Das Inbetriebnahmeprotokoll für Photovoltaikanlagen

9. November 2020
Zugegeben: Das Führen eines Protokolls, ist nicht unbedingt das spannendste, was man vom Leben erwarten kann. Als Besitzer einer Photovoltaikanlage sind Sie allerdings dazu verpflichtet. Denn mit dem sogenannten Inbetriebnahmeprotokoll weisen Sie gegenüber dem Netzbetreiber nach, dass die PV-Anlage korrekt arbeitet. Und auch die Versicherung möchte einen Beleg über den technisch einwandfreien Zustand der Solaranlage. Was nach zeitraubender Bürokratie klingt, hat für Betreiber von Solaranlagen aber in Wirklichkeit zahlreiche Vorteile. Wir zeigen Ihnen worauf es beim Führen eines Inbetriebnahmeprotokolls ankommt und welche Informationen darin unbedingt enthalten sein müssen.
Dieser Artikel wurde erstellt von:
Christian Märtel, Redakteur www.Solaranlagen-Portal.com
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Was ist das Inbetriebnahmeprotokoll?

Bei der Inbetriebnahme einer Maschine oder Anlage, wird meist auch ein Protokoll erstellt. Ziel ist es, dem neuen Besitzer die aktuelle Funktionstüchtigkeit der Anlage nachzuweisen. Wer das Inbetriebnahmeprotokoll erstellt, welchen Umfang das Dokument hat und welche Inhalte darin festgehalten werden, ist von Branche zu Branche unterschiedlich. Auch bei der Inbetriebnahme und der Wartung von Photovoltaikanlagen sind bestimmte Vorschriften einzuhalten. Auch Herstellervorgaben müssen beachtet werden. Denn nur dann kann die Anlage bei fachgerechtem Betrieb 20 Jahre und mehr ihre volle Leistung bringen. Schauen wir uns nun das Inbetriebnahmeprotokoll für Solaranlagen einmal etwas genauer an.

Wozu braucht man ein Inbetriebnahmeprotokoll?

Saubere Energie, eine autarke Stromerzeugung und attraktive Einnahmen durch die Einspeisevergütung: Betreiber von Photovoltaikanlagen genießen zahlreiche Vorteile. Diese sind jedoch an einige Bedingungen geknüpft. Denn nur wenn Ihre PV-Anlage fehlerfrei funktioniert und alle Normen und Vorschriften erfüllt, wird die Einspeisevergütung ausgezahlt. Mit dem Inbetriebnahmeprotokoll erbringen Sie den Nachweis, dass das der Fall ist. Über das Protokoll kann außerdem nachgeprüft werden, welcher Stichtag für die spätere Berechnung der Einspeisevergütung anzusetzen ist.

Ist das Erstellen des Inbetriebnahmeprotokolls Pflicht?

Ja. Als Betreiber einer Photovoltaikanlage sind Sie zur Erstellung des Inbetriebnahmeprotokolls verpflichtet. Die exakten rechtlichen Details sind im Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) geregelt.

Wann wird das Inbetriebnahmeprotokoll erstellt?

Das Inbetriebnahmeprotokoll wird nach der Installation des Netzanschlusses der Photovoltaikanlage und dem Anschluss des Einspeisezählers vom Elektriker ausgefüllt. Denn mit der Unterschrift des Fachbetriebes, der die Anlage installiert hat, bestätigt dieser die ordnungsgemäße Montage. Dieser misst die technischen Parameter der Anlage und vermerkt sie zusammen mit elektrischen Messwerten im Protokoll. Mithilfe der Messwerte wird überprüft, ob die Anlage den Normen für "Elektrische Anlagen und Betriebsmittel" entspricht. Dies sind die Normen VDE 0100 Teil 610 und BGV A2. Das Inbetriebnahmeprotokoll beweist auch, dass Sie einen Gewährleistungsanspruch gegenüber dem Hersteller der Solaranlage haben. Und wie bereits erwähnt, entscheidet der exakte Zeitpunkt der protokollierten Inbetriebnahme über die gültige Einspeisevergütung für die nächsten Jahrzehnte. Das Erneuerbare Energien Gesetz lässt hier keinen Spielraum für Interpretationen.

