Amortisation von Photovoltaik

9. November 2020
Eine Investition in Photovoltaik lohnt sich doppelt – für Ihren Geldbeutel und für die Umwelt. Denn die Anlagen erwirtschaften neben ihren Anschaffungskosten zusätzliche Renditen. Zum anderen erzeugen sie ein Vielfaches der Energiemenge, die einstmals für ihre Herstellung verbraucht wurde. Erfahren Sie in diesem Artikel mehr über die monetäre und energetische Amortisation und den Erntefaktor von Photovoltaik.
Dieser Artikel wurde erstellt von:
Christian Märtel, Redakteur www.Solaranlagen-Portal.com
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PhotovoltaikWirtschaftlichkeitAmortisation

Einnahmen und Betriebskosten einer Solaranlage

Die Einnahmen der Photovoltaik-Anlage ergeben sich aus:

  • Einsparungen aus Preisdifferenz zum Öffentlichen Stromversorger
  • Einspeisevergütung über die gesamte Laufzeit

Die Ausgaben für eine Solaranlage lassen sich in zwei Arten von Kosten trennen:

Einmalige Betriebskosten

  • Solarmodule, Wechselrichter, Verkabelung, Gerüst
  • Montage
  • Gebühren

Fortlaufende Betriebskosten

  • Rücklagen (Wechselrichter/Solarspeicher)
  • Stromverbrauch der Anlage
  • Wartung und Reparaturen
  • Versicherungen
  • Finanzierungskosten

Für die fortlaufenden Betriebskosten sind Rücklagen zu bilden. Dies gilt insbesondere für Wechselrichter und Solarspeicher, da eine Erneuerung dieser Anlagenteile zwar erst nach etwa 10 Jahren Betriebszeit anfällt, dann jedoch einen kostenintensiven Posten darstellt. Für die Rücklagen sind 1,5 % der Investitionskosten ansetzen. Für eine Anlage mit 4 bis 5 kWp liegen die jährlichen Betriebskosten inklusive Rücklagen bei circa 250 EUR.

Einspeisevergütung und Degression

Amortisation Die Einspeisevergütung für Solaranlagen bis 10 kWp liegt im Jahr 2020 bei 8,77 Cent pro Kilowattstunde. Zum Vergleich: Im Jahr 2004 wurden noch 57,4 Cent pro eingespeister Kilowattstunde ausgezahlt. Die Absenkung der Einspeisevergütung erfolgt in Relation zur Zahl der in Deutschland neu installierten PV-Kapazitäten.

Die Degression beträgt regulär 0,5 Prozent, kann aber abhängig vom aktuellen Zubau mit Photovoltaikanlagen auch kleiner oder größer ausfallen. Für den Grad der Abweichung ist relevant, wie stark der Zubau von Photovoltaikanlagen von der Prognose abweicht. Trotz sinkender Einspeisevergütung lohnt sich die Investition nach wie vor.

Lohnt sich die Anschaffung einer Photovoltaik-Anlage überhaupt noch?

Eine Photovoltaikanlage rechnet sich auch in unseren Breitengraden und trotz gefallener Einspeisevergütung. Moderne Solarzellen punkten mit einer effektiven Diffuslichtausbeute und tolerieren auch Abweichungen in der Süd-Ausrichtung. Durch die zunehmende Absenkung der Einspeisungsvergütung liegt der Schwerpunkt des Betreibers zunehmend auf einer günstigen Eigenversorgung mit Strom.

Darlehen aufnehmen – ja oder nein?

Eine durchschnittliche Solaranlage amortisiert sich nach elf bis dreizehn Jahren. Ein Darlehen verlängert die Amortisationszeit, da die Finanzierungskosten durch die Darlehenszinsen steigen.

Bei einer vollständigen Eigenfinanzierung entfallen zwar die Kosten für die Aufnahme eines Darlehens, dennoch ist die Amortisationszeit lang. Allerdings hat eine moderne Solaranlage eine Betriebszeit von 25 bis 30 Jahren. Durch Fördergelder lässt sich die Amortisationszeit verkürzen. Auch günstige öffentliche Kredite tragen zur Verkürzung der Amortisationszeit bei.

