Montage von Solarkollektoren - Aufdachkollektor

13. April 2021
Die Kraft der Sonne lässt sich für Hausbesitzer passiv oder aktiv nutzen. Passiven Nutzen zieht man aus der direkten Sonneneinstrahlung in die Fenster. Aktiver Nutzen entsteht, wenn technische Hilfsmittel wie eine Kollektormontage stattfinden, um Wärme zu erzeugen( Solarthermie). Der Kollektor(lat.collegere = sammeln) ist das entscheidende Element zur Nutzung der Sonnenstrahlung für die Wärme­erzeugung. Die Anbringung von Kollektoren lässt sich durch verschiedene Montagemöglichkeiten bewerkstelligen - der Aufdachkollektor wird direkt auf dem Dach angebracht.
Dieser Artikel wurde von
Thorben Frahm für www.Solaranlagen-Portal.com verfasst.
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SolarthermieMontageAufdach

Der Aufdachkollektor - Kollektormontage auf dem Dach

Solarthermie Kollektoren zur Wärmeerzeugung werden bei Wohngebäuden vorwiegend auf dem Dach angebracht. In den meisten Fällen handelt es sich hierbei um Schrägdächer. Der Aufdachkollektor lässt sich sowohl beim Neubau eines Hauses einplanen als auch nachträglich auf Altbauten aufbringen. Im herkömmlichen Sinne ist die Solarthermie Montage also eine Arbeit für den Dachdecker, welcher allerdings mit den geltenden Unfallverhütungsvorschriften bei der Montage vertraut sein muss.

Dachlastreserve beim Aufdachkollektor beachten

Zu beachten ist die Statik des Daches. Diese muss bei einem Aufdachkollektor eine zusätzliche Last von etwa 300 Newton pro Quadratmeter (N/qm) tragen können. Außerdem müssen die Dachsparren so stabil verbunden sein, dass die Kollektoren weder abgleiten (z.B. bei Schneelast) noch durch starken Wind fortgetragen werden.Bei der Aufbringung gilt es, Punktbelastungen von Dachziegeln zu vermeiden.

Es ist zu beachten, dass die Ausdehnung der Kollektoren und deren Leitungen durch Wärme nicht behindert werden darf. Ausserdem ist bei der Montage ein Augemerk darauf zu legen, dass kein Feuchtigkeitseindringen, z.B durch Starkregen oder Schmelzwasser bei Schneeschmelze, möglich ist.

Die Rohre werden bei der Aufdachmontage auf kurzem Weg unter die Dachhaut geführt, um eine bessere Wärmedämmung der Leitungen zu erzielen. Undichtigkeiten der Dachhaut müssen beim Durchdringen selbstverständlich dringend vermieden werden.

Vorteile beim Aufdachkollektor - Kollektormontage schnell & preiswert

Durch die Montage vom Aufdachkollektor erzielt man verschiedene Vorteile. Die Dachhaut des Gebäudes wird kaum durch die Montage verletzt. Selbst wenn am Kollektor Undichtigkeiten auftreten, oder die Verglasung beschädigt wird, sind Defizite am Gebäude weitestgehend auszuschliessen.

Der Aufdachkollektor ist in seiner Anbringung ausserdem schnell und dementsprechend kostengünstig. Teure Arbeiten wie das Abdecken des Daches und das Neueindrecken entfallen. Optisch schöner und thermisch günstiger geht es in vielen Fällen durch die Kollektormontage indach - vor allem im Neubau eine gern umgesetzte Option.

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Erfahrungen & Fragen zum Thema Solarthermie

Bei Neubau: Gas-Brennwertheizung vs. Luftwärmepumpe?

Wir planen ein Fertighaus - und haben hier die Wahl seitens des Bauträgers zwischen einer Gas-Brennwert Heizung und einer Luft-Wärmepumpe (eine Erdwärmepumpe steht nicht zur Verfügung). Der Gasanschluss kostet ungefähr 400 Euro. Bei den Luftwärmepumpen sind die Mehrkosten etwa 10.000 Euro im Vergleich zur Gasheizung. Angeboten wird hier eine Nibe F2040 oder einer Nibe F2120. Was macht hier am meisten Sinn, um zukünftig auf der sicheren Seite zu sein? Mein Kopf sagt, dass sich der Mehrpreis für eine Luftwärmepumpe beim aktuellen Gaspreis nicht lohnt. Zudem kann man für den Mehrpreis ja auch eine Solarthermie oder Photovoltaikanlage installieren (oder zumindest teilweise auch schon vorbereiten). Allerdings hat meine Frau auch widerrum Vorbehalte gegen die Sicherheit einer Gasheizung (wegen Gasaustritt) - wobei ich nicht weiß, ob das bei neuen / aktuellen Gasheizungen noch ein Thema ist. Was würden Sie hier empfehlen?
Antwort von LKS SARL

Ich würde raten weder noch! Sie haben schon bei der Solarthermie einen vernünftigen Gedanken, warum nicht direkt auf Pellets hinaus gehen: wir haben das schon fast 20 Jahre: Komfort hervorragend, heimische Energie, bezahlbare wenig schwankbare Kosten und Gebäude Wertzunahme.

