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Einspeisevergütung für Photovoltaik Großanlagen 2019

Zum 01. August 2014 wurden die Förderkonditionen für Photovoltaik Großanlagen letztmalig reformiert. Die vormals gezahlte Einspeisevergütung wird ab sofort durch das Modell der verpflichtenden Direktvermarktung abgelöst. Was das für die Projektierung einer Photovoltaik Großanlage bedeutet zeigt der nachfolgende Text.
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Einspeisevergütung für Photovoltaik Großanlagen & Direktvermarktung

Bis Ende Juli 2014 war die Sache einfach: Photovoltaik Großanlagen auf Gebäuden oder Freiflächen erhielten bis zu einer installierten Gesamtleistung von 10.000 Kilowattpeak (10 Megawatt) Einspeise­vergütung für den ins Netz eingespeisten Strom. Großanlagen mit mehr Leistung, wie zum Beispiel Deutschlands größtes Photovoltaik Kraftwerk in Neuhardenberg (Brandenburg) mit 145.000 Kilowattpeak Leistung (145 Megawatt) vermarkteten ihren eingespeisten Strom seit jeher selbst über sog. Direktvermarkter an der Strombörse.

Was bislang für Photovoltaik Großkraftwerke galt, ist seit August 2014 für alle Neuanlagen über 500 Kilowattpeak zur Pflicht geworden: die Direktvermarktung. Eine neu ans Netz gehende Photovoltaik Großanlage mit mehr als 500 kWp Nennleistung erhält ab sofort keine Einspeisevergütung mehr. Zum 01.01.2016 sank diese Grenze weiter auf 100 kWp Nennleistung. Damit wurde die Vergütungs­fähigkeit über die Einspeisevergütung bis dato um das 100-fache an Leistung reduziert (von 10.000 auf 100kWp).

Was bedeutet die verpflichtende Direktvermarktung für eine Photovoltaik Großanlage?

Die Vergütung für den eingespeisten Solarstrom wird durch die Direktvermarktung neu gestaffelt. Als Einnahmen pro Kilowattstunde erhält der Betreiber einer neu ans Netz gehenden Photovoltaik Großanlage (>100 kWp):

  • den über den Direktvermarkter erzielten Verkaufspreis an der Strombörse
  • eine zusätzliche Marktprämie als "Ersatz" für die vormals gezahlte Einspeisevergütung
  • sowie einen festen Aufschlag von 0,4 Cent / kWh auf die Marktprämie für den Mehraufwand durch die Direktvermarktung

Die Marktprämie soll hierbei die Differenz vom Börsenstrompreis zur bisher gewährten Einspeise­vergütung für Photovoltaik Großanlagen ausgleichen. Sie errechnet sich aus der Differenz zwischen der hypothetischen Einspeisevergütung (inkl. 0,4 Cent Aufschlag) und dem Durchschnittsstrompreis an der Strombörse im jeweiligen Monat. Anspruch auf die Marktprämie können Anlagenbetreiber jedoch erst geltend machen, wenn die Anlage fernsteuerbar ist (spätestens 1 Monat nach Inbetriebnahme).

Einspeisevergütung für Photovoltaik Großanlagen bis 100 kWp

Bleibt eine Neuanlage unter der Grenze von 100 kWp Nennleistung wird nach wie vor die Einspeisevergütung gewährt. Zu aktuell folgenden Konditionen:

Inbetriebnahme
im Monat
Anlagentyp Nennleistung
der PV-Anlage (kWp)
Einspeisevergütung
(Cent/kWh)
Februar 2019 Anlagen auf Wohngebäuden, Lärmschutzwänden und Gebäuden nach § 48 Absatz 3 EEG bis 10

11,35

>10 bis 40 11,03
>40 bis 100 9,47
sonstige Anlagen bis 100 7,84
März 2019 Anlagen auf Wohngebäuden, Lärmschutzwänden und Gebäuden nach § 48 Absatz 3 EEG bis 10 11,23
>10 bis 40 10,92
>40 bis 100 8,99
sonstige Anlagen bis 100 7,76
April 2019 Anlagen auf Wohngebäuden, Lärmschutzwänden und Gebäuden nach § 48 Absatz 3 EEG bis 10 11,11
>10 bis 40 10,81
>40 bis 100 8,50
sonstige Anlagen bis 100 7,68

Welche Freiflächen für die Bebauung mit Photovoltaik Großanlagen förderfähig sind haben wir unter dem Punkt Großanlagen auf Frei- und Konversionsflächen näher beschrieben. Die monatliche Kürzung der Einspeisevergütung bleibt auch für Großanlagen weiterhin bestehen.

