu beurteilen.
Dieser Artikel wurde erstellt von:
Christian Märtel, Redakteur www.Solaranlagen-Portal.com
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Solarstromspeicher: Preis für einen Photovoltaik Speicher

Inhaltsübersicht & Schnellnavigation:

Die Preise für Photovoltaik Speicher sind zuletzt innerhalb von drei Jahren (von 2013 auf 2016) um rund 40% gesunken. Zu dieser Einschätzung kommt der Bundesverband Solarwirtschaft und die Speichermesse ees Europe aufgrund aktueller Befragungen innerhalb der Branche. Dieser spürbare Preisnachlass hat bereits dazu geführt, dass sich nahezu jeder zweite Privathaushalt in Deutschland, der sich heute für eine eigene Photovoltaik-Anlage entscheidet (üblicherweise <10 kWp), einen Solarstromspeicher direkt mit installiert! So wurden allein 2016 rund 20.000 neue Solarstromspeicher in Eigenheimen und kleinen Gewerbebetrieben in Deutschland installiert.

Wird als Heimspeicher momentan am meisten gekauft: die sonnenBatterie der sonnen GmbH. Dieser Stromspeicher für Photovoltaik-Anlagen hat aktuell den größten Marktanteil in Deutschland. | Bildquelle: © sonnen GmbH

Ein Untersuchungsbericht der RWTH Aachen ("Speichermonitoring 2016") kommt hinsichtlich der Preisentwicklung zu ähnlichen Ergebnissen. Demnach sinken die Preise für Solarstromspeicher mit Lithium-Ionen Technologie für den Heimgebrauch derzeit um rund 18% pro Jahr. Bei Blei-Speichern ist der Preis-Nachlass mit rund 5% jährlich nicht ganz so hoch.

Die stark fallenden Preise für Lithium-Ionen Speicher haben laut RWTH Aachen bereits dazu geführt, dass Photovoltaik Speicher auf Blei-Säure Basis fast vollständig aus dem Markt gedrängt wurden. Mitte 2014 hatten Blei-Speicher noch ein Marktvolumen von rund 50% in Deutschland.

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Preisindex für Lithium-Ionen Speicher

Aktuelle, belastbare Zahlen hinsichtlich der Preise für Solarstromspeicher liefert derzeit ein Preisindex, den das Fachmagazin pv magazine zusammen mit Büro F, einem Marktanalyst mit Spezialisierung auf Erneuerbare Energien, herausgibt. Demnach lag laut der letzten Umfrage im Oktober 2016 der Endkunden-Preis (netto ohne MwSt.) für einen schlüsselfertigen Lithium-Ionen Heimspeicher inkl. Installation, Batteriewechselrichter, Steuerungssoftware etc. bei:


Lithium-Ionen Speicher
mit 4 kWh nutzbarer
Speicherkapazität
Lithium-Ionen Speicher
mit 6 kWh nutzbarer
Speicherkapazität
Lithium-Ionen Speicher
mit 8 kWh nutzbarer
Speicherkapazität
durchschnittl. Preis (netto)
pro Kilowattstunde
1.529€ / kWh 1.290€ / kWh 1.275€ / kWh
durchschnittl. Geräte-Preis
(netto)
6.116€ 7.740€ 10.200€
Preisentwicklung
(Vgl. Oktober zu Mai 2016)
-1% -6% -5%
Potenzial für zukünftige Preisentwicklung (Prognose mit 18% Preis-Nachlass jährlich) Q4 / 2017:
1.254€ / kWh |
5.016€ Geräte-Preis
Q4 / 2017:
1.058€ / kWh |
6.348€ Geräte-Preis
Q4 / 2017:
1.046€ / kWh |
8.368€ Geräte-Preis
Preise basieren auf 19 Datensätzen 23 Datensätzen 19 Datensätzen

So kostet ein Photovoltaik Speicher mit Lithium-Ionen Technologie für den Heimgebrauch fertig installiert derzeit im Mittel zwischen 1.275€ und 1.529€ pro Kilowattstunde nutzbarer Speicherkapazität.