Anforderungen der EnEV 2016: Erdgasheizung mit einer Photovoltaikanlage möglich?

Wir sind zur Zeit auf der Suche nach der vernünftigsten Heizungsanlage für unseren Neubau. Nach langer Eigenrecherche stellt sich uns die Frage, ob eine Kombination aus einer Erdgasheizung mit einer Photovoltaikanlage die EnEV 2016 Anforderungen erfüllen kann und wirtschaftlich (vor dem Hintergrund von Investitionskosten) sinnvoll ist. Können Sie uns diesbezüglich weiterhelfen? Unsere Verunsicherung rührt daher, dass die meisten Foren, Tabellen oder Informationsportale lediglich die Kombination aus Erdgasheizung plus Solarthermie oder Luftwärmepumpe plus Photovoltaik vorzuschlagen scheinen. Was würde aus Ihrer Sicht dafür oder dagegen sprechen?
Antwort von Elsner Architekten

Aus meiner Sicht sind das zwei unabhängige Maßnahmen: Die Gasheizung verbraucht kaum Strom (nur zum Zünden und für Pumpen und Stellventile) und kann direkt mit dem Strom, den eine Photovoltaikanlage liefert, nicht viel anfangen. Und die Photovoltaikanlage liefert eben Strom, mal viel, mal wenig. Wenn sie groß genug ist, reicht es vielleicht für eine überwiegende Abdeckung Ihres Stromverbrauchs, und für einige Einspeisung ins Versorgungsnetz. Das hat aber keine Auswirkung auf die Heizung.

Die Kombination von Gasheizung mit Solarthermie führt hingegen zu einer Erhitzung eines Wasservolumens, das als Brauchwarmwasser genutzt werden kann, oder als Puffer für Heizungsunterstützung und Warmwasserbereitung. Hierdurch sinkt direkt der Gasverbrauch. Natürlich kann man auch Gasheizung und Solarthermie einrichten und zusätzlich einige Photovoltaikzellen installieren.

Die Kombination Solarthermie + Wärmepumpe ist zweckmäßig, da die Wärmepumpe ein vergleichsweise großer Stromverbraucher ist, dessen Verbrauch durch die Photovoltaik weitgehend abgedeckt werden kann.

Ob das, was Sie vorhaben, der EnEV 2016 entspricht, hängt noch an einigen weiteren Parametern, und müsste im konkreten Einzelfall beurteilt werden.

Wird ein Grundofen im Primärenergiebedarf mit eingerechnet?

Können Sie mir sagen, ob ein Grundofen im Primärenergiebedarf mit eingerechnet wird? Wir planen zwei Vollgeschosse ohne Keller, Massiv mit Planziegel T9 in 36,5cm Stärke. Ausrichtung ist SW, d.h. es sind 10 von insgesamt 14 Fenster nach Süden und Westen ausgerichtet. Am liebsten wäre mir eine Gasheizung mit Solarthermie für Warmwasser und der Grundofen ohne Wassertasche für die winterliche Gemütlichkeit. Sollte das überhaupt nicht funktionieren (ohne Solar für Heizung und ohne Lüftungsanlage), könnte/ müsste ich mich mit einer Luftwärmepumpe anfreunden.
Antwort von Energieberatung Stapff

Viele gute Antworten, aber leider liegen einige KollegenInnen etwas daneben.

Wenn für das gleiche Wohngeschoss eine weitere Zentralheizung vorhanden ist, darf der handbeschickte Ofen nicht EnEV-angerechnet werden. Ist der Ofen aber Hauptheizung (Zentralheizung) für dieses Wohngeschoss, ist er natürlich anrechenbar. Es war nie verboten (auch von der EnEV nicht), als Heizung Einzelöfen für Biomasse einzusetzen.

Grundsätzlich ist ein Grundofen zu empfehlen, wenn Sie im Dauerbetrieb heizen können. Abends schnell mal einheizen geht damit nicht, da braucht es einen Kaminofen ohne Speichermasse.
Ein wasserführender Grundofen kann nicht sicher funktionieren, deshalb bietet der seriöse Fachhandel auch keinen an.

Gastherme und Solar für WW ist nach wie vor die preiswerteste Heizenergielösung. Ein bisschen mehr Dämmung dazu, dann ist der nachweis Erneuerbare Energie geführt. Ich kenne kein Bauamt, das nach diesem Nachweis fragt.
Bauherren fragen meist nach pragmatischen Lösungen, nicht nach realitätsfremden Vorschriften.

Winterliche Grüße
www.energie-wuerzburg.de

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