Ihr Elektroauto zuhause laden – am besten mit Wallbox

Dass sich ein E-Auto zuhause laden lässt, ist einer seiner Vorteile gegenüber Verbrennern. Denn die Unabhängigkeit von öffentlichen Ladesäulen spart Ihnen sowohl Zeit als auch Geld. Allerdings ist der einfachste Weg – das Elektroauto an einer normalen Steckdose zu laden – nicht unbedingt der beste. So mag die Investition in eine Wallbox erst einmal mit Kosten und Mehraufwand verbunden sein. Diese zahlen sich jedoch in mehrfacher Hinsicht aus.
Ariane Müller
Dieser Artikel wurde von
Ariane Müller für www.Solaranlagen-Portal.com verfasst.
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PhotovoltaikWallboxElektroauto zuhause laden

Inhalt

Für Schnellleser: Die wichtigsten Fakten, wenn Sie Ihr Elektroauto zuhause laden wollen

  • Das Laden an einer Haushaltssteckdose birgt ein hohes Sicherheitsrisiko und sollte nur in Ausnahmefällen durchgeführt werden.
  • Mit Starkstrom laden Sie schneller und sicherer.
  • Wenn Sie regelmäßig ein E-Auto zuhause laden wollen, müssen Sie Ihren Netzbetreiber informieren.
  • Für Wallboxen gibt es vielerorts eine Förderung.
  • Sie sollten die Ladeleistung der Wallbox auf die des OnBoard-Chargers abstimmen.
  • Temperatur und Füllstand des Akkus beeinflussen die Ladegeschwindigkeit.
  • Intelligente Wallboxen ermöglichen es, zu steuern, wann wie viel Strom aus welcher Quelle ins E-Auto geladen wird.

1. Sicherheit: Warum das E-Auto an einer Steckdose zu laden gefährlich werden kann

Elektroautos haben meist werkseitig ein Mode 2-Kabel, auch „Notladekabel“ genannt, an Bord. Dieses ist dazu gedacht, dass Sie Ihr E-Auto an einer Steckdose laden können, wenn die Akkuladung nicht mehr reicht, um zur nächsten Ladesäule zu fahren. Genau auf solche Notfälle sollten Sie dessen Verwendung jedoch beschränken. Denn bei regelmäßigem Gebrauch kann die Kombination Elektroauto + Steckdose sonst nämlich schnell problematisch werden – um nicht zu sagen, brandgefährlich.

Langes Laden durch geringe Leistung

So ist die Elektrik eines Hauses darauf ausgelegt, kleine Strommengen (maximal 16 Ampere) für teils nur kurzfristig betriebene Haushaltsgeräte bereitzustellen. Wollen Sie nun aber ein E-Auto über eine Steckdose laden, belasten Sie damit diese und ihre Zuleitungen aufs Äußerste – und das über Stunden. Denn da bei Dauerbetrieb die Stromstärke auf 10 oder sogar nur 8 Ampere gedrosselt wird, beträgt die Maximalladeleistung an einer Haushaltssteckdose gerade einmal 2,3 Kilowatt (230 Volt x 10 Ampere). Für einen 40 kWh-Akku brauchen Sie somit rund 17 Stunden.

Feuer durch Überhitzung

Über eine so lange Zeit mit voller Kraft Elektronen Richtung E-Auto schicken zu müssen, lässt Steckdose und Leitungen ganz schön ins Schwitzen kommen. Da kann es dann passieren, dass ein zu dünnes Kabel, ein in die Jahre gekommener Kontakt oder eine unsachgemäß installierte Steckdose überhitzen. Ist nun etwas Brennbares in der Nähe, kann ein Feuer ausbrechen und schwere Schäden an Haus und Auto verursachen. Beschleunigt wird dieser Prozess übrigens durch die Verwendung eines Verlängerungskabels – besonders, wenn sich dieses während des Ladens noch auf einer Kabeltrommel befindet.

