Förderung von Solaranlagen: Photovoltaik & Solarthermie

4. Juni 2021
Zuschüsse und Förderungen für Solaranlagen gibt es auf vielfältige Weise. Solarenergie als klimafreundliche Energiequelle wird vom Staat, den Bundesländern und Kommunen gefördert. Dabei gibt es für Solarstrom oder Solarwärme und Warmwasser unterschiedliche Programme zur Solarenergie-Förderung. Wir zeigen Ihnen alle aktuellen Informationen zur Solaranlagen Förderung: im ersten Kapitel behandeln wir die Förderung für Solaranlagen zur Stromerzeugung (Photovoltaik). Im zweiten Kapitel finden Sie die Solaranlagen Förderung für Solarwärmeanlagen (Solarthermie). Erfahren Sie, was es mit KfW, BAFA und BEG als Förderung für Solaranlagen auf sich hat!
Dieser Artikel wurde von
Gina Doormann für www.Solaranlagen-Portal.com verfasst.
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SolaranlagenWirtschaftlichkeitFörderung

Inhalt

Für Schnellleser

  • Solaranlagen zur Stromerzeugung werden durch EEG, KfW, BEG sowie Ländermittel gefördert.
  • EEG-Einspeisevergütung als gängige Förderung für Photovoltaikanlagen
  • Förderung für PV-Anlagen oft nur in Verbindung mit einem Speicher bzw. einer Wallbox
  • BEG fördert Solarthermieanlagen im Altbau mit mindestens 30% Zuschuss

Solar-Förderung: für Photovoltaik & Solarthermie

Ein Hausdach mit Solaranlagen für Strom und für Wärme. | Bildquelle: © AdobeStock_Horst Schmidt

Zunächst stellen wir Ihnen die Fördermittel für Solaranlagen zur Stromerzeugung vor. Es gibt mehrere Varianten der Fördergelder für Photovoltaikanlagen:

1. Förderung durch das EEG ("Erneuerbare-Energien-Gesetz") / Einspeisevergütung

2. EEG-Förderung "Marktprämie" für Strom ausgeförderter Ü20-Anlagen/Post-EEG-Anlagen

3. KfW-Kredit "KfW 270"

4. BEG (Bundesförderung für effiziente Gebäude)

5. Regionale Förderungen der Bundesländer

Förderung durch das EEG mit der Einspeisevergütung

Photovoltaik wird durch das EEG, das "Erneuerbare-Energien-Gesetz", gefördert. Der Kern der EEG-Förderung ist die Einspeisevergütung. Das bedeutet, Anlagenbetreiber erhalten Geld für Strom, den sie ins Netz einspeisen. Die Vergütung auch von selbstverbrauchtem Strom gab es nur im Zeitraum zwischen dem 01.01.2009 und dem 31.03.2012. Zwar wird der Eigenverbrauch seitdem nicht mehr durch Bezahlung gefördert – dennoch gibt es seit 2021 eine andere Erleichterung vom Staat. Denn Solaranlagen bis 30 kWp (anstatt wie bislang 10 kWp) müssen seither keine EEG-Umlage auf Eigenverbrauch mehr zahlen.

Die Einspeisevergütung erhalten Sie für den Teil des selbsterzeugten Solarstroms, der ins öffentliche Netz eingespeist wird. Diese Vergütung zahlt Ihnen der jeweilige Netzbetreiber. Abhängig vom Zeitpunkt der Inbetriebnahme wird diese Förderung für 20 Jahre gezahlt. Ausschlaggebend ist der Monat, in dem die Anlage fertiggestellt wird. Wenn Sie also in diesem Monat eine Solaranlage auf Ihrem Dach in Betrieb nehmen, dann erhalten Sie als Förderung die für diesen Monat gültigen Einspeisevergütungssatz 20 Jahre lang für den eingespeisten Solarstrom. Weitere Senkungen der Einspeisevergütungen betreffen Sie daher nicht mehr, wenn Sie Ihre Anlage erstmal fertiggestellt und in Betrieb ist.