Für die Erhebung des Preisniveaus wurden vom pv magazine und Büro F im Oktober 2016 insgesamt 27 Firmen befragt, die in den zurückliegenden sechs Monaten in Deutschland Photovoltaik Speicher für den Heimgebrauch an Endkunden verkauft hatten, darunter 14 Installationsbetriebe und 4 Projektentwickler.

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Preisentwicklung für Lithium-Ionen Speicher

Aus dem Preisindex von pv magazine und Büro F lässt sich auch eine Preisentwicklung für Solarstromspeicher ablesen. Demnach sind die Preise innerhalb eines knappen halben Jahres von Mai auf Oktober 2016 um:

  • 1% (Photovoltaik Speicher mit 4 kWh)
  • 6% (Photovoltaik Speicher mit 6 kWh)
  • 5% (Photovoltaik Speicher mit 8 kWh)

gesunken.

Entnommen aus "Endkundenpreise für Homespeicher in Deutschland 2. Halbjahr 2016 // 9.11.2016" | Quelle: © Büro F - Stephan Franz

Bei der Erhebung im Mai 2016 wurden insgesamt 31 Firmen befragt, darunter 25 Installationsbetriebe und 3 Projektentwickler. Damit liefert der Preisindex von pv magazine und Büro F noch einmal eine interessante dritte "Meinung" im Vergleich zum Bundesverband Solarwirtschaft und der RWTH Aachen hinsichtlich der Preis-Entwicklung für Solarstromspeicher.

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Einordnung: Wie ist der Preisindex zu lesen?

Hinsichtlich der Verallgemeinerbarkeit und Aussagekraft des Preisindex muss jedoch eine Einschränkung gemacht werden. Die Autoren der Umfrage sagen es an dieser Stelle selbst: "die Preise sind als Hinweis zum aktuellen Preis-Niveau zu verstehen."

So ist zum einen die Spreizung der Preise noch relativ hoch. Die Mittelwerte von 1.275€ bis 1.529€ pro Kilowattstunde nutzbare Speicherkapazität haben noch eine Varianz von rund 700€ nach oben und unten. So ermittelte der Preisindex in der Spitze auch Preise von 2.050€ bzw. 574€ pro kWh für Photovoltaik Speicher mit 6 kWh Speicherkapazität. Das heißt, die Preis-Spanne am Markt ist hier aktuell noch recht weit gefasst. Zum anderen ist auch die Datenbasis des Preisindex noch recht klein mit 27 bzw. 31 befragten Firmen.

Darüber hinaus weist der Preisindex selbst auf verschiedene Preis-Faktoren hin, die für die Preisgestaltung ausschlaggebend sind. So wurden die teilnehmenden Firmen auch nach Spezifikationen gefragt, die sie für die Einschätzung des Preises als wichtig erachten. Genannt wurden:

  • die Einbindung des Solarstromspeicher in die Hauselektrik: AC-gekoppelte oder DC-gekoppelte Speicher
  • Garantieleistungen seitens des Herstellers
  • die Anzahl der Ladezyklen
  • der Installationsaufwand
  • weiterführende Funktionalitäten hinsichtlich Regelenergiemarkt, Notstromoption und Einbindung von Elektroautos

Auch die RWTH Aachen kommt hier zu einer ähnlichen Einschätzung, dass trotz der deutlichen Preis-Senkung in den letzten Jahren die Wirkungsgrade und die Effizienz der untersuchten Stromspeicher für Photovoltaik-Anlagen mitunter noch deutlich auseinander liegen.

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Alternative Vergleichsgröße: "Kosten pro gespeicherte Kilowattstunde"

Um diesem Umstand Rechnung zu tragen, dass die Leistungsdaten eines Solarstromspeicher erwartungsgemäß auch ihren Teil zur Preis-Gestaltung beitragen, hat sich in der Speicherbranche noch ein zweiter Wert als Preis-Angabe etabliert: die Kosten für eine gespeicherte Kilowattstunde Strom. Sprich: was kostet es umgerechnet, 1 kWh Strom mit einem Solarstromspeicher zu speichern?

Dieser Wert ist eine rechnerische Größe, individuell für jeden Photovoltaik Speicher, den man als Preis-Angabe jedoch nicht ohne weiteres findet. Hersteller weisen diesen Preis in der Regel nicht gesondert aus bzw. kennzeichnen ihn nicht als solches. Dieser Preis muss individuell für jeden Stromspeicher für Photovoltaik-Anlagen berechnet werden.