Ob sich der Bau einer Photovoltaik Großanlage angesichts dieser Konditionen wirtschaftlich lohnt beantworten Ihnen Solarteure oder unser Photovoltaik Rechner. Weitere Praxisfragen zu einer Photovoltaik Großanlage haben wir Ihnen in einem gesonderten Teil zusammengestellt.

Sammlung zurückliegender Vergütungssätze für eine Photovoltaik Großanlage

Monat Art der Anlage Größe in kWp
Vergütung (Cent/kWh) Degression Vergütete Strommenge
Einspeisevergütung April 2012 Dachanlage 40-1.000 kWp 16.50 90%
1-10 MW 13.50 100%
Freiflächenanlage < 10 MW 13.50 100%
Einspeisevergütung Mai 2012 Dachanlage 40-1.000 kWp 16.34 1% 90%
1-10 MW 13.37 100%
Freiflächenanlage < 10 MW 13.37 100%
Einspeisevergütung Juni 2012 Dachanlage 40-1.000 kWp 16.17 1% 90%
1-10 MW 13.23 100%
Freiflächenanlage < 10 MW 13.23 100%
Einspeisevergütung Juli 2012 Dachanlage 40-1.000 kWp 16.01 1% 90%
1-10 MW 13.10 100%
Freiflächenanlage < 10 MW 13.10 100%
Einsepisevergütung August 2012 Dachanlage 40-1.000 kWp 15.85 1% 90%
1-10 MW 12.97 100%
Freiflächenanlage < 10 MW 12.97 100%
Einspeisevergütung September 2012 Dachanlage 40-1.000 kWp 15.69 1% 90%
1-10 MW 12.84 100%
Freiflächenanlage < 10 MW 12.84 100%
Einspeisevergütung Oktober 2012 Dachanlage 40-1.000 kWp 15.53 1% 90%
1-10 MW 12.71 100%
Freiflächenanlage < 10 MW 12.71 100%
Einspeisevergütung November 2012 Dachanlage 40-1.000 kWp 15,15 2,5% 90%
1-10 MW 12,39 100%
Freiflächenanlage < 10 MW 12,39 100%
Einspeisevergütung Dezember 2012 Dachanlage 40-1.000 kWp 14,77 2,5% 90%
1-10 MW 12,08 100%
Freiflächenanlage < 10 MW 12,08 100%
Einspeisevergütung Januar 2013 Dachanlage 40-1.000 kWp 14,40 2,5% 90%
1-10 MW 11,78 100%
Freiflächenanlage < 10 MW 11,78 100%
Einspeisevergütung Februar 2013 Dachanlage 40-1.000 kWp 14,08 2,2% 90%
1-10 MW 11,52 100%
Freiflächenanlage < 10 MW 11,52 100%
Einspeisevergütung März 2013 Dachanlage 40-1.000 kWp 13,77 2,2% 90%
1-10 MW 11,27 100%
Freiflächenanlage < 10 MW 11,27 100%
Einspeisevergütung April 2013 Dachanlage 40-1.000 kWp 13,47 2,2% 90%
1-10 MW 11,02 100%
Freiflächenanlage < 10 MW 11,02 100%
Einspeisevergütung
Mai 2013
Dachanlage 40-1.000 kWp 13,23 1,8% 90%
1-10 MW 10,82 100%
Freiflächenanlage < 10 MW 10,82 100%
Einspeisevergütung
Juni 2013
Dachanlage 40-1.000 kWp 12,99 1,8% 90%
1-10 MW 10,63 100%
Freiflächenanlage < 10 MW 10,63 100%
Einspeisevergütung
Juli 2013
Dachanlage 40-1.000 kWp 12,75 1,8% 90%
1-10 MW 10,44 100%
Freiflächenanlage < 10 MW 10,44 100%
Einspeisevergütung August 2013 Dachanlage 40-1.000 kWp 12,52 1,8% 90%
1-10 MW 10,25 100%
Freiflächenanlage < 10 MW 10,25 100%
Einspeisevergütung September 2013 Dachanlage 40-1.000 kWp 12,30 1,8% 90%
1-10 MW 10,06 100%
Freiflächenanlage < 10 MW 10,06 100%
Einspeisevergütung Oktober 2013 Dachanlage 40-1.000 kWp 12,08 1,8% 90%
1-10 MW 9,88 100%
Freiflächenanlae < 10 MW 9,88 100%
Einspeisevergütung November 2013 Dachanlage 40-1.000 kWp 11,91 1,4% 90%
1-10 MW 9,74 100%
Freiflächenanlage < 10 MW 9,74 100%
