Solarthermie kaufen im Themenüberblick

13. April 2021
Eine Solarthermie Anlage zu kaufen ist eine langfristige Investition. Die Preise und Kosten einer Solarthermie Anlage hängen davon ab, ob man sie für die Warm­wasserbereitung oder zur Heizungsunterstützung verwendet - aber auch die richtige Kollektorwahl und Dimensionierung muss vor dem Kauf berücksichtigt werden. Ein ausgiebiger Vergleich der verschiedenen Anbieter und das Prüfen auf Fördergelder stellen sicher, dass der Kauf zu guten Ergebnissen führt.
Dieser Artikel wurde von
Thorben Frahm für www.Solaranlagen-Portal.com verfasst.
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SolarthermieAnschaffung

Solarthermie kaufen - Preise, Tests, Wirtschaftlichkeit & Fördermittel

Die Wahl des Kollektors ist ein wichtiger Punkt beim Kauf,
Bild: Bosch Thermotechnik GmbH
Die Solarthermie Preise hängen vor allem davon ab, für welche Art von Solarheizung man sich entscheidet. Solarthermie Anlagen zur Brauch­wassererwärmung sind im Kauf günstiger als eine Solarthermie Anlage, die auch die Heizung unterstützt.

Allerdings spart letztere mehr Energiekosten ein und die Förderkulisse macht das Kaufen attraktiver.

Die aktuellen Durchschnittspreise für eine Solarthermieanlage liegen bei 3000 - 6000 Euro für ein System, welches die Warmwasser­bereitung unterstützt und zwischen 8000 bis 10.000 Euro für eine Solarheizung zur Heizungsunterstützung.

 

Solarthermie kaufen - genaue Auslegung & unabhängige Tests sichern den Ertrag

Die Wirtschaftlichkeit von Solarthermie ist von der Auslegung abhängig. Bei einer Nutzungsdauer von rund 20 bis 25 Jahren können mehrere Tausend Euro an Heizkosten eingespart werden. Die Kalkulation ist bei der Warmwasserbereitung einfacher als bei der Heizungsunterstützung.

Neben den Kosten sollte beim Solarthermie kaufen auch auf Qualität achten. Vor allem Gütesiegel wie die DIN-Zertifizierung oder der Blaue Engel sind wichtig. Vergleichen Sie vor dem Kauf deshalb die Kennwerte der verschiedenen Hersteller. Unter anderem hat Stiftung Warentest einen Solarthermie Test durchgeführt. 

Fördermittel helfen beim Kauf der Solarheizung

Zur Unterstützung beim Kauf bieten das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) und die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) Solarthermie Förderung an. Das BAFA zahlt bei einer thermischen Solaranlage einen festen Betrag pro Quadratmeter, allerdings ausschließlich für Anlagen zur kombinierten Heizungsunterstützung und Brauchwassererwärmung. Das Kaufen einer Solarthermie Anlage wird allerdings auch nur im Bestandsbau unterstützt. Im Neubau sind keine BAFA-Mittel für eine Solarheizung erhältlich. Die KfW-Bankengruppe bietet die Förderprogramme "Energieeffizient Sanieren" und "Energieeffizient Bauen" für den Kauf an.

Für eine genaue Einschätzung der Kosten & Wirtschaftlichkeit beim kaufen einer Solarthermie Anlage sollten Sie Fachbetriebe für Solarthermie kontaktieren und mehrere Kostenvoranschläge vergleichen.

Weiterlesen zum Thema "Wirtschaftlichkeit"

Erfahrungen & Fragen zum Thema Solarthermie

Bei Neubau: Gas-Brennwertheizung vs. Luftwärmepumpe?

Wir planen ein Fertighaus - und haben hier die Wahl seitens des Bauträgers zwischen einer Gas-Brennwert Heizung und einer Luft-Wärmepumpe (eine Erdwärmepumpe steht nicht zur Verfügung). Der Gasanschluss kostet ungefähr 400 Euro. Bei den Luftwärmepumpen sind die Mehrkosten etwa 10.000 Euro im Vergleich zur Gasheizung. Angeboten wird hier eine Nibe F2040 oder einer Nibe F2120. Was macht hier am meisten Sinn, um zukünftig auf der sicheren Seite zu sein? Mein Kopf sagt, dass sich der Mehrpreis für eine Luftwärmepumpe beim aktuellen Gaspreis nicht lohnt. Zudem kann man für den Mehrpreis ja auch eine Solarthermie oder Photovoltaikanlage installieren (oder zumindest teilweise auch schon vorbereiten). Allerdings hat meine Frau auch widerrum Vorbehalte gegen die Sicherheit einer Gasheizung (wegen Gasaustritt) - wobei ich nicht weiß, ob das bei neuen / aktuellen Gasheizungen noch ein Thema ist. Was würden Sie hier empfehlen?
Antwort von LKS SARL

Ich würde raten weder noch! Sie haben schon bei der Solarthermie einen vernünftigen Gedanken, warum nicht direkt auf Pellets hinaus gehen: wir haben das schon fast 20 Jahre: Komfort hervorragend, heimische Energie, bezahlbare wenig schwankbare Kosten und Gebäude Wertzunahme.

