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Lohnt sich eine Solaranlage?

Macht es Sinn, eine Photovoltaikanlage zu kaufen? Welchen Nutzen habe ich davon, wenn ich meine Heizung mit einer Solarthemieanlage kombiniere? Rentiert sich sowas überhaupt? Zentrale Fragen, die sich jeder Hausherr bei Interesse an einer Solaranlage frühzeitig stellt. Da das Thema "Lohnt sich eine Solaranlage" von zentraler Bedeutung ist, haben wir Ihnen an dieser Stelle alle wichtigen Informationen zusammengestellt.
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Lohnt sich eine Solaranlage? Kosten & Nutzen einer Photovoltaikanlage

Photovoltaik & Solarthermie auf einem DachPhotovoltaik-Module (unten) und Solarthermie-Kollektoren (oben) auf einem
Dach | © Horst Schmidt - Fotolia.com
Eine Photovoltaik Anlage erzeugt Strom, eine Solarthermie Anlage erzeugt Wärme. Die Frage "lohnt sich eine Solaranlage" stellt sich deshalb auf unterschiedliche Weise.

Wann ist eine Solaranlage rentabel?

Zunächst zur Photovoltaik: wenn Sie überlegen in eine Photovoltaik Anlage zu investieren ist vorab zu überlegen, was Sie mit dem erzeugten Strom machen wollen. Hier bieten sich zwei Optionen. Entweder sie bauen die Anlage, um möglichst viel des erzeugten Stroms ins Netz einzuspeisen. Für jede eingespeiste Kilowattstunde bekommen Sie Geld vom Staat, die so genannte Einspeisevergütung. Diese Einnahmen sind eine Möglichkeit die Anlage zu refinanzieren und nach Jahren auch einen Gewinn zu erwirtschaften. Aufgrund der sinkenden Einspeisevergütung lohnt sich eine Solaranlage zur vollen Stromeinspeisung grundsätzlich eher, wenn Sie eine möglichst große Dachfläche zur Verfügung haben, in einer südlichen Region in Deutschland wohnen und ein gutes Angebot für die Photovoltaik Anlage bekommen, was das Preis-Leistungs-Verhältnis anbelangt.

Als zweite Option können Sie den erzeugten Strom selbst verbrauchen im Haushalt. Dieses Betreibermodell löst insbesondere bei Kleinanlagen für Ein- und Zweifamilienhäuser mehr und mehr die volle Stromeinspeisung aus den vergangenen Jahren ab. Eine Photovoltaikanlage erzeugt heute umgerechnet zu rund 10 bis 14 Cent pro Kilowattstunde den Strom selbst. Angesicht der aktuellen Haushaltsstrompreise von 28 Cent und mehr entsteht hier ein Einsparpotenzial für die monatliche Stromrechnung, mit dem sich eine Refinanzierung der Anlage kalkulieren lässt. Der Staat fördert dieses Betreibermodell zusätzlich, indem der Kauf eines Stromspeichers bezuschusst wird durch die KfW und der Eigenverbrauch von Solarstrom bei Kleinanlagen (bis 10 kWp) abgabefrei ist.

Lohnt sich eine Solaranlage dann eher zum Eigenverbrauch oder zur Stromeinspeisung? Diese Frage kann fast nur individuell beantwortet werden. Zum Beispiel im Rahmen eines unverbindlichen Ortstermins mit einem Solarteur. Hier kann das Dach genau begutachtet werden und eine Analyse des Stromverbrauchs (Lastprofil) erstellt werden.

Was kostet eine Solaranlage bei einem Einfamilienhaus?

