Bauliche Anforderungen & Investitionskosten für Photovoltaik

Sie interessieren sich für eine Photovoltaikanlage? Dann sollten Sie sich zunächst darüber informieren, ob Ihr Hausdach für die Bebauung mit Photovoltaik geeignet ist und ob Sie eine solche Investition finanzieren können. Auf diese zwei grundsätzlichen Fragen finden Sie im ersten Teil unserer Checkliste zur Anschaffung einer Photovoltaik Anlage eine Antwort.
Dieser Artikel wurde von
Christian Märtel für www.Solaranlagen-Portal.com verfasst.
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PhotovoltaikCheckliste Kauf einer PhotovoltaikanlageMachbarkeit Photovoltaik

Photovoltaik Checkliste Teil 1: Machbarkeit (baulich & finanziell)

Das Interesse an einer Photovoltaikanlage ist mitunter schnell gefasst. Bevor sich Ihr Vorhaben verfestigt und Sie Angebote von Solarteuren einholen, sollten Sie zunächst einen Blick auf grundsätzliche Fragen werfen: Welche baulichen Anforderungen stellt eine Photovoltaikanlage an eine Immobilie? Und welche Kosten kommen für den Bau einer Anlage auf Sie zu?

Diese baulichen Anforderungen stellt eine Photovoltaikanlage:

  • Photovoltaik ist grundsätzlich auf Schrägdächern, Flachdächern und an Fassaden möglich.
  • Ausrichtung von Schrägdächern: Süd optimal, Abweichungen bis Ost oder West sind möglich, Dächer mit nördlicher Ausrichtung sind ungeeignet.
  • Neigung von Schrägdächern: 25° bis 30° optimal, größere Abweichungen können durch Montagesysteme ausgeglichen werden (bei Flachdächern kann die Anlage frei zur Sonne ausgerichtet werden).
  • keine Verschattung: Die Dachfläche muss frei von Schattenwurf umliegender Gebäude, Bäume, Schornsteine etc. sein. Wichtig hierbei, dass die Dachfläche verschattungsfrei bleibt über die gesamte Laufzeit von 20 Jahren.
  • Statikeignung: Ist eine ausreichende Dachlastreserve gegeben? (mind. 25kg / m² unabhängig von der jeweiligen Schnee- und Windlastzone)
  • keine Asbestbelastung: Dächer müssen für den Bau einer Photovoltaikanlage frei von Asbest sein. Eine zusätzliche Asbestsanierung macht weitere Investitionen notwendig.
  • Elektroinstallation im Haus: für den Anschluss der Anlage ans öffentliche Netz müssen Solarkabel vom Dach in den Keller gezogen werden. Ist kein Schornstein mit freiem Zug vorhanden werden Wanddurchbrüche im Haus erforderlich.
  • Gestattungsverträge einplanen: Photovoltaikanlagen größer als 30 kWp speisen den erzeugten Strom nicht über den Hausanschluss ein, sondern über einen Einspeisepunkt, den der örtliche Netzbetreiber zuweist. Hierbei kann es passieren, dass Solarkabel auf benachbarten Grundstücken verlegt werden müssen.

    Der Einspeisepunkt ist hierbei generell die Postition, an dem der Strom aus der Photovoltaikanlage in das Netz des Netzbetreibers eingespeist wird. Bei Anlagen mit einer Leistung unter 30 kWp ist dies meist mit dem Hausanschluss gleichzusetzen. Bei Anlagen mit einer größeren Leistung muss im Rahmen der benötigten Einspeisezusage mit Netzverträglichkeitsprüfung ein anderweitiger Einspeisepunkt vom Netzbetreiber gesucht oder sogar erstellt werden. Teilweise kommt es auch zu der Situation, dass für die physische Verbindung fremder Grund überquert werden muss. In diesem Fall ist ein Gestattungsvertrag mit dem Grundstückseigner anzufertigen, welcher die Querung erlaubt.
  • Baugenehmigung bei Denkmalschutz

Diese Investitionen bedingt Photovoltaik:

  • Anlagenpreise bis 10 kWp: ca. 1.500€ / kWp
  • Anlagenpreise 10 kWp bis 30 kWp: ca. 1.300€ / kWp
  • Anlagenpreise 30 kWp bis 100 kWp: ca. 1.000€ / kWp
  • angegebene Preise sind Nettopreise ohne Installation

1 kWp (Kilowattpeak) Nennleistung entspricht bei Schrägdächern einer bebauten Dachfläche mit Photovoltaikmodulen von rund 10m² (6-9m² bei monokristallinen Modulen; 7-10m² bei polykristallinen Modulen; 15-20m² bei Dünnschichtmodulen) sowie rund 20m² bei Flachdächern. Die Mehrwertsteuer kann über einen Photovoltaik Kredit (z.B. über den Solarkredit der SWK Bank) in der Regel nicht finanziert werden. Ob eine Investition in Photovoltaik in Ihrem Fall wirtschaftlich ist, ermittelt unverbindlich unser Photovoltaik Rechner.