  • Nehmen Sie zum Beispiel im Juni 2021 Ihre 8 kWp starke Solaranlage in Betrieb, so erhalten Sie für die nächsten 20 Jahre inkl. Juni 21 pro eingespeister Kilowattstunde 7,58 Cent als Einspeisevergütung.

Die Höhe der staatlich garantierten Einspeisevergütung verändert sich kontinuierlich und dient als Instrument zur Steuerung des Ausbaus von Photovoltaikanlagen. So ergeben sich aktuell folgende Sätze für die Solarenergie-Förderung bei Photovoltaik-Anlagen:

Inbetriebnahme

im Monat

Anlagentyp

Nennleistung

der PV-Anlage (kWp)

Einspeisevergütung

(Cent/kWh)

Mai 2021

Anlage auf Wohngebäuden, Lärmschutzwänden und Gebäuden nach § 48 Abs. 3 EEG

bis 10

7,69

>10 bis 40

7,47

>40 bis 750

5,86

sonstige Anlagen

bis 750

5,28

Juni 2021

Anlage auf Wohngebäuden, Lärmschutzwänden und Gebäuden nach § 48 Abs. 3 EEG

bis 10

7,58

>10 bis 40

7,36

>40 bis 750

5,77

sonstige Anlagen

bis 750

5,20

Juli 2021

Anlage auf Wohngebäuden, Lärmschutzwänden und Gebäuden nach § 48 Abs. 3 EEG

bis 10

7,47

>10 bis 40

7,25

>40 bis 750

5,68

sonstige Anlagen

bis 750

5,12

Ü-20-Anlagen: Solar-Förderung durch die Marktprämie

Die Marktprämie, eingeführt mit dem EEG 2012, war damals in erster Linie interessant für Solaranlagen, die aus der endenden EEG-Förderung fielen. Diese Solarförderung war damals sehr lukrativ, da sie sogar auch den Eigenverbrauch mit zweistelligen Cent-Beträgen vergütete. Für Solaranlagen, die keine hohe Einspeisevergütung (mehr) erhielten, war das Marktprämienmodell eine gute Alternative, um auch weiterhin Erlöse aus dem eingespeisten Strom zu erhalten. Wenn Anlagenbetreiber ihren Strom nun selbst vermarkteten (mit Hilfe eines Direktvermarkters), erhielten sie als Ausgleich zur ursprünglichen Solaranlagen-Förderung eine sogenannte "Marktprämie". Das Marktprämienmodell schuf einen finanziellen Ausgleich zum volatilen Strompreis.

Was ist eine Post-EEG-Anlage?

Eine Solaranlage zur Stromerzeugung gilt nach Ablauf von 20 Jahren als ausgeförderte "Post-EEG-Anlage". Das bedeutet, sie erhält fortan nicht mehr die Einspeisevergütung, die im Monat ihrer Inbetriebnahme festgelegt worden ist. Aber auch ausgeförderte Anlagen dürfen weiter Strom erzeugen und ins Netz einspeisen. Hierfür gilt nun die Vergütung nach Marktwert.

Diese gesetzlich garantierte Option des ausgleichenden Marktprämienmodells endete im Dezember 2020 und mit Inkrafttreten des EEG 2021. Betreiber betroffener Post-EEG-Anlagen unter 100 kW können nun weiterhin (bis 2027) den erzeugten Strom ins Netz einspeisen und erhalten als Vergütung den jeweiligen Jahresmarktwert Solar, der mit ca. 3 bis 5 Cent/kWh allerdings unter der EEG-geförderten Einspeisevergütung liegt. Zudem werden Vermarktungskosten der Übertragungsnetzbetreiber in Höhe von 0,4 ct/kWh abgezogen. Alternativ kann auch die Vermarktung durch einen Direktvermarkter gewählt werden.