Demnach ist der Inbetriebnahmezeitpunkt so geregelt, dass:

  • die Photovoltaikanlage fest an dem für den dauerhaften Betrieb vorgesehen Ort installiert wurde.
  • das gesamte erforderliche Zubehör montiert ist.
  • ein Wechseltrichter montiert wurde.
  • und die Anlage bereits Strom produziert hat.

Sind all diese Bedingungen gegeben, wird das Inbetriebnahmeprotokoll zusammen mit der Bescheinigung der Bundesnetzagentur – der Anmeldung bei der Behörde – an den Netzbetreiber übermittelt. Erst danach erhalten Sie die erste Auszahlung der Einspeisevergütung. Falls bei der Abnahme ein Montage- oder Installationsfehler festgestellt wird, muss der Photovoltaik-Fachbetrieb, der für die Montage beauftragt wurde, diesen Fehler beheben. Wenden Sie sich dann möglichst schnell an den Betrieb, damit die Inbetriebnahme der Photovoltaikanlagen nicht allzu lange verzögert wird.

Wer erstellt das Inbetriebnahmeprotokoll?

Die gute Nachricht zuerst: Sie selbst haben mit dem Führen des Protokolls kaum Arbeit. Denn das Inbetriebnahmeprotokoll wird nach der Installation des Netzanschlusses und dem Anschluss des Einspeisezählers vom jeweils beauftragten Elektriker ausgefüllt. Der Fachmann misst dabei auch die technischen Parameter der Anlage und notiert diese zusammen mit den elektrischen Messwerten im Protokoll. Neben einem Vertreter des Installationsbetriebes, sollten dabei natürlich auch Sie als Anlagenbetreiber oder zumindest ein von Ihnen bevollmächtigter Vertreter anwesend sein. Ab und an ist zudem ein Fachmann des Netzbetreibers bei der Inbetriebnahme und der Erstellung des Protokolls vor Ort. Dies ist allerdings gesetzlich nicht vorgeschrieben.

Welche Informationen sind Teil des Inbetriebnahmeprotokolls?

Das Inbetriebnahmeprotokoll hält zunächst einmal die persönlichen Daten des PV-Anlagenbesitzers sowie den genauen Standort der Solaranlage fest. Das Dokument enthält aber zahlreiche weitere Informationen. Hier ein Überblick:

  • Daten des Installationsunternehmens
  • Informationen zum Hersteller der Anlage
  • Angaben zur Nennleistung Ihrer Photovoltaikanlage
  • die Ausrichtung und der Neigungswinkel des Daches
  • die Zahl der Module und der Modulstränge
  • wichtige Details zum elektrischen Anschluss der Solaranlage
  • der Typ des Wechseltrichters
  • Angaben zur Fernsteuerbarkeit
  • eine Skizze, die die Lage aller stromführenden Leitungen dokumentiert
  • wichtige Messwerte, die während der Inbetriebnahme aufgezeichnet wurden
  • Dokumentation der Leerlaufspannung und der Kurzschlussströme
  • Nachweis der korrekten Funktionsweise des Einspeisezählers

Die genauen Angaben zu den einzelnen Anlagekomponenten, der Solarkreisverrohrung sowie zu den Messdaten und der eingestellten Regelungen dienen auch als Checkliste für spätere Wartungs- und Installationsarbeiten. Entsprechend wichtig ist eine exakte Dokumentation. Wird bei der Erstellung des Inbetriebnahmeprotokolls unsauber gearbeitet, kann dies unangenehme und kostspielige Folgen haben. Es werden Informationen wie beispielsweise der Erdungs- und Isolationswiderstand, die Generator-Leerlaufspannung, der Kurzschlussstrom für jeden Strang sowie der Spannungsabfall festgehalten. Informationen zu den einzelnen Punkten eines Inbetriebabnahmeprotokolls für Photovoltaik erhalten Sie beim Fachbetrieb vor Ort. Falls die Photovoltaikanlage später erweitert oder verändert wird, müssen die Werte neu überprüft und das Protokoll erneut ausgefüllt werden.

Erhalte ich eine Kopie des Inbetriebnahmeprotokolls?