Für ein Einfamilienhaus liegen die Kosten für Photovoltaik je nach Größe durchschnittlich zwischen 5.400 Euro und 13.300 Euro netto. Dieser Preis umfasst die Anlage samt Zubehör, die Installation sowie die Inbetriebnahme. Auf einer Fläche von acht Quadratmetern Dachfläche können Sie 1 kWp (Kilowattpeak) Leistung erzeugen. Damit werden zwischen 950 und 1.200 Kilowattstunden Strom erzeugt. Eine übliche Größe für die Solaranlage liegt bei Privathaushalten zwischen 3 und 10 kWp. Die Preisentwicklung von Photovoltaik Anlagen der vergangenen Jahre ist dabei sehr positiv - die Kosten pro kWp Leistung sind in den letzten 10 Jahren um über 70% gefallen.

Dachgröße Kosten pro qm Kosten für Solaranlage
Kleines Dach (25 qm) ca. 216 Euro 5.400 Euro
Mittleres Dach (50 qm) ca. 180 Euro 9.000 Euro
Großes Dach (72 qm) ca. 172 Euro 12.900 Euro

Der erzeugte Strom einer Solaranlage kann auch gespeichert werden. Die Kosten, Größe und Rentabilität solcher Stromspeicher für Photovoltaik sind in den vergangenen Jahren deutlich gesunken, so dass ich die Kosten pro gespeicherter Kilowattstunde Strom erstmals unter den Kosten für Haushaltsstrom bewegen. Strom speichern lohnt sich in vielen Fällen. Die Dimensionierung der Speicher sollte auf die Leistung der Photovoltaikanlage und Ihren Stromverbrauch angepasst werden. Für unser Rechenbeispiel im Einfamilienhaus lohnen sich Speicher zwischen 4 kWh und 6 kWh, die zwischen 6.000 Euro und 8.000 Euro kosten. Durch attraktive Fördermöglichkeiten für Stromspeicher der KfW im Rahmen des Programms 275 können Kreditzuschüsse zwischen 500 Euro und 4.000 Euro beantragt werden.

Wie groß ist die typische Solaranlage in Deutschland? Wieviele Anlagen haben einen Stromspeicher? Und was geben Privathaushalte für eine durchschnittliche Solaranlage aus? Welche Hersteller für Module und Wechselrichter wurden besonders oft verbaut? Unsere Auswertung gibt Aufschluss:

Urheber: DAA Deutsche Auftragsagentur / Solaranlagen-Portal.com

Lohnt sich eine Solaranlage? Kosten & Nutzen einer Solarthermieanlage

Diese Frage stellt man sich natürlich nicht nur bei einer Photovoltaik Solaranlage, sondern auch bei einer thermischen Solaranlage. Die thermische Solaranlage macht sich vor allem über eingesparte Heizkosten bezahlt. Aber auch Planung, Installation & Betrieb kosten Geld. Sie müssen die Kosten einer Solaranlage jedoch nicht vollständig aus eigenen Mitteln tragen: viele Geldgeber unterstützen mit Zuschüssen oder zinsgünstigen Darlegen den Kauf einer thermischen Solaranlage.

Ein wichtiger Punkt bei der Frage "Lohnt sich eine Solaranlage" stellt die bedarfsgerechte Planung dar. Die Mehrkosten für eine überdimensionierte Solaranlage lohnen sich nicht - im Sommer liegt gar kein ausreichender Wärmebedarf vor und es wird unnötig Energie bereitgestellt. Deshalb empfiehlt es sich, kompetente Hilfe bei der Planung in Anspruch zu nehmen, damit sich die Investition auch wirklich auszahlt. In der folgenden Auflistung finden Sie alle nötigen Informationen für den Kauf einer effizienten thermischen Solaranlage.

Die Preise einer Solarheizung zur Heizungsunterstützung liegen zwischen 7.000 Euro und 10.000 Euro. Damit ist eine solche Anlage teurer als eine Solaranlage, die nur Warmwasser liefert (hier liegen die aktuellen Preise einer Solaranlage zur Warmwasserbereitung zwischen 3.000 Euro und 6.000 Euro). Im Gegenzug vergibt das BAFA jedoch eine ansehnliche Solarthermie Förderung von mindestens 2.000 Euro, wenn die Solaranlage zur Heizungsunterstützung genutzt wird und eine Anlagengröße von mindestens 9 qm (bei einem Flachkollektor) und 40 Liter Speicher pro Quadratmeter Fläche aufweist. Die Fördermittel für die solare Warmwasserbereitung liegen dagegen bei mindestens 500 Euro und steigen bei Kollektorflächen über 10 Quadratmeter noch weiter an.

