Professionelle Fachbetriebe & die individuelle Beratung

Der zweite Schritt auf dem Weg zur eigenen Solarthermieanlage besteht darin, einen erfahrenen Fachbetrieb zu finden, dem Sie vertrauen können. Woran Sie seriöse Experten erkennen und was bei einer Solarthermie Beratung unbedingt thematisiert werden muss, haben wir im zweiten Teil unseres Leitfadens zusammengestellt.
Dieser Artikel wurde von
Thorben Frahm für www.Solaranlagen-Portal.com verfasst.
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Solarthermie Beratung - den richtigen Fachbetrieb finden

Die Ausschlusskriterien aus dem ersten Teil des Leitfadens sind kein Problem mehr und Sie haben nach einer ersten Solarthermie Planung Kontakt mit Fachbetrieben aus ihrer Region aufgenommen. Nun kommt es darauf an, den richtigen Fachbetrieb herauszufinden. Folgende Anzeichen verraten, ob Sie dem Unternehmen vertrauen können:

  • Ist der Fachbetrieb gut erreichbar und pünktlich? Lassen Sie sich eine Mobiltelefonnummer geben, damit Sie den Handwerker zuverlässig kontaktieren können, wenn die Zeit drängt.
  • Nehmen Sie sich die Zeit, um herauszufinden, ob der Betrieb eine Seite im Internet besitzt. So erhalten Sie einen ersten Eindruck vom Unternehmen.
  • Schulungen sind ein wichtiger Teil der fachlichen Kompetenz. Erkundigen Sie sich danach, ob Fortbildungen bei Herstellern oder unabhängigen Institutionen absolviert wurden.
  • Fragen Sie den Handwerker während der Solarthermie Beratung nach Referenzanlagen und stellen Sie sicher, dass er Erfahrungen mit der Technik besitzt. Tipp: fragen Sie nach Terminen mit vorherigen Kunden. So erhalten Sie Informationen über den Anlagenbetrieb und Eindrücke von der geleisteten Arbeit.
  • Im Idealfall hat der Fachmann selbst eine Solaranlage in Betrieb und teilt seine persönliche Erfahrungen.

Der Ablauf einer guten Solarthermie Beratung

  • Am Anfang der örtlichen Solarthermie Beratung sollte die genaue Begutachtung der gesamten Immobilie durch den Fachbetrieb stehen.
  • Er sollte den energetischen Zustand des Gebäudes erfassen und den individuellen Energiebedarf feststellen. Wie hoch ist der Warmwasserbedarf? Wird häufig geduscht? Wie viel Energie wird für die Raumheizung benötigt? Man sollte mit spezifischen Fragen auf Sie zukommen, um eine genaue Wärmebedarfsrechnung erstellen zu können.
  • Wird anhand des Energiebedarfs und des Anlagenkonzeptes eine Wirtschaftlichkeits- und Ertragsprognose erstellt?
  • Sind verschiedene Finanzierungs- und Förderoptionen Teil der Solarthermie Beratung?
  • Eine gute Solarthermie Beratung umfasst den Einsatz spezieller Technik. Führt er Geräte zur Analyse der Dachneigung und Dachausrichtung mit? Auch ein Sonnenbahnanalysator sollte zum Einsatz kommen.
  • Eine fachgerechte Solarthermie Beratung schließt die Diskussion verschiedener Montagemethoden (Indach, Aufdach, Fassade) ein. Der Schutz der Dachhaut ist ein wichtiges Thema. Wind-, Luft- und Regendichtigkeit müssen erhalten bleiben! Besprechen Sie die Notwendigkeit von Blitzschutzmaßnahmen.
  • Während der Solarthermie Beratung wird geprüft, wie der Solarkreislauf verlegt wird. Besitzen Sie einen freien Schornsteinzug, so kann das Leitungssystem beispielsweise durch diesen verlegt werden.
  • Zusätzlich wird geprüft, wie die Wärme der Solaranlage gespeichert werden kann. Wie groß wird der Solarspeicher dimensioniert? Ist Platz für einen zusätzlichen Speicher vorhanden? Wird eine monovalente Lösung oder ein bivalenter Speicher bevorzugt?
  • Werden nur Komponenten von einem Hersteller empfohlen oder geht der Fachbetrieb auf mehrere Anbieter mit ihren Vor- und Nachteilen ein? Werden die Vor- und Nachteile der verschiedenen Anlagenkonzepte (Warmwasser vs. Heizungsunterstützung) verglichen?

Anhand der Daten wird der Fachmann nach der Solarthermie Beratung  einen Kostenvoranschlag erstellen. Lassen Sie sich unbedingt von mehreren Experten Angebote erstellen, um die Solarthermie Angebote vergleichen zu können.

Die komplette Checkliste können Sie auch direkt als Printversion herunterladen. Wir wünschen Ihnen viel Erfolg mit Ihrem Projekt!

Weiterlesen zum Thema "Angebote vergleichen"

Erfahrungen & Fragen zum Thema Solarthermie

Bei Neubau: Gas-Brennwertheizung vs. Luftwärmepumpe?

