Dachflächenvermietung für Photovoltaik

20. September 2021
Sie wollen in die Photovoltaik einstiegen, scheuen aber die anfängliche Investition? Kein Problem. Als Hauseigentümer haben die Möglichkeit, ihre Dachfläche an Anlagenbetreiber zu vermieten. Mit welchen Mieteinnahmen Sie rechnen können und welche Kriterien Ihr Dach erfüllen muss, lesen Sie hier.
Dieser Artikel wurde von
Christian Märtel für www.Solaranlagen-Portal.com verfasst.
Jetzt Fachbetriebe für Ihr Projekt finden
  • Fachbetriebe vor Ort finden
  • Mit einer Anfrage bis zu 5 Angebote erhalten
  • Garantiert einfach, kostenlos und unverbindlich!
PhotovoltaikWirtschaftlichkeit einer PhotovoltaikanlageDachflächenvermietung für Photovoltaik

Grundprinzip der Vermietung von Dachflächen

Dachflächenvermietung Die Dachvermietung eignet sich besonders für Haus­eigentümer, die nicht selbst eine Photovoltaikanlage errichten möchten und trotzdem die Stromerzeugung aus umweltfreundlicher Solarenergie fördern wollen. Der Hauseigentümer stellt dabei einem Investor seine Dachfläche zur Verfügung. Dieser errichtet hierauf eine Photovoltaikanlage und ist auch komplett für diese verantwortlich. Der Hauseigentümer erhält eine Miete vom Betreiber der Anlage.

Welche Dächer eigenen sich zur Vermietung?

Nicht jedes Dach ist für die Vermietung geeignet. Die Dachfläche sollte in einem einwandfreien Zustand und entweder neu oder saniert sein. Außerdem sollten keine Bäume Schatten auf das Dach werfen. Ideal sind Schrägdächer mit einer Ausrichtung nach Süden.

Voraussetzungen für Dachvermietung

  • Prüfung der Statik
  • Wenig Verschattung von umliegenden Bäumen, Nachbarhäusern oder Aufbauten
  • Keine Sanierungsbedürfigkeit des Daches (sofern man noch eine Miete erhalten möchte)
  • Eintragung im Grundbuch als erstrangige Dienstbarkeit möglich
  • Möglichst viel Fläche verfügbar (je größer die Fläche, desto eher findet man einen Mieter für die Fläche)
  • Optimale Ausrichtung (oder Aufstellbarkeit bei Flachdächern) nach Süden (Südost, Südwest)

Welche Gebäude sind besonders für Dachvermietungen geeignet?

  • Einfamilien- / Mehrfamilienhäuser mit großer Dachfläche
  • Landwirtschaftliche Gebäude
  • Gewerbebetriebe / Großbetriebe
  • Hallenbäder
  • Schulen

Insbesondere für Eigentümer landwirtschaftlicher Betriebsstätten (Agrargenossenschaften, Tierproduktionsanlagen, Landwirtschaftliche Einrichtungen im Allgemeinen, große Produktions- und Lagerhallen, Gewerbebetriebe und Wohnungsbaugenossenschaften, öffentliche Einrichtungen wie Hallenbäder, Schulen und Großbetriebe mit überschüssiger Freifläche, welche nicht selbst eine Photovoltaikanlage auf dem eigenen Dach betreiben jedoch die Stromerzeugung aus umweltfreundlicher Solarenergie fördern möchten, ist die Dach- oder Flächenvermietung an Dritte geeignet. Der Eigentümer der Immobilie oder der Grundstücksfläche stellt dazu einem Investor die Dachfläche zur Verfügung. Dieser errichtet auf der gemieteten Dachfläche eigenständig eine Photovoltaikanlage und ist für die Wartung und Pflege dieser verantwortlich. Dem Eigentümer entstehen somit keine Kosten für Photovoltaikanlagen. Für die Vermietung erhält der Eigentümer der Immobilie oder des Grundstück eine monatliche oder jährliche Miete vom Betreiber der Photovoltaikanlage, eine Einmalpachtzahlung oder eine kostenlose Dachsanierung. Somit kann sich auch eine Solaranlage lohnen.

Wirtschaftlichkeit der Dachvermietung

Für den Hauseigentümer lohnt sich, das Dach zu vermieten, da er durch die Miete regelmäßig und langfristig Erträge erzielt. Ein weiterer Vorteil ist, dass er selbst kein Eigenkapital investieren beziehungsweise ein Darlehen aufnehmen muss und trotzdem von der Rendite der Photovoltaikan­lage profitiert.

Geregelt wird das Geschäftverhältnis durch einen Pachtvertrag. Der Betreiber der Photovoltaikanlage erhält die Einspeisevergütung durch Einspeisung des erzeugten Stroms in das öffentliche Netz. Der Vermieter der Dachfläche erhält die Miete vom Betreiber.

