Eine Pool Solarheizung spart Energie

13. April 2021
Der eigene Pool ist im Sommer die willkommene Abkühlung. Da sich offene Wasserflächen nur langsam erwärmen, müssen Schwimmbecken zusätzlich beheizt werden, um bereits im Frühsommer eine angenehme Temperatur zu haben. Dafür ist sehr viel Energie notwendig. Umweltschonender und besser ist da die Verwendung einer Pool Solarheizung. Diese kann ohne großen Aufwand mit einer bestehenden Solarthermie Anlage kombiniert werden.
Dieser Artikel wurde von
Thorben Frahm für www.Solaranlagen-Portal.com verfasst.
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SolarthermieBäderbetrieb

Pools solar beheizen

Schema einer Pool Solarheizung,
© arahan - Fotolia.com
Solarthermie eignet sich hervorragend, um Pools zu heizen. Da Schwimmbecken im Freien meist im Sommer genutzt werden, kann eine Solarheizung den Wärmebedarf eines handelsüblichen Swimmingpools ohne Probleme decken.

Für ganzjährig beheizte größere Schwimmbäder sind Pool Solarheizungen ohne ein zusätzliches Hauptheizsystem meist nicht geeignet. Der Solarertrag reicht im Winter und teilweise in den Übergangszeiten nicht aus, um die Wassermenge auf die nötigen Temperaturen zu bringen.

Trotzdem leistet eine Pool Solarheizung dann immer noch einen fühlbaren Beitrag zu den Heizkosten. Wenn Sie die Frage interessiert, ob eine Poolheizung mit Solarthermie das richtige ist, dann können Sie hier eine kostenlose Beratung anfordern.

Anforderungen an eine Pool Solarheizung

Die Anforderungen an eine Solarheizung für den Pool sind gering. Im Gegensatz zu Solarthermieanlagen zur häuslichen Warmwasserbereitung und Installationen zur Raumheizung muss die Pool Solarheizung das Wasser nur auf circa 25°C erwärmen. Hierfür reichen sehr einfach konstruierte Poolkollektoren (gelegentlich Solarabsorber genannt) aus. Diese bestehen im Prinzip aus schwarzen Gummimatten mit Wasserkanälen und Kunststoff­schläuchen. Eine zusätzliche Wärmeisolierung wie bei Flach- oder Vakuumröhrenkollektoren ist nicht notwendig. Auch muss kein zusätzlicher Warmwasserspeichers angeschafft werden. Eine Pumpe lässt das Wasser vom Kollektor zum Pool und zurück zirkulieren.

Als Richtwert für die Größe des Kollektors gilt, dass pro Quadratmeter Beckenober­fläche rund 0,5 bis 0,8 Quadratmeter Kollektorfläche benötigt werden. Man kann diese Solarabsorber flach ausrollen, aufstellen oder auf dem Dach montieren.

Bei dieser Ausführung einer solaren Poolheizung sollten Sie darauf achten, das System in den kalten Monaten zu entleeren, um Frostschäden zu vermeiden. Wenn Sie ein wenig mehr Geld zur Verfügung haben, können Sie auch zu winterfesten Poolkollektoren greifen.

Kosten einer Pool Solarheizung: Poolkollektoren kosten ungefähr 100 € pro Absorbermatte. Kleinere Komplettsets inklusive Verrohrung und weiterer Komponenten gibt es bereits ab 300 bis 500 Euro zu kaufen. Gestelle für die Aufständerungen werden meist von einem Aufpreis von weiteren 100 Euro begleitet.

Pool Solarheizung an Solarthermieanlage anschließen

Es gibt noch weitere Wege, einen Pool solar zu beheizen, als Solarabsorber zu benutzen. Den Pool können Sie auch an eine bestehende Solarthermieanlage zur Warmwasserbereitung oder Heizungsunterstützung anschließen. In diesem Fall wird die Wärme für den Pool aus dem Solarspeicher entnommen, der auch die Warmwasserbereitung und / oder Heizung speist.

Gerade in den Sommermonaten ist diese Nutzung von Solarthermie attraktiv, denn die häusliche Wärmeabnahme ( zum Beispiel durch die Heizung ) ist zu dieser Zeit im Allgemeinen sehr gering, während der Solarertrag sehr hoch ist. Durch den Pool führt man die gewonnene Energie einer sinnvollen Nutzung zu.

Ob als Nachrüstvariante oder Zusatz bei einer Neuanschaffung: in jedem Fall sollten Sie sich vorab bei einem Fachbetrieb über Pool Solarheizungen informieren. Diese geben gern Auskunft, ob eine Anlage mit einer Solarheizung für Schwimmbecken kombiniert werden kann. Unsere umfangreiche Datenbank hilft Ihnen bei der Suche nach Solarthermie Fach­betrieben vor Ort.

Weiterlesen zum Thema "Kollektoren"

Erfahrungen & Fragen zum Thema Solarthermie

Bei Neubau: Gas-Brennwertheizung vs. Luftwärmepumpe?