Brennendes Elektroauto nach Laden an HaushaltssteckdoseEin E-Auto an normaler Steckdose laden kann die Hauselektrik dermaßen überhitzen, dass ein Feuer ausbricht. | Foto: © benjaminnolte / Adobe Stock

Funkenflug durch fehlende Ableitung

Doch damit nicht genug. Wenn Sie ein E-Auto an normaler Steckdose laden, riskieren Sie außerdem einen Stromschlag. Denn nicht alle Altbauten verfügen über den heute vorgeschriebenen Überspannungsschutz. Fehlt die Erdung oder ist die Fehlerstromabsicherung unzureichend, kann es beispielsweise nach einem Blitzeinschlag passieren, dass die Karosserie Ihres Elektroautos unter Spannung gesetzt wird. Bei ihrer Berührung bekommen Sie dann einen lebensgefährlichen Schlag.

Unbedingt Elektroinstallation von Profi prüfen lassen

Um die Gefahren, die durch das Laden am häuslichen Stromnetz entstehen können, zu minimieren, sollten Sie, bevor Sie das erste Mal Ihr E-Auto an einer Steckdose laden, Ihre Hauselektrik von einem Fachbetrieb überprüfen lassen.


Starkstrom sollte schon sein

Da die Haushaltssteckdose aufgrund ihrer schwachen Leistung also eher ungeeignet ist, sollten Sie, wenn Sie Ihr Elektroauto zuhause laden, auf Ladearten zurückgreifen, die Starkstrom verwenden. Denn mit 400 Volt und bis zu 32 Ampere, stehen Ihnen bis zu 22 kW Ladeleistung zur Verfügung, wenn Sie Ihr E-Auto an Starkstrom laden. Ein 40 kWh-Akku lässt sich damit in unter 2 Stunden füllen.

Ladekabel für Haushaltssteckdose (m.), Campingstecker (r.) und Industriestecker (r.)Wollen Sie Ihr E-Auto an einer Steckdose laden, stehen Ihnen neben der Haushaltssteckdose (m.) auch der Campingstecker (r.) und der Industriestecker (l.) zur Verfügung. Letzterer wäre die beste Option. | Foto:© Viktoriia / Adobe Stock

Bessere Absicherung an der roten CEE-Steckdose

Zugriff auf den Starkstrom bekommen Sie auf zwei Arten. Die eine ist, indem Sie Ihr E-Auto an einer CEE-Steckdose laden – genauer gesagt, am roten Industriestecker. Dieser wurde für den Betrieb schwerer Gerätschaften, z. B. eines Betonmischers, konzipiert und ist auf entweder 16 oder 32 A ausgelegt. Haben Sie bereits so eine CEE-Dose in Ihrer Garage, brauchen Sie teils nur einen Adapter, um daran ein Mode 2-Ladekabel anschließen zu können.

Da diese jedoch in erster Linie für Notladungen ausgelegt sind, ist bei manchen Modellen der Ladestrom auf 10 Ampere begrenzt. Wollen Sie also die volle Leistung des Industriesteckers nutzen, müssen Sie sich eine mobile Wallbox zulegen. Diese kostet ab 700 Euro aufwärts.

Laden mit dem Campingstecker

Sie können Ihr E-Auto auch an einer blauen CEE-Steckdose laden, wie sie insbesondere auf Campingplätzen zu finden ist. An dieser liegen jedoch, genau wie bei der Haushaltssteckdose, nur 230 V an. Durch die dauerhaft verfügbaren 16 A kommt sie allerdings auf eine Ladeleistung von 3,68 kW. Diese reicht aber meist aus, wenn Sie ein kleineres E-Auto oder einen Plug-In-Hybrid zuhause laden wollen. Ideal für die Hauselektrik sind häufige Ladevorgänge jedoch auch hierüber nicht.

Voller Schutz an der Wallbox

Komfortabler und sicherer ist jedoch das Laden an einer fest installierten Wallbox. Diese E-Auto-Ladestation für zuhause wurde nicht nur explizit für diesen Zweck entwickelt, viele Modelle verfügen auch über einen integrierten DC-Fehlerschutz. Denn durch den Gleichrichter, der den Wechselstrom des Stromnetzes in Gleichstrom fürs Elektroauto konvertiert, kann es zu Fehlerströmen kommen, auf die der in den meisten Häusern befindliche FI-Schutzschalter nicht ausgelegt ist.

Außerdem muss, bevor Sie die Ladestation fürs Elektroauto zuhause in Betrieb nehmen können, diese durch ein bei einem Netzbetreiber eingetragenes Elektrohandwerksunternehmen angeschlossen werden, und zwar an einer separaten Zuleitung. Damit können Sie sich sicher sein, dass alle Sicherheitsstandards eingehalten werden.

