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Stromspeicher: von der Batterie bis zum Pumpspeicherwerk

Strom aus regenerativen Energiequellen fließt nicht kontinuierlich, sondern nur dann, wenn die Sonne scheint oder der Wind bläst. Doch was, wenn gerade dann eher wenig Strom benötigt wird? Selten stimmen Energiefluss und Energiebedarf überein. Ein Problem, dass die Nutzung von Photovoltaik und Windenergie seit jeher begleitet. Strom gilt generell als schwer speicherbar, tatsächlich gibt es aber bereits heute einige verschiedene Arten von Stromspeichern: direkt und indirekt.
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Stromspeicher: technische Lösungen zur Speicherung von Strom

Möchte man Strom direkt speichern, so gibt es zwei Möglichkeiten: Kondensatoren oder Spulen. Beide Stromspeicher haben jedoch den Nachteil, dass sie nur eine geringe Menge an Energie speichern können. Für größere Strommengen greift man deshalb auf indirekte Stromspeicher zurück. Sie wandeln den Strom in eine andere Energieform um. Eine weitere Energieumwandlung gibt die so gespeicherte Energie dann wieder als Strom frei. Kostenlos und unverbindlich beraten Sie Experten welcher Speicher für Sie geeignet ist.

Stromspeicher Kapazitäten

Welche Arten von Stromspeichern für Photovoltaik gibt es?

Pumpspeicherkraftwerke als Stromspeicher

Ein Beispiel für einen indirekten Stromspeicher ist das Pumpspeicherkraftwerk. Dessen Herzstück ist ein großer Wasserspeicher, der sich auf einer Anhöhe befindet. Solange ausreichend Strom vorhanden ist, wird Wasser mit Pumpen den Berg hinauftransportiert. Wird zu einem späteren Zeitpunkt Strom benötigt, läuft das Wasser wieder ab und erzeugt dabei mittels Generatoren die gewünschte Energie. Pumpspeicherkraftwerke dienen als Stromspeicher in erster Linie der Überbrückung von Stromausfällen. Vom Wirkprinzip her ähnlich sind Schwungmasse- und Druckluftspeicherkraftwerke, die sich der kinetischen bzw. der Luftenergie bedienen.

Wasserstoff als Stromspeicher

Ein weiterer indirekter Stromspeicher entsteht durch die Umwandlung von Strom in Wasserstoff. Mithilfe des Vorgangs der Elektrolyse wird Wasserstoff erzeugt. Möchte man aus diesem Wasserstoff wieder Strom erhalten, so benutzt man dafür Brennstoffzellen. Der ganze Vorgang ist jedoch sehr aufwendig und geht zudem mit hohen Energieverlusten einher.

Batterien und Akkus: alt bekannte Stromspeicher, auch für die Photovoltaik

Batterien und Akkus speichern Strom chemisch und sind hinlänglich erprobt. Doch diese Art des indirekten Stromspeichers ist – gemessen an ihren geringen Kapazitäten – vergleichsweise teuer. Bereits heute gibt es einige erprobte Stromspeicher, die für die Verwendung mit Photovoltaik Anlagen funktional sind. Die meisten jedoch sind nicht für größere Energiemengen geeignet. Klar ist aber auch, dass für eine autarke Nutzung, etwa von Photovoltaik, ein Stromspeicher unumgänglich ist. Ob sich ein Solarspeicher für Sie lohnt, erfahren Sie über unserem neuen Solarspeicher Rechner.

Kennzahlen für Stromspeicher

Neben vielen weiteren technischen Kennzahlen für Stromspeicher, sind diese hier die wichtigsten praxisnahen Begriffe.

Stromspeicher Kennzahl Erläuterung
Speicherkapazität Angabe in Kilowattstunden wieviel Strom der Speicher aufnehmen kann
Entladetiefe Ein Stromspeicher kann nicht zu 100% entladen werden (eine Tiefenentladung schädigt die Batterie). Zwischen 50% bis mehr als 90% der gespeicherten Strommenge (je nach Batterietyp) sollte pro Entladevorgang maximal entnommen werden
Vollzyklus Entladung der Batterie bis zu Entladetiefe und anschließende vollständige Aufladung
Kleinstzyklus Geringfügige Entladung und anschließende Aufladung
Maximale Lade- / Entladeleistung
C-Rate
Ob Lastspitzen (durch größere Geräte wie Waschmaschinen oder Trockner) abgedeckt werden können, verrät die maximale Entladeleistung. Wie schnell der Stromspeicher dabei im Verhältnis zur Speicherkapazität entladen wird, gibt die C-Rate an. Wie schnell der Stromspeicher anschließend wieder aufgeladen werden kann, gibt die maximale Ladeleistung an
Zyklenlebensdauer Technische Angabe des Herstellers auf wieviele Vollzyklen der Stromspeicher ausgelegt ist
Volleinspeiser Stromspeicher, die gespeicherten Solarstrom direkt ins Netz einspeisen dürfen


Welche Stromspeicher für Photovoltaik sind auf dem Markt verfügbar?