Als PV-Anlagenbetreiber sollten Sie alle Dokumente, die Ihre Solaranlage betreffen, vorliegen haben. Dazu gehört selbstverständlich auch eine Durchschrift des Inbetriebnahmeprotokolls. Leider kommt es ab und an vor, dass Elektrobetriebe bei der Ausfertigung des Inbetriebnahmeprotokolls auf umständliche, aber wichtige Messungen verzichten. Geben Sie sich dann nicht mit einem halbherzig ausgefüllten Dokument zufrieden, sondern bestehen Sie auf eine saubere Protokollierung. Denn bedenken Sie: Ihre Solaranlage ist kein einfacher Heizkörper, sondern eine hochkomplexe Anlage, die entsprechend teuer ist. Bestehen Sie daher darauf, dass Ihnen eine Kopie des Inbetriebnahmeprotokolls ausgehändigt wird. Bewahren Sie dieses wichtige Dokument gut auf und sorgen Sie dafür, dass Sie es im Zweifelsfalls ohne lange Suche griffbereit zur Hand haben.

Auf welche Fehler sollte ich bei der Inbetriebnahme achten?

Vermutlich sind Sie kein Solarenergieexperte und verfügen auch nicht über einen Abschluss als Elektroingenieur. Dennoch lohnt es sich, wenn Sie bei der Inbetriebnahme die Augen offenhalten. Fehler oder Versäumnisse, die den Potenzialausgleich oder die sachgerechte Erdung der Anlage betreffen, sind keine Kleinigkeiten. So sollten zum Beispiel auch metallene Dachaufbauten wie Dachantennen, Schneegitter oder Regenrinnen in die Erdung mit einbezogen werden. Die PV-Anlage darf auch nicht einfach über der Blitzschutz-Ableitung montiert werden, ohne dass diese leitend miteinander verbunden werden. Ihre PV-Anlage wäre so nicht optimal vor Blitzeinschlag gesichert. Falls Sie also bisher keinen kompetenten Fachbetrieb gefunden haben, können Sie gerne auf unsere Empfehlungen von Fachbetrieben vertrauen.

Suchen Sie Zeugen und Beweise für das Inbetriebnahmeprotokoll

Tatort PV-Anlage: Der Zeitpunkt der Inbetriebnahme ist ein wichtiger Moment für Solaranlagenbetreiber. An diesem Tag lösen Sie sich endlich von fossilen Energieträgern und starten in ein neues, umweltfreundlicheres Leben. Bei aller Freude über die Installation Ihrer Photovoltaikanlage, sollten Sie aber nicht überschwänglich werden. Dokumentieren Sie die wichtigsten Schritte der Installation mit Fotos und denken Sie vor allem daran, den konkreten Zeitpunkt der Inbetriebnahme festzuhalten. Auf diese Weise erhalten Sie Beweise, die bei späteren Streitigkeiten mit dem beauftragten Fachbetrieb oder dem Hersteller der Anlage wichtig sein können. Auch Zeugen können die korrekte Inbetriebnahme bestätigen. Natürlich sollte es sich dabei um Menschen handeln, die über die entsprechende fachliche Expertise verfügen. Der Nachbar, Ihr Schwager oder ein Freund der Familie kommen so vermutlich nicht in Betracht. Denken Sie auch daran, dass eine wahrheitswidrige Bestätigung der Inbetriebnahme strafrechtlich verfolgt werden kann.

Inbetriebnahmeprotokoll: Vorteile für Betreiber von Solaranlagen

Ist das Inbetriebnahmeprotokoll ordentlich geführt, hat das für Betreiber von Solaranlagen wie eingangs beschrieben, einige Vorteile:

  • Technische Sicherheit: Dass die Solaranlage korrekt funktioniert und im einwandfreien Zustand ist, freut nicht nur die Versicherung. Auch Sie als Betreiber haben so einen Beleg über den Zustand Ihrer PV-Anlage.
  • Rechtlicher Schutz: Während der Inbetriebnahme werden Mängel festgestellt? Über das Protokoll und die anwesenden Zeugen haben Sie die Möglichkeit, dies gegenüber dem Hersteller zu beweisen.
  • Korrekte Abrechnung: Sie haben einen Nachweis über den konkreten Inbetriebnahmezeitpunkt, der für die Berechnung Einspeisevergütung herangezogen wird.