Wir planen ein Fertighaus - und haben hier die Wahl seitens des Bauträgers zwischen einer Gas-Brennwert Heizung und einer Luft-Wärmepumpe (eine Erdwärmepumpe steht nicht zur Verfügung). Der Gasanschluss kostet ungefähr 400 Euro. Bei den Luftwärmepumpen sind die Mehrkosten etwa 10.000 Euro im Vergleich zur Gasheizung. Angeboten wird hier eine Nibe F2040 oder einer Nibe F2120. Was macht hier am meisten Sinn, um zukünftig auf der sicheren Seite zu sein? Mein Kopf sagt, dass sich der Mehrpreis für eine Luftwärmepumpe beim aktuellen Gaspreis nicht lohnt. Zudem kann man für den Mehrpreis ja auch eine Solarthermie oder Photovoltaikanlage installieren (oder zumindest teilweise auch schon vorbereiten). Allerdings hat meine Frau auch widerrum Vorbehalte gegen die Sicherheit einer Gasheizung (wegen Gasaustritt) - wobei ich nicht weiß, ob das bei neuen / aktuellen Gasheizungen noch ein Thema ist. Was würden Sie hier empfehlen?
Antwort von LKS SARL

Ich würde raten weder noch! Sie haben schon bei der Solarthermie einen vernünftigen Gedanken, warum nicht direkt auf Pellets hinaus gehen: wir haben das schon fast 20 Jahre: Komfort hervorragend, heimische Energie, bezahlbare wenig schwankbare Kosten und Gebäude Wertzunahme.

Anforderungen der EnEV 2016: Erdgasheizung mit einer Photovoltaikanlage möglich?

Wir sind zur Zeit auf der Suche nach der vernünftigsten Heizungsanlage für unseren Neubau. Nach langer Eigenrecherche stellt sich uns die Frage, ob eine Kombination aus einer Erdgasheizung mit einer Photovoltaikanlage die EnEV 2016 Anforderungen erfüllen kann und wirtschaftlich (vor dem Hintergrund von Investitionskosten) sinnvoll ist. Können Sie uns diesbezüglich weiterhelfen? Unsere Verunsicherung rührt daher, dass die meisten Foren, Tabellen oder Informationsportale lediglich die Kombination aus Erdgasheizung plus Solarthermie oder Luftwärmepumpe plus Photovoltaik vorzuschlagen scheinen. Was würde aus Ihrer Sicht dafür oder dagegen sprechen?
Antwort von Elsner Architekten

Aus meiner Sicht sind das zwei unabhängige Maßnahmen: Die Gasheizung verbraucht kaum Strom (nur zum Zünden und für Pumpen und Stellventile) und kann direkt mit dem Strom, den eine Photovoltaikanlage liefert, nicht viel anfangen. Und die Photovoltaikanlage liefert eben Strom, mal viel, mal wenig. Wenn sie groß genug ist, reicht es vielleicht für eine überwiegende Abdeckung Ihres Stromverbrauchs, und für einige Einspeisung ins Versorgungsnetz. Das hat aber keine Auswirkung auf die Heizung.

Die Kombination von Gasheizung mit Solarthermie führt hingegen zu einer Erhitzung eines Wasservolumens, das als Brauchwarmwasser genutzt werden kann, oder als Puffer für Heizungsunterstützung und Warmwasserbereitung. Hierdurch sinkt direkt der Gasverbrauch. Natürlich kann man auch Gasheizung und Solarthermie einrichten und zusätzlich einige Photovoltaikzellen installieren.

Die Kombination Solarthermie + Wärmepumpe ist zweckmäßig, da die Wärmepumpe ein vergleichsweise großer Stromverbraucher ist, dessen Verbrauch durch die Photovoltaik weitgehend abgedeckt werden kann.

Ob das, was Sie vorhaben, der EnEV 2016 entspricht, hängt noch an einigen weiteren Parametern, und müsste im konkreten Einzelfall beurteilt werden.

Wird ein Grundofen im Primärenergiebedarf mit eingerechnet?

Können Sie mir sagen, ob ein Grundofen im Primärenergiebedarf mit eingerechnet wird? Wir planen zwei Vollgeschosse ohne Keller, Massiv mit Planziegel T9 in 36,5cm Stärke. Ausrichtung ist SW, d.h. es sind 10 von insgesamt 14 Fenster nach Süden und Westen ausgerichtet. Am liebsten wäre mir eine Gasheizung mit Solarthermie für Warmwasser und der Grundofen ohne Wassertasche für die winterliche Gemütlichkeit. Sollte das überhaupt nicht funktionieren (ohne Solar für Heizung und ohne Lüftungsanlage), könnte/ müsste ich mich mit einer Luftwärmepumpe anfreunden.
Antwort von Energieberatung Stapff

Viele gute Antworten, aber leider liegen einige KollegenInnen etwas daneben.

Wenn für das gleiche Wohngeschoss eine weitere Zentralheizung vorhanden ist, darf der handbeschickte Ofen nicht EnEV-angerechnet werden. Ist der Ofen aber Hauptheizung (Zentralheizung) für dieses Wohngeschoss, ist er natürlich anrechenbar. Es war nie verboten (auch von der EnEV nicht), als Heizung Einzelöfen für Biomasse einzusetzen.

Grundsätzlich ist ein Grundofen zu empfehlen, wenn Sie im Dauerbetrieb heizen können. Abends schnell mal einheizen geht damit nicht, da braucht es einen Kaminofen ohne Speichermasse.
Ein wasserführender Grundofen kann nicht sicher funktionieren, deshalb bietet der seriöse Fachhandel auch keinen an.

Gastherme und Solar für WW ist nach wie vor die preiswerteste Heizenergielösung. Ein bisschen mehr Dämmung dazu, dann ist der nachweis Erneuerbare Energie geführt. Ich kenne kein Bauamt, das nach diesem Nachweis fragt.
Bauherren fragen meist nach pragmatischen Lösungen, nicht nach realitätsfremden Vorschriften.

Winterliche Grüße
www.energie-wuerzburg.de

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