Wie erhalte ich eine Beratung für eine Solaranlage?

Lohnt sich eine Solaranlage für Sie? Wir helfen Ihnen gerne eine unverbindliche Beratung durch Fachbetriebe vor Ort zu erhalten. Unsere Checkliste zur Anschaffung einer PV-Anlage bietet Ihnen eine Unterstützung bei der Planung einer Solaranlage zur Stromerzeugung und beim Prüfen und vergleichen der Angebote.

Bei der Berechnung einer Solarheizung oder der Planung Planung einer Solaranlage zur Warmwasserbereitung stehen wir Ihnen ebenso mit eine Solarthermie Checkliste zur Seite. Die Kosten und Nutzen einer Solarthermieanlage - ob zur Heizungsunterstützung und / oder Warmwasserbereitung - rechnet Ihnen individuell auch einen Fachbetrieb für Solarheizungen aus Ihrer Nähe durch.

Dieser Artikel wurde erstellt von: Christian Märtel, Redakteur www.Solaranlagen-Portal.com

Erfahrungen & Fragen zum Thema Lohnt sich eine Solaranlage

Umsatzsteuer für eigenen Solarstrom?

Ich habe eine Photovoltaikranlage und darf 70% der Stromerzeugung in das Netz der Stadtwerke einspeisen. Bei guten Wetterbedingungen geht die Anlage aber über 70% und der zusätzliche Strom kann sofort ohne Einspeisung genutzt werden. Das FA Magdeburg hat mir Umsatzsteuer für meinen sofort selbst genutzten Strom in Rechnung gestellt, da keine Meßeinheit für diesen Strom vorhanden ist wurde der Betrag geschätzt. Nun die Frage: Wieso soll ich Umsatzsteuer für meinen selbst erzeugten und sofort verbrauchten Strom bezahlen? Ist das Rechtens? Es gibt in diesem Sinne keine Einspeisung und Fremdleistung die ich bezahlen muß?
Antwort von Solarwartung24

https://www.pv-magazine.de/2014/10/08/umsatzsteuer-fr-privaten-photovoltaik-eigenverbrauch/

Photovoltaikanlage: 0% oder 19% Umsatzsteuer angeben?

Ich habe eine Photovoltaikanlage mit 4,5 Kwp auf mein Dach bauen lassen. Beim Finanzamt habe ich die Rechnungen für den Bau der Anlage eingereicht, mit der Bitte die Mehrwertsteuer zu erstatten. Westnetz fragt nach ob die Einspeisung in Höhe von o% oder 19 % Umsatzsteuer berechnet werden soll. Was soll ich angeben?
Antwort von Erema UG

Bei Steuerfragen sollte man grundsätzlich den Steuerberater fragen. Jeder andere ist nicht berechtig, solche Fragen in beratendem Sinne zu beantworten. Leider haben sehr wenige Steuerberater Interesse an Bagatellbeträgen, wie sie bei 4,5 KWp-Analgen auftreten.

Also versuchen wir das mal ohne Beratung zu beantworten.

Als PV-Anlagenbetreiber werden sie beim Finanzamt auf Wunsch (den haben sie durch die Bitte um Erstattung der Mehrwertsteuer geäußert) als Gewerbetreibrender gesehen, der optiert hat. Einen Gewerbeschein brauchen Sie dazu normalerweise nicht. Die meisten Kommunen (die sind erst mal zuständig) haben kapiert, dass die Verwaltung von Gewerbeanmeldungen für PV-Anlagenbetreiber viel Arbeit macht und keine Einnahmen bringt. Die Mühe spart man sich also, normalerweise.
Also: Nachfragen, das kostet nichts. Telefonanruf genügt.