Kann das Inbetriebnahmeprotokoll auch digital erstellt werden?

Papier ist geduldig und wer schreibt der bleibt. Alte Weisheiten, die definitiv ihre Berechtigung haben. Die Digitalisierung hat aber längst auch die Solarbranche erreicht und viele Fachbetriebe erstellen das Inbetriebnahmeprotokoll daher über das Tablet oder einen Computer. Rechtlich gesehen ist das kein Problem, da eine digitale Unterschrift unter dem Protokoll genauso viel wert ist, wie eine Signatur mit dem klassischen Kugelschreiber.

Inbetriebnahmeprotokoll: Ihr Start in ein umweltbewussteres Leben

Sie wissen nun, welche Funktion das Inbetriebnahmeprotokoll hat und sind über die verschiedene Inhalte des Dokuments und die Art der Erstellung informiert. Mit der Wahl des richtigen Fachbetriebes, sollte einer erfolgreichen Inbetriebnahme nun nichts mehr im Wege stehen. Wie bereits gesagt: Protokolle sind unspektakuläre Pflichtübungen. Wir empfehlen Ihnen aber, dass Inbetriebnahmeprotokoll als eine Art Urkunde zu sehen. Eine Urkunde, die belegt, dass Sie von nun an Ihren Teil zu einem ökologisch verträglichen und nachhaltigen Leben beitragen. Wir wünschen Ihnen viel Freude mit Ihrer neuen Solaranlage und halten Sie auf diesem Solarportal wie gewohnt auf dem Laufenden. Der Bundesindustrieverband Deutschland Haus-, Energie- und Umwelttechnik e.V. gibt ein Informationsblatt zum Thema heraus, in dem Sie auch ein Mustervorlage des Inbetriebnahme­protokolls für Photovoltaikanlagen finden.

Wer erstellt das Inbetriebnahmeprotokoll?

Denn das Inbetriebnahmeprotokoll wird nach der Installation des Netzanschlusses und dem Anschluss des Einspeisezählers vom jeweils beauftragten Elektriker ausgefüllt.

Welche Informationen sind im Inbetriebnahmeprotokoll?

Das Inbetriebnahmeprotokoll hält zunächst einmal die persönlichen Daten des PV-Anlagenbesitzers sowie den genauen Standort der Solaranlage fest. Das Dokument enthält aber zahlreiche weitere Informationen.

Wann wird das Inbetriebnahmeprotokoll erstellt?

Das Inbetriebnahmeprotokoll wird nach der Installation des Netzanschlusses der Photovoltaikanlage und dem Anschluss des Einspeisezählers vom Elektriker ausgefüllt.



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Erfahrungen & Fragen zum Thema Photovoltaik

Kombination von Nachtspeicherheizung und Solaranlage

Ist eine Solaranlage bei Nachtstromspeicherheizung möglich und sinnvoll bei ca. 10.000 KWh Stromverbrauch?
Antwort eines Haus&Co Experten

Ja, das kann eine sinnvolle Kombination sein - besonders, wenn Sie bei der Elektroheizung bleiben wollen. Sie benötigen auf jeden Fall einen Solarstromspeicher - da Sie den Strom dann tagsüber erzeugen, wenn die Nachtspeicherheizung gerade nicht vorheizt. Generell ist der Eigenverbrauch - dank sinkender Einspeisevergütung - stark in den Fokus gerückt. Da Solarstromspeicher auch aktuell noch von der KfW gefördert werden, würde ich da auf jeden Fall einmal ein Angebot anfragen.

Sie können sich das hier einmal kalkulieren (da ich keine Angaben zur verfügbaren Dachfläche habe): https://www.solaranlagen-portal.com/photovoltaik/kosten

Einphasiger oder dreiphasiger Wechselrichter? Welche Vor- und Nachteile gibt es? Was passt du meiner Anlage?