Immer Netzbetreiber informieren

Wenn Sie vorhaben, regelmäßig Ihr Elektroauto zuhause zu laden, sind Sie verpflichtet, dies dem Netzbetreiber mitzuteilen. Dabei spielt es keine Rolle, ob Sie Ihr E-Auto an einer Steckdose laden oder einer Wallbox. Denn jeder Ladevorgang belastet nicht nur das häusliche, sondern auch das allgemeine Stromnetz. Gibt es in Ihrer Straße noch andere, die unangemeldet Ihr E-Auto zuhause laden, kann dies zur Folge haben, dass in der nächsten Trafostation die Sicherung herausfliegt. Daher kann der Netzbetreiber Ihnen sogar untersagen, mit mehr als 11 kW zu laden. Sie müssen deshalb vor der Installation einer entsprechenden Wallbox dessen Genehmigung einholen.

2. Kosten: Wie Sie mit einer E-Auto-Ladestation zuhause Kosten sparen

Neben dem Sicherheitsaspekt gibt es auch finanzielle Gründe, sich fürs regelmäßige Laden eine Wallbox zuhause zu installieren. Natürlich sind mit Anschaffung, Montage und Stromanschluss der Wallbox Kosten verbunden, die Sie nicht haben, wenn Sie Ihr E-Auto an einer Steckdose laden. Diese Investition zahlt sich jedoch in mehrfacher Hinsicht aus.

Minimierung des Sicherheitsrisikos

So sollten Sie, wie gesagt, in jedem Fall Ihre Elektrik prüfen und gegebenenfalls aufrüsten lassen. Denn sollte es zu einem Brand kommen, kann dies nicht nur einen beträchtlichen Schaden nach sich ziehen, Ihre Versicherung könnte auch die Zahlung verweigern, erachtet sie es als fahrlässig, stundenlang ein E-Auto an einer Haushaltssteckdose zu laden.

Förderung verringert Anschaffungspreis

Die Kosten für die Installation der Wallbox dürfte sich in manchen Fällen nicht groß von denen für die Aufrüstung der bestehenden Elektroinstallation unterscheiden. Wovon Sie beim Kauf der Wallbox vielerorts profitieren können, ist die Wallbox-Förderung, die etliche Bundesländer, Kommunen oder Energieversorger vergeben. Da es schon für unter 700 Euro hochwertige Wallboxen gibt, lohnt sich auch die Anschaffung einer mobilen Ladestation, um Ihr E-Auto an einer CEE-Steckdose zu laden, nur bedingt.

Dank der Wallbox-Förderung können Sie Ihr Elektroauto zuhause komfortabel und sicher ladenDie Anschaffung einer Wallbox wird vielerorts gefördert, um es attraktiver zu machen, in eine sichere E-Auto-Ladestation für zuhause zu investieren. | Foto: © Karin & Uwe Annas / Adobe Stock

Spezieller Tarif, wenn Sie Ihr Elektroauto zuhause laden

Doch selbst anfängliche Mehrkosten holen Sie mit der Wallbox später wieder rein. Im Vergleich zu den Preisen an öffentlichen Ladesäulen zahlen Sie allgemein beim Strom fürs E-Auto zuhause meist weniger. Mit einer Wallbox sind aber noch weitere Einsparungen möglich. So können insbesondere Vielfahrer von einem Autostromtarif profitieren, der einige Cent unter den normalen Hausstromtarifen liegt. Dafür muss Ihre Wallbox allerdings an einen separaten Zähler angeschlossen sein.

Zur Netzentlastung beitragen

Auch der Netzbetreiber kann Ihnen preislich entgegenkommen, wenn Sie ihn einen Rundsteuerempfänger installieren lassen. Mit diesem hat er Fernzugriff auf Ihre Wallbox und kann bei Netzüberlastung für bis zu zwei Stunden pro Tag die Leistung für den Ladevorgang herunterfahren oder ganz abschalten. Im Gegenzug verringern sich für Sie die Netzentgelte.

