Ertrag und Rendite von Photovoltaik

19. Februar 2021
Rechnet sich eine Photovoltaikanlage für Sie? Zu dieser Überlegung gehören mehrere, auch individuelle, Faktoren. Wir zeigen Ihnen den Zusammenhang aus Sonneneinstrahlung, dem PV-Ertrag aus Ihrer Anlage, sowie den Renditefaktoren Einspeisevergütung und Eigenverbrauch. Anhand eines Einfamilienhauses erfahren Sie im Beispiel, worauf es bei der Kalkulation vom Photovoltaik Ertrag ankommt. Lesen Sie mehr zum voraussichtlichen Ertrag, den Kosten und der daraus resultierenden Rendite einer Photovoltaikanlage.
Dieser Artikel wurde erstellt von: Gina Doormann, Redakteur www.Solaranlagen-Portal.com
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PhotovoltaikWirtschaftlichkeitErtrag & Rendite

Inhalt

Für Schnellleser

  • Sonneneinstrahlung besteht aus direkter und indirekter Strahlung.
  • Im Durchschnitt treffen in Deutschland rund 1.000 kWh Sonne auf einen Quadratmeter.
  • Der Ertrag einer Photovoltaikanlage setzt sich aus dem Ertrag an Kilowattstunden und dem finanziellen Ertrag zusammen.
  • Eine PV-Anlage in Deutschland erzeugt pro Kilowattpeak (kWp) etwa 1.000 kWh Strom pro Jahr.
  • Der finanzielle Ertrag besteht aus Einspeisevergütung und Ersparnis durch Eigenverbrauch.
  • Weil die Einspeisevergütung sinkt, gewinnt der Eigenverbrauch an Bedeutung für die Rendite.
  • Als Rendite bezeichnet man die Überschüsse einer PV-Anlage innerhalb von 20 Jahren.
  • Stromspeicher erhöhen den Eigenverbrauch, sind aber momentan noch lediglich mithilfe einer Förderung wirtschaftlich.

Sonneneinstrahlung und ihre Bedeutung für den Photovoltaik-Ertrag

Der Ertrag einer Photovoltaikanlage steht in direktem Zusammenhang zur Sonneneinstrahlung. Deshalb ist es wichtig für (künftige) Besitzer von Photovoltaikanlagen, sich mit ihr zu befassen. Wir stellen Ihnen hier das Wichtigste zur Sonneneinstrahlung vor.

Karte Sonneneinstrahlung in DeutschlandDie Sonneneinstrahlung in Deutschland | Grafik: © 2019 The World Bank, Source: Global Solar Atlas 2.0, Solar resource data: Solargis

Arten der Sonneneinstrahlung

Die Sonne trifft entweder als direkte oder als indirekte Strahlung auf Ihre Photovoltaikanlage. Die direkte Strahlung kommt bei wolkenlosem Himmel vor und ist am stärksten. Ist es bewölkt oder wird das Licht reflektiert, so ist die Rede von indirekter beziehungsweise diffuser Strahlung. Diese hat deutlich weniger Kraft als die direkte Sonneneinstrahlung – trägt aber durch ihre Stetigkeit maßgeblich zum Gesamtertrag Ihrer Anlage bei. Die jährliche Sonneneinstrahlung in Deutschland beläuft sich pro Jahr auf etwa 1.000 Kilowattstunden pro Quadratmeter. Dabei unterscheiden sich Norden und Süden der Republik: Es fallen im Norden durchschnittlich ca. 800 bis 1.000 kWh/qm an und im Süden etwas mehr, ca. 1.000 bis 1.170 Kilowattstunden pro Quadratmeter.

Gut zu wissen

Die Sonneneinstrahlung wird am sogenannten Einstrahlwinkel gemessen – dem Winkel zwischen Sonnenstrahl und Solarmodul. Er ist abhängig von Tages- & Jahreszeit sowie von der Dachneigung.

Weiterhin ist der Begriff der Globalstrahlung relevant. Diese bezeichnet die Energiemenge, die – von der Sonne ausgehend – auf die Erdoberfläche trifft. Der Wert von Watt pro Quadratmeter (W/qm) bezieht sich auf eine Einstrahldauer von einer Sekunde. Die Globalstrahlung ist die Summe aus direkter und diffuser Strahlung. Sie ist maßgeblich für den Ertrag Ihrer PV-Anlage. Erfahren Sie mehr über die Sonneneinstrahlung.