Ein Darlehen verlängert die Amortisationszeit, dafür wird weniger Eigenkapital gebunden. Bei niedrigen Zinssätzen, wie sie derzeit das Finanzierungsgewerbe prägen, ist die Inanspruchnahme eines Darlehens daher oft die günstigere Methode, um von günstigen Opportunitätskosten bei der Finanzierung der Anlage zu profitieren.

Monetäre Amortisation von Photovoltaik

Unter Amortisation versteht man, dass die Kosten für die Investition einer Photovoltaikanlage nach einer gewissen Zeit von den Erträgen der Anlage getilgt werden. Die Zeit, in der dies geschieht, wird Amortisationszeit genannt. Je kürzer die Amortisationszeit, desto besser ist dies für den Betreiber der Photovoltaikanlage, da früher ein Gewinn erwirtschaftet werden kann.

Die Amortisationszeit ist abhängig von der Einspeisevergütung, der Laufzeit, den Anschaffungskosten und dem Jahresenergieertrag. Ohne Aufnahme eines Kredites beträgt die Amortisationszeit der Anlage etwa 9-11 Jahre, mit Kredit und den damit verbundenen Zinsen sind es rund 13-16 Jahre.

Zum Vergleich: Eine Anlage mit 1 kWp Leistung erzielt pro Jahr einen Ertrag zwischen 850 und 1200 kWh Strom. Mit dieser Strommenge können Sie Ihre eigene Stromrechnung reduzieren bzw. den Strom mittels der Einspeisevergütung monetarisieren.


Was spricht für die Anschaffung eines Solarstromspeichers?

Auf Grund der relativ hohen Investitionskosten und der begrenzten Nutzungsdauer ist ein Solarstromspeicher individuell zu kalkulieren. Fördergelder der öffentlichen Hand schaffen neue Anreize, dennoch amortisiert sich ein Solarspeicher nur selten. Der Speicher verbessert jedoch Autarkie und Nachhaltigkeit – für viele Betreiber ein entscheidendes Motiv.

Energetische Amortisation von Photovoltaik

In der Photovoltaik, beziehungsweise im ganzen Bereich der Energietechnik, wird auch oft von der "energetischen Amortisation" gesprochen. Die energetische Amortisationszeit bezeichnet den Zeitraum, den die Photovoltaikanlage benötigt, um die gleiche Menge Energie zu erzeugen, wie die Herstellung der Photovoltaikanlage und deren Montage an Energie verbraucht hat.

Da die Herstellung der verschiedenen Arten von Photovoltaik Modulen sehr unterschiedlich ist, ist auch der Energieaufwand in der Produktion sehr unterschiedlich. Die energetische Amortisationszeit von polykristallinen Solarzellen beträgt etwa 2,5 Jahre, die von monokristallinen Solarzellen ungefähr 5 Jahre. Dünnschichtmodule erzielen aufgrund der sehr effizienten Herstellungsmethode und des geringen Rohstoffverbrauchs mit bis zu 1,5 Jahren den besten Wert.

Es lohnt sich für Betreiber einer Photovoltaikanlage, alle Verbraucher im Haushalt auf die Solaranlage abzustimmen und die Erträge mit technischen Maßnahmen zu steigern. Hierzu bieten sich drei Lösungen an:

1. Energiemanager

Dieses Gerät erstellt Erzeugungsprognosen und optimiert den Eigenverbrauch durch eine smarte Ansteuerung der elektrischen Verbraucher im Haus. Mit dem Energiemanager lässt sich der Eigenverbrauch oft um 30 Prozent steigern. Der Energiemanager zählt aus diesen Gründen zur Standardausstattung einer modernen Solaranlage.

2. Smart Home

Auch beim Smart Home geht es um Energiemanagement. Mit dem Smart Home Netzwerk lassen sich Geräte, Heizungen und Installationen im Haus energetisch günstig steuern. So werden bei automatisch erkannter An- und Abwesenheit der Hausbewohner nicht benötigte Verbraucher abgestellt und die Heizung heruntergefahren.