  • Die Höhe der Marktprämie wird mit der Formel MP = AW-JW berechnet:

Höhe der Marktprämie (in ct/kWh) = Anzulegender Wert (in ct/kWh)-Jahresmarktwert (in ct/kWh)

Marktprämie als Veräußerungsform von Solarstrom

Laut EEG 2021 muss jede PV-Anlage einer der folgenden Veräußerungsformen zuzuordnen sein: Marktprämie, Einspeisevergütung, Mieterstromzuschlag oder sonstige Direktvermarktung.

KfW: Solaranlagen-Förderung

Die KfW bietet einen Förderkredit für Strom und Wärme, der unter anderem eine KfW-Förderung für Solaranlagen ist. Der zinsgünstige KfW-Kredit für Solaranlagen ermöglicht und erleichtert die Investition in eine PV-Anlage. Mit der KfW können Sie Ihre Solaranlage folglich günstig finanzieren.

  • Die KfW fördert mit dem Produkt "Erneuerbare Energien – Standard" (Kredit 270) Investitionen im Zusammenhang mit Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien wie etwa Photovoltaik auf Dächern, an Fassaden oder auf Freiflächen.
  • Der Kredit beginnt bei 1,03 % effektivem Jahreszins – für Privatpersonen, Unternehmen und öffentliche Einrichtungen.
  • Beantragen Sie das KfW-Darlehen für Ihre Solaranlage nicht bei der KfW, sondern bei Ihrer Bank. Die KfW stellt dafür einen sogenannten digitalen "Förder-Assistenten" zur Verfügung, der bei der Vorbereitung des Kreditantrags unterstützt.

Der KfW-Kredit 270 kann auch parallel zu einer BEG-Förderung, welche die Solaranlage einschließt, genutzt werden. Hintergrund ist, dass es sich um einen rückzahlbaren Kredit handelt und nicht um einen weiteren Zuschuss.

Förderung von Solarstrom durch die BEG (Bundesförderung für effiziente Gebäude)

Die seit dem 01.01.2021 geltende BEG vereint die Förderung der Energieeffizienz von Gebäuden mit der Förderung erneuerbarer Energien. Der Förderantrag ist nun in vereinfachter Form zu stellen: Denn es ist nur noch ein einziger Antrag bei KfW oder BAFA notwendig.

Wichtig zu wissen ist, dass es keine BEG-Direktförderung für Solaranlagen gibt. Da aber jegliche Energieeffizienz bei der BEG-Förderung berücksichtigt wird, zahlt auch die Einplanung einer Photovoltaikanlage auf die Förderhöhe ein. Denn grundsätzlich gilt: Je umfangreicher die Einbindung Erneuerbarer Energien ist, desto höher ist die Förderung.

BEG-Förderung für verschiedene Zwecke. | Grafik: © Solaranlagen-Portal.com

Die Bundesförderung für effiziente Gebäude gliedert sich in:

  • die BEG-WG (BEG Wohngebäude / Neubau und Sanierung zu Effizienzhäusern),
  • die BEG-NWG (BEG Nicht-Wohngebäude / Neubau und Sanierung zu Effizienzgebäuden) und
  • die BEG-EM (BEG Einzelmaßnahmen / Sanierung von WG und NWG).

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Welche Förderung gibt es für Solaranlagen durch die Bundesländer?

Um die Investitionskosten zu senken, sollten alle Fördermöglichkeiten einer Solaranlage ausgeschöpft werden. In diesem Zusammenhang ist es wichtig zu wissen, dass es neben den Bundesförderungen und Solaranlagen-Zuschüssen vom Staat zusätzliche Solar-Subvention durch die Bundesländer gibt. Dabei handelt es sich um Fördergelder für Solaranlagen in unterschiedlichen Varianten: Es gibt zum Beispiel Zuschüsse, zinsgünstige Kredite oder Kostenübernahmen für die Erstberatung.