Wir planen ein Fertighaus - und haben hier die Wahl seitens des Bauträgers zwischen einer Gas-Brennwert Heizung und einer Luft-Wärmepumpe (eine Erdwärmepumpe steht nicht zur Verfügung). Der Gasanschluss kostet ungefähr 400 Euro. Bei den Luftwärmepumpen sind die Mehrkosten etwa 10.000 Euro im Vergleich zur Gasheizung. Angeboten wird hier eine Nibe F2040 oder einer Nibe F2120. Was macht hier am meisten Sinn, um zukünftig auf der sicheren Seite zu sein? Mein Kopf sagt, dass sich der Mehrpreis für eine Luftwärmepumpe beim aktuellen Gaspreis nicht lohnt. Zudem kann man für den Mehrpreis ja auch eine Solarthermie oder Photovoltaikanlage installieren (oder zumindest teilweise auch schon vorbereiten). Allerdings hat meine Frau auch widerrum Vorbehalte gegen die Sicherheit einer Gasheizung (wegen Gasaustritt) - wobei ich nicht weiß, ob das bei neuen / aktuellen Gasheizungen noch ein Thema ist. Was würden Sie hier empfehlen?
Antwort von LKS SARL

Ich würde raten weder noch! Sie haben schon bei der Solarthermie einen vernünftigen Gedanken, warum nicht direkt auf Pellets hinaus gehen: wir haben das schon fast 20 Jahre: Komfort hervorragend, heimische Energie, bezahlbare wenig schwankbare Kosten und Gebäude Wertzunahme.

Anforderungen der EnEV 2016: Erdgasheizung mit einer Photovoltaikanlage möglich?

Wir sind zur Zeit auf der Suche nach der vernünftigsten Heizungsanlage für unseren Neubau. Nach langer Eigenrecherche stellt sich uns die Frage, ob eine Kombination aus einer Erdgasheizung mit einer Photovoltaikanlage die EnEV 2016 Anforderungen erfüllen kann und wirtschaftlich (vor dem Hintergrund von Investitionskosten) sinnvoll ist. Können Sie uns diesbezüglich weiterhelfen? Unsere Verunsicherung rührt daher, dass die meisten Foren, Tabellen oder Informationsportale lediglich die Kombination aus Erdgasheizung plus Solarthermie oder Luftwärmepumpe plus Photovoltaik vorzuschlagen scheinen. Was würde aus Ihrer Sicht dafür oder dagegen sprechen?
Antwort von Elsner Architekten

Aus meiner Sicht sind das zwei unabhängige Maßnahmen: Die Gasheizung verbraucht kaum Strom (nur zum Zünden und für Pumpen und Stellventile) und kann direkt mit dem Strom, den eine Photovoltaikanlage liefert, nicht viel anfangen. Und die Photovoltaikanlage liefert eben Strom, mal viel, mal wenig. Wenn sie groß genug ist, reicht es vielleicht für eine überwiegende Abdeckung Ihres Stromverbrauchs, und für einige Einspeisung ins Versorgungsnetz. Das hat aber keine Auswirkung auf die Heizung.

Die Kombination von Gasheizung mit Solarthermie führt hingegen zu einer Erhitzung eines Wasservolumens, das als Brauchwarmwasser genutzt werden kann, oder als Puffer für Heizungsunterstützung und Warmwasserbereitung. Hierdurch sinkt direkt der Gasverbrauch. Natürlich kann man auch Gasheizung und Solarthermie einrichten und zusätzlich einige Photovoltaikzellen installieren.

Die Kombination Solarthermie + Wärmepumpe ist zweckmäßig, da die Wärmepumpe ein vergleichsweise großer Stromverbraucher ist, dessen Verbrauch durch die Photovoltaik weitgehend abgedeckt werden kann.

Ob das, was Sie vorhaben, der EnEV 2016 entspricht, hängt noch an einigen weiteren Parametern, und müsste im konkreten Einzelfall beurteilt werden.

Wird ein Grundofen im Primärenergiebedarf mit eingerechnet?

Können Sie mir sagen, ob ein Grundofen im Primärenergiebedarf mit eingerechnet wird? Wir planen zwei Vollgeschosse ohne Keller, Massiv mit Planziegel T9 in 36,5cm Stärke. Ausrichtung ist SW, d.h. es sind 10 von insgesamt 14 Fenster nach Süden und Westen ausgerichtet. Am liebsten wäre mir eine Gasheizung mit Solarthermie für Warmwasser und der Grundofen ohne Wassertasche für die winterliche Gemütlichkeit. Sollte das überhaupt nicht funktionieren (ohne Solar für Heizung und ohne Lüftungsanlage), könnte/ müsste ich mich mit einer Luftwärmepumpe anfreunden.
Antwort von Energieberatung Stapff

Viele gute Antworten, aber leider liegen einige KollegenInnen etwas daneben.

Wenn für das gleiche Wohngeschoss eine weitere Zentralheizung vorhanden ist, darf der handbeschickte Ofen nicht EnEV-angerechnet werden. Ist der Ofen aber Hauptheizung (Zentralheizung) für dieses Wohngeschoss, ist er natürlich anrechenbar. Es war nie verboten (auch von der EnEV nicht), als Heizung Einzelöfen für Biomasse einzusetzen.

Grundsätzlich ist ein Grundofen zu empfehlen, wenn Sie im Dauerbetrieb heizen können. Abends schnell mal einheizen geht damit nicht, da braucht es einen Kaminofen ohne Speichermasse.
Ein wasserführender Grundofen kann nicht sicher funktionieren, deshalb bietet der seriöse Fachhandel auch keinen an.

Gastherme und Solar für WW ist nach wie vor die preiswerteste Heizenergielösung. Ein bisschen mehr Dämmung dazu, dann ist der nachweis Erneuerbare Energie geführt. Ich kenne kein Bauamt, das nach diesem Nachweis fragt.
Bauherren fragen meist nach pragmatischen Lösungen, nicht nach realitätsfremden Vorschriften.

Winterliche Grüße
www.energie-wuerzburg.de

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