Die Pacht beträgt durchschnittlich etwa 50 bis 80 Euro pro Quadratmeter Dachfläche für eine Vertragslaufzeit von 20 Jahren. Die Pacht kann entweder jährlich als fester Betrag gezahlt werden, als einmalige Abschlagszahlung getätigt werden oder aber ein Prozentsatz von der jährlichen Gesamtleistung wird als Pacht festgesetzt. Auf einem durchschnittlichen Einfamilienhaus kann beispielsweise eine Photovoltaikanlage angebracht werden, die eine Größe von 40 Quadratmetern hat. Der Hauseigentümer erhält also in etwa zwischen 2.000 und 3.200 Euro über die Laufzeit der Anlage von 20 Jahren, dies sind 100 bis 160 Euro im jährlich. Einige Anbieter bieten im Austausch für die Miete des Daches auch eine Dachsanierung an. Eine weitere Pachtzahlung fällt in diesem Fall nicht an. Diesen Betrag erhält der Hauseigentümer ohne großartige Gegenleistung. Die Anlage muss im Grundbuch eingetragen werden aber sonst kümmert sich der Betreiber der Photovoltaikanlage um alle betreffenden Angelegenheiten. Die Dachflächenvermietung ist also - je nach Fläche - sehr lohnenswert.

Wer mietet mein Dach?

Sie können Ihre Dachfläche in speziellen Internetforen zur Vermietung anbieten und sich auch an einen Photovoltaik-Fachbetrieb in Ihrer Nähe wenden. So kann ein Kontakt mit potentiellen Investoren hergestellt werden.

Alternativen zur Dachvermietung: Miete einer PV Anlage

Ein vergleichsweise neues Modell ist die Miete der Photovoltaikanlage auf dem eigenen Dach. Das Versprechen: keine Investitionskosten, eine überschaubare monatliche Mietzahlung und die Möglichkeit den erzeugten Strom zu nutzen. In vielen Fällen gibt es die Möglichkeit die Anlage nach 10 oder 20 Jahren komplett zu übernehmen.


Für Eigentümer, welche die Anschaffungskosten einer Photovoltaikanlage scheuen aber sich für das Thema interessieren, ist die Miete einer Photovoltaikanlage interessant.


Weiterlesen zum Thema "Vergleich & Tests von Photovoltaikanlagen"

Erfahrungen & Fragen zum Thema Photovoltaik

Kombination von Nachtspeicherheizung und Solaranlage

Ist eine Solaranlage bei Nachtstromspeicherheizung möglich und sinnvoll bei ca. 10.000 KWh Stromverbrauch?
Antwort eines Haus&Co Experten

Ja, das kann eine sinnvolle Kombination sein - besonders, wenn Sie bei der Elektroheizung bleiben wollen. Sie benötigen auf jeden Fall einen Solarstromspeicher - da Sie den Strom dann tagsüber erzeugen, wenn die Nachtspeicherheizung gerade nicht vorheizt. Generell ist der Eigenverbrauch - dank sinkender Einspeisevergütung - stark in den Fokus gerückt. Da Solarstromspeicher auch aktuell noch von der KfW gefördert werden, würde ich da auf jeden Fall einmal ein Angebot anfragen.

Sie können sich das hier einmal kalkulieren (da ich keine Angaben zur verfügbaren Dachfläche habe): https://www.solaranlagen-portal.com/photovoltaik/kosten

Erfahrungen mit der Stromcloud?

Ich plane den Bau einer PV Anlage und habe von der Stromcloud gehört. Daher meine Frage: Kann ich auch nur die Cloud buchen? Eine PV Anlage habe ich ja schon bzw. plane / kaufe ich gerade. Gibt es sonst Erfahrungen mit der Stromcloud?
Antwort von energie-konzept24 GbR

Die Firma Sonnen und Senec bieten die Cloud aktiv an.

Wenn Sie die Cloud nutzen möchten brauchen Sie den Speicher der jeweiligen Firma.

Von Sonnen würde ich generell abraten da die Firma darauf bedacht ist einen hohen Ajtienweet zu erreichen um beim
Börsengang ordentlich Kasse zu machen. Ich bezweifle nur ob das für die Kunden nachhaltig ist und ob die Garantiezeiten
eingehalten werden.

Wenn Sie sich unbedingt eine Cloud leisten möchten, nehmen Sie Senec.

Generell kann ich Ihnen nur raten genau zu rechnen!

Die Berechnungen die wir mit beiden Anbietern vollzogen haben waren negativ.

Ich habe bis jetzt keine Berechnung gesehen wo der Kunde einen Vorteil hatte.

Gerne erkläre ich Ihnen die List und Tücken, die Sie im normalen Angebot nur sehr schlecht erkennen.

Mein Rat - Batterrie etwas größer als Ihr Verbrauch und auf jedenfall größer als Ihre PV Anlage.

Beispiel : 5 KWp PV Anlage dann 8 oder 9 KW Speicher !

Erfahrungen mit Solarziegeln von autarq

Haben Sie Erfahrung mit Solarziegeln der Firma autarq / Berlin? Wir interessieren uns für Solarziegel und wüssten gerne mehr über Vor- / Nachteile und technische Umsetzung.
Antwort von ENPLA GmbH

Hallo,
Ja wir haben Erfahrung mit den Solarziegeln von Autarq.
Referenzen können Sie bei uns besichtigen. Für weitere Fragen und eine Berstung kontaktieren Sie uns einfach!

ENPLA GmbH, 88630 Pfullendorf.

Eigene Frage stellen

Sie haben eine Frage?

HausCo Logo
Experten und Fachbetriebe beantworten kostenlos Ihre Fragen zum Thema Solaranlagen
Jetzt Frage stellen