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    Solarförderung für Eigenverbrauch

    Strom, der in einer Photovoltaikanlage erzeugt und anschließend selbst verbraucht wird, wird seit April 2012 nicht mehr vergütet und seit August 2014 finanziell mit einer Abgabe belastet. Damit hat sich die Gruppe der Anlagenbetreiber in drei Lager gespalten: bestehende Photovoltaikanlagen, die noch Solarförderung für Eigenverbrauch bekommen; jene, die für ihre Bestandsanlage keine Solarförderung für Eigenverbrauch mehr erhalten (den Strom aber noch abgabefrei verbrauchen können) sowie all jene Neuanlagenbetreiber, die eine Abgabe zahlen müssen wenn sie ihren selbst erzeugten Strom auch selbst verbrauchen wollen. Fragen, die sich für diese drei Lager ergeben, wollen wir hier klären.
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    Solarförderung für Eigenverbrauch: Regelung gestern, heute & morgen

    RWE Smart MeteringMit Smart Home Lösungen wie hier von RWE lässt sich der Eigenverbrauch
    von Solarstrom komfortabel steuern und optimieren | Bildquelle: RWE AG

    Gruppe 1: Wenn Sie noch Solarförderung für Eigenverbrauch bekommen

    Solarförderung für Eigenverbrauch bekommen Photovoltaikanlagen in Deutschland, die zwischen dem 01.01.2009 und 31.03.2012 in Betrieb genommen wurden (mit Übergangsregelung bis 30.06.2012, wenn für die Anlage vor dem 24.02.2012 ein Netzanschluss­begehren gestellt wurde). Hier finden Sie eine Übersicht, wie sich die Einspeisevergütung für selbst verbrauchten Strom in dieser Zeit entwickelt hat.

    Wieviel Solarförderung der Anlagenbetreiber für den Eigenverbrauch erhält, hängt von der sog. Eigenverbrauchsquote ab. Bei 30% Eigenverbrauchsanteil ist ein Schnitt angesetzt. Wird mehr als 30% des erzeugten Strom selbst verbraucht ist die Solarförderung pro kWh höher als wenn weniger als 30% selbst verbraucht werden. Die normale Eigenverbrauchsquote bei Solarstrom liegt in der Regel jedoch weit unter 30%. Zahlreiche Hersteller bieten deshalb Smart Home Lösungen und Stromspeicher an, die den Eigenverbrauchsanteil deutlich steigern. 

    Anlagenbetreiber, die noch Solarförderung für Eigenverbrauch bekommen, können mit Ihrer Anlage beliebig oft zwischen Eigenverbrauch und Volleinspeisung hin und her wechseln (jahres-, monats-, tage-, stunden- und ggf. auch minutenweise). Hierzu muss mit dem Netzbetreiber eine Frist vereinbart werden, in der der Wechsel vorher angezeigt wird.

    Da zwischen 2009 und 2012 die gesetzlichen Grundlagen der Solarförderung für Eigenverbrauch mehrmals geändert wurden, herrscht bei vielen Anlagenbetreibern Unsicherheit, auf welcher Grundlage Ihr Eigenverbrauch geregelt ist. Die Clearingstelle EEG hat hierzu eine sehr gute Infografik herausgegeben.

    Gruppe 2: Wenn Sie keine Solarförderung für Eigenverbrauch mehr bekommen, der Eigenverbrauch aber noch abgabefrei ist

    Photovoltaikanlagen, die zwischen dem 01.07.2012 und 31.07.2014 in Betrieb genommen wurden, bekommen (auch unter Berücksichtigung der Übergangsregelung) keine Solarförderung für Eigenverbrauch mehr. Hinzu kommt, dass Dachanlagen, die in dieser Zeit gebaut wurden und  zwischen 10 und 1.000 kWp Leistung haben, seit 01.01.2014 für den Rest ihrer Vergütungsdauer nur 90% der jährlich erzeugten Strommenge vergütet bekommen. Die restlichen 10% Strommenge müssen selbst verbraucht werden (ohne Solarförderung).

    Prinzipiell ist es für Eigenheimbesitzer und Kleinanlagen, die keinen rein wirtschaftlichen Zweck verfolgen ratsam, auch ohne Solarförderung für Eigenverbrauch einen möglichst hohen Anteil an erzeugtem Strom selbst zu verbrauchen. Denn seit der Einführung der Solarförderung für Eigenverbrauch ist die Einspeisevergütung für Strom immer geringer und der Preis für Haushaltsstrom teurer geworden. 2013 bekamen Neuanlagen weniger als 16 Cent pro eingespeister Kilowattstunde und beziehen heute Haushaltsstrom für rund 27 Cent aus dem Netz. Dieses Missverhältnis macht den Eigenverbrauch von Solarstrom immer attraktiver.

    Gruppe 3: Wenn Sie eine Abgabe auf selbst verbrauchten Strom zahlen müssen

    Photovoltaikanlagen, die heute und in Zukunft neu gebaut und an das öffentliche Netz angeschlossen werden, erhalten im Vergleich zur ersten Gruppe komplett entgegengesetzte Konditionen was die Solarförderung für Eigenverbrauch angeht. Statt einem finanziellen Zuschuss für jede selbst verbrauchte Kilowattstunde müssen diese Anlagen für ihre gesamte Vergütungsdauer von 20 Jahren eine Abgabe zahlen auf die Kilowattstunden, die selbst verbraucht werden.

    Ausgenommen von dieser Regelung sind Neuanlagen unter 10 kWp Leistung (Ein- und Mehrfamilien­haus-Größe), Inselanlagen die nicht an das öffentliche Stromnetz angeschlossen sind sowie sämtliche Bestandsanlagen aus Gruppe 2 und Gruppe 1, die vor dem 01.08.2014 in Betrieb genommen wurden. Befreit sind Bestands­anlagen jedoch erst dann, wenn vor diesem Stichdatum bereits einmal Strom selbst verbraucht wurde und dies auch nachgewiesen werden kann. Stellen Bestandsanlagen, die ihren Strom eigentlich abgabefrei verbrauchen können bzw. noch eine Solarförderung für Eigenverbrauch bekommen, erst nach dem Stichdatum erstmals auf Eigenver­brauch um, dann wird die Abgabe dennoch dauerhaft fällig.

    Pro Kilowattstunde müssen bis Ende 2015 30%, ab 2016 35% und ab 2017 fest 40% der jeweils geltenden EEG-Umlage als Abgabe auf den Eigenverbrauch gezahlt werden. 6,24 Cent / kWh beträgt die EEG-Umlage derzeit (2014). 

    Wichtiger Hinweis: bis Anfang 2015 soll diese Regelung vorübergehend noch ausgesetzt sein, da es ein entsprechendes Melde- und Abrechnungsverfahren seitens der Netzbetreiber noch nicht gibt. 

    Wenn Sie eine Photovoltaikanlage zum Eigenverbrauch des Solarstroms inkl. Stromspeicher planen, lassen Sie sich von einem Solarteur aus Ihrer Nähe beraten, welches Anlagenkonzept am besten geeignet ist. Was solch eine Anlage kosten wird, können Sie vorab unverbindlich mit unserem Photovoltaik-Rechner herausfinden.

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    Dieser Artikel wurde erstellt von: Christian Märtel, Redakteur www.Solaranlagen-Portal.com