Anforderungen der EnEV 2016: Erdgasheizung mit einer Photovoltaikanlage möglich?

Wir sind zur Zeit auf der Suche nach der vernünftigsten Heizungsanlage für unseren Neubau. Nach langer Eigenrecherche stellt sich uns die Frage, ob eine Kombination aus einer Erdgasheizung mit einer Photovoltaikanlage die EnEV 2016 Anforderungen erfüllen kann und wirtschaftlich (vor dem Hintergrund von Investitionskosten) sinnvoll ist. Können Sie uns diesbezüglich weiterhelfen? Unsere Verunsicherung rührt daher, dass die meisten Foren, Tabellen oder Informationsportale lediglich die Kombination aus Erdgasheizung plus Solarthermie oder Luftwärmepumpe plus Photovoltaik vorzuschlagen scheinen. Was würde aus Ihrer Sicht dafür oder dagegen sprechen?
Antwort von Elsner Architekten

Aus meiner Sicht sind das zwei unabhängige Maßnahmen: Die Gasheizung verbraucht kaum Strom (nur zum Zünden und für Pumpen und Stellventile) und kann direkt mit dem Strom, den eine Photovoltaikanlage liefert, nicht viel anfangen. Und die Photovoltaikanlage liefert eben Strom, mal viel, mal wenig. Wenn sie groß genug ist, reicht es vielleicht für eine überwiegende Abdeckung Ihres Stromverbrauchs, und für einige Einspeisung ins Versorgungsnetz. Das hat aber keine Auswirkung auf die Heizung.

Die Kombination von Gasheizung mit Solarthermie führt hingegen zu einer Erhitzung eines Wasservolumens, das als Brauchwarmwasser genutzt werden kann, oder als Puffer für Heizungsunterstützung und Warmwasserbereitung. Hierdurch sinkt direkt der Gasverbrauch. Natürlich kann man auch Gasheizung und Solarthermie einrichten und zusätzlich einige Photovoltaikzellen installieren.

Die Kombination Solarthermie + Wärmepumpe ist zweckmäßig, da die Wärmepumpe ein vergleichsweise großer Stromverbraucher ist, dessen Verbrauch durch die Photovoltaik weitgehend abgedeckt werden kann.

Ob das, was Sie vorhaben, der EnEV 2016 entspricht, hängt noch an einigen weiteren Parametern, und müsste im konkreten Einzelfall beurteilt werden.

Wird ein Grundofen im Primärenergiebedarf mit eingerechnet?

Können Sie mir sagen, ob ein Grundofen im Primärenergiebedarf mit eingerechnet wird? Wir planen zwei Vollgeschosse ohne Keller, Massiv mit Planziegel T9 in 36,5cm Stärke. Ausrichtung ist SW, d.h. es sind 10 von insgesamt 14 Fenster nach Süden und Westen ausgerichtet. Am liebsten wäre mir eine Gasheizung mit Solarthermie für Warmwasser und der Grundofen ohne Wassertasche für die winterliche Gemütlichkeit. Sollte das überhaupt nicht funktionieren (ohne Solar für Heizung und ohne Lüftungsanlage), könnte/ müsste ich mich mit einer Luftwärmepumpe anfreunden.
Antwort von Energieberatung Stapff

Viele gute Antworten, aber leider liegen einige KollegenInnen etwas daneben.

Wenn für das gleiche Wohngeschoss eine weitere Zentralheizung vorhanden ist, darf der handbeschickte Ofen nicht EnEV-angerechnet werden. Ist der Ofen aber Hauptheizung (Zentralheizung) für dieses Wohngeschoss, ist er natürlich anrechenbar. Es war nie verboten (auch von der EnEV nicht), als Heizung Einzelöfen für Biomasse einzusetzen.

Grundsätzlich ist ein Grundofen zu empfehlen, wenn Sie im Dauerbetrieb heizen können. Abends schnell mal einheizen geht damit nicht, da braucht es einen Kaminofen ohne Speichermasse.
Ein wasserführender Grundofen kann nicht sicher funktionieren, deshalb bietet der seriöse Fachhandel auch keinen an.

Gastherme und Solar für WW ist nach wie vor die preiswerteste Heizenergielösung. Ein bisschen mehr Dämmung dazu, dann ist der nachweis Erneuerbare Energie geführt. Ich kenne kein Bauamt, das nach diesem Nachweis fragt.
Bauherren fragen meist nach pragmatischen Lösungen, nicht nach realitätsfremden Vorschriften.

Winterliche Grüße
www.energie-wuerzburg.de

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