"Einphasiger-", oder "Dreiphasiger-Wechselrichter"? Klar ist die Berechnung der Einspeisung mittels einem saldierendem Zähler gewährleistet. Aber wie verhält es sich mit der Auslastung der Phasen? Eine einphasige Einspeisung bei eine dreiphasigen Verteilung (Ph1: Keller, Ph2: Erdgeschoss, Ph3: Obergeschoss. Da die Einspeisung nur auf die Phase "Obergeschoss" mit wenigen Verbrauchern angeschlossen ist? Habe ich noch einen Vorteil, da die weiteren Phasen ja nicht von der PV-Anlage bedient werden. Einspeisevergütung (nur 12,4): Ja, aber ich will maximalen Eigennutz bei 24,8 ct/kwh.
Antwort von Elektrotechnik Tim Frischling

Es ist nur eine maximale Schieflast von 4,6kW zu gewährleisten.
Wo die PV-Anlage angschlossen ist, ist "relativ egal", da, wie bereits richtig erwähnt die Zähler saldieren.

Auf den gemessenen Eigenverbrauch hat dies keine Auswirkung.

Kann ich zwei Strings mit verschiedener Anzahl von Modulen und unterschiedlicher Dachausrichtung an einen Wechselrichter anschließen?

Kann ich zwei Strings mit verschiedener Anzahl von Modulen und unterschiedlicher Dachausrichtung (einmal Süd und einmal Ost) an einen Wechselrichter, kein Multiwechselrichter anschließen?
Antwort von MICO-Energieberatung

Wenn Sie einen Wechselrichter mit zwei MPP-Trackern haben, ist das kein Problem.
Der Maximum Power Point (MPP) eines Solarmoduls beziehungsweise eines Strings ist der Punkt der Strom-Spannungs-Kennlinie, an dem das Solarmodul die höchste Leistung erbringt. Der MPP-Tracker hat nun die Aufgabe, den Maximum Power Point zu ermitteln, da dieser von der Sonneneinstrahlung, der Temperatur und individuellen Moduleigenschaften abhängig ist und sich somit ständig ändert.
Ich hoffe, ich konnte Ihnen damit helfen, sonst melden Sie sich einfach.

Photovoltaik Freiflächenanlage: Kosten, Förderung und Rentabilität?

Als Erbengemeinschaft von 3 Geschwistern besitzen wir in der Gemarkung Hösbach eine ebene Fläche Agrarland von 10 700 Quadratmetern mit einer erweiterbaren Fläche von weiteren 5 000 Quadratmetern Ackerland unmittelbar parallel im direkten Anschluss. Diese zusätzlichen 5 000 Quadratmeter sind im Besitz von zwei unserer Cousinen. Auf unserem Gelände befindet sich auch ein Hochspannungsmast . Derzeit werden die Grundstücke aufgefüllt mit Erdaushub (fast beendet) bedingt durch vorherigen Kalkabbau. Sowohl die Erbengemeinschaft als auch unsere Cousinen ( zusammen dann als Interessengemeinschaft), sind interessiert an einem Angebot für eine Photovoltaikanlage auf dieser Freifläche von insgesamt 1, 5 Hektar Land . Meine Fragen sind : 1) Was sind die Investitionskosten für eine solche Anlage ? 2) Welche Fördermittel (falls zutreffend) gibt es möglicherweise für solche Projekte. 3) Was wäre die Rentabilität und die Dauer für das Amortisieren einer solchen Investition? Für eine Antwort und Kontaktaufnahme wäre ich Ihnen dankbar. Mit freundlichen Grüßen Peter Hufgard
Antwort von PV Montagen G. Vijayakumar

Es werden mehr Daten Benötigt, daß ist das erste. Denn es steht zum Beispiel die Frage im Raum ob das Erdreich welches grad aufgefüllt wird auch verdichtet wird. Und wie sehr es verdichtet wird. Und nun zur Puntuellen Beantwortung Ihrer Fragen.

1) Die Investitionskosten für solch eine Anlage müssen vorab (nach Inaugenscheinnahme des Geländes sowie Geologisches Gutachten (z.B) erst Berechnet werden wenn mehr Details vorliegen würden.

2) Fördermittel gibt es von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) in dem Maße das es sich, so gesehen um Geldtauscherei handelt.

