Polykristalline Solarzellen - kosteneffektive Module

Polykristalline Module haben einen nicht ganz so hohen Wirkungsgrad, wie monokristalline Solarzellen - polykristalline Module sind jedoch deutlich preiswerter. Polykristalline Solarmodule sind deswegen die am häufigsten installlierten Module. Charakteristisch ist die Kristallstruktur, welche die polykristallinen Solarmodule der Photovoltaik Anlage bei Sonneneinstrahlung stark reflektieren lässt.

Polykristalline Solarzellen: Module aus quadratischem Siliziumblock

Polykristalline SolarzellenPolykristallines Solarmodul mit dem
charakteristischen Blauton, Bild:
SOLVIS GmbH & Co KG
Polykristalline Solarzellen werden, genauso wie monokristalline Solarzellen, aus Silizium hergestellt. Allerdings ist das Silizium nicht ganz so rein wie bei der Herstellung von monokristallinen Zellen. Zunächst wird ein Siliziumblock gegossen, welcher dann langsam abgekühlt wird. Wenn sich das flüssige Silizium abkühlt und fest wird, entstehen Kristallstrukturen in unterschiedlichen Größen. Von diesem Block werden dann Scheiben abgetrennt; jede Scheibe ist dann eine polykristalline Solarzelle.

Mehrere polykristalline Solarzellen werden dann zu einem Solarmodul zusammengeschlossen. Dabei wird unterschieden in eine Serienschaltung oder eine seltener genutzte Parallelschaltung. Wenn für ein Solarmodul eine Serienschaltung genutzt wird, ensteht eine höhere Spannung, wohingegen bei einer Parallelschaltung ein höherer Strom besteht.

Die polykristallinen Solarzellen werden dann in transparentem Ethylen-Vinyl-Acetat eingebettet und mit einer Glasscheibe abgedeckt, um so ein Solarmodul zu formen. Außerdem bekommt jedes Solarmodul einen Rahmen aus Edelstahl oder Aluminium. Für rund die Hälfte der momentan installierten Photovoltaik-Anlagen werden polykristalline Solarmodule genutzt - monokristalline Module oder Dünnschicht Solarzellen weisen einen geringeren Marktanteil auf.

 

Polykristalline Module haben das beste Preis-Leistungs-Verhältnis

Polykristalline Solarzellen sind quadratisch. Die Module sind bläulich gefärbt und nicht so dunkel und eben wie monokristalline Solarzellen. Die Herstellung der Module ist weniger aufwendig und es entstehen nur geringe Abfälle aufgrund der quadratischen Form der Zelle. Daher sind polykristalline Solarzellen preiswerter und auch die Umweltbilanz der Photovoltaik Anlage ist besser, da nicht so viel Energie für die Herstellung der Module erforderlich ist. Daher werden polykristalline Solarzellen oft als die Zellen mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis bezeichnet.

Da für polykristalline Solarmodule weniger reines Silizium verwendet wird und Kristallstrukturen bestehen, die für Lichtbrechungen sorgen, ist der Wirkungsgrad der Solarmodule mit rund 15 Prozent geringer als bei monokristallinen Solarmodulen. Aufgrund der geringeren Effizienz werden polykristalline Solarzellen häufig für Photoltaik Anlagen auf größeren Dachflächen eingesetzt, bei denen die Leistung eines einzelnen Solarmoduls nicht ganz so entscheidend ist. Hersteller von polykristallinen Solarmodulen sind zum Beispiel Suntech, ET Solar, Schüco und Scheuten.

Die Wahl der Module ist immer abhängig vom höchst individuellen Dach. Ein ausgiebiger Vergleich zwischen monokristallinen und polykristallinen Solarmodulen und professionelle Beratung sollten am Anfang der Planung einer Photovoltaik Anlage stehen.

Autor: Chistian Märtel