3. Solarstromspeicher

Durch die Anschaffung eines Stromspeichers lässt sich die am Tag produzierte Energie auch am Abend nutzen. Daneben steigert der Solarstromspeicherdie Autarkie der Bewohner. Mit einem Stromspeicher steht der selbst produzierte Strom auch an lichtarmen Tagen und am Abend zur Verfügung.

Was ist der Erntefaktor?

Der so genannte "Erntefaktor" gibt an, wie oft die für die Herstellung aufgewandte Energie über von der Photovoltaikanlage erzeugten Energie wieder erwirtschaftet wurde. Wenn man von einem Nutzungszeitraum der Anlage von 20 Jahren ausgeht, liegt der Erntefaktor je nach Modulart etwa zwischen 4 und 13. Dies sind sehr positive Werte und durch die immer effizienteren Herstellungsmethoden wird weiterhin eine konstante Verbesserung eintreten.

Für genaue Leistungszahlen und die daraus resultierenden Zeit der Amortisation lassen Sie sich bei Ihrem Photovoltaik Fachbetrieb vor Ort beraten. Unsere umfangreiche Datenbank hilft Ihnen bei der Suche.

Was ist der Unterschied zwischen monetärer und energischer Amortisation?

Die monetäre Amortisation einer Solaranlage bezeichnet den Zeitpunkt, zu dem eine Anlage abgeschrieben ist. Dieser liegt bei elf bis dreizehn Jahren. Da die Investitionskosten seit Jahren sinken, verkürzt sich tendenziell auch der Amortisierungszeitraum. Mit der energetischen Amortisation bezeichnet man den Zeitraum, den eine Photovoltaik-Anlage zur Erzeugung der für die Anlagenteile aufgebrachten Energie benötigt.

Was ist die optimale Größe einer Solaranlage?

Je größer die Solaranlage, desto geringer fallen die anteiligen Investitionskosten aus. Daher ist eine Solaranlage, deren Kapazität lediglich auf Deckung des eigenen Stromverbrauchs ausgelegt ist, generell weniger wirtschaftlich. Vor der Entscheidung für die Größe der Photovoltaik-Anlage ist zu überlegen, ob der Fokus auf hohem Eigenverbrauch, größtmöglicher Autarkie oder auf einer maximalen Einsparung liegen soll.

Wie lässt sich der Solarertrag berechnen?

Der Solarertrag, also die Leistung, die eine Photovoltaik-Anlage während der gesamten Betriebszeit abwirft, lässt sich einfach durch einen Fachbetrieb abschätzen. Hierzu zieht man Berechnungen heran, die sich auf Basis der Dachneigung, der Ausrichtung und der Sonneneinstrahlung anstellen lassen.


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Erfahrungen & Fragen zum Thema Photovoltaik

Kombination von Nachtspeicherheizung und Solaranlage

Ist eine Solaranlage bei Nachtstromspeicherheizung möglich und sinnvoll bei ca. 10.000 KWh Stromverbrauch?
Antwort eines Haus&Co Experten

Ja, das kann eine sinnvolle Kombination sein - besonders, wenn Sie bei der Elektroheizung bleiben wollen. Sie benötigen auf jeden Fall einen Solarstromspeicher - da Sie den Strom dann tagsüber erzeugen, wenn die Nachtspeicherheizung gerade nicht vorheizt. Generell ist der Eigenverbrauch - dank sinkender Einspeisevergütung - stark in den Fokus gerückt. Da Solarstromspeicher auch aktuell noch von der KfW gefördert werden, würde ich da auf jeden Fall einmal ein Angebot anfragen.

Sie können sich das hier einmal kalkulieren (da ich keine Angaben zur verfügbaren Dachfläche habe): https://www.solaranlagen-portal.com/photovoltaik/kosten

Einphasiger oder dreiphasiger Wechselrichter? Welche Vor- und Nachteile gibt es? Was passt du meiner Anlage?