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PV-Ertrag – mit zwei relevanten Aspekten

Der Ertrag einer Photovoltaik-Anlage besteht aus zwei Säulen: zum einen dem Ertrag an Kilowattstunden und zum anderen dem finanziellen Ertrag einer Anlage. Dabei bildet die mögliche Spitzenleistung an Kilowattstunden die Basis für Kostenersparnis und Gewinn.

Wie viel PV-Ertrag pro kWp?

Rechenbeispiel: Eine PV-Anlage erzeugt hierzulande im Durchschnitt pro Kilowattpeak (kWp) etwa 1.000 kWh Strom pro Jahr. Ein typisches Einfamilienhaus mit 40 Quadratmetern Solarmodulen und einer Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 4 kWp fällt in diese Kategorie. Eine solche Anlage mit einer Leistung von 4 kWp kann in einem Jahr etwa 4.000 Kilowattstunden Strom erzeugen.

Das folgende Video erklärt Ihnen den Ertrag an Kilowattstunden Schritt für Schritt:


Welchen finanziellen Ertrag kann ich von meiner Photovoltaik-Anlage erwarten?

Relevant für den Photovoltaik-Ertrag sind die Aspekte:

  • Einspeisevergütung
  • Ersparnis durch Eigenverbrauch

1. Eine Seite des finanziellen PV Ertrags pro Kilowattstunde ist die Einspeisevergütung. Diese erhält der Betreiber der Anlage für die Einspeisung seines erzeugten Stroms in das öffentliche Stromnetz. Die Photovoltaik-Einspeisevergütung ist ein Bestandteil des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG). Sie wird für 20 Jahre gezahlt – und zwar in der Höhe des Monats der Inbetriebnahme.

Rechenbeispiel: Es gilt für eine Photovoltaik Anlage mit einer Leistung bis zu 10 kWp im März 2021 eine Einspeisevergütung von 7,92 Cent pro Kilowattstunde (kWh). Ein typisches Einfamilienhaus mit 40 Quadratmetern Solarmodulen und einer Leistung von 4 kWp fällt in diese Kategorie. Eine solche Anlage mit einer Leistung von 4 kWp kann in einem Jahr etwa 4.000 Kilowattstunden Strom erzeugen. Würde der Betreiber diese vollständig in das Netz einspeisen, so erhielte er demnach hierfür einen Ertrag von rund 317 €.

In diesem Zusammenhang wichtig zu berücksichtigen ist, dass die Einspeisevergütung künftig noch weiter sinkt. Beträgt sie im Februar 2021 für eine Anlage < 10 kWp noch 8,04 Cent/kWh, so sind im April 21 bereits nur noch 7,81 Cent veranschlagt. Laut dem Fraunhofer ISE sinkt die Einspeisevergütung für PV-Strom sogar schneller als bei jeder anderen regenerativen Energiequelle: Für Kleinstanlagen betrug die Senkung in den letzten 15 Jahren rund 80 Prozent (Stand: 2021). Die Einspeisevergütung ist also längst kein entscheidender Faktor mehr für eine gute Rendite! zahlen. Dies sind 2021 2,6 Cent pro Kilowattstunde.]

Gut zu wissen

Wer eine PV-Anlage von mehr als 30 kWp betreibt, muss zudem auf seinen Strom 40 % der EEG-Umlage zahlen. Dies sind 2021 2,6 Cent pro Kilowattstunde.

2. Einsparung durch Eigenverbrauch: Ein weiterer, zunehmend wichtiger, Aspekt hinsichtlich des Ertrags einer PV-Anlage ist die Ersparnis, die der Eigenverbrauch bietet. Denn die Stromgestehungskosten sind – ob mit oder ohne Stromspeicher – nicht höher als der Preis von Netzstrom, eher geringer. Dabei liegen die Stromgestehungskosten für Anlagen ohne Speicher mit ca. 8 bis 12 Cent pro Kilowattstunde deutlich unter denen für Anlagen mit Speicher – mit etwa 30 Cent pro Kilowattstunde.

Gut zu wissen

Die Stromgestehungskosten beinhalten alle Kosten, die durch den Betrieb der Technik in einem bestimmten Zeitraum (üblich 20 Jahre bei Photovoltaikanlagen) anfallen. Neben den Preisen für Photovoltaikanlagen und Montage zählen auch Versicherungs- und Wartungskosten dazu.

