Gas & Solarthermie

14. April 2021
Eine weitere Möglichkeit, mit Solarheizungen gut über den Winter zu kommen ist die Kombination mit einer Gasheizung. Die Systeme ergänzen sich sehr gut und können zusammen den Energiebedarf noch einmal spürbar senken. Wie die Kombination aus Gas und Solarthermie funktioniert und welche Vorteile dies hat, erläutern wir Ihnen im Folgenden.
Dieser Artikel wurde von
Thorben Frahm für www.Solaranlagen-Portal.com verfasst.
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SolarthermieKombinationmit Gasheizung

Solarheizung und Gasheizung kombinieren

Auch wenn bereits eine moderne Gasheizung im Haus eingebaut ist, kann eine Solarheizung leicht in das Heizsystem integriert werden. Durch die Kombination von Gas und Solarthermie wird der Bedarf an Erdgas um rund 30 Prozent gesenkt.

So gut wie jeder moderne Heizkessel oder Brennwertkessel kann mit einer Solarheizung kombiniert werden. Im Sommer reicht der Ertrag mit Solarthermie in den meisten Fällen aus, um den Wärmebedarf eines Hauses zu decken. Vor allem in den sonnenarmen Monaten im Winter muss allerdings dann die Gasheizung einspringen und den restlichen Bedarf decken.

Funktionsweise einer Gasheizung

Eine Gasheizung wird mithilfe von brennfähigen Gasen, wie zum Beispiel Erd- oder Biogas, betrieben. Dieses wird in einem Brennwertkessel verbrannt und die bei der Verbrennung entstehende Wärme wird an einen Wärmeträger, meistens Wasser oder Luft, übertragen. Der Wärmeträger wird dann mit einer Umwälzeinrichtung im Heizungssystem bewegt. Neben der Heizungswärme kann eine Gasheizung auch Warmwasser erzeugen.

Funktion einer Gas Solarthermie Kombination

Bei der Kombination einer Solarheizung mit einer Gasheizung wird die erzeugte Wärme aus beiden Systemen in einem Warmwasserspeicher, auch Pufferspeicher genannt, gesammelt.

Der Solarthermie Kollektor wandelt die Strahlung der Sonne in Wärme um und überträgt diese auf ein Trägermedium, zum Beispiel Wasser. Mithilfe einer Pumpe wird das Wasser zum Speicher transportiert und dort zur weiteren Nutzung bereitgestellt. Die Gasheizung erzeugt durch Verbrennung von Gas Wärme. Diese wird dann auch dem Warmwasserspeicher zugeführt. Der Haushalt bezieht dann seine Wärme aus diesem Speicher.

Zu beachten ist, dass eine Solaranlage nur schwer mit alten Gasheizungen kombinierbar ist. In diesem Fall benötigt man viel Platz für jeweils einen Brauchwasser- und Heizungspufferspeicher oder einen Kombispeicher. Lassen Sie sich vor einer Renovierung in jedem Fall von einem Fachbetrieb beraten.

Weitere Informationen zu Kombinationsmöglichkeiten für Solarheizungen finden Sie in unseren Berichten zu Solarthermie und Wärmepumpe sowie Solarthermie und Pelletheizung.

Weiterlesen zum Thema "mit Ölheizung"

Erfahrungen & Fragen zum Thema Solarthermie

Bei Neubau: Gas-Brennwertheizung vs. Luftwärmepumpe?

Wir planen ein Fertighaus - und haben hier die Wahl seitens des Bauträgers zwischen einer Gas-Brennwert Heizung und einer Luft-Wärmepumpe (eine Erdwärmepumpe steht nicht zur Verfügung). Der Gasanschluss kostet ungefähr 400 Euro. Bei den Luftwärmepumpen sind die Mehrkosten etwa 10.000 Euro im Vergleich zur Gasheizung. Angeboten wird hier eine Nibe F2040 oder einer Nibe F2120. Was macht hier am meisten Sinn, um zukünftig auf der sicheren Seite zu sein? Mein Kopf sagt, dass sich der Mehrpreis für eine Luftwärmepumpe beim aktuellen Gaspreis nicht lohnt. Zudem kann man für den Mehrpreis ja auch eine Solarthermie oder Photovoltaikanlage installieren (oder zumindest teilweise auch schon vorbereiten). Allerdings hat meine Frau auch widerrum Vorbehalte gegen die Sicherheit einer Gasheizung (wegen Gasaustritt) - wobei ich nicht weiß, ob das bei neuen / aktuellen Gasheizungen noch ein Thema ist. Was würden Sie hier empfehlen?
Antwort von LKS SARL

Ich würde raten weder noch! Sie haben schon bei der Solarthermie einen vernünftigen Gedanken, warum nicht direkt auf Pellets hinaus gehen: wir haben das schon fast 20 Jahre: Komfort hervorragend, heimische Energie, bezahlbare wenig schwankbare Kosten und Gebäude Wertzunahme.