Sich diese Mühe zu machen lohnt sich, denn die Kosten für eine gespeicherte Kilowattstunde Strom beziehen noch einmal zusätzliche Preis-Faktoren in den Geräte-Preis mit ein und machen die Anschaffungskosten für einen Solarstromspeicher noch besser vergleichbar! Es ist, wenn man so will, eine Art Performance-Wert der aussagt, welche Leistung man für sein Geld bekommt bei einem Photovoltaik Speicher.

Der Rechenweg

Im Unterschied zum obigen Preisindex wird der Geräte-Preis nicht nur ins Verhältnis gesetzt zur nutzbaren Speicherkapazität (1.290 € / kWh bei 6 kWh nutzbarer Speicherkapazität insgesamt), sondern er berücksichtigt außerdem noch die Anzahl der Ladezyklen und den Systemwirkungsgrad eines Photovoltaik Speicher. Preis-Faktoren, die als solche beim Preisindex von pv magazine und Büro F sowie beim Speichermonitoring der RWTH Aachen bereits zur Sprache kamen.

Rechenschritt 1 Nennkapazität x Anzahl der Vollzyklen = theoretisch speicherbare Energiemenge
Rechenschritt 2 theoretisch speicherbare Energiemenge in praktisch speicherbare Energiemenge umrechnen, indem die Entladungstiefe und der Systemwirkungsgrad prozentual abgezogen werden
Rechenschritt 3 Investitionskosten / Endkundenpreis (für die gleiche technische Ausstattung) durch die praktisch speicherbare Energiemenge teilen ergibt den Preis pro gespeicherte Kilowattstunde Strom

Hierzu eine Beispielrechnung anhand der sonnenBatterie, die wir in der obigen Abbildung zeigen:

Rechenschritt 1 Nennkapazität 6,0 kWh x 10.000 Vollzyklen = 60.000 kWh theoretische Speichermenge
Rechenschritt 2 60.000 kWh im Verhältnis zu 100% Entladungstiefe, 98% Wirkungsgrad der Batterie (-1.200 kWh) und 96% Wirkungsgrad des Batteriewechselrichters (-2.400 kWh) ergibt 56.400 kWh nutzbare Speichermenge
Rechenschritt 3 10.990€ Endkundenpreis (brutto inkl. MwSt., zzgl. Installation) geteilt durch 56.400 kWh = 19,5 Cent pro gespeicherte kWh

Hohe Aussagekraft dieser Preisangabe

"Selbst erzeugten Solarstrom zu speichern würde Sie mit diesem Photovoltaik Speicher rund 20 Cent pro Kilowattstunde kosten." Diese Aussage ist als Preisvorstellung sehr greifbar! Sie vermittelt einen plastischen Eindruck und ein Gefühl davon, was dieser Solarstromspeicher wirklich kostet. Denn 20 Cent pro Kilowattstunde lassen sich sehr gut in Bezug setzen zu den eigenen Kosten für den Haushaltsstrom, die bei knapp 30 Cent pro Kilowattstunde liegen dürften. Dass der Photovoltaik Speicher im Umkehrschluss brutto 1.832€ pro Kilowattstunde nutzbare Speicherkapazität kostet bzw. 10.990€ insgesamt liefert schon weniger ein Gefühl für den wirklichen Preis, da hier der Bezugsrahmen fehlt. Die Kosten für die gespeicherte Kilowattstunde Strom setzen so auf einfache Weise den reinen Geräte-Preis mit der praktisch speicherbaren Energiemenge in Bezug.

Aber auch hier gilt es am Ende wieder zu bedenken, dass die Kosten pro gespeicherte Kilowattstunde Strom eine rein rechnerische Größe sind, die sich auf prognostizierte Werte der Speicherhersteller stützen. Denn Ladezyklen und der Systemwirkungsgrad werden in Langzeitsimulationen ermittelt. Ob ein Speicher am Ende wirklich 10.000 Mal geladen werden kann, und ob die Systemleistung nach 20 Jahren nicht stärker abgefallen ist als angenommen kann nur die Praxis zeigen.

