Abschreibung von Photovoltaikanlagen

Abschreibungen sind ein wichtiger Bestandteil im Finanzierungsplan einer neuen Photovoltaikanlage. Wir erklären Ihnen die Grundlagen sowie unterschiedliche Methoden anhand eines Rechenbeispiels.

Grundlagen von Abschreibungen

Abschreibung Abschreibungen, auch AfA genannt, drücken aus, wie die Anschaffungskosten der Photovoltaikanlage auf die Nutzungs­dauer von 20 Jahren verteilt wird. Sie stellt also die Wert­minderung der Anlage im zeitlichen Verlauf dar.

Da Abschreibungen als Kosten gelten, ergibt sich eine Steuer­minderung, da der zu versteuernde Gewinn durch diese zusätz­lichen Kosten gemindert wird.

Möglichkeiten der Abschreibung in der Photovoltaik

Für den Betreiber einer Photovoltaikanlage gibt es vier unterschiedliche Möglichkeiten, zwischen denen man frei wählen kann. In der Photovoltaik kann die degressive oder die lineare Methode mit einer der beiden anderen Methoden kombiniert werden. Informieren Sie sich bei Ihrem Finanzberater über die jeweiligen Besonderheiten um die optimale Methode für sich persönlich zu finden.

Die lineare Abschreibung

Bei der linearen Abschreibung werden die Anschaffungskosten der Photovoltaikanlage gleichmäßig über die Nutzungsdauer von 20 Jahren abgeschrieben – das heißt jährlich 5 Prozent. Beispielsweise werden für eine Anlage mit einem Anschaffungspreis von 14.000 Euro dementsprechend jeweils 700 Euro im Jahr fällig.

Im Jahr der Inbetriebnahme muss die Abschreibung zeitanteilig angesetzt werden. Wenn die Anlage zum Beispiel am 01. Dezember in Betrieb genommen wurde, muss in diesem Jahr nur 1/12 der jährlichen Abschreibung vorgenommen werden. Im Beispiel also rund 58,33 Euro. Der Restbetrag wird dann im 21. Jahr abgeschrieben.

Die degressive Abschreibung

Bei der degressiven Abschreibung werden die Abschreibungen prozentual berechnet. Dieser Betrag darf jährlich maximal das 2,5fache der linearen betragen. Da linear 5 Prozent berechnet werden, dürfen degressiv maximal 12,5 Prozent kalkuliert werden.

Dieser Prozentsatz wird immer vom jährlichen Restwert der Photovoltaikanlage berechnet. Im ersten Jahr bedeutet dies eine Abschreibung von 1.750 Euro, im zweiten Jahr dann 1.531,25 Euro und so weiter. Die Abschreibungen werden also jedes Jahr geringer. Da so die Steuerlast zu Beginn gemindert wird, ist diese Möglichkeit die beliebteste. Nach einiger Zeit kann dann zur linearen Abschreibung gewechselt werden.

Investitionsabzugsbetrag und Sonderabschreibung

Beim Investitionsabzugsbetrag können 40 Prozent der Anschaffungskosten direkt im ersten Jahr abgeschrieben werden. Für die restliche Laufzeit wird dann jeweils mit 5 Prozent jährlich abge­schrieben.

Im Fall der Sonderabschreibung können 20 Prozent des Anschaffungspreises innerhalb von 4 Jahren abgeschrieben werden. Die Verteilung ist dabei frei wählbar.

Weitere Informationen zum Thema finden Sie in den folgenden Artikeln:

Finanzierung von Photovoltaik
Photovoltaik und Steuern
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Autor: Chistian Märtel