Vergütung für Eigenverbrauch von Solarstrom

27. Oktober 2020
Einspeisevergütung für Eigenverbrauch wird seit April 2012 nicht mehr gezahlt. Damit hat es die Eigenverbrauchsvergütung für insgesamt 3 Jahre und 3 Monate in Deutschland gegeben. Ein Rückblick, wie sich die Vergütung entwickelt hat.
Dieser Artikel wurde erstellt von:
Christian Märtel, Redakteur www.Solaranlagen-Portal.com
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Einspeisevergütung für Eigenverbrauch von Strom aus einer PV-Anlage

Einspeisevergütung für Eigenverbrauch wurde am 01. Januar 2009 in Deutschland eingeführt mit dem Inkrafttreten des EEG 2009. Die Eigenverbrauchsvergütung betrug damals noch stolze 25,01 Cent / kWh. Seither ist die Einspeisevergütung kontinuierlich gesunken auf zuletzt 8 - 12 Cent / kWh (Anlage < 30kWp).

Photovoltaik Anlagen, die nach dem 01.04.2012 in Betrieb gegangen sind, erhalten keine Einspeisevergütung mehr für selbst verbrauchten Strom. Dass die Vergütung auf null gesetzt wurde hängt mit einer weiteren Neuerung im EEG 2012 zusammen, wonach ein Anlagenbetreiber nur noch für 90% des jährlich erzeugten Stroms (Anlage zwischen 10 und 1.000 kWp) eine Vergütung erhält. Die restlichen 10%, für die keine Einspeisevergütung gezahlt wird, sollen Anlagenbetreiber möglichst selbst verbrauchen.

Der finanzielle Anreiz, Strom auch ohne Einspeisevergütung selbst zu verbrauchen, liegt 2013 anders als noch 2009. Damals sollte der Eigenverbrauch grundlegend angeschoben werden durch die Eigenverbrauchsvergütung. Heute sparen Anlagenbetreiber auch ohne Einspeisevergütung einen Teil Ihrer Stromkosten ein, indem Sie weniger Haushaltsstrom aus dem Netz beziehen müssen von Preisen um die 25 Cent / kWh. Ob sich Eigenverbrauch finanziell lohnt, können Sie mit unserem Eigenverbrauch Rechner ermitteln.

Entwicklung der Einspeisevergütung in Deutschland 2009 - 2012 in Cent / kWh

Einspeisevergütung für Eigenverbrauch 2009 2010 2010 2010 2011 2012 aktuell
Inbetriebnahme 01.01. - 31.12. 2009 01.01. - 30.06. 2010 01.07. - 30.09. 2010 01.10. - 31.12. 2010 01.01. - 31.12. 2011 01.01. - 31.03. 2012 seit 01.04. 2012
< 30 kWp | Eigenverbrauch Anteil bis 30% 25,01 22,76 17,67 16,65 12,36 8,05 -
< 30 kWp | Eigenverbrauch Anteil über 30% 22,05 21,03 16,74 12,43 -
> 30 bis 100 kWp |
Eigenverbrauch Anteil bis 30%
- - 16,01 15,04 10,96 6,85 -
> 30 bis 100 kWp |
Eigenverbrauch Anteil über 30%
- - 20,39 19,42 15,34 11,23 -
> 100 bis 500 kWp |
Eigenverbrauch Anteil bis 30%
- - 14,27 13,35 9,49 5,60 -
> 100 bis 500 kWp |
Eigenverbrauch Anteil über 30%
- - 18,65 17,73 13,87 9,98 -

Wenn Sie noch Einspeisevergütung für Eigenverbrauch bekommen, können Sie zwischen Eigenverbrauch und Volleinspeisung beliebig hin und her wechseln (jahres-, monats-, tage-, stunden- und ggf. auch minutenweise). Das hat ein Empfehlungsverfahren der Clearingstelle ergeben. Sie müssen jedoch hierfür mit Ihrem Netzbetreiber eine angemessene Frist vereinbaren, in der Sie den Wechsel vorher anzeigen, damit dieser die Vergütung kalkulieren kann.

Zu beachten ist hierbei jedoch, dass sich zwischen 2009 und 2012 die rechtliche Grundlage für die Eigenverbrauchsvergütung mehrmals geändert hat. Für welche Anlagen welche Regelungen zum Eigenverbrauch gelten hat ebenfalls die Clearingstelle in einer gesonderten Übersicht sehr hilfreich zusammengetragen.

Weitere Regelungen zum Eigenverbrauch haben wir Ihnen in unserem Text zu Eigenverbrauch & Umsatzsteuer zusammengestellt.

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Erfahrungen & Fragen zum Thema Einspeisevergütung Eigenverbrauch

Wie wird der Eigenverbrauch vergütet

Meine Frage betrifft die Vergütung beim Eigenverbrauch einer 2011 installierten Anlage. Werden bei einem Eigenverbrauch über 30 % des selbst verbrauchten Stroms lediglich die KWSt, die über 30 % gehen, mit den 16,... Cent vergütet oder die gesamten KWSt des Eigenverbrauchs?
Antwort von Huber Solar & Technik GmbH

Nur der über 30%.