Einspeisevergütung Dezember 2013 Dachanlage 40-1.000 kWp 11,74 1,4% 90%
1-10 MW 9,61 100%
Freiflächenanlage < 10 MW 9,61 100%
Einspeisevergütung Januar 2014 Dachanlage 40-1.000 kWp 11,58 1,4% 90%
1-10 MW 9,47 100%
Freiflächenanlage < 10 MW 9,47 100%
Einspeisevergütung Februar 2014 Dachanlage 40-1.000 kWp 11,46 1,0% 90%
1-10 MW 9,38 100%
Freiflächenanlage < 10 MW 9,38 100%
Einspeisevergütung März 2014 Dachanlage 40-1.000 kWp 11,35 1,0% 90%
1-10 MW 9,28 100%
Freiflächenanlage < 10 MW 9,28 100%
Einspeisevergütung April 2014 Dachanlage 40-1.000 kWp 11,23 1,0% 90%
1-10 MW 9,19 100%
Freiflächenanlage < 10 MW 9,19 100%
Einspeisevergütung Mai 2014 Dachanlage 40-1.000 kWp 11,12 1,0% 90%
1-10 MW 9,10 100%
Freiflächenanlage < 10 MW 9,10 100%
Einspeisevergütung Juni 2014 Dachanlage 40-1.000 kWp 11,01 1,0% 90%
1-10 MW 9,01 100%
Freiflächenanlage < 10 MW 9,01 100%
Einspeisevergütung Juli 2014 Dachanlage 40-1.000 kWp 10,90 1,0% 90%
1-10 MW 8,92 100%
Freiflächenanlage < 10 MW 8,92 100%
Einspeisevergütung August 2014 Dachanlage 40-500 kWp 11,09 1,0% entfällt
Freiflächenanlage bis 500 kWp 8,83
Einspeisevergütung September 2014 Dachanlage 40-500 kWp 11,03 0,5% entfällt
Freiflächenanlage bis 500 kWp 8,79
Einspeisevergütung Oktober 2014 Dachanlage 40-500 kWp 11,01 0,25% entfällt
Freiflächenanlage bis 500 kWp 8,76
Einspeisevergütung November 2014 Dachanlage 40-500 kWp 10,98 0,25% entfällt
Freiflächenanlage bis 500 kWp 8,74
Einspeisevergütung Dezember 2014 Dachanlage 40-500 kWp 10,95 0,25% entfällt
Freiflächenanlage bis 500 kWp 8,72
Einspeisevergütung Januar 2015 Dachanlage 40-500 kWp 10,92 0,25% entfällt
Freiflächenanlage bis 500 kWp 8,70
Einspeisevergütung Februar 2015 Dachanlage 40-500 kWp 10,90 0,25% entfällt
Freiflächenanlage bis 500 kWp 8,68
Einspeisevergütung März 2015 Dachanlage 40-500 kWp 10,87 0,25% entfällt
Freiflächenanlage bis 500 kWp 8,65
Einspeisevergütung April 2015 Dachanlage 40-500 kWp 10,84 0,25% entfällt
Freiflächenanlage bis 500 kWp 8,63
Einspeisevergütung Mai 2015 Dachanlage 40-500 kWp 10,82 0,25% entfällt
Freiflächenanlage bis 500 kWp 8,61
Einspeisevergütung Juni 2015 Dachanlage 40-500 kWp 10,79 0,25% entfällt
Freiflächenanlage bis 500 kWp 8,59
Einspeisevergütung Juli 2015 Dachanlage 40-500 kWp 10,76 0,25% entfällt
Freiflächenanlage bis 500 kWp 8,57
Einspeisevergütung August 2015 Dachanlage 40-500 kWp 10,73 0,25% entfällt
Freiflächenanlage bis 500 kWp 8,55
Einspeisevergütung September 2015 Dachanlage 40-500 kWp 10,71 0,25% entfällt
Freiflächenanlage bis 500 kWp 8,53
Einspeisevergütung Oktober 2015 Dachanlage 40-500 kWp 10,71 0,00% entfällt
Freiflächenanlage bis 500 kWp 8,53
Einspeisevergütung November 2015 Dachanlage 40-500 kWp 10,71 0,00% entfällt
Freiflächenanlage bis 500 kWp 8,53
Einspeisevergütung Dezember 2015 Dachanlage 40-500 kWp 10,71 0,00% entfällt
Freiflächenanlage bis 500 kWp 8,53
Dieser Artikel wurde erstellt von: Christian Märtel, Redakteur www.Solaranlagen-Portal.com

