Ertrag und Rendite von Photovoltaik

9. November 2020
Rechnet sich eine Photovoltaikanlage für Sie? In diesem kurzen Rechenbeispiel finden Sie die Antwort! Anhand eines Einfamilienhauses zeigen wir Ihnen, worauf es bei der Kalkulation vom Photovoltaik Ertrag ankommt. Lesen Sie mehr zum voraussichtlichen Ertrag, den Kosten und der daraus resultierenden Rendite einer Photovoltaikanlage.
Dieser Artikel wurde erstellt von:
Christian Märtel, Redakteur www.Solaranlagen-Portal.com
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PhotovoltaikWirtschaftlichkeitErtrag & Rendite

Photovoltaik Ertrag & die Rendite einer Photovoltaikanlage bestimmen

Bild: SolarGIS © 2011 GeoModel Solar s.r.o.Die Rendite einer Photovoltaikanlage berechnet sich aus dem gesamten Ertrag und den Kosten der Anlage. Wenn der Photovoltaik Ertrag über die Laufzeit höher ist als die Kosten, rentiert sich die Investition in eine Photovoltaikanlage.

Kalkulation der Erträge der Photovoltaikanlage

Die Erträge, die die Photovoltaikanlage über die Laufzeit erwirtschaftet, ergeben sich aus der Vergütung, die für die Einspeisung des erzeugten Stroms in das öffentliche Stromnetz gezahlt werden. Dafür erhält der Betreiber der Anlage die so genannte Photovoltaik Einspeisevergütung. Sie ist Bestandteil des Erneuerbare Energien Gesetzes (EEG).

Vorteil der Einspeisevergütung ist, dass der Betrag, der im Jahr der Inbetriebnahme der Photo­voltaikanlage gilt, auch für die folgenden 20 Jahre vom Gesetzgeber garantiert wird. So kann der Betreiber der Anlage mit einem relativ konstanten Ertrag und einer entsprechenden Rendite rechnen.

Beispielsweise gilt für eine Photovoltaik Anlage mit einer Leistung bis zu 10 kWp im April 2013 eine Einspeisevergütung von 15,92 Cent pro Kilowattstunde (kWh). Ein typisches Einfamilienhaus mit 40 Quadratmetern Solarmodulen und einer Leistung von 4 kWp fällt in diese Kategorie. Eine solche Anlage mit einer Leistung von 4 kWp kann in einem Jahr etwa 4.000 Kilowattstunden Strom erzeugen und in das Netz einspeisen. Pro Jahr erhält der Betreiber demnach einen Ertrag von rund 600€.

Kosten der Photovoltaikanlage

Bei den Kosten machen die Anschaffungskosten und Montage der Anlage den größten Anteil aus. Für eine Anlage wie im Beispielfall mit einer Leistung von 4 kWp muss im Frühjahr 2013 mit Anschaffungskosten von etwa 6.800€ (ohne Steuer) gerechnet werden. Die laufenden Kosten sind vergleichsweise gering. Für Photovoltaik Versicherungen, Rücklagen für eventuelle defekte Komponenten und die Miete für den Zähler kalkuliert man im Beispielfall mit rund 240 bis 280 Euro jährlich.

Wenn zur Finanzierung der Anlage ein Darlehen aufgenommen wurde, müssen bei der Berechnung der Kosten selbstverständlich unter anderem noch die jährlichen Zinsen und die Tilgungsraten berücksichtigt werden.

Berechnung der Photovoltaik Rendite

Die Photovoltaik Rendite berechnet sich aus den Investitionskosten im Jahr der Inbetrieb­nahme und dem gesam­ten Eigenkapital, also dem Überschuss, welcher im 20. Jahr der Laufzeit vorliegt. Die Berechnung ist sehr aufwendig, da sie von vielen Faktoren abhängt, zum Beispiel von den Eigenschaften der Photo­voltaikanlage, den Versicherungsprämien, der regionalen Ertragserwartung und den Steuersätzen. Grundsätzlich kann für eine Photovoltaik Anlage auf einem durchschnittlichen Einfamilienhaus mit einer Photovoltaik Rendite von rund 5 Prozent gerechnet werden.

Für eine individuelle Kalkulation lassen Sie sich am besten von einem Fachmann beraten. Unsere Datenbank hilft Ihnen, passende Fachbetriebe für Photovoltaik in Ihrer Nähe zu finden. Alternativ können auch unseren Photovoltaik Rechner nutzen für eine erste Einschätzung.