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Ausblick: eigener Strom wird bezahlbar

Photovoltaik-Anlagen in Verbindung mit einem Solarstromspeicher stehen angesichts der bis dato schon erzielten Preisnachlässe und der immer weiter fortschreitenden Technik kurz davor wirtschaftlich zu werden. Wirtschaftlich heißt, Strom zum gleichen Preis selbst produzieren und speichern zu können wie ihn Stromversorger zu Tarifen um die 30 Cent pro Kilowattstunde anbieten. Prognosen der RWTH Aachen und des Marktanalyst Büro F gehen davon aus, dass es 2018 soweit sein kann.

Quelle: © Büro F - Stephan Franz

Bis es soweit ist und die Speicherparität der Technik zum vollen Durchbruch im Ein- und Zweifamilienhaus-Segment verhilft sind laut RWTH Aachen bislang noch zwei Motivationen hauptsächlich auszumachen, die die Speichernachfrage beim Endkunden beflügeln. Der Wunsch, einen eigenen Beitrag zum Gelingen der Energiewende zu leisten. Und zum anderen, sich langfristig abzusichern gegen steigende Stromkosten. Renditen sind bislang noch nicht das entscheidende Motiv für die Investition in einen Stromspeicher für Photovoltaik Anlagen. Die KfW-Bankengruppe setzt in dieser Hinsicht jedoch schon Anreize und fördert Photovoltaik Speicher mit mehreren hundert bis einigen tausend Euro.

Positiver Druck kommt zudem auch von großen Automobilfirmen wie Tesla und Daimler, die bereits eigene Photovoltaik Speicher anbieten und mit ihrem Potenzial hinsichtlich automatisierter Produktion zur einer weiteren Kostenreduzierung beitragen. Ebenso wird ab 2020 die Nachrüstung von Bestandsanlagen, die ab dann sukzessive aus der Einspeisevergütung fallen, eine zusätzliche Nachfrage nach Stromspeichern erzeugen, die bis dato noch überwiegend vom Geschäft mit neuen Photovoltaik-Anlagen getragen wird.

Waren Ende 2016 rund 52.000 Photovoltaik Speicher in deutschen Eigenheimen und kleinen Gewerbebetrieben installiert, so rechnet der Bundesverband Solarwirtschaft mit einer Verdoppelung der Bestandszahlen bis 2019. Die größte Nachfrage nach Heimspeichern verzeichnen hier bislang die Anbieter sonnen, Deutsche Energieversorgung, E3/DC, LG Chem, Solarwatt, SMA, Fronius und Tesla in Deutschland (laut einer Analyse von EuPD Research hinsichtlich der Marktanteile im Heimspeichersegment).

Stromspeicher Photovoltaik Preise

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Erfahrungen & Fragen zum Thema Photovoltaik

Kombination von Nachtspeicherheizung und Solaranlage

Ist eine Solaranlage bei Nachtstromspeicherheizung möglich und sinnvoll bei ca. 10.000 KWh Stromverbrauch?
Antwort eines Haus&Co Experten

Ja, das kann eine sinnvolle Kombination sein - besonders, wenn Sie bei der Elektroheizung bleiben wollen. Sie benötigen auf jeden Fall einen Solarstromspeicher - da Sie den Strom dann tagsüber erzeugen, wenn die Nachtspeicherheizung gerade nicht vorheizt. Generell ist der Eigenverbrauch - dank sinkender Einspeisevergütung - stark in den Fokus gerückt. Da Solarstromspeicher auch aktuell noch von der KfW gefördert werden, würde ich da auf jeden Fall einmal ein Angebot anfragen.

Sie können sich das hier einmal kalkulieren (da ich keine Angaben zur verfügbaren Dachfläche habe): https://www.solaranlagen-portal.com/photovoltaik/kosten

Einphasiger oder dreiphasiger Wechselrichter? Welche Vor- und Nachteile gibt es? Was passt du meiner Anlage?

