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Chronologie der Solarstromspeicher Förderung

Die Solarstromspeicher Förderung wird kontrovers diskutiert. Deshalb wollen wir an dieser Stelle die Entwicklung nachverfolgen und in einer kurzen Chronologie Akteure, Argumente und Entwicklungen festhalten. Am 17.04.2013 wurde schließlich bekannt, dass die Finanzierung durch das BMU und die KfW gesichert ist und die Förderung für Solarstromspeicher ab 01. Mai 2013 offiziell beantragt werden kann.
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Förderung für Solarstromspeicher - Chronologie der Entwicklung

Juni 2012

Der Bundestag beschließt im Zuge der EEG Novelle als Kompromiss mit den Ländern, die Anschaffung von Solarstromspeichern staatlich zu fördern. Genaueres zur Förderung bleibt zunächst unklar, da lediglich ein Programm für die dezentrale Speicherung von Solarstrom zugesichert wird.

September 2012

Am 25. September findet die Gründungsversammlung des Bundesverband Energiespeicher statt. Damit gibt sich die Energiespeicher Branche offiziell eine eigene Interessenvertretung, die sich in den folgenden Monaten konstituiert.

Januar 2013

Der Bundesverband Energiespeicher gibt in einer offiziellen Pressemitteilung rückwirkend seine Gründung im September 2012 bekannt. Am 16. Januar werden erste Details zur Förderung für Batteriespeicher bekannt.

  • Die Frankfurter Rundschau nennt unter Berufung auf einen Sprecher des Bundesumweltministeriums und Bundesumweltminister Peter Altmaier eine Fördersumme von insgesamt 50 Millionen € sowie weitere Konditionen und einen Start der Förderung zu Ostern 2013.
  • Die Fachzeitschrift photovoltaik beruft sich auf eigene Quellen, dass Verhandlungen zwischen dem Bundesumweltministerium und KfW-Bankengruppe läuft über die Ausgestaltung des Marktanreizprogramm für Batteriespeicher.
  • Der Bundesverband Solarwirtschaft begrüßt in einer offiziellen Pressemeldung das Fördervorhaben der Bundesregierung und betont, dass die Förderung für Batteriespeicher an Bedingungen geknüpft sein wollte. Solarstromspeicher würden das Stromnetz entlasten, einen Beitrag zur Versorgungssicherheit leisten, den Bedarf am Stromnetzausbau reduzieren und die Ökostromumlage entlasten. Dabei beruft sich der BSW auf Aussagen der TU Braunschweig zur Netzstabilität sowie das Fraunhofer ISE, wonach die Aufnahmefähigkeit im Netz durch Batteriespeicher gesteigert würde.

Am 17. Januar spricht die Leiterin des Referats Markteinführung Erneuerbare Energie im Bundesumweltministerium Karin Freier gegenüber der Fachzeitschrift Photon von einem Start der Solarstromspeicher Förderung bereits im Februar.

Drei Tage später, am 20. Januar, veröffentlicht die Frankfurter Allgemeine Zeitung eine Reihe kritischer Stimmen zur Batteriespeicher Förderung.

  • Hildegard Müller, Chefin BDEW kritisiert die Förderung als Doppelförderung, die zu Lasten aller Stromkunden gehe. Sie sieht die Gefahr, dass Entsolidarisierungseffekte im Energiesystem weiter vorangetrieben werden und Solarstromspeicher deshalb mit dem Gesamtnetz verknüpft und von außen steuerbar sein müssten, um die Netzstablilität zu gewährleisten.
  • Felix Matthes vom Ökoinstitut sieht Batteriespeicher als zu teuer und sieht die Einbindung der Batteriespeicher ins Stromnetz nicht als gewährleistet.
  • Stephan Kohler, Chef der dena sieht im ungünstigsten Fall eine Destabilisierung des Stromnetz und fordert, den Ökostromausbau besser mit dem Netzausbau abzustimmen.
  • Laut Wirtschaftsministerium führe ein höherer Eigenverbrauch durch Solarstromspeicher nicht zwangsläufig zu Entlastung des Verteilnetz. Da Batteriespeicher bislang noch nicht wirtschaftlich seine, setzte das Wirtschaftsministerium auf Förderung der Forschung.

