Die Installation einer Solarthermie Anlage

Die Installation von Solarthermie erfolgt im wesentlichen in vier Schritten. Kollektoren und Warmwasserspeicher werden montiert, der Wasserkreislauf hergestellt und die fertige Solarheizung ans bestehende Heizungssystem angeschlossen. Selbstbauer bekommen im Folgenden einen Eindruck von den grundlegenden Arbeitsschritten. Sollten Ihnen diese trotz guter handwerklicher Fähigkeiten Probleme bereiten empfiehlt sich in jedem Fall, einen Fachbetrieb mit dem Solarthermie Aufbau zu beauftragen.
Dieser Artikel wurde von
Thorben Frahm für www.Solaranlagen-Portal.com verfasst.
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SolarthermieMontageInstallation

Die Installation einer Solarthermie Anlage

Vor dem Aufbau der thermischen Solaranlage wird zunächst die Baustelle eingerichtet. Alle Werkzeuge müssen bereitgestellt und gegebenenfalls ein Gerüst errichtet werden. Danach wird die Installation vorbereitet.

Beispielsweise müssen Decken- und Mauerdurchbrüche gemacht werden, um später die Rohrleitungen verlegen zu können.

Grundsätzlich können Sie das System der Solarthermie bei ausreichenden handwerklichen Fähigkeiten selbst installieren, allerdings ist die Auftragsvergabe an einen Solarheizungs Fachbetrieb in den meisten Fällen sinnvoller.

Aufbau des Kollektors und des Speichers

Bei der Installation einer thermischen Solaranlage wird zunächst der Solarthermie Kollektor montiert. Bei Schrägdächern wird eine Verankerung mittels Stahlhaken an den Dachsparren angebracht. Darauf wird dann der Kollektor montiert. Auf Flachdächern werden die Kollektoren auf einem Gerüst aufgeständert. Beim Aufbau ist darauf zu achten, dass der Abstand zwischen der Dachfläche und dem Kollektor mindestens 6 Zentimeter beträgt und die Statik des Daches das zusätzliche Gewicht tragen kann.

Nach dem Aufbau des Kollektors wird der Solarthermie Speicher installiert. Der Speicher muss vorsichtig transportiert werden und sollte so aufgestellt werden, dass die Leitungswege möglichst kurz sind und das Speicherthermometer gut sichtbar ist. Gegebenenfalls werden dann die Wärmetauscher angebracht und die Tauchhülsen für Temperaturfühler, Thermometer und Thermostate eingesetzt. Die nicht benötigten Speicheröffnungen werden nach dem Aufbau verschlossen und die Wärmedämmung angebracht.

Solarkreislauf herstellen und Heizungssysteme verbinden

Nach der Installation des Kollektors und des Speichers werden die Rohre für den Solarkreislauf angebracht. Nach Möglichkeit sollten dafür Kupferrohre verwendet werden, die dann zusammengelötet werden. Es sind jedoch auch Verschraubungen durch Klemmringe oder so genannte Schraub- oder Pressfittings möglich. Außerdem werden die Umwälzpumpe und alle Armaturen in der Nähe des Speichers an einer Wand montiert.

Wenn der Solarkreislauf der thermischen Solaranlage komplett ist, wird der Anschluss an das bestehende System hergestellt. Für die Installation der Steuerungselemente werden zusätzlich detaillierte Informationen vom Hersteller mitgeliefert.

Diese Heizungs- und Elektroinstallationen sollten von einem Fachbetrieb für Solarthermie durchgeführt werden.

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Erfahrungen & Fragen zum Thema Solarthermie

Bei Neubau: Gas-Brennwertheizung vs. Luftwärmepumpe?

Wir planen ein Fertighaus - und haben hier die Wahl seitens des Bauträgers zwischen einer Gas-Brennwert Heizung und einer Luft-Wärmepumpe (eine Erdwärmepumpe steht nicht zur Verfügung). Der Gasanschluss kostet ungefähr 400 Euro. Bei den Luftwärmepumpen sind die Mehrkosten etwa 10.000 Euro im Vergleich zur Gasheizung. Angeboten wird hier eine Nibe F2040 oder einer Nibe F2120. Was macht hier am meisten Sinn, um zukünftig auf der sicheren Seite zu sein? Mein Kopf sagt, dass sich der Mehrpreis für eine Luftwärmepumpe beim aktuellen Gaspreis nicht lohnt. Zudem kann man für den Mehrpreis ja auch eine Solarthermie oder Photovoltaikanlage installieren (oder zumindest teilweise auch schon vorbereiten). Allerdings hat meine Frau auch widerrum Vorbehalte gegen die Sicherheit einer Gasheizung (wegen Gasaustritt) - wobei ich nicht weiß, ob das bei neuen / aktuellen Gasheizungen noch ein Thema ist. Was würden Sie hier empfehlen?
Antwort von LKS SARL

Ich würde raten weder noch! Sie haben schon bei der Solarthermie einen vernünftigen Gedanken, warum nicht direkt auf Pellets hinaus gehen: wir haben das schon fast 20 Jahre: Komfort hervorragend, heimische Energie, bezahlbare wenig schwankbare Kosten und Gebäude Wertzunahme.

