Photovoltaik & Bundesnetzagentur: ohne Anmeldung kein Geld!

8. Januar 2021
Bei der Bundesnetzagentur sind alle Photovoltaik Klein- und Großanlagen in Deutschland registriert, die eine Einspeisevergütung bekommen. Folglich muss jede neue Anlage auch dort gemeldet werden. Reine Bürokratie für Statistikzwecke? Weit gefehlt, denn ohne Anmeldung ist der örtliche Netzbetreiber zu nichts verpflichtet.
Dieser Artikel wurde erstellt von:
Christian Märtel, Redakteur www.Solaranlagen-Portal.com
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Photovoltaik GroßanlagenBetrieb Anmeldung bei der Bundesnetzagentur

Anmeldung einer Photovoltaik Großanlage bei der Bundesnetzagentur

Die Anmeldung einer PV Anlage bei der Bundesnetzagentur ist in der Regel mit wenig Aufwand verbunden und binnen kurzer Zeit erledigt. Einige Dinge gilt es jedoch im Vorfeld zu beachten:

1. Warum ist eine Anmeldung notwendig?

Ohne Anmeldung bei der Bundesnetzagentur ist der örtliche Netzbetreiber nicht verpflichtet, die  Einspeisevergütung für die Photovoltaikanlage zu zahlen. Dies ist im § 16 Absatz 2 des EEG festgelegt.

2. Für welche Photovoltaik Anlagen trifft die Anmeldepflicht zu? 

Es müssen nur Photovoltaik Klein- und Großanlagen bei der Bundesnetzagentur gemeldet werden, die eine Einspeisevergütung nach dem Erneuerbaren Energien Gesetz erhalten und nach dem 01. Januar 2009 neu in Betrieb genommen wurden. PV Anlagen, die die gesetzliche Einspeisevergütung nicht erhalten, sind von der Anmeldung befreit.

3. Wer muss die Photovoltaik Anlage melden und wann?

Melden muss die Photovoltaik Anlage bei der Bundesnetzagentur der Anlagenbetreiber - also die Person, die die Photovoltaikanlage zur Stromerzeugung nutz. Unabhängig davon, ob die Person  selbst der Eigentümer ist.

Sobald der Inbetriebnahmezeitpunkt der Photovoltaik Anlage verbindlich feststeht, kann die Anlage angemeldet werden - frühestens zwei Wochen vor dem Tag der Inbetriebnahe, spätestens am Tag der Inbetriebnahme. Die Anmeldung muss jedesmal neu gemacht werden, wenn Photovoltaik Module zu einer bestehenden Klein- oder Großanlage hinzugebaut werden.

4. Wie läuft die Anmeldung bei der Bundesnetzagentur ab?  

Die Anmeldung bei der Bundesnetzagentur ist ausschließlich online im PV Meldeportal möglich. Im Anschluß erhält der Anlagenbetreiber von der Bundesnetzagentur eine schriftliche Bestätigung mit einer Registrierungsnummer. Diese gilt als Nachweis für den Netzbetreiber, dass die PV Anlage gemeldet ist und die Einspeisevergütung gezahlt werden muss.  

5. Welche Angaben sind erforderlich?

Gemeldet werden muss die Summe der installierte Nennleistung aller Photovoltaik Module, die seit dem 01. Januar 2009 neu in Betrieb genommen wurden. Wurde eine bestehende Photovoltaikanlage erweitert, die bereits vor 2009 in Betrieb ging, muss nur die Nennleistung der neuen Module gemeldet werden. Klein- und Großanlagen vor 2009 interessieren die Bundesnetzagentur nicht mehr.

Die Nennleitung ist in der Regel auf dem Kaufvertrag des Photovoltaik Fachbetriebs verzeichnet. Wird mehr als eine Anlage betreiben und befinden sich diese an verschiedenen Standorten, muss für jede PV Anlage ein gesondertes Formular ausgefüllt werden.

Alle weiteren Fragen zur Anmeldung beantwortet ein Datenblatt, dass die Bundesnetzagentur als Ausfüllhilfe zur Verfügung stellt. Photovoltaik Fachbetriebe können als Dritte auch das Formular ausfüllen. Unterschreiben und einreichen muss es in jedem Fall der Betreiber der PV Anlage. 

