Dachflächenvermietung für Photovoltaik

12. Juni 2020
Sie wollen in die Photovoltaik einstiegen, scheuen aber die anfängliche Investition? Kein Problem. Als Hauseigentümer haben die Möglichkeit, ihre Dachfläche an Anlagenbetreiber zu vermieten. Mit welchen Mieteinnahmen Sie rechnen können und welche Kriterien Ihr Dach erfüllen muss, lesen Sie hier.
Dieser Artikel wurde erstellt von:
Oliver Wulf, Redakteur www.Solaranlagen-Portal.com
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Grundprinzip der Vermietung von Dachflächen

Dachflächenvermietung Die Dachvermietung eignet sich besonders für Haus­eigentümer, die nicht selbst eine Photovoltaikanlage errichten möchten und trotzdem die Stromerzeugung aus umweltfreundlicher Solarenergie fördern wollen. Der Hauseigentümer stellt dabei einem Investor seine Dachfläche zur Verfügung. Dieser errichtet hierauf eine Photovoltaikanlage und ist auch komplett für diese verantwortlich. Der Hauseigentümer erhält eine Miete vom Betreiber der Anlage.

Welche Dächer eigenen sich zur Vermietung?

Nicht jedes Dach ist für die Vermietung geeignet. Die Dachfläche sollte in einem einwandfreien Zustand und entweder neu oder saniert sein. Außerdem sollten keine Bäume Schatten auf das Dach werfen. Ideal sind Schrägdächer mit einer Ausrichtung nach Süden.

Voraussetzungen für Dachvermietung

  • Prüfung der Statik
  • Wenig Verschattung von umliegenden Bäumen, Nachbarhäusern oder Aufbauten
  • Keine Sanierungsbedürfigkeit des Daches (sofern man noch eine Miete erhalten möchte)
  • Eintragung im Grundbuch als erstrangige Dienstbarkeit möglich
  • Möglichst viel Fläche verfügbar (je größer die Fläche, desto eher findet man einen Mieter für die Fläche)
  • Optimale Ausrichtung (oder Aufstellbarkeit bei Flachdächern) nach Süden (Südost, Südwest)

Welche Gebäude sind besonders für Dachvermietungen geeignet?

  • Einfamilien- / Mehrfamilienhäuser mit großer Dachfläche
  • Landwirtschaftliche Gebäude
  • Gewerbebetriebe / Großbetriebe
  • Hallenbäder
  • Schulen

Insbesondere für Eigentümer landwirtschaftlicher Betriebsstätten (Agrargenossenschaften, Tierproduktionsanlagen, Landwirtschaftliche Einrichtungen im Allgemeinen, große Produktions- und Lagerhallen, Gewerbebetriebe und Wohnungsbaugenossenschaften, öffentliche Einrichtungen wie Hallenbäder, Schulen und Großbetriebe mit überschüssiger Freifläche, welche nicht selbst eine Photovoltaikanlage auf dem eigenen Dach betreiben jedoch die Stromerzeugung aus umweltfreundlicher Solarenergie fördern möchten, ist die Dach- oder Flächenvermietung an Dritte geeignet. Der Eigentümer der Immobilie oder der Grundstücksfläche stellt dazu einem Investor die Dachfläche zur Verfügung. Dieser errichtet auf der gemieteten Dachfläche eigenständig eine Photovoltaikanlage und ist für die Wartung und Pflege dieser verantwortlich. Dem Eigentümer entstehen somit keine Kosten für Photovoltaikanlagen. Für die Vermietung erhält der Eigentümer der Immobilie oder des Grundstück eine monatliche oder jährliche Miete vom Betreiber der Photovoltaikanlage, eine Einmalpachtzahlung oder eine kostenlose Dachsanierung. Somit kann sich auch eine Solaranlage lohnen.

Wirtschaftlichkeit der Dachvermietung

Für den Hauseigentümer lohnt sich, das Dach zu vermieten, da er durch die Miete regelmäßig und langfristig Erträge erzielt. Ein weiterer Vorteil ist, dass er selbst kein Eigenkapital investieren beziehungsweise ein Darlehen aufnehmen muss und trotzdem von der Rendite der Photovoltaikan­lage profitiert.

Geregelt wird das Geschäftverhältnis durch einen Pachtvertrag. Der Betreiber der Photovoltaikanlage erhält die Einspeisevergütung durch Einspeisung des erzeugten Stroms in das öffentliche Netz. Der Vermieter der Dachfläche erhält die Miete vom Betreiber.

