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Kürzung der Solarförderung

Die Kürzung der Solarförderung betrifft vorrangig Photovoltaikanlagen. Solarthermie Anlagen sind von der Kürzung weniger stark bis kaum betroffen. So wurden im August 2012 letztmalig die Förderkonditionen für Solarthermie verbessert. Aus diesem Grund konzentriert sich die nachfolgende Beschreibung ausschließlich auf die Kürzung der Solarförderung von Photovoltaikanlagen.
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Kürzung der Solarförderung: Anpassung des EEG & Degression

Wenn von der Kürzung der Solarförderung für Photovoltaikanlagen gesprochen wird, dann meint dies sowohl die in der Vergangenheit halbjährlich bis jährlich vorgenommenen Änderungen der Bundesregierung am Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) als auch die darin beschlossene Kürzung der Einspeisevergütung.

Fortlaufende Anpassungen des EEG

Zunächst muss vorangestellt werden, dass die Kürzung der Solarförderung nichts "Schlimmes" ist. Die Solarförderung wurde von der Bundesregierung in den 90er Jahren eingeführt, um maßgeblich der Photovoltaikindustrie in Deutschland auf die Beine zu helfen. Diese Anschubförderung wurde und wird über Gesetzesanpassungen nach und nach zurückgefahren, je weiter sich die Solarwirtschaft entwickelt und die Anschaffungskosten für Photovoltaik erschwinglicher werden für die breite Masse. Die Hysterie und Panikmache, die bei jeder Kürzung der Solarförderung aufs neue verbreitet wird, ist deshalb häufig überzogen. Die Anschaffung einer Photovoltaikanlage ist nach wie vor wirtschaftlich und wirft je nach Anlagenstandort eine Rendite ab. Ob sich eine Photovoltaikanlage für Sie lohnt können Sie mit unserem Photovoltaik Rechner herausfinden.

Die letzte Änderung am EEG trat zum 01.08.2014 in Kraft (sog. EEG-Novelle). Darin wurden u.a. folgende Punkte beschlossen:

  • die monatliche Kürzung der Solarförderung wird von 1% auf 0,5% Basisdegression herabgesetzt
  • die Höhe der Kürzung wird quartalsweise angepasst, jeweils zum 01.01., 01.04., 01.07. und 01.10. eines Jahres
  • Neuanlagen erhalten ab sofort wieder für die gesamte erzeugte Strommenge eines Jahres die Einspeisevergütung (Marktintegrationsmodell wieder abgeschafft)
  • Neuanlagen müssen auf selbst verbrauchten Solarstrom eine Abgabe zahlen (Neuanlagen unter unter 10 kWp Leistung ausgenommen)
  • Neuanlagen über 100 kWp Leistung erhalten keine Einspeisevergütung mehr und müssen sich für die Stromeinspeisung einen Direktvermarkter suchen

Monatliche Kürzung der Solarförderung (Degression)

Wie hoch die Einspeisevergütung für eine neu gebaute Photovoltaikanlage für die kommenden 20 Jahre ausfällt hängt davon ab, in welchem Monat die Anlage in Betrieb genommen wird. Denn mit jedem Monat, den die Anlage später in Betrieb geht, gibt es etwas weniger Solarförderung vom Staat. Die monatliche Kürzung der Solarförderung im einzelnen:

Inbetriebnahme
im Monat
Anlagentyp Nennleistung
der PV-Anlage (kWp)
Einspeisevergütung
(Cent/kWh)
Kürzung gegenüber
Vormonat
Februar 2017 Anlagen auf Wohngebäuden und Lärmschutzwänden bis 10 12,30 0,00%
>10 bis 40 11,96
>40 bis 100 10,69
sonstige Anlagen bis 100 8,51
März 2017 Anlagen auf Wohngebäuden und Lärmschutzwänden bis 10 12,30 0,00%
>10 bis 40 11,96
>40 bis 100 10,69
sonstige Anlagen bis 100 8,51
April 2017 Anlagen auf Wohngebäuden und Lärmschutzwänden bis 10 12,30 0,00%
>10 bis 40 11,96
>40 bis 500 10,69
sonstige Anlagen bis 500 8,51

Seit November 2012 ist die Kürzung der Solarförderung variabel. Die Einspeisevergütung kann gegenüber dem Vormonat um mehr oder weniger als 0,5% gekürzt werden. Dies hängt davon ab, wieviel Photovoltaik-Leistung in den zwölf Kalendermonaten vor einem Quartal zugebaut wurde. Die Bundesnetzagentur gibt die neuen Fördersätze für die Solarförderung jeweils kurz vor Beginn eines neuen Quartals bekannt. Aktuell liegt die Kürzung der Solarförderung bei 0,00% für Februar bis April 2017.

Hier finden Sie weitere Hintergründe zur monatlichen Kürzung der Einspeisevergütung. Eine Photovoltaik Anlage zu kaufen, lohnt sich angesichts der Kürzung der Solarförderung auch 2017 noch. Denn die Anlagenpreise fallen ebenfalls seit Jahren stark. So kostet eine PV-Anlage heute rund zwei Drittel weniger als noch vor sieben Jahren. Für eine genaue Wirtschaftlich­keitsberechnung wenden Sie sich jedoch bitte an einen Solar-Fachbetrieb vor Ort.

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Dieser Artikel wurde erstellt von: Christian Märtel, Redakteur www.Solaranlagen-Portal.com