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Modulpreise für Photovoltaik Anlagen

Die Großhandels- und Endkundenpreise für Photovoltaikmodule sind seit der Einführung von Strafzöllen auf chinesische Module und der Insolvenz zahlreicher deutscher Hersteller stark in Bewegung. Was Photovoltaikmodule bei Herstellern, Lieferanten und entsprechend für den Endkunden genau kosten, können Sie nachfolgend dem PV-Preisindex von pvXchange entnehmen. Dieser listet Monat für Monat die Modulpreise deutscher, chinesischer, japanischer, koreanischer und südostasiatischer Photovoltaik Module auf.
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Modulpreise: Endkunden- & Spotmarkt-Preise für Photovoltaik-Module

Im Juni 2016 wurden kristalline Photovoltaik Module auf dem europäischen Spotmarkt zu durch­schnittlich 0,48€ bis 0,62€ pro Wattpeak gehandelt, je nach Herkunftsland. Modulpreise deutscher Fabrikate pendeln sich aktuell bei 55 Cent ein. Insgesamt liegt der Preisnachlass bei deutschen Fabrikaten derzeit bei knapp 7% gegenüber den Modulpreisen vor einem Jahr (59 Cent pro Wattpeak im Juni 2015). Bemerkenswert ist hierbei, dass sich die Modulpreise deutscher und chinesischer Fabrikate nach Jahren mittlerweile angeglichen haben!

Hersteller aus Südostasien, Indien, Indonesien, Thailand und Taiwan führen weiterhin das Feld an mit den günstigen Preisen von aktuell 48 Cent pro Wattpeak. Gefolgt von chinesischen Herstellern mit 53 Cent pro Wattpeak. Japanische und koreanische Fabrikate sind nach wie vor die teuersten am Markt. Die Modulpreise pendeln sich mit 62 Cent pro Wattpeak oberhalb deutscher Fabrikate ein.

Hintergründe zur Tabelle

Die hier veröffentlichten Modulpreise sind ausschließlich für Photovoltaik Module repräsentativ (Preise für Solarthermie Kollektoren finden Sie hier) und stellen die durchschnittlichen Angebotspreise auf dem europäischen Spotmarkt dar (netto, verzollte Ware). Die Modulpreise sind keine Endkundenpreise.

Die hier genannten Modulpreise werden uns zur Verfügung gestellt von pvXchange. pvXchange ist mit über 9.000 registrierten Geschäftskunden eine der weltweit größten Vermittlungsplattformen für Solarmodule und Wechselrichter. Über den 2004 gegründeten Online-Marktplatz finden Anbieter nicht nur Abnehmer für Ihre Produkte, sondern auch aktuelle Projekte und Systemanfragen. Mit der Expertise aus mehr als 20.000 erfolgreichen Vermittlungsgeschäften und über neun Jahren Markterfahrung bringen die Mitarbeiter von pvXchange schnell und effizient den aktuellen Bedarf von Kunden mit passenden Angeboten zusammen. Die Serviceplattform ist herstellerunabhängig.

Aktuelle Markteinschätzung von pvXchange

Der Neuanlagenmarkt in Europa ist weitestgehend zum Erliegen gekommen, zumindest im Vergleich zu den entsprechenden Zeiträumen der Vorjahre – daran ändern offenbar auch nichts die langsam sinkenden Modulpreise. Wie sich bereits in den letzten Monaten abzeichnete, bewegen sich die Preise für Module aus Deutschland, Europa, Japan und Korea, sowie aus chinesischer Produktion langsam auf das Niveau der Module aus Südostasien zu, wohingegen der Durchschnittspreis für diese Produkte seit Jahresbeginn festzementiert scheint. Man könnte fast meinen, hier sei der Boden erreicht, also ein Marktpreis, der nicht mehr unterschritten werden kann. Dies trifft jedoch nicht zu, aber dazu muss man die Zusammensetzung der Preisindex-Zahlen kennen und analysieren.