Bei Stromspeichern Batterien kann man Blei- und Lithium-Ionen Akkus unterscheiden. Die Techniken unterscheiden sich in den wichtigen Punkten deutlich voneinander.

Stromspeicher Kriterium Blei Lithium Ionen
Preis Günstiger Teurer
Ladezyklen ca. 3.000 ca. 7.000
Entladetiefe 80% 100%
Wirkungsgrad 86% 95%


Während Blei Akkus eine erprobte Technik aus dem Automobilbau darstellen, bringen diese im neuen Marktumfeld für Stromspeicher einige Nachteile mit sich. Bei Lithium Ionen Akkus stehen Testergebnisse für simulierte Alterungsprozesse noch aus - technisch sind diese aber den Blei Akkus überlegen. Ingesamt setzen aktuell mehr Hersteller für Photovoltaik-Speicher auf die Lithium Ionen Akkus. Die stark fallenden Preise für Lithium-Ionen Speicher haben laut RWTH Aachen bereits dazu geführt, dass Photovoltaik Speicher auf Lithium Ionen Basis sich auf dem Markt durchsetzen.


Was kostet ein Stromspeicher?

Die Preise für Stromspeicher sinken seit Jahren kontinuierlich. Neben den Anschaffungskosten, die eng mit Speicherkapazität zusammenhängen, sind auch die Kosten pro gespeicherter Kilowattstunde Strom eine wichtige Entscheidungsgrundlage. Unter diesen Gesichtspunkten empfehlen, bei Einfamilienhäusern mit Vier-Personen Haushalt, Experten Batteriespeicher mit einer Kapazität von vier bis sechs Kilowattstunden. Kosten für die Wartung eines Stromspeichers werden dabei nicht berücksichtigt, da die Technik als wartungsfrei gilt.

Kosten für Stromspeicher 4 kWh Stromspeicher 6 kWh Stromspeicher
Durchschnittskosten 6.000 Euro 8.000 Euro
Durchschnittkosten pro kWh 1.500 Euro 1.330 Euro
Letzte Preisentwicklung - 1% - 6%

Angezeigt sind Nettopreise für die Geräte samt Installation. Die Speicher wurden in den letzten Jahren immer günstiger, so dass ich die Kosten pro gespeicherter Kilowattstunde Strom erstmals unter den Kosten für Haushaltsstrom bewegen. Strom speichern lohnt sich in vielen Fällen - und wird attraktiver durch Fördermöglichkeiten, die die Kosten noch weiter reduzieren.

Welche Förderung für Stromspeicher gibt es?

Die KfW bieten eine Förderung für Stromspeicher im Rahmen des Programms 275 an. Der Kreditzuschuss liegt dabei zwischen 500€ und 4.000€. Die Höhe der Förderung ist dabei von vier Faktoren abhängig:

  • Die Größe der Photovoltaik-Anlage
  • Die Kosten für den Solarstromspeicher (netto zzgl. Steuer)
  • Der Zeitraum, der zwischen der Inbetriebnahme der Photovoltaikanlage und der Inbetriebnahme des Batteriespeichers liegt
  • Das Datum, wann die Förderung beantragt wird

Wenn der Stromspeicher mit einer neuen Photovoltaik-Anlage installiert wird (oder maximal 6 Monate später), dann greift ab einer gewissen Höhe der Speicherkosten der reguläre Fördersatz für die Neuinstallation. Interessant für Nachrüstungen: Wenn die Anlage für die der Stromspeicher installiert werden soll, bereits mehr als 6 Monate in Betrieb ist, dann greift ein erhöhter Fördersatz.

Lohnt sich ein Stromspeicher?

Bei der Neuinstallation einer Photovoltaikanlage lohnt es sich immer auch einen Stromspeicher anzuschaffen. Dadurch wird es möglich einen Großteils des Solarstroms selbst zu verbrauchen, wodurch sich die Stromkosten für bezogenen Haushaltsstrom reduzieren. Für Anlagen, die nach 2011 in Betrieb genommen wurden, ist die Nachrüstung in den meisten Fällen empfehlenswert. In diesem Zeitraum ist die Einspeisevergütung so deutlich gesunken, dass die Stromkosten über der Vergütung liegen. Bei Anlagenbetreibern, die vor 2011 eine Anlage installiert haben, ist eine Einzelfallentscheidung notwendig. Falls bei diesen Anlagen eine gesonderte Eigenverbrauchsvergütung erhalten wird, dann kann sich auch hier ein Stromspeicher lohnen.