Die Pacht beträgt durchschnittlich etwa 50 bis 80 Euro pro Quadratmeter Dachfläche für eine Vertragslaufzeit von 20 Jahren. Die Pacht kann entweder jährlich als fester Betrag gezahlt werden, als einmalige Abschlagszahlung getätigt werden oder aber ein Prozentsatz von der jährlichen Gesamtleistung wird als Pacht festgesetzt. Auf einem durchschnittlichen Einfamilienhaus kann beispielsweise eine Photovoltaikanlage angebracht werden, die eine Größe von 40 Quadratmetern hat. Der Hauseigentümer erhält also in etwa zwischen 2.000 und 3.200 Euro über die Laufzeit der Anlage von 20 Jahren, dies sind 100 bis 160 Euro im jährlich. Einige Anbieter bieten im Austausch für die Miete des Daches auch eine Dachsanierung an. Eine weitere Pachtzahlung fällt in diesem Fall nicht an. Diesen Betrag erhält der Hauseigentümer ohne großartige Gegenleistung. Die Anlage muss im Grundbuch eingetragen werden aber sonst kümmert sich der Betreiber der Photovoltaikanlage um alle betreffenden Angelegenheiten. Die Dachflächenvermietung ist also - je nach Fläche - sehr lohnenswert.

Wer mietet mein Dach?

Sie können Ihre Dachfläche in speziellen Internetforen zur Vermietung anbieten und sich auch an einen Photovoltaik-Fachbetrieb in Ihrer Nähe wenden. So kann ein Kontakt mit potentiellen Investoren hergestellt werden.

Alternativen zur Dachvermietung: Miete einer PV Anlage

Ein vergleichsweise neues Modell ist die Miete der Photovoltaikanlage auf dem eigenen Dach. Das Versprechen: keine Investitionskosten, eine überschaubare monatliche Mietzahlung und die Möglichkeit den erzeugten Strom zu nutzen. In vielen Fällen gibt es die Möglichkeit die Anlage nach 10 oder 20 Jahren komplett zu übernehmen.


Für Eigentümer, welche die Anschaffungskosten einer Photovoltaikanlage scheuen aber sich für das Thema interessieren, ist die Miete einer Photovoltaikanlage interessant.


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Erfahrungen & Fragen zum Thema Dachmiete Photovoltaik

Anbieter für die Vermietung meiner Dachfläche gesucht

Wir wollen eine Dachfläche bei gleichzeitiger Sanierung der Dacheindeckung vermieten. Welche Anbieter gibt es für die Vermietung von Dachflächen?
Antwort von ESPV-TEC GmbH

Hallo,

wir haben mehrere Kunden die ein Dachn zur Miete suchen
können Sie uns genauere Daten zukommen lassen ?

Mit freundlichen Grüßen

ESPV-TEC

Verpachtung von 800qm Dachfläche: An wen kann ich mich wenden?

Ich möchte 800qm Dachfläche zur Verfügung Stellen und diese bei einer Laufzeit von 10 Jahren verpachten. Wohin kann ich mich für ein solches Vorhaben wenden?
Antwort von Saale Solartechnik GmbH

Wir mieten solche Dachflächen und sind ihnen gerne behilflich.

Dachfläche vermieten: Mit wie viel Ertrag wäre zu rechnen?

Mein Dach hat eine Größe von 200 qm. Wieviel Miete könnte ich bei Vermietung der Fläche damit erzielen?
Antwort von GESBB - Ingenieurbüro

Hallo,
erfahrungsgemäß ist es aus wirtschaftlicher Sicht zunächst sinnvoll kWh Ernten vom Dach nach Möglichkeit selbst zu verwerten (Eigenverbrauch), was allerdings auch Eigeninvestitionen bedingt.

Auch sind bei Vermietung oder Stromverkauf steuerliche Gesichtspunkte zu berücksichtigen. Daher empfehle ich zunächst eine Konsultation mit dem eigenen Steuerberater.

Die erzielbaren Mieterträge richten sich sicherlich nach den tatsächlich erzielbaren kWh/a Ernten.

Bei reiner Vermietung von Dachflächen sollte man sich zudem bewusst sein, dass die eigene Verfügbarkeit über die Dachflächen mitunter deutlich eingeschränkt ist.

Energieeffizienz-Experte / TGA Planung / freier Gutachter

Dachfläche einer Gewerbeimmobilie für eine PV-Anlage vermieten

Ich möchte die Dachfläche meiner Gewerbeimmobilie für eine PV-Anlage vermieten. Mit welchen jährlichen Mieteinnahmen für die Dachflächenpacht kann ich in etwa rechnen? Die Dachfläche beträgt ca. 700 qm und befindet sich im Nürnberger Süden.
Antwort von Behrschmidt Automation GmbH

bei uns melden, Sind Installateur aus Bayreuther Ecke,
wir haben Investoren die so was suchen.

Gruß, Behrschmidt Automation

Dachfläche vermieten: Lohnt sich das?

Ich möchte eine neue Reithalle bauen mit ca. 1000 qm Dachfläche. Könnte eine Vermietung der Dachfläche möglich sein? Und wie ist die Vergütung?
Antwort von Firma NATURAL-Energy - Energie-Umwelt-Konzepte UG

Hallo,
sind Sie der Kunde aus Stulln?
Eine Dachfläche zu vermieten lohnt sich nicht!
Bauen Sie eine PV-Anlage auf ihre Reithalle und eventuell einen Stromspeicher dazu, dann sparen Sie fast 100% ihrer Stromkosten!
Wir erstellen ihnen gerne ein Konzept, auch mit Finanzierung!


Gruß,
Erika Christl

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