Im Zusammenhang mit der Solarzellen-Förderung der Bundesländer ist zu erwähnen, dass sich der Förderschwerpunkt verschoben hat: So steht nicht mehr die Förderung der gesamten Photovoltaikanlage im Fokus, sondern verstärkt die Subvention von Solarspeichern oder auch Ladesäulen für das Elektroauto (Wallbox). Diese Entwicklung entspricht der zunehmenden Zielsetzung, den Eigenverbrauch zu erhöhen – für eine wachsende indirekte Rendite der Solaranlage.

Gut zu wissen: Eine Solaranlagen-Förderung läuft aus, sobald die zur Verfügung stehenden Mittel erschöpft sind. Daher lohnt es sich, den Förderantrag rechtzeitig zu stellen!

Solar-Förderprogramme der Länder, die auch die Solaranlage mitfördern:

  • Förderung einer Solaranlage in Thüringen: "Solar Invest". PV-Anlagen <10 kWp mit Speicher erhalten 900 EUR/kWp (Fördermittel aufgebraucht, Stand 21.04.2021)
  • Förderung einer Solaranlage in Sachsen-Anhalt: Zuschuss bei PV-Anlage mit Speicher. Solaranlagen mit Speicher erhalten Förderungen bis zu 5.000 Euro. (Fördermittel aufgebraucht, Stand Mai 2021)
  • Die Förderung einer Solaranlage in Hessen erfolgt über die LEA Hessen - Landesenergieagentur Hessen
  • Förderung einer Solaranlage in Rheinland-Pfalz: Zuschüsse zu einer Photovoltaikanlage in Verbindung mit einem PV-Speicher in Höhe von 100 Euro je kWh Speicherkapaziät im "Solar-Speicher-Programm"
  • Förderung einer Solaranlage in Baden-Württemberg: "Förderprogramm Netzdienliche Photovoltaik-Batteriespeicher". Die Solarförderung erfolgt als Zuschuss für neu installierte Photovoltaikanlagen in Verbindung mit Speichern ab 2 kWh/Speicherkapazität. Es gilt: 200 EUR/kWh. (Fördermittel aufgebraucht, Stand 18.05.2021)
  • Förderung für eine Solaranlage in Niedersachsen: Die NBank fördert die Investition in einen Stromspeicher in Verbindung mit der Neuinstallation oder der Erweiterung einer bestehenden Photovoltaikanlage mit Zuschüssen. Gezahlt wird ein nicht rückzahlbarer Zuschuss von bis zu 40 % der Nettoinvestitionskosten des Batteriespeichersystems.
  • Förderung einer Solaranlage in Bayern: Eine Solaranlage wird in Verbindung mit einem Speicher durch Zuschüsse in verschiedenen Höhen gefördert: Das "10.000-Häuser-Programm" macht – je nach Größen der jeweiligen Speicher und Solaranlagen – Förderungen zwischen 500 und 3.200 Euro möglich.
  • Förderung einer Solaranlage in NRW: In Nordrhein-Westfalen werden Solaranlagen in Verbindung mit dem Kauf eines Solarspeichers gefördert, im Programm "progres.nrw". Die Fördersätze für Speicher betragen 150 EUR/kWh. Die Förderhöchstgrenze für die Kombination aus Solaranlage und Speicher beträgt 75.000 Euro.
  • Förderung von Solaranlagen in Sachsen: In dem Programm "Förderrichtlinie Speicher" wird die Anschaffung von Speichern gefördert, die eine Photovoltaikanlage ergänzen. Für Stromspeicher wird ein Sockelbetrag von 500 Euro zzgl. 200 Euro je Kilowattstunde Nutzkapazität gezahlt. (Fördermittel aufgebraucht, Stand 30.05.2021)

Tipp zum Ablauf der Solaranlagenförderung

Für jede Solardach-Förderung gilt: Die Förderung muss VOR der Beauftragung eines Fachunternehmens beantragt & bewilligt worden sein!