3) Die Rentabilität einer Anlage von dieser Größe steht ausser Frage. Denn die Energiepreise werden nicht sinken von Jahr zu Jahr sondern eher wird das Gegenteil der Fall sein. Unter Bezugnahme auf das Vorgenannte ergibt sich auch keine Haltbare Aussage über die Dauer der Amortisierung der Anlage.

Nun konnte ich Ihnen leider nicht wirklich weiterhelfen, stelle es Ihnen jedoch anheim mich zu Kontaktieren. Denn die Thematik einer solchen Anlage ist komplexer als das es sich darstellt. Eine reine Angabe der Verfügbaren Fläche ist Dahingehend nicht wirklich Ausreichend.

Viele Grüße

Holger Gerhardt

Neuer Zählerschrank bei Installation einer Photovoltaikanlage?

Liebe Experten, ich denke darüber nach mir eine PV-Anlage aufs Dach zu setzen. Ein Bekannter meinte aber, dass ich dazu auch einen neuen Zählerschrank installieren lassen müsste und, dass das teuer würde. Stimmt das? Muss ein neuer Zählerschrank installiert werden? Und wenn ja was kostet das?
Antwort von Arnold Dach und Solar GmbH

Es muss nicht generell ein neuer Zählerschrank installiert werden.
Nur wenn der vorhandene Zählerschrank nicht mehr den aktuellen Richtlinien entspricht, oder wenn keine neue Messeinrichtung (z.Bsp. digitaler Stromzähler) mehr eingebaut werden kann, weil eine fachgerechte Nachrüstung (z.Bsp. Zählertafel) nicht mehr möglich ist.
Genaue Auskunft kann man beim zuständigen Netzbetreiber erfragen.

Smart Grid ready Funktion: Was bedeutet das?

Kann mir hier jemand den Begriff "Smart Grid ready Funktion" für die Speicherung von Energie mit intelligenter Steuerung erklären? Vielen Dank für die Hilfe!
Antwort eines Haus&Co Experten

Smart Grid-Geräte eröffnen interessante Vernetzungsmöglichkeiten. Beispielsweise können Smart Grid-fähige Wärmepumpen über eine Schnittstelle auf einen Überschuss an Solarstrom reagieren. Stromnetzbetreiber können über die integrierte Smart Grid-Schnittstelle den Stromspeicher direkt ansteuern und die Stromnetze stabilisieren und entlasten. Mit einem solchen Schwärmenetz können Erzeugung und Verbrauch noch weiter entkoppelt werden: Überschüsse, die im Sommer erzeugt werden, können im Winter genutzt werden. Dazu finden Sie auch Infos hier: https://www.solaranlagen-portal.com/photovoltaik/stromspeicher

Lohnt sich eine PV-Anlage bei Ost-West-Ausrichtung des Hauses?

Ich interessiere mich für die Inbetriebnahme einer eigenen Solaranlage. Nun frage ich mich aber, ob sich eine PV-Anlage bei Ost-West-Ausrichtung des Hauses überhaupt lohnt? (Satteldach, ca. 45°)
Antwort von ELEKTRO-HAUSMANN

Hallo,

kann ich nur empfehlen. Wir erhöhen damit die Sonnenstunden für die PV-Anlage und können
damit den Eigenverbrauch, über den sich die PV-Anlage zuerst rechnet optimieren. Gleichzeitig
können wir mit der 70% Regel zusätzliche Kosten für einen Rundsteuerempfänger sparen.
Deshalb Ost-West.

Gruß
G.Hausmann

PV-Anlage selber installieren

Besteht die Möglichkeit eine PV-Anlage der Größe 1 bis 2 KW selbst bei einem Anbieter zu kaufen und selber auf meinem Hausdach zu installieren? Wie muss die Anlage angemeldet werden und muss die Anlage durch eine Fachkraft abgenommen werden? Oder kann die Anlage auch ohne Anmeldung betrieben werden (da sehr geringe Leistung zum Eigenverbrauch)?
Antwort von synertec

Grundsätzlich besteht die Möglichkeit eine PV-Anlage selbst zu montieren. Vorrausetzung ist neben dem handwerklichen Geschick und keine Angst vor Höhe auch eine Absicherung durch ein Gerüst, welches auch die Arbeit erleichtert. Trotzdem sollte ein Fachmann Sie unterstützen bei den einzelnen Arbeitsschritte, somit ist eine sichere Montage gewährleistet und Montagefehler ausgeschlossen. Für den Stranganschluß wird spezielles Montagewerkzeug benötigt um die Steckverbinder sicher zu vercrimpen. Unsere Fachpartner können Sie bei der Montage unterstützen.

