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    Förderung für PV-Neuanlagen laut EEG 2014

    Mit der Änderung des Erneuerbare Energien Gesetztes (EEG) zum 01. August 2014 wurde die Förderung für Photovoltaik Anlagen in Deutschland auf eine neue Grundlage gestellt. Zu welchen Konditionen eine Photovoltaik Anlage ab sofort privat und gewerblich gebaut werden kann laut EEG 2014 fasst der nachfolgende Text zusammen.
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    EEG 2014: aktuelle Förderkonditionen für den Bau einer PV-Anlage

    1.) Einspeisevergütung

    • die Einspeisevergütung wird nach wie vor gezahlt für jede, ins Netz eingespeiste Kilowattstunde Strom (20 Jahre lang inkl. der restlichen Monate im Jahr der Inbetriebnahme)
    • Neuanlagen über 100 kWp Nennleistung erhalten keine Einspeisevergütung mehr
    • für Neuanlagen mit mehr als 100 kWp Nennleistung gilt laut EEG 2014 die verpflichtende Direktvermarktung
    Inbetriebnahme
    im Monat
    Anlagentyp Nennleistung
    der PV-Anlage (kWp)
    Einspeisevergütung
    (Cent/kWh)
    Kürzung gegenüber
    Vormonat
    Februar 2017 Anlagen auf Wohngebäuden und Lärmschutzwänden bis 10 12,30 0,00%
    >10 bis 40 11,96
    >40 bis 100 10,69
    sonstige Anlagen bis 100 8,51
    März 2017 Anlagen auf Wohngebäuden und Lärmschutzwänden bis 10 12,30 0,00%
    >10 bis 40 11,96
    >40 bis 100 10,69
    sonstige Anlagen bis 100 8,51
    April 2017 Anlagen auf Wohngebäuden und Lärmschutzwänden bis 10 12,30 0,00%
    >10 bis 40 11,96
    >40 bis 100 10,69
    sonstige Anlagen bis 100 8,51

    2.) Weitere Verringerung der Einspeisevergütung (Degression)

    • die Einspeisevergütung wird auch weiterhin monatlich gekürzt
    • die Höhe der Kürzung ist weiterhin abhängig vom Photovoltaik Zubau der vergangenen 12 Monate
    • als Maßstab hat die Bundesregierung im EEG 2014 einen jährlichen Zubau von 2,4 bis 2,6 Gigawatt (2.400 bis 2.600 Megawatt) PV-Leistung festgeschrieben
    • liegt der Photovoltaik Zubau der vergangenen 12 Monate in diesem Rahmen, verringert sich die Einspeisevergütung monatlich um 0,5% (Basisdegression)
    • weicht der realisierte Zubau von der Zielvorgabe im EEG 2014 ab, wird die Höhe der Kürzung automatisch nach oben oder unten angepasst, wie in der nachfolgenden Tabelle zu erkennen
    PV-Zubau in Deutschland in den
    vergangenen 12 Monaten (Megawatt)
    Kürzung der Einspeisevergütung
    gegenüber dem Vormonat um
    weniger als 1.000 keine Kürzung (Erhöhung um 1,5%)
    1.000 - 1.500 keine Kürzung
    1.500 - 2.400 0,25%
    2.400 - 2.600
    0,5% (Basisdegression)
    2.600 - 3.500 1,0%
    3.500 - 4.500 1,4%
    4.500 - 5.500 1,8%
    5.500 - 6.500 2,2%
    6.500 - 7.500 2,5%
    > 7.500 2,8%
    • die Höhe der monatlichen Kürzung (ob es bei 0,5% bleibt oder nicht) wird quartalsweise angepasst (zum 01. Januar, 01. April, 01. Juli und 01. Oktober) und gilt dann für das gesamte folgende Quartal
    • Bezugszeitraum sind die vergangenen 12 Kalendermonate mit einem Monat Versatz
    Monat Photovoltaik Zubau
    in Deutschland (Megawatt)
    Summe der
    vergangenen 12 Monate
    voraussichtliche Degression
    für das folgende Quartal
    Sept. 2013 293,317
    Okt. 2013 222,816
    Nov. 2013 218,192
    Dez. 2013 165,669
    Jan. 2014 192,974
    Feb. 2014 110,341
    Mär. 2014 155,712
    Apr. 2014 162,773
    Mai 2014 203,669
    Jun. 2014 188,156
    Jul. 2014 342,307
    Aug. 2014 140,002 2.395,928 Megawatt 0,25% (4. Quartal 2014)
    Sept. 2014 109,798
    Okt. 2014 75,406
    Nov. 2014 107,150 1.952,807 Megawatt 0,25% (1. Quartal 2015)
    Dez. 2014 107,226
    Jan. 2015 120,689
    Feb. 2015 97,282
    1.810,534 Megawatt
    0,25% (2. Quartal 2015)
    Mär. 2015 98,038
    Apr. 2015 92,125