Eine PV-Anlage mit Speicher bietet insgesamt besonders viel Einsparpotenzial – auch wenn es auf den ersten Blick und mit Stromgestehungskosten von ca. 26 bis 30 Cent pro Kilowattstunde nicht danach aussieht! Denn die Erzeugungskosten liegen preislich im Bereich von gekauftem Netzstrom. Zu beachten ist aber: Netzstrom wird tendenziell teurer, während die Preise für Photovoltaikanlagen und die zugehörigen Speicher sinken. Wie das „Journal of Energy Store“ berichtet, sind die Preise für Speicher im privaten Gebrauch mit einer typischen Größe zwischen 5 und 10 kWh zwischen 2018 und 2019 um sechs Prozent gefallen.

Hinzu kommt, dass mit einem Speicher der Eigenverbrauch steigt und weniger Strom zugekauft werden muss. Der Grund: Der Speicher sorgt dafür, dass Sie Ihren selbst verbrauchten Strom auch dann verbrauchen können, wenn es zu Ihrem Tagesablauf passt – also vorrangig morgens oder abends! Ohne Speicher können Sie Ihren Solarstrom hingegen nur 1:1 abrufen – und abends oder frühmorgens ist die Sonneneinstrahlung geringer als zur Mittagszeit.

Grafik: PV-Eigenverbrauch ohne SpeicherPV Eigenverbrauch im Tagesverlauf ohne Stromspeicher |Grafik: © EnergieAgentur.NRW

Unser Tipp: Vergleichen Sie die langfristigen Einsparpotenziale der Anlagen mit oder ohne Stromspeicher!

Die folgende Tabelle stellt Einsparpotenziale für eine Anlage mit 10 kWp im Jahr 2021 mit und ohne Speicher vor, betrieben von einem umsatzsteuerpflichtigen Unternehmer.

Ohne Speicher

Mit Speicher (5 kWh)

Jahresstromverbrauch (4-köpfige Familie, Einfamilienhaus)

5.000 kWh

5.000 kWh

Eigenverbrauch

17 %

33 %

Autarkiegrad

36 %

63 %

Anschaffungskosten

Gesamt (netto)

13.300 EUR

20.640 EUR

Einsparung ggü. Netzstrom/Jahr (30 Cent/kWh)

474 EUR/Jahr

919 EUR/Jahr

Einspeisevergütung (0,08 Cent/kWh)

620 EUR/Jahr

500 EUR/Jahr

Stromgestehungskosten

8 bis 12 Cent/kWh

30 Cent/kWh

PV Ertrag / Überschüsse nach 20 Jahren

7.667 EUR

8.675 EUR

Einsparungen im Eigenverbrauch funktionieren heutzutage vor allem über den Unterschied zwischen den Erzeugungskosten und dem Haushaltsstrompreis, den man ansonsten bezahlen müsste. Im Vergleich zeigt sich auch: Momentan ist der Kauf eines Speichers, langfristig betrachtet, noch wenig wirtschaftlich. Allerdings ist die Preistendenz für Speicher sinkend. Eine weitere Möglichkeit, die Rendite einer Solaranlage mit Speicher zu erhöhen, ist, den Kaufpreis mithilfe eines Zuschusses im Rahmen einer Förderung zu senken.

Tipp: Erfahren Sie, wie Sie den PV Ertrag einer Solaranlage mit Speicher erhöhen, indem Sie clever staatliche Förderungen nutzen: Mehr zur Photovoltaik Förderung lesen.

Grafik: PV-Eigenverbrauch mit netzoptimertem StromspeicherPV Eigenverbrauch im Tagesverlauf mit Stromspeicher |Grafik: © EnergieAgentur.NRW

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Photovoltaik: Rendite berechnen

Eines vorweg: Laut dem Fraunhofer ISE können auch kleine PV-Anlagen attraktive Renditen bringen. Demnach habe auch das Solar Cluster Baden-Württemberg für kleine Anlagen ohne Speicher und mit einem Eigenverbrauchanteil von 25 Prozent Renditen von bis zu 5 Prozent geschätzt.

Die Photovoltaik Rendite berechnet sich aus den Investitionskosten im Jahr der Inbetriebnahme und dem gesamten Eigenkapital, also dem Überschuss, welcher im 20. Jahr der Laufzeit vorliegt. Die Berechnung ist sehr aufwendig, da sie von vielen Faktoren abhängt, zum Beispiel:

  • von den Eigenschaften der Photovoltaikanlage
  • den Versicherungsprämien
  • der regionalen Ertragserwartung
  • den Steuersätzen

Anschaffungskosten der Photovoltaikanlage

Am Anfang der Rechnung steht immer die Investition für die Photovoltaikanlage selbst. Die Ertragsrechnung beginnt also zunächst mit einem Verlustposten.