Am 25. Januar präsentierte der Bundesverband Solarwirtschaft die "Speicherstudie 2013" des Fraunhofer-Institut für Solare Energeisysteme ISE sowie eine Umfrage, die der Verband im Herbst 2012 bei Anbietern von Solarstromspeichern durchgeführt hat. In diesem Zuge spricht sich der BSW noch einmal deutlich für die Einführung eines Programms zur Förderung für Solarstromspeicher aus. Als Ergebnisse der Studie und der Umfrage:

  • entlasten Solarstromspeicher die Stromnetze wenn sie netzdienlich betrieben werden, weil in der Spitze weniger Strom ins Netz eingespeist und dadurch Einspeisespitzen geglättet werden
  • erhöhen Solarstromspeicher die Aufnahmefähigkeit bestehender Stromnetze um bis zu 66%
  • ist der Effekt der Netzentlastung umso größer, je mehr Speicherkapazität in der Summe zur Verfügung steht
  • wird die EEG-Umlage deutlich entlastet, da selbst verbrauchter Solarstrom nicht vergütet werden muss
  • entkoppeln Solarstromspeicher die Stromerzeugung vom augenblicklichen Stromverkauf, was die Vermarktungserlöse für Solarstrom steigert
  • sind die hohen Investitionskosten für Solarstromspeicher bislang das größte Hindernis für deren Verkauf
  • würde das Kaufinteresse im Kleinanlagensegment steigen, wenn sich Solarstromspeicher amortisieren würden, z.B. durch eine Förderung

Februar 2012

Am 06. Februar werden die Details zur KfW Förderung für Batteriespeicher bekannt. Der Photovoltaik Fachbetrieb Enerix veröffentlicht das Merkblatt der KfW Bankengruppe zur Förderprogramm 275 "Erneuerbare Energien Speicher". Demnach soll die Förderung für Batteriespeicher am 01.05.2013 starten in Form eines zinsgünstigen Darlehens mit einem Tilgungszuschuss in Höhe von 30%. Gefördert würden neu zu bauende Photovoltaikanlagen in Verbindung mit einem Batteriespeicher sowie die Nachrüstung bestehender PV-Anlagen mit einem Batteriespeicher, die nach dem 31.12.2012 in Betrieb genommen wurden. Auf Nachfrage bestätigte die KfW Bankengruppe gegenüber Solaranlagen-Portal.com, dass es sich hierbei um das offizielle Merkblatt zum Förderprogramm 275 handelt.

Am 21. Februar berichtet das photovoltaik-Magazin, dass die Förderung für Batteriespeicher zunächst auf Eis gelegt wurde und beruft sich dabei auf Aussagen eines Sprechers des Bundesumweltministeriums. Unklar sei, wann das Programm genau kommen werde. Der ursprüngliche Starttermin 01. Mai 2013 sei jedoch noch nicht vom Tisch. Als Grund für die Verzögerung werden fehlende Einnahmen aus dem Energie- und Klimafond genannt. Die Rahmenbedingungen für die Solarstromspeicher Förderung sind indes weitgehend ausgehandelt (siehe offizielles Merkblatt der KfW zum Förderprogramm 275).

März 2013

Im Rahmen der Energy Storage Konferenz in Düsseldorf vom 18. bis 19. März spricht sich Bundesumweltminister Peter Altmaier noch einmal deutlich für die Solarstromspeicher Förderung aus, da sie dem Bundesrat bereits zugesichert wurde im Rahmen der EEG Novelle 2012. Das berichtet das pv-magazine. Laut seiner Aussage hätte er die Förderung wie geplant gerne zum 01. Mai 2013. Ungelöst ist bis dato jedoch noch immer die Finanzierung der Batteriespeicher Förderung über den Energie- und Klimafonds. Neben der Anschaffung soll auch die Forschung für Batteriespeicher mit rund 200 Millionen Euro gefördert werden.

Am 19. März tritt der Bundesverband Energiespeicher zu seiner ersten Mitgleiderversammlung zusammen, auf der u.a. eine Roadmap ausgearbeitet werden soll, um die Marktentwicklung weiter voranzutreiben.

April 2013

Am 15. April wird bekannt, dass die Refinanzierung der Kredite durch die KfW Bankengruppe steht. Offen sei bislang noch die Finanzierung des Zuschusses durch das Bundesumweltministerium sowie das Volumen der Batteriespeicher Förderung. "Uns ist nichts bekannt, dass es zum 01. Mai nicht mit der Speicherförderung losgehen sollte", wird Wolfram Schweickhardt, ein Sprecher der KfW zitiert. Die KfW sei startklar für die Solarstromspeicher Förderung ab Anfang Mai.

Zwei Tage später, am 17. April 2013, gibt der Bundesverband Solarwirtschaft in einer Pressemitteilung bekannt, dass die Finanzierung der Solarstromspeicher Förderung gesichert und vom Bundesumweltministerium bestätigt wurde. Damit kann offiziell ab 01. Mai 2013 die Förderung für einen Photovoltaik Speicher bei der Hausbank beantragt werden. Alle weiteren Informationen zur Förderhöhe und Förderkonditionen für Batteriespeicher finden Sie hier in der Zusammenfassung.

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Dieser Artikel wurde erstellt von: Christian Märtel, Redakteur www.Solaranlagen-Portal.com