"Einphasiger-", oder "Dreiphasiger-Wechselrichter"? Klar ist die Berechnung der Einspeisung mittels einem saldierendem Zähler gewährleistet. Aber wie verhält es sich mit der Auslastung der Phasen? Eine einphasige Einspeisung bei eine dreiphasigen Verteilung (Ph1: Keller, Ph2: Erdgeschoss, Ph3: Obergeschoss. Da die Einspeisung nur auf die Phase "Obergeschoss" mit wenigen Verbrauchern angeschlossen ist? Habe ich noch einen Vorteil, da die weiteren Phasen ja nicht von der PV-Anlage bedient werden. Einspeisevergütung (nur 12,4): Ja, aber ich will maximalen Eigennutz bei 24,8 ct/kwh.
Antwort von Elektrotechnik Tim Frischling

Es ist nur eine maximale Schieflast von 4,6kW zu gewährleisten.
Wo die PV-Anlage angschlossen ist, ist "relativ egal", da, wie bereits richtig erwähnt die Zähler saldieren.

Auf den gemessenen Eigenverbrauch hat dies keine Auswirkung.

Kann ich zwei Strings mit verschiedener Anzahl von Modulen und unterschiedlicher Dachausrichtung an einen Wechselrichter anschließen?

Kann ich zwei Strings mit verschiedener Anzahl von Modulen und unterschiedlicher Dachausrichtung (einmal Süd und einmal Ost) an einen Wechselrichter, kein Multiwechselrichter anschließen?
Antwort von MICO-Energieberatung

Wenn Sie einen Wechselrichter mit zwei MPP-Trackern haben, ist das kein Problem.
Der Maximum Power Point (MPP) eines Solarmoduls beziehungsweise eines Strings ist der Punkt der Strom-Spannungs-Kennlinie, an dem das Solarmodul die höchste Leistung erbringt. Der MPP-Tracker hat nun die Aufgabe, den Maximum Power Point zu ermitteln, da dieser von der Sonneneinstrahlung, der Temperatur und individuellen Moduleigenschaften abhängig ist und sich somit ständig ändert.
Ich hoffe, ich konnte Ihnen damit helfen, sonst melden Sie sich einfach.

Photovoltaik Freiflächenanlage: Kosten, Förderung und Rentabilität?

Als Erbengemeinschaft von 3 Geschwistern besitzen wir in der Gemarkung Hösbach eine ebene Fläche Agrarland von 10 700 Quadratmetern mit einer erweiterbaren Fläche von weiteren 5 000 Quadratmetern Ackerland unmittelbar parallel im direkten Anschluss. Diese zusätzlichen 5 000 Quadratmeter sind im Besitz von zwei unserer Cousinen. Auf unserem Gelände befindet sich auch ein Hochspannungsmast . Derzeit werden die Grundstücke aufgefüllt mit Erdaushub (fast beendet) bedingt durch vorherigen Kalkabbau. Sowohl die Erbengemeinschaft als auch unsere Cousinen ( zusammen dann als Interessengemeinschaft), sind interessiert an einem Angebot für eine Photovoltaikanlage auf dieser Freifläche von insgesamt 1, 5 Hektar Land . Meine Fragen sind : 1) Was sind die Investitionskosten für eine solche Anlage ? 2) Welche Fördermittel (falls zutreffend) gibt es möglicherweise für solche Projekte. 3) Was wäre die Rentabilität und die Dauer für das Amortisieren einer solchen Investition? Für eine Antwort und Kontaktaufnahme wäre ich Ihnen dankbar. Mit freundlichen Grüßen Peter Hufgard
Antwort von PV Montagen G. Vijayakumar

Es werden mehr Daten Benötigt, daß ist das erste. Denn es steht zum Beispiel die Frage im Raum ob das Erdreich welches grad aufgefüllt wird auch verdichtet wird. Und wie sehr es verdichtet wird. Und nun zur Puntuellen Beantwortung Ihrer Fragen.

1) Die Investitionskosten für solch eine Anlage müssen vorab (nach Inaugenscheinnahme des Geländes sowie Geologisches Gutachten (z.B) erst Berechnet werden wenn mehr Details vorliegen würden.

2) Fördermittel gibt es von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) in dem Maße das es sich, so gesehen um Geldtauscherei handelt.