Per Wallbox Solarstrom tanken

Noch billiger können Sie Ihr E-Auto zuhause laden, wenn Sie über eine Solaranlage verfügen. So ermöglicht es Ihnen die Wallbox PV-Überschussstrom in Ihr Fahrzeug einzuspeisen. Dafür stellen Sie an ihr ein, ab welcher Leistung der Ladevorgang gestartet werden soll, sobald nach Bedienung der Haushaltsverbraucher genug Überschuss zur Verfügung steht. Je mehr Solarstrom Sie auf diese Weise tanken können, desto weniger Netzstrom müssen Sie zukaufen.

Kosten je kWh

PV-Strom

Haushaltsstrom

öffentlicher Ladesäulen-Strom

3,12–11,01 Cent

ø 36 Cent

29–79 Cent (+ Zusatzgebühren)

Höhere Ladeverluste an Haushaltssteckdose

Die Menge an Strom, die während des Ladevorgangs fließen muss, hängt ebenfalls davon ab, woran Sie Ihr Elektroauto zuhause laden. So geht aufgrund des elektrischen Widerstands der Leitungen ein Teil der zugeführten Energie auf dem Weg zum Fahrzeug verloren. Während sich diese Ladeverluste bei einer Wallbox in Grenzen halten, sind sie durchschnittlich 15 Prozent höher, wenn Sie Ihr E-Auto an einer normalen Steckdose laden. Verantwortlich dafür sind die nicht auf Dauerbelastung ausgelegten Kabelquerschnitte und die lange Ladezeit.

3. Ladedauer: Schneller wieder startklar, wenn Sie Ihr E-Auto zuhause per Wallbox laden

Die Ladezeit ist somit ein Sicherheits-, Kosten- und Komfortfaktor. An einer Haushaltssteckdose sorgt die geringe Leistung für einen langwierigen Ladeprozess, der eine starke Erwärmung der Leitungen und Kontakte und daraus resultierende Ladeverluste zur Folge hat. Wenn Sie dagegen Ihr E-Auto mit Starkstrom laden, steigt die Leistung, wodurch sich die Ladedauer und negative Begleiterscheinungen verringern.

Niedrige Leistung, hohe Ladedauer

So bekommen Sie einen 40 kWh-Akku an einer 22 kW-Wallbox in unter 2 Stunden geladen, während Sie mit den maximal 2,3 kW einer Haushaltssteckdose 17 Stunden und mehr brauchen. Je nach Akku-Kapazität verringert oder erhöht sich die Ladedauer. Ein 100 kWh-Akku, wie ihn manche Tesla-Modelle haben, würde sogar rund 45 Stunden an einer normalen Steckdose hängen müssen.

Vollladen nur in Ausnahmefällen

Genau wie Ihr Smartphone-Akku sollte auch der Akku Ihres E-Autos weder völlig leergefahren noch bis zum Anschlag gefüllt werden. Halten Sie ihn zwischen 20 und 80 Prozent, verhindern Sie sein vorzeitiges Altern und den damit verbundenen kostspieligen Austausch. Außerdem wird unter bzw. über diesen Füllständen auch die Ladegeschwindigkeit gedrosselt. Eine Vollladung sollten Sie daher nur kurz vor einer längeren Fahrt durchführen.

Das schwächste Glied bestimmt die Ladegeschwindigkeit

Dabei entscheidet aber nicht allein die Ladequelle über die Ladeleistung, sondern auch der OnBoard-Charger des Elektroautos. Wenn Ihr Fahrzeug nur maximal mit 7,4 kW laden kann, werden Sie nicht das volle Potenzial einer 22 kW-Wallbox ausschöpfen können. Daher sollten Sie die maximale Leistung Ihrer E-Ladestation zuhause an der Ihres E-Autos ausrichten. In den meisten Fällen ist deshalb eine 11 kW-Wallbox ausreichend.

Große Reichweite in kurzer Zeit

So reichen 11 kW aus, um einen 20 kWh-Akku innerhalb einer Stunde so weit aufzuladen, dass Sie bis zu 55 Kilometer fahren können. Das ist mehr als das Dreifache der durchschnittlichen Pendlerstrecke von 17 Kilometern. Diese Reichweite schaffen Sie mit der 11 kW-Wallbox sogar bei einem 60 kW-Akku in einer Stunde. Wenn Sie Ihr E-Auto an einer Haushaltssteckdose laden, kommen Sie in der gleichen Zeit gerade einmal auf 11,5 beziehungsweise knapp 4 Kilometer.