Photovoltaikanlage für Eigentümergemeinschaft - wie wird der Strom verteilt und abgerechnet?

Wir sind eine Eigentümergemeinschaft eines Hauses mit 5 Parteien. Die Wohnungen sind zum Teil von Eigentümern, zum Teil von Mietern bewohnt. Wir würden gerne eine Solaranlage installieren. Welche Optionen gibt es den Strom zu verteilen? Müssen wir den Selbstverbrauch wirklich einzeln abrechnen? Sind wir von der EEG Umlage betroffen? Wenn ja warum?
Antwort von MICO-Energieberatung

Daszu gibt es verschiedene Model. Es müsste erst einmal geklärt werden wer ist der Anlagenbesitzer? Wer ist der Betreiber? Wieviel Nutzer werden die Anlage nutzen.
Wenn diese Fragen geklärt sind, muss man dann sehen welches Mieterstrommodel passt.

Mit sonnigen Grüßen
W. Reitz

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Besitzerwechsel bei Photovoltaikanlage: Welche Eigenverbrauchsvergütung gilt?

Unterliegt eine PV-Anlage mit dem Baujahr und der Inbetriebnahme im Jahr 2011 auch weiterhin den Regelungen zum "Vergüteten Eigenverbrauch", wenn diese Anlage in diesem Jahr (2017) veräußert wird? Der Eigentümer wechselt also, die Anlage wird abgebaut und mit einem neuen Metallgestell auf einem anderen Dach mit anderer Nutzung installiert. Wer kann helfen? Besten Dank für Ihre Einschätzung!
Antwort von Energieberatung Leitlein

Die Vergütung hängt Quasi an den Modulen (Generator) ab:
Wenn die Anlage umzieht oder der Besitzer wechselt bleibt die Vergütung auf dem Stand von 2011 für 20 Jahre. Wenn 2011 noch kein Eigenverbrauch war und jetzt auf Eigenverbrauch umgestellt wird gilt die aktuelle Regelung für Eigenverbrauch zum Zeitpunkt der Umstellung, dh. bei Anlagen größer 10 kWp kann eine reduzierte EEG-Umlage fällig werden.

Vergütung von Eigenverbrauch zwischen 2009 - 2012

Ich habe eine Frage bezüglich der Vergütung auf Eigenverbrauch aus den Jahren 2009 - 2012. Bekomme ich als Anlagenbetreiber die normale Einspeisevergütung + Eigenverbauchsvergütung auf den von mir verbrauchten Strom oder entfällt die normale Vergütung auf den Selbstverbrauchsanteil?
Antwort von MHS Solarbau Boos

Vermutlich geht Ihre Frage dahin, ob Sie den damals geltenden "Eigenverbrauchsbonus" bekommen. Sie erhalten sowohl die Einspeisevergütung für den Anteil des selbsterzeugten Stroms, den Sie in´s Netz eingespeist haben und den Bonus, für den Anteil des selbst verbrauchten Stroms. Die Abrechnung ist ein wenig unübersichtlich, weil die EVU´s (bei uns ist es zumindest so)zunächst den gesamten Strom mit der Einspeisevergütung verrechnen und dann den Selbstverbrauchsanteil von bis zu 30% und dann den über 30% der erzeugten Leistung errechnen und ins Minus setzen, wobei dann der Bonus übrig bleibt.

Gibt es noch Solarspeicher Förderung? Lohnt sich Photovoltaik noch?

Photovoltaik Anlage mit Süd-West Ausrichtung und Speicher, wir planen eine Anlage, leider steigt man im Dschungel der Anbieter und Finanzierungsmöglichkeiten nicht mehr richtig durch, was wird gefördert und wo? KFW Speicherförderung scheint es ja nicht mehr zu geben? Anscheinend muss man für Eigenverbrauch nun auch Geld zahlen? Lohnt es sich dann überhaupt für mich? Fragen über Fragen.
Antwort von Bertsch Gebäudemangament

Eine PV- Anlage lohnt sich natürlich schon, darf jedoch nicht auf kurze Armotisation bedacht sein. Tatsächlich steigen die Strompreise gerade bei niedrigen Verbräuchen, was letzlich dazu führt, dass die Einspeisung des Ertrages der geplanten PV- Anlage während "sonniger Zeiten" und dem Kauf des Stromes kaum eine Wirtschaftlichkeit ergibt.
Die Eigennutzung des Stroms wirkt sich da schon effizienter aus, doch die Zwischenlagerung des Stroms muss dabei in einer Batterie stattfinden.
Es sollte also zwingend eine Beratung mit einem autorisierten Fachunternehmen stattfinden.

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