Beim Fiskus sind Sie ein Gewerbetreibender, der Einnahmen erzielt und MWST abzuführen hat. Das bedeutet: Sie verlangen vom Netzbetreiber die Zahlung der Einspeisevergütung mit ausgewiesener Mehrwertsteuer und führen diese dann an auch das Finanzamt ab. Sie können damit auch bei jeder Rechnung, die Sie im Zusammenhang mit dem Erwerb und Betrieb der Anlage erhalten und bezahlen (Wartung, Reparatur, Reinigung, Steuerberater) die Mehrwertsteuer erstattet bekommen, wenn Sie die Rechnung angeben.

Der Netzbetreiber wird den Strom verkaufen, stellt wiederum eine Rechnung an den Energieversorger mit MWST, holt die vom FA zurück, der Energieversorger macht das gleiche z. B. an den Zwischenhändler bis zum Endverbraucher, der den Strom privat verbraucht. Der kriegt nichts zurück, sondern zahlt.
Um diesen Aufwand kommen Sie also nicht herum.

Schönen Abend!

Thomas Blechschmidt

Verzicht auf Solaranlage bei Einbau eines BHKW?

Kann bei Einbau eines BHKW auf eine Solaranlage oder Photovoltaik auf dem Dach verzichtet werden ?
Antwort von Schilling Sanitär-Technik GmbH

So weit mir bekannt ja! Wir rüsten gerade eine Bäckerei mit Wohnungen mit einem BHKW aus, um die Gesetze ohne alle anderen Massnahmen zu erfüllen. Laut Hersteller ist das völlig gesetzeskonform, zudem gibt es eine sehr hohe Förderung vom Staat (ist also ausdrücklich gewünscht).

Welches Steuerformular ist für die Abschreibung einer thermischen Solaranlage auszufüllen?

Welches Steuerformular ist für die Abschreibung einer thermischen Solaranlage auszufüllen?
Antwort von Gebäudeenergieberater Dipl.-Ing.(FH) Axel Hohenstein

Das hängt von der Form der Gesellschaft ab.

Angaben zur Umsatzsteuer bei Betreibung einer PV Anlage

Wir haben eine neue Photovoltaikanlage installieren lassen. Auf die Anwendung der Kleinunternehmer-Regelung haben wir verzichtet und müssen monatlich die Einnahmen dem Finanzamt übermitteln. Unser Energieversorger hat uns nun einen Fragebogen zukommen lassen. Hier heißt es unter 1.3. - Angaben zu der vom Anlagenbetreiber zu zahlenden Umsatzsteuer: 1. Soll die Vergütung ohne Umsatzsteuer ausgezahlt werden oder 2. Umsatzsteuer von ....% ist zu berücksichtigen. Was ist in unserer Situation die richtige Antwort?
Antwort von ViP Haustechnik GmbH

Wennn Sie auf die Kleinunternehmer-Regelung verzichtet haben und dadurch die bezahlte "Vorsteuer" erstattet bekamen, müssen Sie
2. Umsatzsteuer von 19 % ist zu berücksichtigen ankreuzen. Ihr Netzbetreiber bezahlt Ihnen die Einspeisevergütung zuzügl. MWSt (diese steht dem Finanzamt zu). Ihren eventuellen Eigenverbrauch müssen Sie am Jahresende ebenfalls ermitteln und die MwSt aus der Einspeisevergütung abführen, die beim Verkauf an den Netzbetreiber zu erzielen gewesen wäre! Alles klar? Für die erste Einkommensteuererklärung nach Installation der Photovoltaikanlage würde ich Ihnen empfehlen einen Steuerberater aufzusuchen, dann sollte nichts mehr schiefgehen.
Liebe Grüße
Susanne Krug

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