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Solaranlage mit Stromspeicher: Förderung & Zuschüsse

Da aufgrund stetig sinkender Einspeisevergütung der Fokus zunehmend auf einem erhöhten Eigenverbrauch von Solarstrom liegt, gewinnen Speicher an Bedeutung. Diese sind, Stand 2021, noch vergleichsweise teuer. Allerdings ist abzusehen, dass die Preise für Solarspeicher sinken. Bereits jetzt lässt sich die Investitionssumme für Stromspeicher mithilfe von Förderungen senken. Zum einen gibt es die Option, im Rahmen des Kredit 270 der KfW eine KfW-Förderung für eine Solaranlage mit Speicher als zinsgünstigen Kredit zu erhalten. Zum anderen gibt es weitere Förderprogramme der Länder und Kommunen, mit denen man Zuschüsse auf den Kauf eines Speichers erhalten kann. Oftmals erhalten Sie dabei, wenn Sie gemeinsam einen Speicher und eine Solaranlage kaufen, eine Förderung.

Welche Förderung für Solaranlagen gibt es noch? – Indirekte Förderung der Solaranlage durch steuerliche Abschreibung

Es gibt eine weitere staatliche Option, um sich eine indirekte staatliche Förderung für die Solaranlage zu sichern: die Steuer. Dabei können Sie sich zum einen – in der steuerlichen Rolle eines Unternehmers – die Umsatzsteuer erstatten lassen. Zum anderen können Sie die Anschaffungskosten der PV-Anlage von der Steuer absetzen, beziehungsweise sie abschreiben. Damit reduzieren Sie über 20 Jahre hinweg Ihre jährliche Steuerlast.

Förderungen für Solaranlagen zur Stromerzeugung und zur Heizungsunterstützung im Überblick. | Grafik: © Solaranlagen-Portal.com

Solarförderung für Solarthermieanlagen

Solarthermie Förderung im Überblick

  • Kaufen Sie eine Solarthermieanlage, können Sie eine Förderung von 30 % der Kosten in Anspruch nehmen
  • Die Förderung erhalten Sie als Zuschuss oder als Kredit mit Tilgungszuschuss
  • Auch bei der Gebäudesanierung und im Neubau gibt es eine indirekte Förderung

2021 hat sich bei der Solaranlagen Förderung für Solarwärmeanlagen viel getan. Die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) ersetzt das alte Marktanreizprogramm des BAFA. Auch die bisherigen Kreditförderungen der KfW zur Gebäudesanierung laufen ab Juli 2021 über das BEG-Programm.

Drei Säulen tragen das BEG:

  • die BEG-Einzelmaßnahmen (BEG EM, seit Januar 2021)
  • die BEG-Wohngebäude (BEG WG, ab Juli 2021)
  • die BEG-Nichtwohngebäude (BEG NWG, ab Juli 2021)

BEG-Förderung für verschiedene Zwecke. | Grafik: © Solaranlagen-Portal.com

Im Gegensatz zur Situation bei Photovoltaikanlagen erhalten Bauherren für Solarthermieanlagen über das BEG EM eine direkte Förderung per Zuschuss vom BAFA oder ab Juli 2021 als Kredit mit Tilgungszuschuss von der KfW.

Welche Solaranlagen Förderung Sie erhalten, hängt davon ab, ob Sie eine neue Solarthermieanlage einzeln oder zusammen mit einer neuen Heizung erwerben oder ob Sie einen Altbau komplettsanieren bzw. einen Neubau errichten.

Thermische Solaranlage: Förderung als Einzelmaßnahme über die BEG

Modernisieren Sie nur Ihre Heiztechnik, ist das BEG EM für Sie relevant.

