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Wechselrichter Wirkungsgrad entscheidet über Stromausbeute

Der Wechselrichter, Herzstück einer Photovoltaik-Anlage, sorgt für die Wandlung des Gleichstroms in Wechsel- oder Starkstrom (3-phasiger Drehstrom). Je höher der Wechselrichter Wirkungsgrad, desto mehr Strom kann genutzt und eingespeist werden. Fachleute unterscheiden den Spitzenwirkungsgrad, den europäischen Wirkungsgrad und den Gesamtwirkungsgrad.
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Wechselrichter Wirkungsgrad hängt vom Messverfahren ab

Wechselrichter WirkungsgradPlatinentausch an einem Wechselrichter,
Bild: Fronius International GmbH
Der Spitzen­wirkungs­grad und der europäische Gesamtwirkungsgrad geben die Leistungs­stärke vom Wechselrichter an. Der Spitzen­wirkungs­grad bezeichnet hierbei den maximalen Wirkungsgrad unter optimalen Bedingungen.

Der europäische Wirkungsgrad liefert wesentlich mehr Informationen über die tatsächliche Leistung des Spannungs­umwandlers, denn die optimale Leistung wird in der Praxis nicht oder nur für kurze Zeit­räume erzielt, denn der Wirkungsgrad ist kein einheitlicher Wert, sondern ändert sich beständig. Meist arbeitet der Wechselrichter im Teillastbetrieb.

Der europäische Wirkungsgrad

Der europäische Wirkungsgrad ergibt sich aus der Berechnung des Durchschnitts der Wechselrichter-Leistung unter unter­schiedlichen Belastungen und Bedingungen. Dieser Wechselrichter Wirkungsgrad gibt ein repräsentativeres Leistungsbild ab.

Ein Manko ist, dass nicht definiert ist, welche Eingangsspannung hierbei genutzt werden muss. "Europäisch" ist dieser Wirkungsgrad, weil die Tests die Standardbedingungen in unseren Breiten berücksichtigen. Es gibt auch den kalifornischen Wirkungsgrad, der in sonnenintensiveren Regionen zur Geltung kommt.

Europäischer Wechselrichter Wirkungsgrad ist Fachleuten noch nicht exakt genug

Daher soll der Gesamtwirkungsgrad in Zukunft den europäischen Wirkungsgrad ergänzen oder als Norm sogar ersetzen. Hierbei werden insgesamt 20 verschiedene Spannungszustände gemessen, wodurch sich ein noch realistischeres Leistungsmuster widerspiegeln lässt. Einigen Fachleuten ist dies allerdings noch nicht ausreichend. Die Techniker des Fachmagazins Photon haben daher einen eigenen Wechselrichter Test entwickelt - woraus der "Photon Wirkungsgrad" abgeleitet wird.

Hierzu werden unter anderem unter Laborbedingungen die gesamten Leistungsbereiche der Eingangsspannung betrachtet, um so ein tatsächliches Wechselrichterverhalten zu kreieren und ein exaktes Bild vom Wechselrichter Wirkungsgrad zu erhalten. In jedem Fall ist der Wechselrichter-Wirkungsgrad wichtig, um nicht über nur die Leistungskapazität zu informieren, sondern auch über den Kosten-Nutzen-Faktor.

Denn wenn ein 5 Kilowatt Wechselrichter mit einem Wirkungsgrad von 97 Prozent durchschnittlich 30 - 150 Kilowattstunden an Strom nicht umwandeln kann, summiert sich dieser Betrag bei einem Wechselrichter Wirkungsgrad von 90 Prozent auf 500 Kilowattstunden im Jahr. Anhand dieses Beispiels aus der Photon 06/2010 verliert man somit mit einem Wechselrichter Wirkungsgrad von 90 Prozent knapp 4.300 Euro an Einspeisevergütung über den gesamten Vergütungsraum im Gegensatz zu circa 1285 Euro bei einem effizienteren Wechselrichter - eine Differenz von 3000 Euro.

Mehr Informationen zum Wechselrichter Wirkungsgrad haben Photovoltaik Fachbetriebe in Ihrer Nähe. Sie beraten auch zur korrekten Wechselrichter Auslegung.

Dieser Artikel wurde erstellt von: Christian Märtel, Redakteur www.Solaranlagen-Portal.com