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Vergütung für Aufdach-PV-Anlagen: Gewächshaus förderfähig?

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Nein! Ein neu zu bauendes Gewächshaus für Schattengewächse wie Bärlauch oder Preiselbeeren, bei dem bereits im Vorfeld die Nutzung mittels Photovoltaik-Anlagen geplant und kalkuliert wurde, ist nicht förderwürdig im Sinne des Erneuerbare-Energien-Gesetzes.

Problematisch ist in so einem Fall vor allem die  überwiegende Nutzung zur Stromerzeugung und Einspeisung beim Netzbetreiber. Der vorrangige Gedanke im EEG, Flächen nicht ausschließlich für Photovoltaik-Anlagen zu versiegeln, ist bei der Planung von Gewächshäusern zu beachten. Im EEG klar abgestuft ist die Forderung, zunächst vorhandene bauliche Anlagen zu nutzen, dann Konversionsflächen zu nutzen und erst auf Freiflächen zurück zu greifen.

Die wirtschaftliche Ausrichtung muss klar erkennbar darauf ausgerichtet sein, dass das Gewächshaus und die darin angebauten Pflanzen Ziel der baulichen Maßnahme sind. Werden die Flächen allein zum Zwecke der Energiegewinnung durch Photovoltaik versiegelt, dann erlischt der Anspruch auf die Einspeisevergütung. (Quelle)

Hintergrund

§ 32 Abs. 1 Nr. 1 EEG 2012: "Für Strom aus Anlagen zur Erzeugung von Strom aus solarer Strahlungsenergie beträgt die Vergütung [...], wenn die Anlage in, an oder auf einem Gebäude oder einer sonstigen baulichen Anlage angebracht ist und das Gebäude oder die sonstige bauliche Anlage vorrangig zu anderen Zwecken als der Erzeugung von Strom aus solarer Strahlungs­energie errichtet worden ist [...]."

 

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Dieser Artikel wurde erstellt von: Christian Märtel, Redakteur www.Solaranlagen-Portal.com