Wie die folgende Grafik der Verbraucherzentrale NRW zeigt, wird der Anschaffungspreis für Photovoltaikanlagen dabei pro Kilowattpeak bemessen:

Tabelle: Entwicklung der spezifischen Preise pro kWp PhotovoltaikleistungPreisentwicklung pro kWp Photovoltaikleistung l Grafik: © Verbraucherzentrale NRW auf Basis von Daten des photovoltaikforum.com und Auswertungen der HTW Berlin

Es gibt noch einen weiteren Effekt, den Sie kennen sollten: Wie die Anlagengröße sich auf den Preis pro Kilowattpeak ausübt. Unsere Erhebung zeigt den Zusammenhang deutlich:

Leistung der Anlage

Ø Kosten pro kWp netto

Ø Kosten gesamt netto

3 kWp

1.730 EUR

5.400 EUR

4 kWp

1.570 EUR

6.300 EUR

5 kWp

1.530 EUR

7.600 EUR

6 kWp

1.490 EUR

9.000 EUR

7 kWp

1.470 EUR

10.400 EUR

8 kWp

1.370 EUR

11.000 EUR

9 kWp

1.430 EUR

12.900 EUR

10 kWp

1.340 EUR

13.300 EUR

(Quelle: Erhebung durch DAA Deutsche Auftragsagentur GmbH, solaranlagen-portal.com)

Sie sehen: Es kann irritieren, wenn Sie sich nur allein an den Preisen pro Kilowattpeak orientieren. Denn mit der Größe der Anlage sinkt der Preis. Ein Grund ist etwa, dass die Kosten für die Montage mit der steigenden Größe der Anlage immer mehr in den Hintergrund geraten. Andersherum können deshalb sehr kleine Anlagen mit zum Beispiel 4 kWp Nennleistung dauerhaft wenig rentabel sein. Es ist daher eine interessante Überlegung, seine kleinere Anlage zu erweitern. Daher ist es umso wichtiger, dass Sie sich gut beraten lassen und Angebote vergleichen. Finden Sie mit uns Ihren Fachbetrieb!

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Kosten für Solarspeicher

Nicht minder interessant sind neben den Kosten für die PV-Anlage selbst die Preise für Stromspeicher. Deren Systempreise werden in Euro pro Kilowatt Speicherkapazität angegeben (€/kWh). Die Preisentwicklung der Speicher ähnelt der von PV-Anlagen: Umso größer das System ist, desto geringer sind die Preise pro Kilowattstunde.

Speicherkapazität in kWh

Preis Speicher €/kWh (inkl. MwSt.)

Preis Speicher €/kWh (ohne MwSt.)

0 bis 5

1.747

1.468

6 bis 10

1.348

1.133

11 bis 200

1.212

1.018

(Quelle: ISEA RWTH Aachen)

Gut zu wissen

Die Speicherpreise lagen 2019 im Durchschnitt zwischen 700 €/kWh und 1.100 €/kWh.

Insgesamt haben Untersuchungen der RWTH Aachen allerdings ergeben, dass sich der absolute Preis für Speicher beim Endkunden im Schnitt um die 9.100 Euro bewegt. Verbraucher scheinen also bis zu einer Grenze von 10.000 Euro in einen Stromspeicher zu investieren. Der Bundesverband Solarwirtschaft e. V. vermeldet zudem, dass 2019 die durchschnittliche Kapazität der solaren Heimspeicher sieben bis acht Kilowattstunden betrug, was diesen Ansatz ebenfalls stützt. Diese Entwicklung hängt vermutlich mit den in den letzten Jahren stetig gesunkenen Preisen pro Kilowattstunde zusammen. Das nutzen Endkunden offenbar bis zu einer gewissen Preisgrenze maximal aus.

