Solarthermie Speicher für die Warmwasserbereitung

Eine solarthermische Anlage stellt die Solarwärme nicht immer zu Zeiten der größten Nachfrage bereit. Um Phasen auszugleichen, in denen die Anlage einen Überschuss oder Mangel an Wärme produziert, sind Solarthermie Speicher notwendig. Neben besonderen Anforderungen an die Korrosionsbeständigkeit und die Trinkwasser­hygiene gibt es verschiedene Möglichkeiten, die Wärme vorzuhalten: ein mono­valenter Speicher wird anders beladen als ein bivalenter.
Dieser Artikel wurde von
Christian Märtel für www.Solaranlagen-Portal.com verfasst.
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SolarthermieWarmwasserbereitungSpeichersysteme

Solarthermie Speicher - Technik, Wirtschaftlichkeit & Auslegung

Monovalenter Solarthermie Speicher,
Bild: Viessmann Werke GmbH & Co. KG
Bei einem Trinkwasserspeicher, auch Brauchwasser­speicher genannt, ist das Wasser selbst das Speicher­medium im Solarthermie Speicher. Bei einem Brauchwasser Solarthermie Speicher kommt der Trinkwasserhygiene eine besondere Bedeutung zu. Ein Solarthermie Speicher besteht daher meist aus emailliertem Stahl oder Edelstahl.

Ein zusätzlicher Korrosionsschutz soll Verarbeitungsfehlern vorbeugen und die Sicherheit des Trinkwassers gewähr­leisten. Diese Aufgabe übernehmen meist Magnesium-, Opfer- oder Fremdstromanoden. Besonderes Augenmerk sollte man auch auf die Isolierung legen. Ein gut gedämmter Speicher beugt Energieverlusten vor.

Monovalente und bivalente Solarthermie Speicher

Ein monovalenter Speicher erhält nur von einem System Energie. Das bedeutet, dass die solarthermische Anlage den Brauchwasserspeicher mit Wärme versorgt, während das Heizwasser separat in einem eigenen Speicher bereitgestellt wird. Monovalente Solarthermie Speicher kommen oft zum Einsatz, wenn eine solarthermische Anlage in einem Bestandsbau nachträglich installiert wird.

Bei einem bivalenten Solarthermie Speicher erwärmen mehrere Energiequellen das Wasser im Speicher - beispielsweise die solarthermische Anlage und ein Gaskessel oder eine Wärmepumpe.

Dies erfolgt über mehrere Einspeisepunkte mit einem Wärmetauscher. Sobald es nötig wird, kann ein konven­tionelles Heizsystem an sonnenarmen Tagen die Aufheizung vom Solarthermie Speicher übernehmen. Dieser Variante wird in der Praxis meist der Vorzug gegeben. Die genaue Berechnung der Solarthermie Preise sollte man im Gespräch mit Fachbetrieben vor Ort klären.

Wie groß muss ein Solarthermie Speicher bei der Warmwasserbereitung ausfallen?

Solarthermie Speicher für die Warmwasserbereitung bewegen sich meist im Bereich zwischen 300 und 500 Litern Fassungsvermögen. Eine Person hat im Durchschnitt einen Warmwasserverbrauch von 30 oder mehr Litern Warmwasser am Tag. Grundsätzlich geht man bei der Solarthermie Auslegung davon aus, dass der doppelte tägliche Gesamtwarmwasserbedarf die optimale Speichergröße darstellt.

Fachbetriebe für Solarthermie helfen bei der Auswahl des geeigneten Speichers. Sollte Solarthermie zur Heizungsunterstützung geplant sein, sind weitere Solarthermie Speicher möglich - beispielsweise ein Kombi-, Puffer-, oder ein Schichtenspeicher.

Weiterlesen zum Thema "Preise & Kosten"

Erfahrungen & Fragen zum Thema Solarthermie

Bei Neubau: Gas-Brennwertheizung vs. Luftwärmepumpe?