Weiterlesen zum Thema "Einspeisemanagement "

Erfahrungen & Fragen zum Thema Photovoltaik Anmeldung

PV-Anlage selber installieren

Besteht die Möglichkeit eine PV-Anlage der Größe 1 bis 2 KW selbst bei einem Anbieter zu kaufen und selber auf meinem Hausdach zu installieren? Wie muss die Anlage angemeldet werden und muss die Anlage durch eine Fachkraft abgenommen werden? Oder kann die Anlage auch ohne Anmeldung betrieben werden (da sehr geringe Leistung zum Eigenverbrauch)?
Antwort von synertec

Grundsätzlich besteht die Möglichkeit eine PV-Anlage selbst zu montieren. Vorrausetzung ist neben dem handwerklichen Geschick und keine Angst vor Höhe auch eine Absicherung durch ein Gerüst, welches auch die Arbeit erleichtert. Trotzdem sollte ein Fachmann Sie unterstützen bei den einzelnen Arbeitsschritte, somit ist eine sichere Montage gewährleistet und Montagefehler ausgeschlossen. Für den Stranganschluß wird spezielles Montagewerkzeug benötigt um die Steckverbinder sicher zu vercrimpen. Unsere Fachpartner können Sie bei der Montage unterstützen.

Die wechselstromseitige Einbindung der PV-Anlage muß durch einen Elektromeister erfolgen, er kümmert sich auch um die Anmeldung beim Netzbetreiber, ebenso bei der Abnahme durch den Netzbetreiber.

Eine Anlage ohne Anmeldung zu betreiben würde ich nicht empfehlen. Wollen Sie keinen Überschußstrom einspeisen muß zumindest ein neuer Zähler mit Rücklaufsperre eingebaut werden.
Bedenken Sie dabei, das der Überschußstrom dann kostenlos ins Netz des Netzbetreibers eingespeist wird. Das wird durchaus auch bei einer kleineren Anlage passieren.

Es gibt aber durchaus die Möglichkeit eine PV-Anlage ohne oder teilweise ohne Finanzamt zu betreiben. Hier können wir Ihnen beim Kauf einer Anlage weiterhelfen. Für weitere Fragen stehen wir Ihnen gerne telefonisch zur Verfügung.

Mit sonnigen Grüßen.
snertec

Kosten bei Anmeldung einer PV Anlage

Ich habe mal eine Frage zur Anmeldung einer PV Anlage: Welche Kosten entstehen - beim Zählertausch? - bei der Zählergebühr? - Bei der Zahlung für die Anmeldung? Welche weiteren Kosten muss ich beachten?
Antwort von Solar- & Ingenieurwerkstatt

Sehr geehrter Herr Ebermann,

der Zählertausch ist, abhängig vom Netzbetreiber, kostenlos.
Ob ein neuer Zählerplatz platz gebraucht wird, hängt von der Anlagengröße ab. Bis 10 kW ist dies nicht notendig, da Ihr Zähler durch einen Zweirichtungszähler ersetzt werden kan. Ab 10 KW ist darüber hinaus ein Ertragszähler obligatorisch.
Die Zählergebühr ändert sich bei den meisten Netzbetreibern nicht.
Die Anmeldung ist kostenlos seitens des Netzbetreibers. Wir erstellen die Anmeldeunterlagen in Kooperation mit unserem oder Ihrem Elektriker. Ebenso erstellen wir die Anmeldung für die Bundesnetzagentur kostenlos.
Ich danke für Ihr Interesse, stehe für weitere Fragen gern zur Verfügung.