Vor dem Hintergrund, dass Sie mit einem Stromspeicher Ihren Eigenverbrauchsanteil und so letztlich Ihre Ersparnis und die Überschüsse aus Ihrer PV-Anlage erhöhen können, ist der folgende Überblick für Sie interessant:

4 kWp Anlage

10 kWp Anlage

Jahresstromverbrauch (kWh)

5.000

3 kWh Speicher

Eigenverbrauchsanteil (%)

59

28

Kosten Speicher (€, netto)

4.404 EUR

4.404 EUR

Überschuss/Rendite nach 20 Jahren (€)

4.442 EUR

9.002 EUR

5 kWh Speicher

Eigenverbrauchsanteil (%)

69

33

Kosten Speicher (€, netto)

7.340 EUR

7.340 EUR

Überschuss/Rendite nach 20 Jahren (€)

3.470 EUR

8.675

7 kWh Speicher

Eigenverbrauchsanteil (%)

77

37

Kosten Speicher (€, netto)

7.931 EUR

7.931 EUR

Überschuss/Rendite nach 20 Jahren (€)

4.451 EUR

10.171

Sie sehen: Die möglichen Photovoltaik Renditen nach 20 Jahren hängen eng mit der gut abgestimmten Zusammenstellung von Photovoltaikanlage und Speicher ab. Umso wichtiger ist es, sich von einem Solarteur in Ihrer Nähe umfassend und individuell beraten zu lassen.

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Um einen Eindruck zu bekommen, wie Ihr PV Ertrag letztlich aussehen könnte, müssen alle Bestandteile einmal zusammengeführt werden. Die folgende Tabelle gibt Ihnen einen Eindruck:

5 kWp Anlage

10 kWp Anlage

Anschaffungskosten pro kWp (€, netto)

1.530

1.430

Anschaffungskosten Anlage gesamt (€ netto)

7.600

13.300

Anschaffungskosten Speicher (8 kWh) netto pro kWp

1.133

1.133

Anschaffungskosten Speicher (8 kWh) netto gesamt

9.064

9.064

Gesamtanschaffungskosten Anlage mit Speicher ohne Einbau (€ netto)

16.664

22.364

Einspeisevergütung p. a. 2021 (€)

119

455

Gesparte Stromkosten p. a. 2021 (€)

947

1.087

Eigenverbrauch in %

68

39

Rendite nach 20 Jahren (€)

5.375

10.081

Gut zu wissen: Klimaschutz

Hier zeigt sich noch ein wichtiger Effekt im Zusammenhang mit Photovoltaikanlagen, den Sie bei Ihren Rechnungen nicht vernachlässigen sollten! Wenn Sie sich beispielsweise eine PV-Anlage mit 16 kWh Leistung installieren, spart diese Jahr für Jahr rund zehn Tonnen CO2 ein. Das ist so viel, wie ein Deutscher pro Jahr verursacht!

PV Ertrag: das Fazit

Im Jahr 2021 lohnt es sich, eine PV-Anlage auf dem Dach zu installieren. Allerdings ist angesichts sinkender Beträge nicht länger die Einspeisevergütung der Renditemotor. Vielmehr ist es nun vornehmlich der Eigenverbrauch im Zusammenhang mit der Kostenersparnis an teurerem Netzstrom. Beide Einkünfte zusammen ermöglichen eine jährliche PV-Rendite von rund fünf Prozent.

Des Weiteren lohnen sich größere Solaranlagen: Zum einen verringert sich der Anschaffungspreis pro kWp und zum anderen erhöht sich der absolute Anteil an eigenverbrauchtem Strom – was für eine langfristige Ersparnis beim Stromeinkauf und höhere Photovoltaik Rendite sorgt. So sichern größere PV-Anlagen wirkungsvoll gegen steigende Strompreise ab. Das gilt allerdings nur, solange die Leistung unter 30 kWp bleibt – denn darüber hinaus wird die EEG-Abgabe fällig.

Die Ergänzung mit einem Stromspeicher zur maximalen Ausnutzung des Eigenverbrauchsvorteils klingt logisch. Leider sind die Speicher momentan noch eher unwirtschaftlich – was nur mithilfe eines Zuschusses aus Fördermitteln ausgeglichen werden kann.

FAQ

Wie entwickeln sich die Anschaffungskosten für Photovoltaikanlagen?

Das Fraunhofer ISE (2021) spricht von einer „Preisreduktion von 24 % bei einer Verdopplung der kumulierten installierten Leistung.“

Lohnt sich 2021 noch eine PV-Anlage?

Ja, für kleinere Anlagen wird eine Rendite von 5 % prognostiziert.

Was kostet eine 10 kWp Photovoltaikanlage?

Der Brutto-Anschaffungspreis für eine 10 kWp -Anlage liegt bei etwa 15.700 Euro.

Für eine individuelle Kalkulation lassen Sie sich am besten von einem Fachmann beraten. Unsere Datenbank hilft Ihnen, passende Fachbetriebe für Photovoltaik in Ihrer Nähe zu finden. Alternativ können auch unseren Photovoltaik Rechner nutzen für eine erste Einschätzung.