"Einphasiger-", oder "Dreiphasiger-Wechselrichter"? Klar ist die Berechnung der Einspeisung mittels einem saldierendem Zähler gewährleistet. Aber wie verhält es sich mit der Auslastung der Phasen? Eine einphasige Einspeisung bei eine dreiphasigen Verteilung (Ph1: Keller, Ph2: Erdgeschoss, Ph3: Obergeschoss. Da die Einspeisung nur auf die Phase "Obergeschoss" mit wenigen Verbrauchern angeschlossen ist? Habe ich noch einen Vorteil, da die weiteren Phasen ja nicht von der PV-Anlage bedient werden. Einspeisevergütung (nur 12,4): Ja, aber ich will maximalen Eigennutz bei 24,8 ct/kwh.
Antwort von Elektrotechnik Tim Frischling

Es ist nur eine maximale Schieflast von 4,6kW zu gewährleisten.
Wo die PV-Anlage angschlossen ist, ist "relativ egal", da, wie bereits richtig erwähnt die Zähler saldieren.

Auf den gemessenen Eigenverbrauch hat dies keine Auswirkung.

Kann ich zwei Strings mit verschiedener Anzahl von Modulen und unterschiedlicher Dachausrichtung an einen Wechselrichter anschließen?

Kann ich zwei Strings mit verschiedener Anzahl von Modulen und unterschiedlicher Dachausrichtung (einmal Süd und einmal Ost) an einen Wechselrichter, kein Multiwechselrichter anschließen?
Antwort von MICO-Energieberatung

Wenn Sie einen Wechselrichter mit zwei MPP-Trackern haben, ist das kein Problem.
Der Maximum Power Point (MPP) eines Solarmoduls beziehungsweise eines Strings ist der Punkt der Strom-Spannungs-Kennlinie, an dem das Solarmodul die höchste Leistung erbringt. Der MPP-Tracker hat nun die Aufgabe, den Maximum Power Point zu ermitteln, da dieser von der Sonneneinstrahlung, der Temperatur und individuellen Moduleigenschaften abhängig ist und sich somit ständig ändert.
Ich hoffe, ich konnte Ihnen damit helfen, sonst melden Sie sich einfach.

Photovoltaik Freiflächenanlage: Kosten, Förderung und Rentabilität?

Als Erbengemeinschaft von 3 Geschwistern besitzen wir in der Gemarkung Hösbach eine ebene Fläche Agrarland von 10 700 Quadratmetern mit einer erweiterbaren Fläche von weiteren 5 000 Quadratmetern Ackerland unmittelbar parallel im direkten Anschluss. Diese zusätzlichen 5 000 Quadratmeter sind im Besitz von zwei unserer Cousinen. Auf unserem Gelände befindet sich auch ein Hochspannungsmast . Derzeit werden die Grundstücke aufgefüllt mit Erdaushub (fast beendet) bedingt durch vorherigen Kalkabbau. Sowohl die Erbengemeinschaft als auch unsere Cousinen ( zusammen dann als Interessengemeinschaft), sind interessiert an einem Angebot für eine Photovoltaikanlage auf dieser Freifläche von insgesamt 1, 5 Hektar Land . Meine Fragen sind : 1) Was sind die Investitionskosten für eine solche Anlage ? 2) Welche Fördermittel (falls zutreffend) gibt es möglicherweise für solche Projekte. 3) Was wäre die Rentabilität und die Dauer für das Amortisieren einer solchen Investition? Für eine Antwort und Kontaktaufnahme wäre ich Ihnen dankbar. Mit freundlichen Grüßen Peter Hufgard
Antwort von PV Montagen G. Vijayakumar

Es werden mehr Daten Benötigt, daß ist das erste. Denn es steht zum Beispiel die Frage im Raum ob das Erdreich welches grad aufgefüllt wird auch verdichtet wird. Und wie sehr es verdichtet wird. Und nun zur Puntuellen Beantwortung Ihrer Fragen.

1) Die Investitionskosten für solch eine Anlage müssen vorab (nach Inaugenscheinnahme des Geländes sowie Geologisches Gutachten (z.B) erst Berechnet werden wenn mehr Details vorliegen würden.

2) Fördermittel gibt es von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) in dem Maße das es sich, so gesehen um Geldtauscherei handelt.

