Lohnt sich eine Photovoltaikanlage?

Eine pauschale Antwort auf diese Frage ist schwierig. Müsste man die Frage beantworten, würde die Antwort wohl lauten: "Ja - wenn die Rahmenbedingungen stimmen". Denn die eigentliche Frage hinter dem Aspekt "rechnet sich Photovoltaik" ist, zu welchem Zweck man heute eine Photovoltaikanlage bauen will: zur Volleinspeisung oder zum Eigenverbrauch - oder eine Mischung aus beidem?
Dieser Artikel wurde erstellt von:
Christian Märtel, Redakteur www.Solaranlagen-Portal.com
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Lohnt sich Photovoltaik noch? Eine objektive Bestandsaufnahme

Klassische Photovoltaikanlage mit rund 6 kWp auf einem Einfamilien-
haus | © Smileus - Fotolia.com

Noch vor einigen Jahren war die Antwort auf die Frage "Lohnt sich eine Photovoltaikanlage" ein eindeutiges "Ja". Bei Einspeisevergütungs-Sätzen von 30 Cent pro Kilowattstunde und mehr wurde nahezu der gesamte erzeugte Solarstrom ins Netz eingespeist und ermöglichte dem Anlagenbetreiber eine ordentliche Rendite, hatte sich die Photovoltaikanlage nach rund 10 Jahren Betriebszeit erst einmal amortisiert. Diese Renditen der letzten Jahre wurden möglich, da die Anlagenpreise seit Anfang 2009 bereits deutlich fielen, die Einspeisevergütung zur gleichen Zeit jedoch noch relativ hoch war und nur jedes halbe Jahr gekürzt wurde. Die Frage "Lohnt sich Photovoltaik noch" wurde in dieser Form gar nicht gestellt, da die Investition in eine Photovoltaikanlage ein nahezu sicheres Plus-Geschäft war. Die Vorzeichen sind heute jedoch etwas anders.

Mit Volleinspeisung wird die Nutzenrechnung schwierig

Aktuell liegt die Einspeisevergütung für kleine und mittelgroße PV-Anlagen bei weniger als 13 Cent pro Kilowattstunde. Die Stromgestehungskosten einer Photovoltaikanlage - also der Preis, zu dem eine Kilowattstunde Strom über die gesamte Laufzeit von 20 Jahren gezahlter Einspeisevergütung erzeugt werden kann - liegen nach Berechnungen des Fraunhofer ISE derzeit zwischen 10 und 14 Cent pro Kilowattstunde, je nach Sonnen­einstrahlung in Deutschland.

Was bedeutet das für unsere Eingangsfrage "Lohnt sich Photovoltaik noch"? Mit einer eigenen Photovoltaikanlage erzeugen Sie heute Strom preisgünstiger, als wenn Sie den Strom von Ihrem Netzbetreiber für 26 Cent pro Kilowattstunde (oder mehr, je nach Tarif) beziehen. Pluspunkt für die Photovoltaik Technologie. Jedoch ist die Einspeisevergütung mit weniger als 13 Cent pro kWh mittlerweile so gering, dass sich eine Volleinspeisung keine großen Renditen erwirtschaftet. Sie erzeugen den Strom zu Preisen von rund 10 bis 14 Cent pro kWh und verkaufen ihn wieder für weniger als 13 Cent pro kWh. Bei einer Volleinspeisung des erzeugten Stroms lohnt sich eine Photovoltaikanlage nur in wenigen Fällen: Wenn die Anlage wird in einer Region mit hoher Sonneneinstrahlung gebaut, zu sehr guten Konditionen erworben und mit qualitativ hochwertigen Modulen und Wechselrichtern ausgestattet wird, dann lässt sich auch mit Volleinspeisung noch eine Rendite erwirtschaften.

Der finanzielle Spielraum bleibt jedoch eng. Nutzen Sie deshalb gern unseren kostenfreien Service, Vergleichsangebote von verschiedenen Fachbetrieben aus Ihrer Region einzuholen. So erhalten Sie einen sehr guten Eindruck, wie die Preisspanne in Ihrer Umgebung aussieht. Alternativ liefert unser Photovoltaik Rechner auch eine erste Einschätzung zur Frage "Lohnt sich Photovoltaik noch".

Photovoltaik rechnet sich mit Eigenverbrauch

Mit einer Volleinspeisung rechnet sich eine Photovoltaikanlage im Vergleich zu früher heute nur selten. Das liegt daran, dass die Einspeisevergütung seit April 2012 kontinuierlich sinkt, der Verfall der Anlagenpreise diesem jedoch nicht ganz Schritt halten kann. So hat sich von April 2012 bis heute die Einspeisevergütung für Kleinanlagen um rund 35% verringert, die Anlagenpreise sanken im gleichen Zeitraum jedoch nur um gut 20%. Laut Erhebung des Bundesverband Solarwirtschaft verharren die Anlagenpreise für Kleinanlagen seit 2013 annähernd auf dem gleichen Niveau, was der Eingangs­frage "Lohnt sich Photovoltaik noch" eher entgegen läuft.

Aus diesem Grund wird der Eigenverbrauch von Solarstrom immer lukrativer. Denn die Kilowattstunde Strom kann wie bereits beschrieben mit einer eigenen Photovoltaikanlage deutlich günstiger selbst erzeugt werden (zu knapp 10 bis 14 Cent je kWh), als wenn Sie Strom vom Netzbetreiber zu rund 26 Cent pro kWh (oder mehr, je nach Tarif) beziehen. Und je größer dieser Abstand noch wird, desto höher wird der Anreiz, eine Photovoltaikanlage hauptsächlich zum Eigenverbrauch des Stroms zu bauen.