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Erfahrungen & Fragen zum Thema Photovoltaik Ertrag

PV Solarertrag & Dachausrichtung auf einem Flachdach

Ich habe eine Fläche von etwa 48m² zur Verfügung, Flachdach. Wie bekomme ich den besten Ertrag, Süd Aufstellung oder Ost-West. Wieviel vom Sommerertrag, sprich Juli, kann ich in Januar erwarten?
Antwort von Energie - Solar - Beratung Stephan Mücke

Um möglichst viel Leistung auf dem Dach zu realisieren und die Eigenstromversorgung zu erhöhen bietet sich eine flache Ost- / West - Aufstellung (Neigung ca. 10 bis 13 Grad)an. Wir bevorzugen dabei durchdringungsfreie aerodynamisch und mit Ballast befestigte Systeme. Bei sehr flach geneigten Dächern wie z.B. Carports ist auch eine Dachintegration mit speziellen Glas/Glas-Modulen möglich.
Als grobe Orientierung können Sie mit ca. 3 bis 5 Prozent des Jahresertrages in den Wintermonaten wie dem Januar rechnen (also bei z.B. 900 bis 1000 kWh je kWp ca. 25 bis 50 kWh, soweit die Anlage nicht komplett eingeschneit ist). Genaue Werte ermitteln wir für jede Anlage mit Simulationsrechnungen. Bezogen auf den Juliertrag ergibt sich ca. ein Viertel des Monatsertrages (durch geringere Sonnenscheindauer, geringere Intensität der Solarstrahlung und zeitweise Schneebedeckung).

Ein Beispiel unserer (stärker geneigten) eigenen Anlagen finden Sie unter http://esbmuecke.de/referenzen/photovoltaik-referenzen/

Mit sonnigen aus Dresden

Dipl.-Ing. (FH) Stephan Mücke
Energie - Solar - Beratung Stephan Mücke

Spielen die Wärmegrade in der Luft eine Rolle für die Effizienz einer PV Anlage?

Spielen die Wärmegrade in der Luft eine Rolle für die Effizienz einer PV Anlage?
Antwort von SMART-NRGY

Die Temperatur ist ein entscheidender Faktor bei der Leistungsfähigkeit eines Moduls. Dabei kann sie sich sowohl positiv als auch negativ auswirken. Allgemein gilt je kälter desto besser und je wärmer desto schlechter für das Modul.

Die Außentemperatur spielt daher eine Rolle. Im Zusammenspiel mit Wind und einer guten Hinterlüftung, kann eine übermäßige Erhitzung vermieden werden. Besonders wichtig wird die Hinterlüftung bei Indach Anlagen. Der Abstand zwischen Dachhaut und Modul ist sehr gering, daher kann es zu einem Wärmestau hinter dem Modul kommen. Ein weiterer wichtiger Faktor ist die Eigenerwärmung des Moduls. Da es zu einem stetigen Stromfluss kommt und auch ein PV-Modul einen Widerstand besitzt, wird Leistung in Form von Wärme umgesetzt. Bei einer Modultemperatur von 60°C werden ca. nur 80% der Leistung erreicht.

Photovoltaikanlage erreicht Kapazität nicht - Optimierungsmöglichkeiten, auch steuerlich?

Ich habe privat nun 7.8kWp installiert. Das ist aber das Maximum der Module. Das System hingegen hat eine West- oder Ostausrichtung und erzeugt tatsächluch um 5kWp. Daher meine Frage, ob mit solcher Betrachtungsweise sich die Anlage duplizieren ließe, um noch steuerlich begünstigt zu bleiben... vD im Voraus
Antwort von Christel Hobbs Priental EnergieSysteme

Eine Ost-West Ausrichtung ist eigentlich für den Eigenverbrauch ideal. Allerdings kommt es auf den Standort des Hauses und den Einfallswinkel der Sonnenstrahlen an, wieviel die Anlage tatsächlich erzeugt. Wahrscheinlich ist Ihr Dach noch durch Bäume oder ein anderes Gebäude etwas verschattet. Habe ich Ihre Frage richtig verstanden, dass Sie die PV Anlage vergrößern wollen? Wieviel Stromverbrauch haben Sie denn im Jahr? Haben Sie einen Speicher? All das sollte zusammenspielen. Steuerlich abschreiben können Sie die Investition m.E. immer. Diese Frage sollte an einen Steuerberater gerichtet werden.

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