Erfahrungen & Fragen zum Thema Solarstromvergütung

Modulerweiterung an bestehender PV-Anlage: Bestandsschutz oder Einspeisevergütung in Gefahr?

Ich habe 2 Anlagen 1. 2011 9,5KW 2WR 4,4 mit Eigenverbrauch 28ct / 13ct 2. 2012 14,88 KW 1WR 15KW Volleinspeisung 24ct Die neue EEG sieht für 2017 eine Übergangsfrist vor. Jedoch gibt weder EEG noch EON klare Auskünfte. Lt. EEG gilt für Altanlagen noch Bestandsschutz bei Änderungen (Modultausch WR-Tausch Eigenverbrauch) Soweit ich das sehe könnte ich bis Ende 2017 noch bis zu 30% erweitern und hätte noch Bestandsschutz. Kriegt man dann trotzdem noch die alte, ursprüngliche Enispeisevergütung? Wieweit ist eine Modulerweiterung vertretbar? Kann man z.B in den 15KW WR mit 20KW Modulleistung einspeisen? Oder geht der dann kaputt?
Antwort von SonnENergie Neumeyer

Sie können Altanlagen um bis zu 30% erweitern und genießen dann die gleichen Bedingungen für den Eigenverbrauch wie bis dato, für die Einspeisung gelten die jetzt aktuellen Einspeisetarife.

Die meisten WR gehen bei überhöhter Modulleistung in den Selbstschutz und erhöhen die MPP-Spannung - das hängt vom WR-Typ ab.

Zweite Photovoltaikanlage auf Nebengebäude - kann separat betrieben werden?

Ich habe seit 2008 eine PV-Anlage mit 6,58kWp produktiv (mit eigenem Zähler, da Kompletteinspeisung ohne Eigennutzung) Ich plane nun eine weitere Anlage auf einem Nebengebäude primär für Eigennutzung. Kann diese als separate Anlage (z.B. bzgl. Einspeisevergütung) betrachtet werden (und kann somit auch > 3,42kWp haben, um trotzdem als <10kWp zu gelten) oder muss zwingend eine Zusammenlegung bzgl. Einspeisung vorgenommen werden?
Antwort von Auth Energiesysteme

Ich würde die geplante PV-Anlage so groß wie möglich machen, da sich dieses wirtschaftlich besser rechnet.
Die PV-Anlagen werden separat betrachtet was die Einspeiseverütung betrifft. Ob sich ein Speicher rechnet muß man genau sich ansehen.
Gerne helfen wir Ihnen weiter.

Photovoltaikanlage erweitert - wird die Einspeisevergütung reduziert?

Ich habe am 18.5.18 eine PV-Anlage mit 4,86 kWp in Betrieb genommen und erhalte eine Einspeisevergütung von 12,2 Cent netto pro eingespeiste kWh. Am 29.8.18 wurde die Anlage nach einer Reklamation (nicht optimale Ausnutzung der Dachfläche) um drei Platten auf 5,67 kWp erweitert. Wird die Einspeisevergütung jetzt reduziert oder bleibt sie wie im Mai vereinbart?
Antwort von Solar-Basar

Sie haben 12 Monate ab Installation die Möglichkeit zusätzliche Module als Erweiterung laufen zu lassen. Sind die 12 Monate überschritten gilt das ganze als Neuanlage.

Energieversorger stellt Zahlung für Solarstrom ein

Ich habe ein Problem mit meinem Energieversorger. Ich betreibe eine Photovoltaik Anlage und bekomme seit Juli 2018 kein Geld mehr. Der Energieversorger hat erst behauptet ich habe etwas an der Anlage verändert und würde zu viel Strom einspeisen. Nach langem hin und her haben wir den Punkt geklärt und Anfang Februar kam ein Schreiben mit dem offenen Betrag für 2018. Bisher ist das Geld bei mir nicht eingegangen. Mehrfach mit der Hotline telefoniert und Tickets eröffnet. Es meldet sich keiner, weder per Telefon noch per Post. Ich habe mich schriftlich gemeldet, auch das ohne irgendeine Reaktion. Auf welche Gesetze kann ich mich beziehen? Wäre ein Anwalt in der Sache zu empfehlen?
Antwort von Wohnen mit Energie

Als Installateur klären wir solche Punkte für unsere Kunden mit dem Netzbetreiber. Vielleicht kann Ihrer das auch?

PV-Anlage aus Eigennutzung nehmen

Besteht die Möglichkeit eine PV-Anlage, die im August 2012 mit der Möglichkeit des Eigenverbrauchs errichtet worden ist, auf Volleinspeisung umzubauen? Oder werden dann 10% der erzeugten Strommenge nicht vergütet?
Antwort von SolarfuxX GmbH

Eventuell verwechseln Sie die 10% mit der einzuspeisenden Restmenge um dem Unternehmenszweck zu folgen. Es besteht immer die Möglichkeit zwischen den angebotenen Möglichkeiten zu wechseln. Allerdings ist mir der Grund für den Wechsel in die Volleinspeisung nicht klar. Den größten wirtschaftlichen Nutzen erzielen Sie durch den dezentralen und somit direkten Verbrauch vor Ort.

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