Ich verbleibe mit sonnigen Grüssen,
Markus Homburg

PV-Anlage einer Eigentümergemeinschaft: Anmeldung, Einspeisevergütung & steuerliche Fragen

Wir, eine GmbH sind Betreiber einer Seniorenresidenz. Wir eröffnen nun ein neues Haus, das eine PV-Anlage besitzt. Das Gebäude und somit auch die PV gehören einer Eigentümergemeinschaft, diese möchte jedoch nichts mit dem Betrieb der Anlage zu tun haben. Als Studentin wurde ich nun beauftragt, mich mit der Thematik vertraut zu machen. Daher meine Fragen: Können wir als zukünftiger Betreiber der Anlage die Anmeldung übernehmen? Hat der Besitzer trotzdem Anspruch auf den erzeugten Strom bzw. den Gewinn? Oder wäre dies durch eine schriftliche Verzichtserklärung zu umgehen?
Antwort von MHS Solarbau Boos

Wenn die (schon bestehende) PV-Anlage der Eigentümergemeinschaft gehört, werden diese auch die Errichter der Anlage sein und da die Anlage bereits länger besteht (und wahrscheinlich auch in Betrieb genommen wurde) werden dort auch Einspeisevergütungen an die Betreiber gezahlt worden sein. Meist wird darüber auch ein gesonderter Vertrag mit dem EVU abgechlossen. Sollte die Eigentümergemeinschaft nicht Eigentümer der Anlage sein, dann ist der Nießbrauch dieser PV-Anlage im Grundbuch verzeichnet, um dem Errichter/Besitzer die Nutzung zu gestatten. Wenn der Besitzer die Nutzung bzw. den Betrieb der Anlage ablehnt, handelt er gegen sämtliche kaufmännische Gepflogenheiten, denn er hat die Anlage ja bezahlt und könnte dann ja auch den zu erwartenden Umsatz und Gewinn einstreichen. Sollten die Betreiber dennoch auf den Betrieb verzichten wollen(fragen Sie vorher, warum - es wird einen triftigen Grund geben), gehen Sie zum Notar und lassen sich diesen Verzicht beurkunden oder die Anlage schenken...

Vorzeitig aus Stromverträgen kommen

Ich habe vor mir eine Photovoltaikanlage zuzulegen. Ich habe Stromverträge für meine Wärmepumpe und für den normalen Hausstrom bei zwei verschiedenen Stromlieferanten. Beide Verträge laufen noch über ein halbes Jahr. Würde ich bei der Installation einer Photovoltaikanlage vorzeitig aus diesen Verträgen raus kommen?
Antwort von Huber Solar & Technik GmbH

Aus unserer Erfahrung nein.

Planung und Umsetzung einer Photovoltaikanlage auf Einfamilienhaus

Wir sind gerade im Neubau eines Einfamilienhauses und möchten eine Luftwärmepumpe einbauen. Zusätzlich möchten wir eine Photovoltaik-/oder eine Solaranlage installieren. Welche Anlage würde sich für uns lohnen? Wie viel benötige ich für die Heizung und eventuell für den Allgemeinen Stromverbrauch? Wo finde ich eine professionelle Beratung? Wo finde ich einen Qualitativ guten Hersteller, mit gutem Preis-Leistungsverhältnis? Welche Anlagen werden vom Staat gefördert? Und wie viel?
Antwort von Clen Solar GmbH & Co. KG

Sehr geehrte Damen und Herren,

in wie weit sich eine Anlage lohnt, kann nur durch mehr Informationen über die Gegebenheiten vor Ort ermitteln werden.

Die Höhe des Jahresverbrauchs von Heizung, Hausstrom und Luftwärmepumpe ist sehr wichtig, damit ein fundiertes Angebot bzw. Simulation erstellt werden kann.

Wir bieten deutschlandweit professionelle Beratung an und begleiten Sie von der Planung über die Installation und Anmeldung der Anlage bis hin zur Übergabe und Inbetriebnahme.

Den suchen z.B. wir für Sie raus bzw. zeigen Ihnen mehrere gute Hersteller, die einen Anlagenbetrieb über 20-25 Jahre gewährleisten.

Im Erneuerbaren Energie Gesetzbuch werden Photovoltaikanlagen volle 20 Jahre inklusive Inbetriebnahmejahr mit einer Einspeisevergütung gefördert.
Auch eine kfw-Speicherförderung kann man beantragen bzw. gibt es auch verschiedene Bundesländerföderungen.

Sonnige Grüße

Clen Solar GbR
Enrico Heymann

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