3) Die Rentabilität einer Anlage von dieser Größe steht ausser Frage. Denn die Energiepreise werden nicht sinken von Jahr zu Jahr sondern eher wird das Gegenteil der Fall sein. Unter Bezugnahme auf das Vorgenannte ergibt sich auch keine Haltbare Aussage über die Dauer der Amortisierung der Anlage.

Nun konnte ich Ihnen leider nicht wirklich weiterhelfen, stelle es Ihnen jedoch anheim mich zu Kontaktieren. Denn die Thematik einer solchen Anlage ist komplexer als das es sich darstellt. Eine reine Angabe der Verfügbaren Fläche ist Dahingehend nicht wirklich Ausreichend.

Viele Grüße

Holger Gerhardt

Neuer Zählerschrank bei Installation einer Photovoltaikanlage?

Liebe Experten, ich denke darüber nach mir eine PV-Anlage aufs Dach zu setzen. Ein Bekannter meinte aber, dass ich dazu auch einen neuen Zählerschrank installieren lassen müsste und, dass das teuer würde. Stimmt das? Muss ein neuer Zählerschrank installiert werden? Und wenn ja was kostet das?
Antwort von Arnold Dach und Solar GmbH

Es muss nicht generell ein neuer Zählerschrank installiert werden.
Nur wenn der vorhandene Zählerschrank nicht mehr den aktuellen Richtlinien entspricht, oder wenn keine neue Messeinrichtung (z.Bsp. digitaler Stromzähler) mehr eingebaut werden kann, weil eine fachgerechte Nachrüstung (z.Bsp. Zählertafel) nicht mehr möglich ist.
Genaue Auskunft kann man beim zuständigen Netzbetreiber erfragen.

Smart Grid ready Funktion: Was bedeutet das?

Kann mir hier jemand den Begriff "Smart Grid ready Funktion" für die Speicherung von Energie mit intelligenter Steuerung erklären? Vielen Dank für die Hilfe!
Antwort eines Haus&Co Experten

Smart Grid-Geräte eröffnen interessante Vernetzungsmöglichkeiten. Beispielsweise können Smart Grid-fähige Wärmepumpen über eine Schnittstelle auf einen Überschuss an Solarstrom reagieren. Stromnetzbetreiber können über die integrierte Smart Grid-Schnittstelle den Stromspeicher direkt ansteuern und die Stromnetze stabilisieren und entlasten. Mit einem solchen Schwärmenetz können Erzeugung und Verbrauch noch weiter entkoppelt werden: Überschüsse, die im Sommer erzeugt werden, können im Winter genutzt werden. Dazu finden Sie auch Infos hier: https://www.solaranlagen-portal.com/photovoltaik/stromspeicher

Lohnt sich eine PV-Anlage bei Ost-West-Ausrichtung des Hauses?

Ich interessiere mich für die Inbetriebnahme einer eigenen Solaranlage. Nun frage ich mich aber, ob sich eine PV-Anlage bei Ost-West-Ausrichtung des Hauses überhaupt lohnt? (Satteldach, ca. 45°)
Antwort von ELEKTRO-HAUSMANN

Hallo,

kann ich nur empfehlen. Wir erhöhen damit die Sonnenstunden für die PV-Anlage und können
damit den Eigenverbrauch, über den sich die PV-Anlage zuerst rechnet optimieren. Gleichzeitig
können wir mit der 70% Regel zusätzliche Kosten für einen Rundsteuerempfänger sparen.
Deshalb Ost-West.

Gruß
G.Hausmann

PV-Anlage selber installieren

Besteht die Möglichkeit eine PV-Anlage der Größe 1 bis 2 KW selbst bei einem Anbieter zu kaufen und selber auf meinem Hausdach zu installieren? Wie muss die Anlage angemeldet werden und muss die Anlage durch eine Fachkraft abgenommen werden? Oder kann die Anlage auch ohne Anmeldung betrieben werden (da sehr geringe Leistung zum Eigenverbrauch)?
Antwort von synertec

Grundsätzlich besteht die Möglichkeit eine PV-Anlage selbst zu montieren. Vorrausetzung ist neben dem handwerklichen Geschick und keine Angst vor Höhe auch eine Absicherung durch ein Gerüst, welches auch die Arbeit erleichtert. Trotzdem sollte ein Fachmann Sie unterstützen bei den einzelnen Arbeitsschritte, somit ist eine sichere Montage gewährleistet und Montagefehler ausgeschlossen. Für den Stranganschluß wird spezielles Montagewerkzeug benötigt um die Steckverbinder sicher zu vercrimpen. Unsere Fachpartner können Sie bei der Montage unterstützen.