Um möglichst viel des erzeugten Solarstroms auch selbst zu verbrauchen, sind zusätzliche technische Gerätschaften notwendig wie z.B. Smart Home Lösungen oder Stromspeicher. Diese Geräte treiben die Stromgestehungskosten in der Summe wieder nach oben, so dass die erzeugte und selbst verbrauchte Kilowattstunde Solarstrom am Ende wieder mehr kosten kann. Lässt sich eine gute Mischung aus Eigenverbrauch und Einspeisung finden oder sind die zusätzlichen Investitionen in Speichertechnik überschaubar, um den erzeugten Solarstrom zum Großteil selbst zu verbrauchen, dann lohnt sich eine Photovoltaikanlage mit Eigenverbrauch. Reines Verkaufsargument wie die Rendite vor einigen Jahren ist der Eigenverbrauch aktuell jedoch noch nicht. Dafür müssen Stromspeicher und Haussteuerungen noch billiger werden. Erste Förderprogramme wie der Speicherkredit der KfW Bank weisen hier bereits den Weg.

Fazit: Photovoltaikanlagen befinden sich momentan in einer Übergangsphase, in der die Volleinspeisung des Solarstroms einen engen wirtschaftlichen Rahmen setzt, um eine angemessene Rendite zu erzielen. Gleichzeitig schickt sich der Eigenverbrauch des Solarstroms an, zum neuen Verkaufsargument für Photovoltaikanlagen zu werden. In beiden Fällen lohnt sich Photovoltaik auch 2017 noch, eine fundierte Angebotserstellung samt Preisvergleich bleibt obligatorisch.

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Gibt es noch Solarspeicher Förderung? Lohnt sich Photovoltaik noch?

Photovoltaik Anlage mit Süd-West Ausrichtung und Speicher, wir planen eine Anlage, leider steigt man im Dschungel der Anbieter und Finanzierungsmöglichkeiten nicht mehr richtig durch, was wird gefördert und wo? KFW Speicherförderung scheint es ja nicht mehr zu geben? Anscheinend muss man für Eigenverbrauch nun auch Geld zahlen? Lohnt es sich dann überhaupt für mich? Fragen über Fragen.
Antwort von Bertsch Gebäudemangament

Eine PV- Anlage lohnt sich natürlich schon, darf jedoch nicht auf kurze Armotisation bedacht sein. Tatsächlich steigen die Strompreise gerade bei niedrigen Verbräuchen, was letzlich dazu führt, dass die Einspeisung des Ertrages der geplanten PV- Anlage während "sonniger Zeiten" und dem Kauf des Stromes kaum eine Wirtschaftlichkeit ergibt.
Die Eigennutzung des Stroms wirkt sich da schon effizienter aus, doch die Zwischenlagerung des Stroms muss dabei in einer Batterie stattfinden.
Es sollte also zwingend eine Beratung mit einem autorisierten Fachunternehmen stattfinden.

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Ich habe einen Acker mit 7 Hektar leicht schräg südlich ohne Beschattung und am Rand ist ein Strommast . Meiner Meinung ist eine PV Anlage mit genügend Abstand und Höhe ökologisch sinnvoll! Wie sieht es mit den wirtschaftlichen Faktoren aus? Würde sich eine Anlage noch lohnen? Ich freue mich über Meinungen!
Antwort von Bertsch Gebäudemangament

Unserer Meinung nach lohnt sich eine Photovoltaikanlage grundsätzlich nicht, zumindest in dem Maße, wie mögliche Vorteile probagiert werden.
Die Fördermittel hierfür sid mittlerweile sehr begrenzt, weshalb auch der Einsatz i.B. Agrarflächen wenig Sinn ergibt.

Anlagen zur Herstellung von Strom sind im Übrigen mit einem Wartungsaufwand verbunden und stellen einen Kostenaufwand jährlich von 500.- € dar, weshalb die Leistung der Anlage doch erheblich sein muss, will man auch noch armitisierend einen Sinn erkennen.
Grundsätzlich ist eine Photovoltaikanlage sinnvoll, wenn man mit Nachtspeicherheizung beheizt, sonst nicht; alles Andere ist tatktisches Gerede und nutzt vor Allem der Industrie.

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Wie sehen Sie die Situation nach 2020, wenn die PV-Anlagenbesitzer keine Einspeisevergütung bekommen werden? Wie wird der Stromspeichermarkt aussehen? Lohnt sich eine PV Anlage mit Speicher für Unternehmen? Ich freue mich über einen Meinungsaustausch!
Antwort von Christel Hobbs Priental EnergieSysteme

Schon jetzt vermarken Anlagenbesitzer über 100 kWp ihren Strom selbst, über entsprechende Stromhändler.

Die glücklichen Besitzer eines Energiespeichers werden dann mit ihrem produzierten Überschuss am Regelenergiemarkt teilnehmen und damit auch Geld verdienen. Für Unternehmen ist eine PV Anlage mit Speicher u.U. viel interessanter noch als für private Einfamilienhaus-Besitzer.
Ausserdem steigt der Wert der Immobilie - für beide - gleich ziemlich an. Eine gut geplante und gebaute PV Anlage mit Speicher ist nach wie vor eine hervorragende Investition.

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Antwort von V.Ohlhoff GmbH

In jedem Fall.

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Wir möchten auf unserem Reihenhaus in Nürnberg auf einem 7° Richtung Norden geeigneten Pultdach eine Photovoltaikanlage mit Energiespeicher installieren. Ist dies möglich und sinnvoll? Welche rechtlichen Hürden gibt es zu beachten? Ich benötige also rechtliche und technische Beratung! Herzlichen Dank schon mal!
Antwort von Thomas Presser - Zertifizierter Verkaufsberater Photovoltaik

enden Sie mir bitte ihre Objektadresse zu, dass ich ein Luftbild sehen kann.

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