Richtigen Standort wählen

Um diese Werte zu erreichen, sollten Sie bei der Entscheidung, wo Sie Ihre Wallbox zuhause anbringen, auch an den den Schutz vor der Witterung denken. So sind viele Wallboxen zwar staub- und wassergeschützt. Ist aber Ihr Elektroauto beim Laden extremen Temperaturen ausgesetzt, schadet dies dem Akku und der Stromaufnahme. Daher am besten im Winter direkt nach dem Nachhausekommen laden, wenn er noch warm ist, und im Sommer nicht bei starker Sonneneinstrahlung.

4. Lademanagement: Mit welchen Funktionen Ihnen eine Wallbox zuhause das Laden erleichtert

Mit einer Wallbox haben Sie gegenüber dem Laden an einer Steckdose nicht nur einen Sicherheits-, Kosten- und Geschwindigkeitsvorteil. Viele Modelle ermöglichen es Ihnen auch, in den Ladevorgang einzugreifen und ihn so optimal zu gestalten.

Optimale Stromverteilung dank smarter Technologie

So gibt es intelligente Wallboxen, die internetfähig sind und sich dadurch mit anderen Geräten verbinden lassen. Zu einigen davon ist eine App erhältlich, mit der Sie den Ladeprozess auch aus der Ferne überwachen und steuern können. Dies bietet sich beispielsweise bei der Einspeisung von PV-Überschussstrom an. So ist die Kopplung an eine Solaranlage ein weiterer Vorteil, den Sie mit einer Wallbox erhalten.

Durch die Einbindung in ein Smart Home-System können Sie außerdem das Laden Ihres Elektroautos auf die sonstigen Verbräuche im Haus abstimmen. Unter Einbeziehen der Wettervorhersage lässt sich so schon vorher der beste Zeitpunkt festlegen, um möglichst viel Solarstrom zu tanken.

Gemeinschaftliches Laden koordinieren

Energiemanagement funktioniert aber nicht nur im Eigenheim, sondern auch bei Wallboxen im Mehrfamilienhaus. Da Mieter und Wohnungseigentümer seit Dezember 2020 einen gesetzlichen Anspruch darauf haben, sich dort eine Lademöglichkeit für ihr E-Auto zu errichten, kann es leicht sein, dass gleich mehrere in oder an einem Gebäude angebracht werden. Wenn nun alle Wallbox-Besitzer gleichzeitig Ihr Elektroauto zuhause laden wollen, könnte das zu einer Überlastung des örtlichen Stromnetzes führen. Durch Kommunikation der Wallboxen untereinander lässt sich jedoch die Ladeleistung jeder einzelnen so anpassen, dass alle genug bekommen.

In einem Mehrfamilienhaus können mehrere Wallboxen dank Energiemanagement gleichzeitig ladenGibt es in einem Mehrfamilienhaus mehrere Wallboxen, sorgt deren Energiemanagement dafür, dass gleichzeitiges Laden problemlos möglich ist. | Foto: © Wellnhofer Designs / Adobe Stock

Auch für E-Dienstwagen ideal

Von einer Wallbox profitieren Sie übrigens nicht nur, wenn Sie selbst ein Elektroauto Ihr Eigen nennen, sondern auch, wenn Ihnen Ihr Arbeitgeber eines als Dienstwagen zur Verfügung stellt. Dieses müssen Sie schließlich auch irgendwo laden. Dabei brauchen Sie nicht auf den Komfort, den eine Ladestation fürs E-Auto zuhause mit sich bringt, verzichten. Denn es gibt Modelle, die Ihnen auch gleich die Daten liefern, die Sie für die Abrechnung der Ladevorgänge mit Ihrem Arbeitgeber benötigten. Zusätzlich ist dafür allerdings ein geeichter Zähler erforderlich.

Also egal, ob Eigenheimbesitzer oder Mieter, E-Auto-Besitzer oder Dienstwagenfahrer, sein Elektroauto zuhause laden zu können, bringt sowohl Komfort als auch Kostenersparnisse mit sich. Allerdings sollten Sie, wenn Sie dies regelmäßig tun wollen, in eine Wallbox investieren – vor allem aus Sicherheitsgründen. Im Vergleich zu einer Haushaltssteckdose geht ihre Verwendung außerdem mit geringeren Ladeverlusten, einer höheren Ladegeschwindigkeit und der Möglichkeit, den Ladeprozess aktiv zu steuern, einher.

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