3) Die Rentabilität einer Anlage von dieser Größe steht ausser Frage. Denn die Energiepreise werden nicht sinken von Jahr zu Jahr sondern eher wird das Gegenteil der Fall sein. Unter Bezugnahme auf das Vorgenannte ergibt sich auch keine Haltbare Aussage über die Dauer der Amortisierung der Anlage.

Nun konnte ich Ihnen leider nicht wirklich weiterhelfen, stelle es Ihnen jedoch anheim mich zu Kontaktieren. Denn die Thematik einer solchen Anlage ist komplexer als das es sich darstellt. Eine reine Angabe der Verfügbaren Fläche ist Dahingehend nicht wirklich Ausreichend.

Viele Grüße

Holger Gerhardt

Neuer Zählerschrank bei Installation einer Photovoltaikanlage?

Liebe Experten, ich denke darüber nach mir eine PV-Anlage aufs Dach zu setzen. Ein Bekannter meinte aber, dass ich dazu auch einen neuen Zählerschrank installieren lassen müsste und, dass das teuer würde. Stimmt das? Muss ein neuer Zählerschrank installiert werden? Und wenn ja was kostet das?
Antwort von Arnold Dach und Solar GmbH

Es muss nicht generell ein neuer Zählerschrank installiert werden.
Nur wenn der vorhandene Zählerschrank nicht mehr den aktuellen Richtlinien entspricht, oder wenn keine neue Messeinrichtung (z.Bsp. digitaler Stromzähler) mehr eingebaut werden kann, weil eine fachgerechte Nachrüstung (z.Bsp. Zählertafel) nicht mehr möglich ist.
Genaue Auskunft kann man beim zuständigen Netzbetreiber erfragen.

Smart Grid ready Funktion: Was bedeutet das?

Kann mir hier jemand den Begriff "Smart Grid ready Funktion" für die Speicherung von Energie mit intelligenter Steuerung erklären? Vielen Dank für die Hilfe!
Antwort eines Haus&Co Experten

Smart Grid-Geräte eröffnen interessante Vernetzungsmöglichkeiten. Beispielsweise können Smart Grid-fähige Wärmepumpen über eine Schnittstelle auf einen Überschuss an Solarstrom reagieren. Stromnetzbetreiber können über die integrierte Smart Grid-Schnittstelle den Stromspeicher direkt ansteuern und die Stromnetze stabilisieren und entlasten. Mit einem solchen Schwärmenetz können Erzeugung und Verbrauch noch weiter entkoppelt werden: Überschüsse, die im Sommer erzeugt werden, können im Winter genutzt werden. Dazu finden Sie auch Infos hier: https://www.solaranlagen-portal.com/photovoltaik/stromspeicher

Lohnt sich eine PV-Anlage bei Ost-West-Ausrichtung des Hauses?

Ich interessiere mich für die Inbetriebnahme einer eigenen Solaranlage. Nun frage ich mich aber, ob sich eine PV-Anlage bei Ost-West-Ausrichtung des Hauses überhaupt lohnt? (Satteldach, ca. 45°)
Antwort von ELEKTRO-HAUSMANN

Hallo,

kann ich nur empfehlen. Wir erhöhen damit die Sonnenstunden für die PV-Anlage und können
damit den Eigenverbrauch, über den sich die PV-Anlage zuerst rechnet optimieren. Gleichzeitig
können wir mit der 70% Regel zusätzliche Kosten für einen Rundsteuerempfänger sparen.
Deshalb Ost-West.

Gruß
G.Hausmann

PV-Anlage selber installieren

Besteht die Möglichkeit eine PV-Anlage der Größe 1 bis 2 KW selbst bei einem Anbieter zu kaufen und selber auf meinem Hausdach zu installieren? Wie muss die Anlage angemeldet werden und muss die Anlage durch eine Fachkraft abgenommen werden? Oder kann die Anlage auch ohne Anmeldung betrieben werden (da sehr geringe Leistung zum Eigenverbrauch)?
Antwort von synertec

Grundsätzlich besteht die Möglichkeit eine PV-Anlage selbst zu montieren. Vorrausetzung ist neben dem handwerklichen Geschick und keine Angst vor Höhe auch eine Absicherung durch ein Gerüst, welches auch die Arbeit erleichtert. Trotzdem sollte ein Fachmann Sie unterstützen bei den einzelnen Arbeitsschritte, somit ist eine sichere Montage gewährleistet und Montagefehler ausgeschlossen. Für den Stranganschluß wird spezielles Montagewerkzeug benötigt um die Steckverbinder sicher zu vercrimpen. Unsere Fachpartner können Sie bei der Montage unterstützen.

