In fünf Schritten zur Solarthermieanlage

Die Solarthermie ist zweifelsfrei eine erprobte und sichere Technologie mit einer Vielzahl an Einsatzbereichen. Doch ganz unvorbereitet sollte man nicht an ein solches Bauvorhaben herantreten. Von der Planung über die Kommunikation mit Fachleuten und dem schlussendlichen Betrieb gibt es einige Hürden zu überwinden. Wir haben die wichtigsten Schritte auf dem Weg zur eigenen Solarthermieanlage in unserer Solarthermie Checkliste für Sie zusammengestellt.
Dieser Artikel wurde von
Thorben Frahm für www.Solaranlagen-Portal.com verfasst.
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SolarthermieCheckliste

Planung, Installation & Betrieb einer Solarthermieanlage im Überblick

  • Nicht jedes Objekt eignet sich für eine Solarthermieanlage. Ausrichtung, Neigung und Fläche eines Daches und viele weitere Gesichtspunkte spielen eine Rolle bei der Planung einer Solarthermieanlage. Welche Kriterien ihr Objekt erfüllen muss und wo sich Stolpersteine verstecken, beantwortet Teil 1 unseres Planungsleitfadens zur Planung einer Solarthermieanlage.
  • Sind Planungshindernisse aus dem Weg geräumt, steht die Suche nach einem kompetenten Fachbetrieb und ein Ortstermin an. Wie man den passenden Fachmann findet und wie Sie erkennen, was eine gute Beratung vor Ort ausmacht, zeigen wir in Teil 2 der Solarthermie Checkliste - Solarthermie Ortstermin.
  • Beschränken Sie sich bei ihrem Bauvorhaben nicht auf einen einzigen Fachbetrieb. Die beste Vorgehensweise ist, mehrere Angebote verschiedener Fachleute einzuholen. So erhalten Sie einen optimalen Überblick über verschiedene Anlagenkonzepte und können in Ruhe Preise & Komponenten vergleichen. Alle Kriterien im Detail finden Sie in Teil 3 unserer Solarthermie Checkliste - Angebote vergleichen.
  • Der richtige Fachbetrieb wurde ermittelt und die Anlage fertig installiert. Der nächste Schritt auf dem Weg zur Solarthermieanlage besteht in der Inbetriebnahme & Abnahme. Die grundlegenden Funktion der Anlage wird sichergestellt und in einem Übergabe-/ Inbetriebnahmeprotokoll festgehalten. Mehr dazu in Teil 4 der Solarthermie Checkliste - Abnahme der Solarthermieanlage.
  • Schlussendlich geht die Anlage in den laufenden Betrieb über. Ganz wartungsfrei ist allerdings auch eine Solarthermieanlage nicht. Damit sie lange und sicher ihren Dienst versieht, muss sie in gewissen Abständen fachkundig inspiziert werden. In Teil 5 der Solarthermie Checkliste zeigen wir Fristen und Bestandteile der sachgerechten Solarthermie Wartung.

Egal, in welchem Schritt des Planungsprozesses Sie sich befinden: mit unserer Datenbank können Sie kostenlos und unverbindlich Solarthermie Fachbetriebe finden, welche gern mit Ihnen Kontakt aufnehmen.

Die komplette Checkliste können Sie auch direkt als Printversion herunterladen. Wir wünschen Ihnen viel Erfolg mit Ihrem Projekt!

Weiterlesen zum Thema "Planung"

Erfahrungen & Fragen zum Thema Solarthermie

Bei Neubau: Gas-Brennwertheizung vs. Luftwärmepumpe?

Wir planen ein Fertighaus - und haben hier die Wahl seitens des Bauträgers zwischen einer Gas-Brennwert Heizung und einer Luft-Wärmepumpe (eine Erdwärmepumpe steht nicht zur Verfügung). Der Gasanschluss kostet ungefähr 400 Euro. Bei den Luftwärmepumpen sind die Mehrkosten etwa 10.000 Euro im Vergleich zur Gasheizung. Angeboten wird hier eine Nibe F2040 oder einer Nibe F2120. Was macht hier am meisten Sinn, um zukünftig auf der sicheren Seite zu sein? Mein Kopf sagt, dass sich der Mehrpreis für eine Luftwärmepumpe beim aktuellen Gaspreis nicht lohnt. Zudem kann man für den Mehrpreis ja auch eine Solarthermie oder Photovoltaikanlage installieren (oder zumindest teilweise auch schon vorbereiten). Allerdings hat meine Frau auch widerrum Vorbehalte gegen die Sicherheit einer Gasheizung (wegen Gasaustritt) - wobei ich nicht weiß, ob das bei neuen / aktuellen Gasheizungen noch ein Thema ist. Was würden Sie hier empfehlen?
Antwort von LKS SARL

Ich würde raten weder noch! Sie haben schon bei der Solarthermie einen vernünftigen Gedanken, warum nicht direkt auf Pellets hinaus gehen: wir haben das schon fast 20 Jahre: Komfort hervorragend, heimische Energie, bezahlbare wenig schwankbare Kosten und Gebäude Wertzunahme.