    Mai 2015 101,348 1.580,505 Megawatt
    0,25% (3. Quartal 2015)
    Juni 2015 94,149
    Juli 2015 164,928
    Aug. 2015 263,625 1.436,687 Megawatt 0,00% (4. Quartal 2015)
    Sept. 2015 129,755
    Okt. 2015 80,072
    Nov. 2015 69,747 1.418,908 Megawatt 0,00% (1. Quartal 2016)
    Dez. 2015 143,545
    Jan. 2016 81,752
    Feb. 2016 50,461 1.369,545 Megawatt 0,00% (2. Quartal 2016)
    Mär. 2016 77,847
    Apr. 2016 82,772
    Mai 2016 99,972 1.338,625 Megawatt 0,00% (3. Quartal 2016)
    Juni 2016 119,095
    Juli 2016 80,047
    Aug. 2016 87,924 1.102,989 Megawatt 0,00% (4. Quartal 2016)
    Sept. 2016 110,877
    Okt. 2016 108,691
    Nov. 2016 184,039
    Dez. 2016 441,021

    3.) Eigenverbrauch von Solarstrom

    • selbst erzeugter und verbrauchter Solarstrom wird für Neuanlagen auch mit dem EEG 2014 nicht mehr vergütet
    • Photovoltaik Anlagen über 10 kWp Leistung, die seit dem 01.08.2014 neu in Betrieb genommen wurden, müssen bei Eigenverbrauch des Solarstroms ab sofort eine Abgabe zahlen
    • die Abgabe orientiert sich an der aktuell geltenden EEG Umlage (2017: 6,880 Cent/kWh)
    • die Höhe der Abgabe pro verbrauchter Kilowattstunde Solarstrom lag laut EEG 2014 bis Ende 2015 bei 30%, ab 2016 bei 35% und liegt ab 2017 bei 40% der jeweils geltenden EEG Umlage
    • ausgenommen von dieser Regelung sind Neuanlagen unter 10 kWp Leistung (sofern pro Jahr nicht mehr als 10.000 kWh Solarstrom selbst verbraucht werden), Inselanlagen sowie sämtliche Bestandsanlagen, die vor dem 01.08.2014 in Betrieb genommen wurden und diese bereits einmalig Solarstrom selbst verbraucht haben und dies nachgewiesen werden kann
    • werden an Bestandsanlagen, die vor dem 01.08.2014 in Betrieb genommen wurden, bauliche Veränderungen durchgeführt (Anlage wird erneuert, ersetzt oder erweitert), so wird die Anlage auch dann nicht mit der Eigenverbrauchsumlage belastet, sofern die installierte Leistung nicht um 30 Prozent erhöht wird
    • gezahlt werden soll die Abgabe laut EEG 2014 bis dato an den Übertragungsnetzbetreiber (zukünftig an den Verteilnetzbetreiber)
    • bis zum 15. Oktober eines Jahres geben die Übertragungsnetzbetreiber die EEG Umlage für das darauf folgende Kalenderjahr bekannt

    4.) Verpflichtende Direktvermarktung

    • ab 01.08.2014 neu in Betrieb genommene Photovoltaik Anlagen über 500 kWp Nennleistung (sowie ab 01.01.2016 alle Neuanlagen >100 kWp) erhalten für die Stromeinspeisung ins Netz keine Einspeisevergütung mehr
    • sofern der Anlagenbetreiber den erzeugten Solarstrom nicht selbst verbrauchen oder selbst an Abnehmer vermarkten kann, muss dieser sich laut EEG 2014 einen Direktvermarkter suchen, der die Vermarktung des eingespeisten Stroms übernimmt
    • als Einnahme für den eingespeisten Strom über einen Direktvermarkter erhält der Anlagenbetreiber den an der Strombörse erzielten Verkaufspreis, eine Marktprämie sowie einen festen Aufschlag von 0,4 Cent / kWh auf die Marktprämie für den Mehraufwand durch die Direktvermarktung
    • die Marktprämie gleicht hierbei die Differenz vom Börsenstrompreis zur bisher gewährten Einspeisevergütung aus
    • findet der Anlagenbetreiber keinen Direktvermarkter, erhält er laut EEG 2014 vorübergehend eine Ausfallvergütung in Höhe von 80% der Marktprämie
    • Anspruch auf die Marktprämie können Anlagenbetreiber erst dann geltend machen, wenn die Anlage fernsteuerbar ist (1 Monat nach Inbetriebnahme)

    5.) Abgeschaffte Regelungen

    Mit dem EEG 2014 wurden folgende Regelungen für neu gebaute PV-Anlagen abgeschafft:

    • das Marktintegrationsmodell
      (für PV-Anlagen, die zwischen dem 01.04.2012 und 31.07.2014 in Betrieb genommen wurden, bleibt diese Regelung weiterhin bestehen. Diese erhalten seit dem 01.01.2014 nur noch für 90% der erzeugten Strommenge Einspeisevergütung, sofern sie zwischen 10 und 1.000 kWp Nennleistung haben und auf einem Dach montiert sind)
    • das solare Grünstromprivileg
      (wird Solarstrom in unmittelbarer räumlicher Nähe durch Dritte verbraucht und dazu nicht durch das öffentliche Netz geleitet, muss ab sofort die volle EEG-Umlage gezahlt werden. Zuvor konnte in diesem Fall die abzuführende EEG-Umlage um 2 Cent / kWh reduziert werden)
    • die Managementprämie

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    Dieser Artikel wurde erstellt von: Christian Märtel, Redakteur www.Solaranlagen-Portal.com