Die wechselstromseitige Einbindung der PV-Anlage muß durch einen Elektromeister erfolgen, er kümmert sich auch um die Anmeldung beim Netzbetreiber, ebenso bei der Abnahme durch den Netzbetreiber.

Eine Anlage ohne Anmeldung zu betreiben würde ich nicht empfehlen. Wollen Sie keinen Überschußstrom einspeisen muß zumindest ein neuer Zähler mit Rücklaufsperre eingebaut werden.
Bedenken Sie dabei, das der Überschußstrom dann kostenlos ins Netz des Netzbetreibers eingespeist wird. Das wird durchaus auch bei einer kleineren Anlage passieren.

Es gibt aber durchaus die Möglichkeit eine PV-Anlage ohne oder teilweise ohne Finanzamt zu betreiben. Hier können wir Ihnen beim Kauf einer Anlage weiterhelfen. Für weitere Fragen stehen wir Ihnen gerne telefonisch zur Verfügung.

Mit sonnigen Grüßen.
snertec

Muss ich meinen selbst erzeugten und verbrauchten Strom versteuern?

Ich habe im Febr. 2016 eine Photovoltaikanlage (7,1 Kwp) mit Speicher installiert. Von der Kleinunternehmerregelung habe ich keinen Gebrauch gemacht, also die gezahlte Mwst. rückerstattet bekommen und monatlich eine Umsatzsteuervoranmeldung gemacht. Muss ich nun den selbst verbrauchten Strom versteuern und wenn ja, zu welchem Kw/h-Preis?
Antwort von Greentec-Solar GmbH

Hallo,

Eigenverbrauch ermitteln und mit dem Stromtarif der aktuellen Stromrechnung multiplizieren.
Aus diesem Betrag den Anteil der MwSt ermitteln und bei der Umsatzsteuererklärung anzeigen.
Den Netto-Betrag aus dem
Eigenverbrauch als Einnahme der PV-Anlage bei der Gewinn-Verlustrechnung einbeziehen
und den Gewinn aus der PV-Anlage bei der Einkommensteuererklärung angeben.

das nur als grobe Aussage, genaues sagt der Steuerberater oder das Finanzamt.
Alle Angaben nach besten Wissen, ohne Gewähr.

Hoher Stromverbrauch trotz PV und Einspeisung: Wo liegt die Ursache?

Wir haben ein Einfamilienhaus mit 4 Personen. Nach unseren Zählern verbrauchen wir 5000kWh/Jahr Strombezug aus Netz, wir speisen ca. 6000-7000kWh ein und haben laut Ertragszähler ca. 9500-10000kWh Gesamt PV Ertrag. Nach dieser Rechnung hätten wir einen Gesamt-Stromverbrauch von fast 8000 kWh/Jahr. Ich kann das fast nicht glauben. Es sind jedoch seit unserem Einzug seit 3 Jahren die ungefähr gleichen Messwerte. Wo liegt hier das Problem? Wir hatten auch davor in unserer Wohnung nie einen solch hohen Wert. Ich vermute mittlerweile, dass es ein Problem mit den Zählern ist? Wir haben einen kombinierten Zähler für Bezug/Einspeisung der Netze mit wechselnder Anzeige (elektronisch). Der PV Zähler sitzt auch im Kasten, ist aber separat.
Antwort von Ingenieurbüro Energieexperten-Südwest

Ich vermute mal, dass Sie schlicht und ergreifend große Stromverbraucher haben. Da müssen Sie schon auf die Suche gehen. Was ist anders als in der früheren Wohnung? Zusätzliche Geräte? Gefriertruhe? Computer im Dauerlauf?
Wie wird das Haus denn eigentlich beheizt (Wärmepumpe mit el. Heizstab?) und wie wird warmes Wasser erzeugt?

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