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Die Kürzung der Einspeisevergütung (Degression)

Die Einspeisevergütung für neu zu bauende Photovoltaik Anlagen wird von Monat zu Monat abgesenkt. Mit der letzten EEG Novelle, die zum 01. August 2014 in Kraft getreten ist, wurden vom Gesetzgeber einige Änderungen an dieser monatlichen Degression vorgenommen. Welche das sind und wie sich die Einspeisevergütung zukünftig entwickeln wird zeigt der nachfolgende Bericht.
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Degression der Einspeisevergütung für Photovoltaik Anlagen 2017

Zunächst zum Verständnis: wenn sich die Einspeisevergütung monatlich verringert heißt das nicht, dass Photovoltaik Anlagen für ihren eingespeisten Strom von Monat zu Monat weniger Geld bekommen. Eine Photovoltaik Anlage bekommt für 20 volle Kalenderjahre (plus die Restmonate im Jahr der Inbetriebnahme) ein und dieselbe Vergütung für jede eingespeiste Kilowattstunde Strom. Der Vergütungssatz ist auf diese Laufzeit festgeschrieben.

Was sich verringert von Monat zu Monat ist der Vergütungssatz, den eine neu zu bauende Anlage bekommen wird für ihre Laufzeit von 20 Jahren. Praktisch heißt das, dass eine Photovoltaik Anlage, die z.B. im August 2015 in Betrieb genommen wurde, dauerhaft eine um 0,25% höhere Einspeisevergütung pro Kilowattstunde gewährt bekommt für die nächsten 20 Jahre als eine Anlage, die einen Monat später im September 2015 in Betrieb ging. Eben weil sich der Vergütungssatz von August auf September 2015 um 0,25% verringerte.

Was die Thematik im Ganzen noch etwas verkompliziert ist die Tatsache, dass der Prozentsatz, um den sich die Einspeisevergütung von Monat zu Monat verringert (0,25% im Beispiel), nicht festgeschrieben ist. Die Höhe dieses Degressionssatzes wird quartalsweise angepasst. Jeweils zum 01. Januar, 01. April, 01. Juli und 01. Oktober eines Jahres. In der Fachsprache wird diese Handhabung als der "atmende Deckel" bezeichnet.

So berechnet sich die Degression aktuell

Mit der letzten Änderung des Erneuerbare Energien Gesetzes (EEG) zum 01. August 2014 wurde für die weitere Degression der Photovoltaik Einspeisevergütung folgendes beschlossen:

  • der normal anzunehmende Wert für die monatliche Verringerung beträgt 0,5% (Basis Degression)
  • dieser Wert gilt zunächst fest für die drei Monate eines Quartals und wird zu Beginn eines neuen Quartals angepasst
  • die Anpassung des Basiswerts von 0,5% Degression wird davon abhängig gemacht, wieviel Photovoltaik Leistung insgesamt in Deutschland neu installiert wurde in den zurückliegenden 12 Monaten vor dem jeweiligen Quartal (mit einem zusätzlichen Monat Versatz für die Berechnung)
  • wurden in den 12 Monaten zuvor insgesamt zwischen 2.400 und 2.600 Megawatt Photovoltaik Leistung hinzugebaut bleibt die Höhe der Kürzung auch im neuen Quartal bei 0,5% pro Monat
  • wurde mehr Photovoltaik Leistung gebaut wird der Wert von 0,5% schrittweise erhöht auf bis zu 2,8% pro Monat
  • wurde weniger Photovoltaik Leistung als 2.400 Megawatt in 12 Monaten hinzugebaut wird im kommenden Quartal weniger stark gekürzt, gar nicht gekürzt oder die Einspeisevergütung sogar erhöht

Einen Eindruck, wie sich Degression im Abhängigkeit vom Photovoltaik Zubau in Deutschland entwickeln wird, gibt die nachfolgende Tabelle:

PV-Zubau in Deutschland in den
vergangenen 12 Monaten (Megawatt)
Anpassung der Degression
für das folgende Quartal auf
weniger als 1.000 keine Kürzung (Erhöhung um 1,5%)
1.000 - 1.500 keine Kürzung
1.500 - 2.400 0,25%
2.400 - 2.600
0,5% (Basis Degression)
2.600 - 3.500 1,0%
3.500 - 4.500 1,4%
4.500 - 5.500 1,8%
5.500 - 6.500 2,2%
6.500 - 7.500 2,5%
> 7.500 2,8%

Zu erwartende Degression für die kommenden Quartale

Wie beschrieben wird für die Anpassung der Degression auf die vorangegangenen zwölf Monate vor einem Quartal geschaut (mit einem Monat Versatz). Als Beispiel bestimmt sich die Degression für das 1. Quartal 2016 (Januar bis März 2016) aus dem Photovoltaik Zubau der Monate Dezember 2014 bis November 2015 (Dezember 2015 ist der eine Monat Versatz).

Monat Photovoltaik Zubau
in Deutschland (Megawatt)
Summe der
vergangenen 12 Monate
voraussichtliche Degression
für das folgende Quartal
Sept. 2013 293,317
Okt. 2013 222,816
Nov. 2013 218,192
Dez. 2013 165,669
Jan. 2014 192,974
Feb. 2014 110,341
Mär. 2014 155,712
Apr. 2014 162,773
Mai 2014 203,669
Jun. 2014 188,156
Jul. 2014 342,307
Aug. 2014 140,002 2.395,928 0,25% (4. Quartal 2014)
Sept. 2014 109,798
Okt. 2014 75,406
Nov. 2014 105,882 1.952,807 0,25% (1. Quartal 2015)
Dez. 2014 107,150


Jan. 2015 120,689
Feb. 2015 97,282
1.810,534 0,25% (2. Quartal 2015)
Mär. 2015 98,038


Apr. 2015 92,125


Mai 2015 101,348 1.580,505
0,25% (3. Quartal 2015)
Jun. 2015 94,149
Jul. 2015 164,928
Aug. 2015 263,625 1.436,687 0,00% (4. Quartal 2015)
Sept. 2015 129,755
Okt. 2015 80,072
Nov. 2015 69,747 1.418,908 0,00% (1. Quartal 2016)
Dez. 2015 143,545
Jan. 2016 81,752
Feb. 2016 50,461 1.369,545 0,00% (2. Quartal 2016)
Mär. 2016 77,847
Apr. 2016 82,772
Mai 2016 99,972 1.338,625 0,00% (3. Quartal 2016)
Jun. 2016 119,095
Jul. 2016 80,047
Aug. 2016 87,924 1.102,989 0,00% (4. Quartal 2016)
Sept. 2016 110,877
Okt. 2016 108,691
Nov. 2016 184,039
Dez. 2016 441,021

Hier finden Sie eine Übersicht, wie hoch die Einspeisevergütung angesichts dieser Degression im aktuellen Quartal ausfällt.

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Dieser Artikel wurde erstellt von: Christian Märtel, Redakteur www.Solaranlagen-Portal.com