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Erfahrungen & Fragen zum Thema Photovoltaik Ertrag

PV Solarertrag & Dachausrichtung auf einem Flachdach

Ich habe eine Fläche von etwa 48m² zur Verfügung, Flachdach. Wie bekomme ich den besten Ertrag, Süd Aufstellung oder Ost-West. Wieviel vom Sommerertrag, sprich Juli, kann ich in Januar erwarten?
Antwort von Energie - Solar - Beratung Stephan Mücke

Um möglichst viel Leistung auf dem Dach zu realisieren und die Eigenstromversorgung zu erhöhen bietet sich eine flache Ost- / West - Aufstellung (Neigung ca. 10 bis 13 Grad)an. Wir bevorzugen dabei durchdringungsfreie aerodynamisch und mit Ballast befestigte Systeme. Bei sehr flach geneigten Dächern wie z.B. Carports ist auch eine Dachintegration mit speziellen Glas/Glas-Modulen möglich.
Als grobe Orientierung können Sie mit ca. 3 bis 5 Prozent des Jahresertrages in den Wintermonaten wie dem Januar rechnen (also bei z.B. 900 bis 1000 kWh je kWp ca. 25 bis 50 kWh, soweit die Anlage nicht komplett eingeschneit ist). Genaue Werte ermitteln wir für jede Anlage mit Simulationsrechnungen. Bezogen auf den Juliertrag ergibt sich ca. ein Viertel des Monatsertrages (durch geringere Sonnenscheindauer, geringere Intensität der Solarstrahlung und zeitweise Schneebedeckung).

Ein Beispiel unserer (stärker geneigten) eigenen Anlagen finden Sie unter http://esbmuecke.de/referenzen/photovoltaik-referenzen/

Mit sonnigen aus Dresden

Dipl.-Ing. (FH) Stephan Mücke
Energie - Solar - Beratung Stephan Mücke

Spielen die Wärmegrade in der Luft eine Rolle für die Effizienz einer PV Anlage?

Spielen die Wärmegrade in der Luft eine Rolle für die Effizienz einer PV Anlage?
Antwort von SMART-NRGY

Die Temperatur ist ein entscheidender Faktor bei der Leistungsfähigkeit eines Moduls. Dabei kann sie sich sowohl positiv als auch negativ auswirken. Allgemein gilt je kälter desto besser und je wärmer desto schlechter für das Modul.

Die Außentemperatur spielt daher eine Rolle. Im Zusammenspiel mit Wind und einer guten Hinterlüftung, kann eine übermäßige Erhitzung vermieden werden. Besonders wichtig wird die Hinterlüftung bei Indach Anlagen. Der Abstand zwischen Dachhaut und Modul ist sehr gering, daher kann es zu einem Wärmestau hinter dem Modul kommen. Ein weiterer wichtiger Faktor ist die Eigenerwärmung des Moduls. Da es zu einem stetigen Stromfluss kommt und auch ein PV-Modul einen Widerstand besitzt, wird Leistung in Form von Wärme umgesetzt. Bei einer Modultemperatur von 60°C werden ca. nur 80% der Leistung erreicht.

Photovoltaikanlage erreicht Kapazität nicht - Optimierungsmöglichkeiten, auch steuerlich?

Ich habe privat nun 7.8kWp installiert. Das ist aber das Maximum der Module. Das System hingegen hat eine West- oder Ostausrichtung und erzeugt tatsächluch um 5kWp. Daher meine Frage, ob mit solcher Betrachtungsweise sich die Anlage duplizieren ließe, um noch steuerlich begünstigt zu bleiben... vD im Voraus
Antwort von Christel Hobbs Priental EnergieSysteme

Eine Ost-West Ausrichtung ist eigentlich für den Eigenverbrauch ideal. Allerdings kommt es auf den Standort des Hauses und den Einfallswinkel der Sonnenstrahlen an, wieviel die Anlage tatsächlich erzeugt. Wahrscheinlich ist Ihr Dach noch durch Bäume oder ein anderes Gebäude etwas verschattet. Habe ich Ihre Frage richtig verstanden, dass Sie die PV Anlage vergrößern wollen? Wieviel Stromverbrauch haben Sie denn im Jahr? Haben Sie einen Speicher? All das sollte zusammenspielen. Steuerlich abschreiben können Sie die Investition m.E. immer. Diese Frage sollte an einen Steuerberater gerichtet werden.

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