  • Über das BEG EM erhalten Sie mindestens 30 % der förderfähigen Kosten – wahlweise als Zuschuss vom BAFA oder in einer Kreditvariante mit dreißigprozentigem Tilgungszuschuss über die KfW, wenn das Eigenkapital nicht ausreicht.
  • Die gleiche Förderhöhe erhalten Sie auch, wenn Sie die Solarthermieanlage zusammen mit einer neuen Gasbrennwertheizung installieren.
  • 35 % Solaranlagen Förderung erhalten Sie, wenn die thermische Solaranlage mit einem weiteren erneuerbaren Heizsystem wie einer Wärmepumpe oder einer Pelletheizung gekoppelt wird.
  • Sanieren Sie ihr ganzes Heizsystem und wird im Zuge dessen eine alte Ölheizung stillgelegt, gibt es einen Austauschbonus für die Ölheizung von weiteren 10 Prozent.
Vorhaben Zuschuss Solaranlage Zusätzliche Boni
Solarthermieanlage (Warmwasser sowie WW+ Heizungsunterstützung) ✔️30% der Gesamtkosten
Solarthermieanlage mit Gasbrennwertheizung ("Gas-Hybridheizung") ✔️30% der Gesamtkosten ✔️40% wenn alte Ölheizung stillgelegt wird
Solarthermie mit Wärmepumpe oder Pelletheizung ("EE-Hybridheizung") ✔️35% der Gesamtkosten ✔️45% wenn alte Ölheizung stillgelegt wird

Auf unserem Partnerportal Heizungsfinder.de erhalten Sie weitere Detailinformationen zur BEG Förderung beim Heizungstausch.

Förderung thermischer Solaranlagen bei einer Gebäudesanierung

Sanieren Sie Ihre Immobilie oder kaufen und sanieren Sie einen Altbau, kommt das BEG WG (oder BEG NWG bei Nichtwohngebäuden) zum Tragen. Hier gibt es keine direkte Solaranlagen Förderung; die Anlage trägt jedoch aktiv dazu bei, die Förderkriterien zu erfüllen: Erreicht Ihre Immobilie nach der Sanierung den Standard eines Energieeffizienzhauses, so kommen alle zielführenden Maßnahmen in den Genuss der BEG-Förderung. Auch hier haben Sie wieder die Wahl zwischen einem Zuschuss oder einer Kreditvariante mit einem gleich hohen Tilgungszuschuss.

Die Effizienzhäuser sind in verschiedene Klassen unterteilt: Je niedriger der Energiebedarf eines Gebäudes, desto niedriger die Nummer und umso höher fällt die Förderung aus. Deckt ein Gebäude mindestens 55 Prozent des Wärmebedarfs mit erneuerbaren Energien (Solarthermie zählt dazu), so gibt es einen Bonus von +5 Prozent auf die Förderung bezogen auf die Gesamtkosten bzw. den maximalen Förderbetrag. Lassen Sie im Vorfeld einen individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP) erstellen, gibt es einen weiteren Bonus von +5 Prozent auf die BEG Förderung.

Effizienzhaus Zuschuss je Wohneinheit
Effizienzhaus 40 45 % und bis 54.000 Euro
Effizienzhaus 40 Erneuerbare-Energien-Klasse 50 % und bis 75.000 Euro
Effizienzhaus 55 40 % und bis 48.000 Euro
Effizienzhaus 55 Erneuerbare-Energien-Klasse 45 % und bis 67.500 Euro
Effizienzhaus 70 35 % und bis 42.000 Euro
Effizienzhaus 70 Erneuerbare-Energien-Klasse 40 % und bis 60.000 Euro
Effizienzhaus 85 30 % und bis 36.000 Euro
Effizienzhaus 85 Erneuerbare-Energien-Klasse 35 % und bis 52.500 Euro
Effizienzhaus 100 27,5 % und bis 33.000 Euro
Effizienzhaus 100 Erneuerbare-Energien-Klasse 32,5 % und bis 48.750 Euro
Effizienzhaus Denkmal 25 % und bis 30.000 Euro
Effizienzhaus Denkmal Erneuerbare-Energien-Klasse 30 % und bis 45.000 Euro

