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    Abrechnung mit Netzbetreiber: Wann Vergütungsanspruch fällig

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    Die Fälligkeit der Vergütungsansprüche ergibt sich aus mehreren Faktoren. Grundsätzlich sind Netzbetreiber verpflichtet, die Vergütung zu entrichten, unabhängig von vorhandenen Registrierungen oder Einspeiseverträgen. Die Fälligkeit selbst tritt in Kraft, wenn:

    1. Die Menge des solaren Stroms ist dem Netzbetreiber bekannt.
    2. Bei Anlagen, deren Strom durch Bemessungsleistung zu vergüten wäre, werden entsprechend die Vergütungsstufen zugeordnet.
    3. Die Vergütungsverpflichtung wird auch rückwirkend fällig, sobald die Anlagenbetreiber die dazugehörigen Nachweise gegenüber dem Netzbetreiber geltend machen. 

    Zu 1.) Hierbei ist relevant, ob der Netzbetreiber mit der Messung des Stroms aus Photovoltaik Modulen betraut ist oder ob der Anlagenbetreiber selbst oder Dritte damit beauftragt hat. Während im ersten Fall der Netzbetreiber bereits durch die Messung Kenntnis von dem Anspruch auf Vergütung und die Menge des solaren Stroms hat, ist das in den beiden anderen Fällen nicht der Fall. Daher ist der Anlagenbetreiber verpflichtet, den Netzbetreiber entsprechend über den eigentlichen Vergütungsanspruch sowie die Messdaten übermitteln.

    Zu 2.) Richtet sich die Vergütung nach Leistung der Anlage, muss der Netzbetreiber Kenntnis über die Leistung der Anlage erhalten. Die passenden Vergütungsstufen werden zugeordnet und danach richtet sich die Vergütung. Fällig wird der Anspruch, auch rückwirkend wie der dritte Punkt zeigt, sobald die erforderlichen Informationen dem Netzbetreiber vorliegen.

    Zu 3.) Netzbetreiber sind auch rückwirkend zur Vergütung verpflichtet. Die Fälligkeit besteht ab dem Zeitpunkt, wenn die Voraussetzungen für die Vergütung erfüllt sind. Hier sind Anlagenbetreiber in der Pflicht, die Voraussetzungen nachzuweisen. (Quelle)

    Hintergrund

    EEG 2009/2012 § 45 "Anlagenbetreiberinnen, Anlagenbetreiber, Netzbetreiber und Elektrizitätsversorgungsunternehmen sind verpflichtet, einander die für den bundesweiten Ausgleich nach den §§ 34 bis 39 jeweils erforderlichen Daten, insbesondere die in den §§ 46 bis 50 genannten, unverzüglich zur Verfügung zu stellen. § 38 gilt entsprechend."

    EEG 2009/2012 § 16 "(1) Netzbetreiber müssen Anlagenbetreiberinnen und Anlagenbetreibern Strom aus Anlagen, die ausschließlich erneuerbare Energien oder Grubengas einsetzen, mindestens nach Maßgabe der §§ 18 bis 33 vergüten. Dies gilt nur für Strom, der tatsächlich nach § 8 abgenommen worden ist. Auf die zu erwartenden Zahlungen sind monatliche Abschläge in angemessenem Umfang zu leisten."

     

    Verwandte Fragen zur Fälligkeit des Vergütungsanspruchs

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    Dieser Artikel wurde erstellt von: Christian Märtel, Redakteur www.Solaranlagen-Portal.com