Die wechselstromseitige Einbindung der PV-Anlage muß durch einen Elektromeister erfolgen, er kümmert sich auch um die Anmeldung beim Netzbetreiber, ebenso bei der Abnahme durch den Netzbetreiber.

Eine Anlage ohne Anmeldung zu betreiben würde ich nicht empfehlen. Wollen Sie keinen Überschußstrom einspeisen muß zumindest ein neuer Zähler mit Rücklaufsperre eingebaut werden.
Bedenken Sie dabei, das der Überschußstrom dann kostenlos ins Netz des Netzbetreibers eingespeist wird. Das wird durchaus auch bei einer kleineren Anlage passieren.

Es gibt aber durchaus die Möglichkeit eine PV-Anlage ohne oder teilweise ohne Finanzamt zu betreiben. Hier können wir Ihnen beim Kauf einer Anlage weiterhelfen. Für weitere Fragen stehen wir Ihnen gerne telefonisch zur Verfügung.

Mit sonnigen Grüßen.
snertec

Muss ich meinen selbst erzeugten und verbrauchten Strom versteuern?

Ich habe im Febr. 2016 eine Photovoltaikanlage (7,1 Kwp) mit Speicher installiert. Von der Kleinunternehmerregelung habe ich keinen Gebrauch gemacht, also die gezahlte Mwst. rückerstattet bekommen und monatlich eine Umsatzsteuervoranmeldung gemacht. Muss ich nun den selbst verbrauchten Strom versteuern und wenn ja, zu welchem Kw/h-Preis?
Antwort von Greentec-Solar GmbH

Hallo,

Eigenverbrauch ermitteln und mit dem Stromtarif der aktuellen Stromrechnung multiplizieren.
Aus diesem Betrag den Anteil der MwSt ermitteln und bei der Umsatzsteuererklärung anzeigen.
Den Netto-Betrag aus dem
Eigenverbrauch als Einnahme der PV-Anlage bei der Gewinn-Verlustrechnung einbeziehen
und den Gewinn aus der PV-Anlage bei der Einkommensteuererklärung angeben.

das nur als grobe Aussage, genaues sagt der Steuerberater oder das Finanzamt.
Alle Angaben nach besten Wissen, ohne Gewähr.

Hoher Stromverbrauch trotz PV und Einspeisung: Wo liegt die Ursache?

Wir haben ein Einfamilienhaus mit 4 Personen. Nach unseren Zählern verbrauchen wir 5000kWh/Jahr Strombezug aus Netz, wir speisen ca. 6000-7000kWh ein und haben laut Ertragszähler ca. 9500-10000kWh Gesamt PV Ertrag. Nach dieser Rechnung hätten wir einen Gesamt-Stromverbrauch von fast 8000 kWh/Jahr. Ich kann das fast nicht glauben. Es sind jedoch seit unserem Einzug seit 3 Jahren die ungefähr gleichen Messwerte. Wo liegt hier das Problem? Wir hatten auch davor in unserer Wohnung nie einen solch hohen Wert. Ich vermute mittlerweile, dass es ein Problem mit den Zählern ist? Wir haben einen kombinierten Zähler für Bezug/Einspeisung der Netze mit wechselnder Anzeige (elektronisch). Der PV Zähler sitzt auch im Kasten, ist aber separat.
Antwort von Ingenieurbüro Energieexperten-Südwest

Ich vermute mal, dass Sie schlicht und ergreifend große Stromverbraucher haben. Da müssen Sie schon auf die Suche gehen. Was ist anders als in der früheren Wohnung? Zusätzliche Geräte? Gefriertruhe? Computer im Dauerlauf?
Wie wird das Haus denn eigentlich beheizt (Wärmepumpe mit el. Heizstab?) und wie wird warmes Wasser erzeugt?

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