Förderung thermischer Solaranlagen im Neubau

Im Neubau ist die Förderung von thermischen Solaranlagen ähnlich gelagert wie bei der Gebäudesanierung: Eine direkte Förderung erfolgt nicht, jedoch trägt die Anlage dazu bei, entsprechend geförderte Energieeffizienzklassen zu erreichen. Die Förderung kann als Zuschuss oder als Kredit mit Tilgungszuschuss in Anspruch genommen werden. Auch hier gibt es einen Bonus, wenn ein Großteil der Wärmeenergie erneuerbar bereitgestellt wird. Er fällt mit 2,5 % allerdings geringer aus als bei der Gebäudesanierung.

Effizienzhaus Zuschuss je Wohneinheit
Effizienzhaus 40 Plus 25 % und bis 37.500 Euro
Effizienzhaus 40 20 % und bis 24.000 Euro
Effizienzhaus 40 Erneuerbare-Energien-Klasse 22,5 % und bis 33.750 Euro
Effizienzhaus 55 15 % und bis 18.000 Euro
Effizienzhaus 55 Erneuerbare-Energien-Klasse 17,5 % und bis 26.250 Euro

Mehr Informationen zum BEG WG/NWG finden Sie in der Förderübersicht der KfW.


Fazit: Förderkulisse von Solaranlagen

Funktionsweisen der Solaranlagen Photovoltaik und Solarthermie im Vergleich. | Bildquelle: © AdobeStock_guukaa

Die Kombination aus Einspeisevergütung und einem Solarstromspeicher zur Optimierung des Eigenverbrauchs machen die Investition in eine Photovoltaikanlage nach wie vor interessant. Es sind verschiedene Fördermöglichkeiten für die Solaranlage zum Stromerzeugen vorhanden. Für Solarthermie-Anlagen hat sich die Förderung mit Inkrafttreten der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) geändert. Die BEG EM bietet weitreichende Möglichkeiten, hohe Förderungen für den Einsatz einer Solarthermie Anlage bei der Umstellung des bisherigen Heizsystems zu erhalten.

Für eine ausführliche und individuelle Beratung zur Solaranlagen Förderung wenden Sie am besten an einen Solarteur aus Ihrer Nähe.

FAQ

Wird Solar noch gefördert?

Ja, es gibt verschiedene staatliche und regionale Förderprogramme, sowohl für Solarthermie als auch für Photovoltaik.

Wie hoch ist die Förderung bei Solaranlagen?

Die Höhe der Fördergelder für Solaranlagen schwankt zwischen wenigen hundert und mehreren tausend Euro.

Wie hoch ist die Förderung bei Photovoltaikanlagen?

Die Förderung in Form der Einspeisevergütung beträgt etwa 7 Cent pro eingespeister Kilowattstunde. Die indirekte Förderung im Zuge der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) ist abhängig von der gesamten gewährten Fördersumme.

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Erfahrungen & Fragen zum Thema Bafa Förderung Solar

Erneuter Zuschuss für Solaranlage für Warmwasser und Heizungsunterstützung

Unsere Solaranlage für Warmwasser und Heizungsunterstützung wurde nach 12jährigem Betrieb durch Frost total zerstört. Können wir wieder einen staatlichen Zuschuß von 500,-- Euro bzw. 2.000,-- Euro bei Erneuerung der Solaranlage erhalten?
Antwort von Energieberatung GeBS Ingenieurbüro

Hallo Herr Schäfer,

Sie können ein Zuschuss für Solaranlage für Warmwasser und Heizung bis 14 gm Brottokolektorfläche von 2.000€ bekommen. Für die fläche von 15 bis 40 gm werden Sie noch zusätzlich 140 € pro qm Btuttokolektorfläche bekommen. Den Antag bei BAFA muss der Heitzungsbauer stellen.

Grüße aus Lahr
M.Progli

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