Angebote für Stromspeicher einholen

Die Übersicht soll helfen, dass Sie die Entscheidung für einen Stromspeicher fundiert treffen können und mit den wichtigsten Kennzahlen und Eckpunkten zu Kosten und Förderungen in ein Gespräch mit einem Fachmann treten können. Ein Stromspeicher sollte immer individuell auf Ihre Photovoltaikanlage und Ihren Stromverbrauch angepasst werden, um möglichst effizient zu sein. Mit ein paar Angaben, helfen wir Ihnen gerne dabei den richtigen Fachmann für Ihren Stromspeicher zu finden.

Dieser Artikel wurde erstellt von: Oliver Wulf, Redakteur www.Solaranlagen-Portal.com

Erfahrungen & Fragen zum Thema stromspeicher

Installation von Stromspeicher und Wechselrichter: Wo?

Wir interessieren uns zur Zeit für die Installation einer PV Anlage inkl. Stromspeicher. Wir hatten bislang vor den Stromspeicher und Wechselrichter in unserer Garage installieren zu lassen; wir haben keinen Keller. Nun kam ein Anbieter und meinte, dies sei für den Stromspeicher nicht sinnvoll, da unsere Garage keine konstante Raumtemperatur gewährleisten könnte. Dann könne der Speicher nicht seine Leistung ausspielen. Stimmt das? Was sind gute Bedingungen für den Speicher? Weiterhin würde mich interessieren, wieviel Wärme diese Speicher erzeugen und mit welcher Geräuschkulisse in welcher Intensität zu rechnen ist.
Antwort von OS - Solar GmbH

Der Aufstellort für einen Speicher ist entscheidend fuer die Performance.
Generell ist ein Blei speichersystem etwas unanfaelliger gegenueber Temepraturschwankungen. Der Lithium Speicher ist hier etwas empfindlicher. Idealer Arbeitsbereich liegt je nach Hersteller bei + 5 bis + 45 grad.
Generell kann man sagen das eine Garage kein KO Kriterium ist, es gibt nur einiges zu beachten.
Frostfreiheit sollte auf jeden Fall gegeben sein.
Der Wechselrichter hingegen ist unproblematisch einzustufen.
Zur Geraeuschentwicklung: beim Bleisystem gibt es Hersteller die mit einer Pumpe dafuer sorgen, das die Bleiakkus
Keine Sulfatablagerungen bekommen . Hier ist die Arbeitslautstaerke hoeher als beim Lithium Speicher. Dieser
Ist bis auf wenige schaltvorgaenge ( relais o.ä. ) mehr oder weniger lautlos.
Ihre OS-Solar GmbH

Was kostet ein Stromspeicher?

Ich hätte gerne weitere Informationen zu den Kosten für einen Stromspeicher. Auf was muss ich beim Kauf achten?
Antwort eines Haus&Co Experten

Bei der Speichertechnologie zeichnet sich auf jeden Fall ab, dass Lithium-Ionen Akkus sich gegenüber Blei-Speichern durchsetzt. Inzwischen kostet ein Photovoltaik Speicher mit Lithium-Ionen Technologie für den Heimgebrauch fertig installiert derzeit im Mittel zwischen 1.275€ und 1.529€ pro Kilowattstunde nutzbarer Speicherkapazität (Quelle: https://www.solaranlagen-portal.com/photovoltaik/stromspeicher/preise#preisindex).

Salzwasser-Akkus vs. Lithium-Ionen-Akkus

Wie sinnvoll sind Salzwasser-Akkus? Stimmt es, dass diese anhähernd die gleiche Anzahl von Ladezyklen wie Lithium-Ionen-Batterien erreicht?
Antwort von G-Tec Energiekonzept

Der Horst F hat schon recht mit den Sonnenbatterien. Diese haben eine höhere Zyklenzahl. Die Salzwasserbatterie ist aber trotzdem eine gute Alternative. Immerhin ist Lithium ein sehr knappes Gut. Salzwasser wird es auch noch in 20 Jahren geben. Eine Salzwasserbatterie bietet auch noch viele andere Vorteile und ist durchaus Konkurrenzfähig mit gängigen Lithium-Batterien.

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