Die wechselstromseitige Einbindung der PV-Anlage muß durch einen Elektromeister erfolgen, er kümmert sich auch um die Anmeldung beim Netzbetreiber, ebenso bei der Abnahme durch den Netzbetreiber.

Eine Anlage ohne Anmeldung zu betreiben würde ich nicht empfehlen. Wollen Sie keinen Überschußstrom einspeisen muß zumindest ein neuer Zähler mit Rücklaufsperre eingebaut werden.
Bedenken Sie dabei, das der Überschußstrom dann kostenlos ins Netz des Netzbetreibers eingespeist wird. Das wird durchaus auch bei einer kleineren Anlage passieren.

Es gibt aber durchaus die Möglichkeit eine PV-Anlage ohne oder teilweise ohne Finanzamt zu betreiben. Hier können wir Ihnen beim Kauf einer Anlage weiterhelfen. Für weitere Fragen stehen wir Ihnen gerne telefonisch zur Verfügung.

Mit sonnigen Grüßen.
snertec

Muss ich meinen selbst erzeugten und verbrauchten Strom versteuern?

Ich habe im Febr. 2016 eine Photovoltaikanlage (7,1 Kwp) mit Speicher installiert. Von der Kleinunternehmerregelung habe ich keinen Gebrauch gemacht, also die gezahlte Mwst. rückerstattet bekommen und monatlich eine Umsatzsteuervoranmeldung gemacht. Muss ich nun den selbst verbrauchten Strom versteuern und wenn ja, zu welchem Kw/h-Preis?
Antwort von Greentec-Solar GmbH

Hallo,

Eigenverbrauch ermitteln und mit dem Stromtarif der aktuellen Stromrechnung multiplizieren.
Aus diesem Betrag den Anteil der MwSt ermitteln und bei der Umsatzsteuererklärung anzeigen.
Den Netto-Betrag aus dem
Eigenverbrauch als Einnahme der PV-Anlage bei der Gewinn-Verlustrechnung einbeziehen
und den Gewinn aus der PV-Anlage bei der Einkommensteuererklärung angeben.

das nur als grobe Aussage, genaues sagt der Steuerberater oder das Finanzamt.
Alle Angaben nach besten Wissen, ohne Gewähr.

Hoher Stromverbrauch trotz PV und Einspeisung: Wo liegt die Ursache?

Wir haben ein Einfamilienhaus mit 4 Personen. Nach unseren Zählern verbrauchen wir 5000kWh/Jahr Strombezug aus Netz, wir speisen ca. 6000-7000kWh ein und haben laut Ertragszähler ca. 9500-10000kWh Gesamt PV Ertrag. Nach dieser Rechnung hätten wir einen Gesamt-Stromverbrauch von fast 8000 kWh/Jahr. Ich kann das fast nicht glauben. Es sind jedoch seit unserem Einzug seit 3 Jahren die ungefähr gleichen Messwerte. Wo liegt hier das Problem? Wir hatten auch davor in unserer Wohnung nie einen solch hohen Wert. Ich vermute mittlerweile, dass es ein Problem mit den Zählern ist? Wir haben einen kombinierten Zähler für Bezug/Einspeisung der Netze mit wechselnder Anzeige (elektronisch). Der PV Zähler sitzt auch im Kasten, ist aber separat.
Antwort von Ingenieurbüro Energieexperten-Südwest

Ich vermute mal, dass Sie schlicht und ergreifend große Stromverbraucher haben. Da müssen Sie schon auf die Suche gehen. Was ist anders als in der früheren Wohnung? Zusätzliche Geräte? Gefriertruhe? Computer im Dauerlauf?
Wie wird das Haus denn eigentlich beheizt (Wärmepumpe mit el. Heizstab?) und wie wird warmes Wasser erzeugt?

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