Der Solarstrom
Eine Möglichkeit, die Solarenergie zu nutzen, ist die Photovoltaik. Dabei wird aus der Energie der Sonne Solarstrom erzeugt. Wir erläutern Ihnen alles rund um dieses System, von den Komponenten über die Entwicklung bis hin zu Vor- und Nachteile des Solarstroms.
Die Geschichte des Solarstroms
1839 entdeckte Alexandre Edmond Becquerel die Wechselwirkung zwischen der Energie der Sonne und Elektronen. Albert Einstein entwickelte diese Theorie weiter und veröffentlichte 1904 eine Arbeit zur Erklärung des photovoltaischen Effekts und der so genannten Quantennatur des Lichts. Ein halbes Jahrhundert später wurden in den USA dann die ersten Solarzellen für die Raumfahrt hergestellt.
Durch technische Fortschritte in der Halbleitertechnologie und dem wachsenden Markt durch die Ölpreiskrise 1973, wurden in Deutschland in den 80er Jahren Betriebe für Siliziumsolarzellen errichtet. Wurden 1990 in Deutschland laut Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit noch 0,6 Gigawattstunden Solarstrom produziert, waren es 2009 bereits 6.200 Gigawattstunden.
Dieses Wachstum wurde begünstigt durch eine Reihe von Gesetzen sowie die positive Preisentwicklung von Photovoltaik.

Solarstrom heute
Durch neue technische Entwicklungen wurden die Herstellungskosten für Solarstrom gesenkt und durch die Förderung für Photovoltaik wurden die Anlagen preiswerter und verkauften sich immer besser. Für immer effizientere und langlebigere Komponenten muss immer weniger bezahlt werden, was die Investition in Solarstrom sehr lohnenswert macht. Die Technik wurde bezahlbar und Endkundentauglich.
Vorteile der Photovoltaik sind unter Anderem, dass der Strom ohne Emissionen hergestellt wird, die Sonne jedermann kostenlos und unbegrenzt zur Verfügung steht und eine Solaranlage verhältnismäßig langlebig und wartungsarm ist. Die Investitionskosten können durch eine Vielzahl bundesweiter und lokaler Förderprogramme abgefedert werden. Zu den Vorraussetzungen für Photovoltaik zählt, dass eine geeignete Dachfläche vorhanden ist. Denn der richtige Standort bestimmt die Wirtschaftlichkeit der Photovoltaikanlage.
Die Technik des Solarstroms
Die wichtigste Komponente einer Photovoltaikanlage sind die Photovoltaikmodule, welche jeweils aus Solarzellen bestehen. Diese fangen die Sonnenstrahlen ein und wandeln sie in Gleichstrom um. Da die meisten technischen Geräte mit Wechselstrom betrieben werden, wird der Gleichstrom mithilfe eines Wechselrichters in Wechselstrom umgewandelt.
Klicken für eine größere Darstellung
Der Solarstrom kann dann entweder direkt im Haushalt genutzt werden, was den Betreiber unabhängig von Stromanbietern macht, oder in das öffentliche Stromnetz eingespeist werden. Durch die Einspeisevergütung des EEG erhält der Betreiber der Anlage eine Vergütung. Er selbst bezieht dann seinen Strom auch aus dem Netz. Wenn die Solaranlage nicht an das Netz gebunden ist, wird der Strom in einer Batterie gespeichert und kann dann bei Bedarf genutzt werden.

Solarenergie