Die Durchschnittswerte für südostasiatische Module beinhalten einerseits Preise taiwanesischer, vietnamesischer oder aber chinesischer Marken mit Produktionsstätten vor Ort, es fließen jedoch zunehmend auch Preise deutscher Marken mit ein, die in diesen Regionen produzieren lassen. Deren Module werden in der Regel aber zu höheren Preisen angeboten - Axitec, Hanwha Q-Cells und die Solar-Fabrik können hier als Beispiele genannt werden. Diese Marken tauchen dann auch mehrfach im Preisindex auf, sofern sie sowohl in Europa, als auch in Asien produzieren lassen. So wird der mögliche Marktpreis für südostasiatische Module etwas verfälscht, wohingegen die tatsächlich in Deutschland gefertigten Module von beispielsweise Aleo, Heckert oder Sonnenstromfabrik (ehemals CentroSolar) offensichtlich immer günstiger angeboten werden können.

Übersicht der im Oktober 2015 neu eingeführten Preispunkte inklusive der Veränderungen:

Modulklasse Preis
(€ / Wp)
Veränderung
gegenüber
Vormonat
Beschreibung
High Efficiency 0,67 + 1,5% Kristalline Module ab 275 Wp, mit PERC-, HIT-, N-TYPE- oder Rückseitenkontakt-Zellen oder Kombinationen daraus
All Black 0,55 - 3,5% Modultypen mit schwarzer Rückseitenfolie, schwarzem Rahmen und einer Nennleistung zwischen 190 Wp und 270 Wp
Mainstream 0,51 0,0% Module mit üblichwerweise 60 Zellen, Standard-Alurahmen, weißer Rückseitenfolie und 245 bis 270 Wp, repräsentieren den Großteil der Module im Markt
Low Cost 0,36 - 5,3% Minderleistungsmodule, B-Ware, Insolvenzware, Gebrauchtmodule (kristallin), Produkte mit eingeschränkter oder ohne Garantie

(Die dargestellten Preise geben die durchschnittlichen Angebotspreise für verzollte Ware auf dem europäischen Spotmarkt im Monat Juni 2016 wieder.)

Modulpreise für Endkunden

Modulpreise auf Großhandelsmärkten unterscheiden sich von denen, die Endkunden für eine schlüsselfertige Photovoltaik Anlage bezahlen. Als Richtwert können die genannten Spotmarktpreise mit dem Faktor 2 bis 3 multipliziert werden, um den Endkundenpreis für eine durchschnittliche schlüsselfertige Photovoltaik Anlage in Deutschland zu erhalten. So kostet eine Photovoltaikanlage mit kristallinen Modulen aus Deutschland im Juni 2016 zwischen 1.100€ und 1.650€ pro Kilowattpeak.

Für eine genaue Preiskalkulation wenden Sie sich am besten an einen Fachbetrieb aus der Region, der Ihnen ein individuellen Angebot für eine Photovoltaik Anlage erstellt. Wie gut Hausdächer für Photovoltaik geeignet sind, können Sie vorab auch unverbindlich mit unserem Photovoltaik Rechner herausfinden.

Entwicklung der Modulpreise seit 2012

(Rückblickend finden Sie hier einen sehr ausführlichen Bericht zur Entwicklung des europäischen Photovoltaik-Marktes seit 2005.)

Modulpreise Juli 2015

Modulpreise Dezember 2014

Modulpreise November 2014

Modulpreise Oktober 2014

Modulpreise September 2014

Modulpreise August 2014

Modulpreise Juli 2014

Modulpreise Juni 2014

Modulpreise Mai 2014

Modulpreise April 2014

Modulpreise Februar 2014

Modulpreise Januar 2014

Modulpreise Dezember 2013

Modulpreise November 2013

Modulpreise Oktober 2013

Modulpreise September 2013

Modulpreise August 2013

Modulpreise Juli 2013

Modulpreise Juni 2013

Modulpreise Mai 2013

Modulpreise April 2013

Modulpreise März 2013

Modulpreise Februar 2013

Modulpreise Januar 2013

Modulpreise Dezember 2012


Modulpreise November 2012


Modulpreise Oktober 2012

Für eine genauere Preisinformation wenden Sie sich einfach an Fachbetriebe aus Ihrer Region oder nutzen Sie unseren Photovoltaik Rechner. Für weiter zurückliegende Modulpreise wenden Sie sich bitte direkt an pvXchange.

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Dieser Artikel wurde erstellt von: Christian Märtel, Redakteur www.Solaranlagen-Portal.com