Anforderungen der EnEV 2016: Erdgasheizung mit einer Photovoltaikanlage möglich?

Wir sind zur Zeit auf der Suche nach der vernünftigsten Heizungsanlage für unseren Neubau. Nach langer Eigenrecherche stellt sich uns die Frage, ob eine Kombination aus einer Erdgasheizung mit einer Photovoltaikanlage die EnEV 2016 Anforderungen erfüllen kann und wirtschaftlich (vor dem Hintergrund von Investitionskosten) sinnvoll ist. Können Sie uns diesbezüglich weiterhelfen? Unsere Verunsicherung rührt daher, dass die meisten Foren, Tabellen oder Informationsportale lediglich die Kombination aus Erdgasheizung plus Solarthermie oder Luftwärmepumpe plus Photovoltaik vorzuschlagen scheinen. Was würde aus Ihrer Sicht dafür oder dagegen sprechen?
Antwort von Elsner Architekten

Aus meiner Sicht sind das zwei unabhängige Maßnahmen: Die Gasheizung verbraucht kaum Strom (nur zum Zünden und für Pumpen und Stellventile) und kann direkt mit dem Strom, den eine Photovoltaikanlage liefert, nicht viel anfangen. Und die Photovoltaikanlage liefert eben Strom, mal viel, mal wenig. Wenn sie groß genug ist, reicht es vielleicht für eine überwiegende Abdeckung Ihres Stromverbrauchs, und für einige Einspeisung ins Versorgungsnetz. Das hat aber keine Auswirkung auf die Heizung.

Die Kombination von Gasheizung mit Solarthermie führt hingegen zu einer Erhitzung eines Wasservolumens, das als Brauchwarmwasser genutzt werden kann, oder als Puffer für Heizungsunterstützung und Warmwasserbereitung. Hierdurch sinkt direkt der Gasverbrauch. Natürlich kann man auch Gasheizung und Solarthermie einrichten und zusätzlich einige Photovoltaikzellen installieren.

Die Kombination Solarthermie + Wärmepumpe ist zweckmäßig, da die Wärmepumpe ein vergleichsweise großer Stromverbraucher ist, dessen Verbrauch durch die Photovoltaik weitgehend abgedeckt werden kann.

Ob das, was Sie vorhaben, der EnEV 2016 entspricht, hängt noch an einigen weiteren Parametern, und müsste im konkreten Einzelfall beurteilt werden.

Wird ein Grundofen im Primärenergiebedarf mit eingerechnet?

Können Sie mir sagen, ob ein Grundofen im Primärenergiebedarf mit eingerechnet wird? Wir planen zwei Vollgeschosse ohne Keller, Massiv mit Planziegel T9 in 36,5cm Stärke. Ausrichtung ist SW, d.h. es sind 10 von insgesamt 14 Fenster nach Süden und Westen ausgerichtet. Am liebsten wäre mir eine Gasheizung mit Solarthermie für Warmwasser und der Grundofen ohne Wassertasche für die winterliche Gemütlichkeit. Sollte das überhaupt nicht funktionieren (ohne Solar für Heizung und ohne Lüftungsanlage), könnte/ müsste ich mich mit einer Luftwärmepumpe anfreunden.
Antwort von Energieberatung Stapff

Viele gute Antworten, aber leider liegen einige KollegenInnen etwas daneben.

Wenn für das gleiche Wohngeschoss eine weitere Zentralheizung vorhanden ist, darf der handbeschickte Ofen nicht EnEV-angerechnet werden. Ist der Ofen aber Hauptheizung (Zentralheizung) für dieses Wohngeschoss, ist er natürlich anrechenbar. Es war nie verboten (auch von der EnEV nicht), als Heizung Einzelöfen für Biomasse einzusetzen.

Grundsätzlich ist ein Grundofen zu empfehlen, wenn Sie im Dauerbetrieb heizen können. Abends schnell mal einheizen geht damit nicht, da braucht es einen Kaminofen ohne Speichermasse.
Ein wasserführender Grundofen kann nicht sicher funktionieren, deshalb bietet der seriöse Fachhandel auch keinen an.

Gastherme und Solar für WW ist nach wie vor die preiswerteste Heizenergielösung. Ein bisschen mehr Dämmung dazu, dann ist der nachweis Erneuerbare Energie geführt. Ich kenne kein Bauamt, das nach diesem Nachweis fragt.
Bauherren fragen meist nach pragmatischen Lösungen, nicht nach realitätsfremden Vorschriften.

Winterliche Grüße
www.energie-wuerzburg.de

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