Anforderungen der EnEV 2016: Erdgasheizung mit einer Photovoltaikanlage möglich?

Wir sind zur Zeit auf der Suche nach der vernünftigsten Heizungsanlage für unseren Neubau. Nach langer Eigenrecherche stellt sich uns die Frage, ob eine Kombination aus einer Erdgasheizung mit einer Photovoltaikanlage die EnEV 2016 Anforderungen erfüllen kann und wirtschaftlich (vor dem Hintergrund von Investitionskosten) sinnvoll ist. Können Sie uns diesbezüglich weiterhelfen? Unsere Verunsicherung rührt daher, dass die meisten Foren, Tabellen oder Informationsportale lediglich die Kombination aus Erdgasheizung plus Solarthermie oder Luftwärmepumpe plus Photovoltaik vorzuschlagen scheinen. Was würde aus Ihrer Sicht dafür oder dagegen sprechen?
Antwort von Elsner Architekten

Aus meiner Sicht sind das zwei unabhängige Maßnahmen: Die Gasheizung verbraucht kaum Strom (nur zum Zünden und für Pumpen und Stellventile) und kann direkt mit dem Strom, den eine Photovoltaikanlage liefert, nicht viel anfangen. Und die Photovoltaikanlage liefert eben Strom, mal viel, mal wenig. Wenn sie groß genug ist, reicht es vielleicht für eine überwiegende Abdeckung Ihres Stromverbrauchs, und für einige Einspeisung ins Versorgungsnetz. Das hat aber keine Auswirkung auf die Heizung.

Die Kombination von Gasheizung mit Solarthermie führt hingegen zu einer Erhitzung eines Wasservolumens, das als Brauchwarmwasser genutzt werden kann, oder als Puffer für Heizungsunterstützung und Warmwasserbereitung. Hierdurch sinkt direkt der Gasverbrauch. Natürlich kann man auch Gasheizung und Solarthermie einrichten und zusätzlich einige Photovoltaikzellen installieren.

Die Kombination Solarthermie + Wärmepumpe ist zweckmäßig, da die Wärmepumpe ein vergleichsweise großer Stromverbraucher ist, dessen Verbrauch durch die Photovoltaik weitgehend abgedeckt werden kann.

Ob das, was Sie vorhaben, der EnEV 2016 entspricht, hängt noch an einigen weiteren Parametern, und müsste im konkreten Einzelfall beurteilt werden.

Wird ein Grundofen im Primärenergiebedarf mit eingerechnet?

Können Sie mir sagen, ob ein Grundofen im Primärenergiebedarf mit eingerechnet wird? Wir planen zwei Vollgeschosse ohne Keller, Massiv mit Planziegel T9 in 36,5cm Stärke. Ausrichtung ist SW, d.h. es sind 10 von insgesamt 14 Fenster nach Süden und Westen ausgerichtet. Am liebsten wäre mir eine Gasheizung mit Solarthermie für Warmwasser und der Grundofen ohne Wassertasche für die winterliche Gemütlichkeit. Sollte das überhaupt nicht funktionieren (ohne Solar für Heizung und ohne Lüftungsanlage), könnte/ müsste ich mich mit einer Luftwärmepumpe anfreunden.
Antwort von Energieberatung Stapff

Viele gute Antworten, aber leider liegen einige KollegenInnen etwas daneben.

Wenn für das gleiche Wohngeschoss eine weitere Zentralheizung vorhanden ist, darf der handbeschickte Ofen nicht EnEV-angerechnet werden. Ist der Ofen aber Hauptheizung (Zentralheizung) für dieses Wohngeschoss, ist er natürlich anrechenbar. Es war nie verboten (auch von der EnEV nicht), als Heizung Einzelöfen für Biomasse einzusetzen.

Grundsätzlich ist ein Grundofen zu empfehlen, wenn Sie im Dauerbetrieb heizen können. Abends schnell mal einheizen geht damit nicht, da braucht es einen Kaminofen ohne Speichermasse.
Ein wasserführender Grundofen kann nicht sicher funktionieren, deshalb bietet der seriöse Fachhandel auch keinen an.

Gastherme und Solar für WW ist nach wie vor die preiswerteste Heizenergielösung. Ein bisschen mehr Dämmung dazu, dann ist der nachweis Erneuerbare Energie geführt. Ich kenne kein Bauamt, das nach diesem Nachweis fragt.
Bauherren fragen meist nach pragmatischen Lösungen, nicht nach realitätsfremden Vorschriften.

Winterliche Grüße
www.energie-wuerzburg.de

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