Wir planen ein Fertighaus - und haben hier die Wahl seitens des Bauträgers zwischen einer Gas-Brennwert Heizung und einer Luft-Wärmepumpe (eine Erdwärmepumpe steht nicht zur Verfügung). Der Gasanschluss kostet ungefähr 400 Euro. Bei den Luftwärmepumpen sind die Mehrkosten etwa 10.000 Euro im Vergleich zur Gasheizung. Angeboten wird hier eine Nibe F2040 oder einer Nibe F2120. Was macht hier am meisten Sinn, um zukünftig auf der sicheren Seite zu sein? Mein Kopf sagt, dass sich der Mehrpreis für eine Luftwärmepumpe beim aktuellen Gaspreis nicht lohnt. Zudem kann man für den Mehrpreis ja auch eine Solarthermie oder Photovoltaikanlage installieren (oder zumindest teilweise auch schon vorbereiten). Allerdings hat meine Frau auch widerrum Vorbehalte gegen die Sicherheit einer Gasheizung (wegen Gasaustritt) - wobei ich nicht weiß, ob das bei neuen / aktuellen Gasheizungen noch ein Thema ist. Was würden Sie hier empfehlen?
Antwort von LKS SARL

Ich würde raten weder noch! Sie haben schon bei der Solarthermie einen vernünftigen Gedanken, warum nicht direkt auf Pellets hinaus gehen: wir haben das schon fast 20 Jahre: Komfort hervorragend, heimische Energie, bezahlbare wenig schwankbare Kosten und Gebäude Wertzunahme.

Anforderungen der EnEV 2016: Erdgasheizung mit einer Photovoltaikanlage möglich?

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Antwort von Elsner Architekten

Aus meiner Sicht sind das zwei unabhängige Maßnahmen: Die Gasheizung verbraucht kaum Strom (nur zum Zünden und für Pumpen und Stellventile) und kann direkt mit dem Strom, den eine Photovoltaikanlage liefert, nicht viel anfangen. Und die Photovoltaikanlage liefert eben Strom, mal viel, mal wenig. Wenn sie groß genug ist, reicht es vielleicht für eine überwiegende Abdeckung Ihres Stromverbrauchs, und für einige Einspeisung ins Versorgungsnetz. Das hat aber keine Auswirkung auf die Heizung.

Die Kombination von Gasheizung mit Solarthermie führt hingegen zu einer Erhitzung eines Wasservolumens, das als Brauchwarmwasser genutzt werden kann, oder als Puffer für Heizungsunterstützung und Warmwasserbereitung. Hierdurch sinkt direkt der Gasverbrauch. Natürlich kann man auch Gasheizung und Solarthermie einrichten und zusätzlich einige Photovoltaikzellen installieren.

Die Kombination Solarthermie + Wärmepumpe ist zweckmäßig, da die Wärmepumpe ein vergleichsweise großer Stromverbraucher ist, dessen Verbrauch durch die Photovoltaik weitgehend abgedeckt werden kann.

Ob das, was Sie vorhaben, der EnEV 2016 entspricht, hängt noch an einigen weiteren Parametern, und müsste im konkreten Einzelfall beurteilt werden.

Wird ein Grundofen im Primärenergiebedarf mit eingerechnet?

Können Sie mir sagen, ob ein Grundofen im Primärenergiebedarf mit eingerechnet wird? Wir planen zwei Vollgeschosse ohne Keller, Massiv mit Planziegel T9 in 36,5cm Stärke. Ausrichtung ist SW, d.h. es sind 10 von insgesamt 14 Fenster nach Süden und Westen ausgerichtet. Am liebsten wäre mir eine Gasheizung mit Solarthermie für Warmwasser und der Grundofen ohne Wassertasche für die winterliche Gemütlichkeit. Sollte das überhaupt nicht funktionieren (ohne Solar für Heizung und ohne Lüftungsanlage), könnte/ müsste ich mich mit einer Luftwärmepumpe anfreunden.
Antwort von Energieberatung Stapff

Viele gute Antworten, aber leider liegen einige KollegenInnen etwas daneben.

Wenn für das gleiche Wohngeschoss eine weitere Zentralheizung vorhanden ist, darf der handbeschickte Ofen nicht EnEV-angerechnet werden. Ist der Ofen aber Hauptheizung (Zentralheizung) für dieses Wohngeschoss, ist er natürlich anrechenbar. Es war nie verboten (auch von der EnEV nicht), als Heizung Einzelöfen für Biomasse einzusetzen.

Grundsätzlich ist ein Grundofen zu empfehlen, wenn Sie im Dauerbetrieb heizen können. Abends schnell mal einheizen geht damit nicht, da braucht es einen Kaminofen ohne Speichermasse.
Ein wasserführender Grundofen kann nicht sicher funktionieren, deshalb bietet der seriöse Fachhandel auch keinen an.

Gastherme und Solar für WW ist nach wie vor die preiswerteste Heizenergielösung. Ein bisschen mehr Dämmung dazu, dann ist der nachweis Erneuerbare Energie geführt. Ich kenne kein Bauamt, das nach diesem Nachweis fragt.
Bauherren fragen meist nach pragmatischen Lösungen, nicht nach realitätsfremden Vorschriften.

Winterliche Grüße
www.energie-wuerzburg.de

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