Grundlegendes zu Wirtschaftlichkeit und Ertrag:

  • Als Betreiber der Photovoltaikanlage erhalten Sie eine Einspeisevergütung. Diese wird fest für 20 volle Kalenderjahre gezahlt zuzüglich der verbleibenden Monate im Jahr der Inbetriebnahme.
  • Die Höhe der Einspeisevergütung ist abhängig von der Leistung der Anlage und dem Anteil an Eigenverbrauch.
  • Die Globalstrahlung in Deutschland beträgt im Jahresmittel (2010) 1.070 kWh pro Quadratmeter. Eine Photovoltaikanlage von 1 kWp Nennleistung erwirtschaftet jährlich ungefähr diesen Stromertrag.
  • Die Einspeisevergütung wird jährlich zum 01. Januar gekürzt. Für den Bau einer Photovoltaikanlage ist es aus wirtschaftlicher Sicht wichtig, diese noch vor der nächsten Kürzung in Betrieb zu nehmen. Wenn dies nicht möglich ist, sollte die Anlage möglichst früh im Laufe eines Jahres in Betrieb gehen.
  • Muss das Dach Ihres Hauses saniert werden, bietet sich aus wirtschaftlicher Sicht der Bau einer Photovoltaikanlage an.

Sofern Sie davon ausgehen, dass Ihr Dach geeignet ist, können Sie Angebote für eine Photovoltaik-Anlage einholen. Nachdem Sie Kontakt zu Solarteuren aufgenommen haben, steht ein Ortstermin an, damit Sie seriöse Angebote erhalten.

Die komplette Checkliste können Sie auch direkt hier als Printversion runterladen. Wir wünschen Ihnen viel Erfolg bei Ihrem Projekt.

Weiterlesen zum Thema "Ortstermin Photovoltaikanlage"

Erfahrungen & Fragen zum Thema Photovoltaik

Kombination von Nachtspeicherheizung und Solaranlage

Ist eine Solaranlage bei Nachtstromspeicherheizung möglich und sinnvoll bei ca. 10.000 KWh Stromverbrauch?
Antwort eines Haus&Co Experten

Ja, das kann eine sinnvolle Kombination sein - besonders, wenn Sie bei der Elektroheizung bleiben wollen. Sie benötigen auf jeden Fall einen Solarstromspeicher - da Sie den Strom dann tagsüber erzeugen, wenn die Nachtspeicherheizung gerade nicht vorheizt. Generell ist der Eigenverbrauch - dank sinkender Einspeisevergütung - stark in den Fokus gerückt. Da Solarstromspeicher auch aktuell noch von der KfW gefördert werden, würde ich da auf jeden Fall einmal ein Angebot anfragen.

Sie können sich das hier einmal kalkulieren (da ich keine Angaben zur verfügbaren Dachfläche habe): https://www.solaranlagen-portal.com/photovoltaik/kosten

Erfahrungen mit der Stromcloud?

Ich plane den Bau einer PV Anlage und habe von der Stromcloud gehört. Daher meine Frage: Kann ich auch nur die Cloud buchen? Eine PV Anlage habe ich ja schon bzw. plane / kaufe ich gerade. Gibt es sonst Erfahrungen mit der Stromcloud?
Antwort von energie-konzept24 GbR

Die Firma Sonnen und Senec bieten die Cloud aktiv an.

Wenn Sie die Cloud nutzen möchten brauchen Sie den Speicher der jeweiligen Firma.

Von Sonnen würde ich generell abraten da die Firma darauf bedacht ist einen hohen Ajtienweet zu erreichen um beim
Börsengang ordentlich Kasse zu machen. Ich bezweifle nur ob das für die Kunden nachhaltig ist und ob die Garantiezeiten
eingehalten werden.

Wenn Sie sich unbedingt eine Cloud leisten möchten, nehmen Sie Senec.

Generell kann ich Ihnen nur raten genau zu rechnen!

Die Berechnungen die wir mit beiden Anbietern vollzogen haben waren negativ.

Ich habe bis jetzt keine Berechnung gesehen wo der Kunde einen Vorteil hatte.

Gerne erkläre ich Ihnen die List und Tücken, die Sie im normalen Angebot nur sehr schlecht erkennen.

Mein Rat - Batterrie etwas größer als Ihr Verbrauch und auf jedenfall größer als Ihre PV Anlage.

Beispiel : 5 KWp PV Anlage dann 8 oder 9 KW Speicher !

Erfahrungen mit Solarziegeln von autarq

Haben Sie Erfahrung mit Solarziegeln der Firma autarq / Berlin? Wir interessieren uns für Solarziegel und wüssten gerne mehr über Vor- / Nachteile und technische Umsetzung.
Antwort von ENPLA GmbH

Hallo,
Ja wir haben Erfahrung mit den Solarziegeln von Autarq.
Referenzen können Sie bei uns besichtigen. Für weitere Fragen und eine Berstung kontaktieren Sie uns einfach!

ENPLA GmbH, 88630 Pfullendorf.

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