Anforderungen der EnEV 2016: Erdgasheizung mit einer Photovoltaikanlage möglich?

Wir sind zur Zeit auf der Suche nach der vernünftigsten Heizungsanlage für unseren Neubau. Nach langer Eigenrecherche stellt sich uns die Frage, ob eine Kombination aus einer Erdgasheizung mit einer Photovoltaikanlage die EnEV 2016 Anforderungen erfüllen kann und wirtschaftlich (vor dem Hintergrund von Investitionskosten) sinnvoll ist. Können Sie uns diesbezüglich weiterhelfen? Unsere Verunsicherung rührt daher, dass die meisten Foren, Tabellen oder Informationsportale lediglich die Kombination aus Erdgasheizung plus Solarthermie oder Luftwärmepumpe plus Photovoltaik vorzuschlagen scheinen. Was würde aus Ihrer Sicht dafür oder dagegen sprechen?
Antwort von Elsner Architekten

Aus meiner Sicht sind das zwei unabhängige Maßnahmen: Die Gasheizung verbraucht kaum Strom (nur zum Zünden und für Pumpen und Stellventile) und kann direkt mit dem Strom, den eine Photovoltaikanlage liefert, nicht viel anfangen. Und die Photovoltaikanlage liefert eben Strom, mal viel, mal wenig. Wenn sie groß genug ist, reicht es vielleicht für eine überwiegende Abdeckung Ihres Stromverbrauchs, und für einige Einspeisung ins Versorgungsnetz. Das hat aber keine Auswirkung auf die Heizung.

Die Kombination von Gasheizung mit Solarthermie führt hingegen zu einer Erhitzung eines Wasservolumens, das als Brauchwarmwasser genutzt werden kann, oder als Puffer für Heizungsunterstützung und Warmwasserbereitung. Hierdurch sinkt direkt der Gasverbrauch. Natürlich kann man auch Gasheizung und Solarthermie einrichten und zusätzlich einige Photovoltaikzellen installieren.

Die Kombination Solarthermie + Wärmepumpe ist zweckmäßig, da die Wärmepumpe ein vergleichsweise großer Stromverbraucher ist, dessen Verbrauch durch die Photovoltaik weitgehend abgedeckt werden kann.

Ob das, was Sie vorhaben, der EnEV 2016 entspricht, hängt noch an einigen weiteren Parametern, und müsste im konkreten Einzelfall beurteilt werden.

Wird ein Grundofen im Primärenergiebedarf mit eingerechnet?

Können Sie mir sagen, ob ein Grundofen im Primärenergiebedarf mit eingerechnet wird? Wir planen zwei Vollgeschosse ohne Keller, Massiv mit Planziegel T9 in 36,5cm Stärke. Ausrichtung ist SW, d.h. es sind 10 von insgesamt 14 Fenster nach Süden und Westen ausgerichtet. Am liebsten wäre mir eine Gasheizung mit Solarthermie für Warmwasser und der Grundofen ohne Wassertasche für die winterliche Gemütlichkeit. Sollte das überhaupt nicht funktionieren (ohne Solar für Heizung und ohne Lüftungsanlage), könnte/ müsste ich mich mit einer Luftwärmepumpe anfreunden.
Antwort von Energieberatung Stapff

Viele gute Antworten, aber leider liegen einige KollegenInnen etwas daneben.

Wenn für das gleiche Wohngeschoss eine weitere Zentralheizung vorhanden ist, darf der handbeschickte Ofen nicht EnEV-angerechnet werden. Ist der Ofen aber Hauptheizung (Zentralheizung) für dieses Wohngeschoss, ist er natürlich anrechenbar. Es war nie verboten (auch von der EnEV nicht), als Heizung Einzelöfen für Biomasse einzusetzen.

Grundsätzlich ist ein Grundofen zu empfehlen, wenn Sie im Dauerbetrieb heizen können. Abends schnell mal einheizen geht damit nicht, da braucht es einen Kaminofen ohne Speichermasse.
Ein wasserführender Grundofen kann nicht sicher funktionieren, deshalb bietet der seriöse Fachhandel auch keinen an.

Gastherme und Solar für WW ist nach wie vor die preiswerteste Heizenergielösung. Ein bisschen mehr Dämmung dazu, dann ist der nachweis Erneuerbare Energie geführt. Ich kenne kein Bauamt, das nach diesem Nachweis fragt.
Bauherren fragen meist nach pragmatischen Lösungen, nicht nach realitätsfremden Vorschriften.

Winterliche Grüße
www.energie-wuerzburg.de

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