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Netzanbindung von PV-Anlagen: 30 kWp & Hausanschluss

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Üblicherweise wird bei kleineren Photovoltaik Anlagen bis zu einer Maximalleistung von 30 kWp der bestehende Hausanschluss, falls einer vorhanden ist, zur Einspeisung verwendet. Hier greift die Regelung im Erneuerbare Energien Gesetz, das den gesamtwirtschaftlich günstigsten Netzverknüpfungspunkt vorrangig vorsieht. Ist auf einem Grundstück also bereits ein Hausanschluss vorhanden und die Anlage übersteigt die Leistung von 30 kWp nicht, dann wird in der Regel zunächst der vorhandene Hausanschluss auf Verfügbarkeit und Verwendungsmöglichkeit geprüft. Das gilt auch für mehrere Anlagen auf einem Grundstück, wenn sie insgesamt die Leistung von 30 kWp nicht überschreiten. Ein Anrecht auf diesen Netzverknüpfungspunkt hat der Anlagenbetreiber nicht.

Erst wenn dem Netzbetreiber aufgrund der fehlenden Kapazitäten der Hausanschluss wegen notwendiger Ausbauarbeiten nicht zu zumuten wäre, kommen andere Netzverknüpfungspunkte in Frage. Der Netzbetreiber darf keinesfalls schlechter gestellt werden durch den Netzverknüpfungspunkt, der womöglich vorhanden, aber für die einzuspeisende Menge an solarem Strom keine ausreichenden Kapazitäten mit sich bringt.

Dem Anlagenbetreiber steht dabei das Wahlrecht offen, das auch andere Netzverknüpfungspunkte möglich macht. Außerdem kann der Netzbetreiber sein Letztzuweisungsrecht nach EEG 2009/2012 § 5 Abs. 3 ausüben. (Quelle)

Hintergrund

EEG 2009/2012 § 5 Abs. 1 "Netzbetreiber sind verpflichtet, Anlagen zur Erzeugung von Strom aus Erneuerbaren Energien und aus Grubengas unverzüglich vorrangig an der Stelle an ihr Netz anzuschließen (Verknüpfungspunkt) [...]."

EEG 2009/2012 § 5 Abs. 2: "Anlagenbetreiberinnen und -betreiber sind berechtigt, einen anderen Verknüpfungspunkt dieses oder eines anderen im Hinblick auf die Spannungsebene geeigneten Netzes zu wählen." Sowie EEG 2009/2012 § 5 Abs. 3: "Der Netzbetreiber ist abweichend von den Absätzen 1 und 2 berechtigt, der Anlage einen anderen Verknüpfungspunkt zuzuweisen. (...)". Welcher Netzverknüpfungspunkt in einem individuellen Fall der tatsächlich wirtschaftlich und technisch günstigste ist, muss eventuell durch eine zusätzliche Wirtschaftlichkeitsprüfung festgestellt werden.

 

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Dieser Artikel wurde erstellt von: Christian Märtel, Redakteur www.Solaranlagen-Portal.com