Solarthermiekollektoren & Komplettanlagen im Test

14. April 2021
Wer sichere und langfristige Erträge bei der Nutzung der Sonnenenergie erzielen will, sollte sich auf fachmännisch geprüfte Qualität verlassen. Unabhängige Prüfinstitute und bekannte Verbrauchermagazine haben einen eigenen Flachkollektoren Test bzw. Vakuumröhrenkollektor Test durchgeführt.
Dieser Artikel wurde von
Thorben Frahm für www.Solaranlagen-Portal.com verfasst.
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SolarthermieKollektorenTest

Flachkollektoren Test & Vakuumröhrenkollektor Test

Bild: DIN CERTCO Gesellschaft
für Konformitätsbewertung mbH

Der erste und wichtigste Anhaltspunkt ist das "DIN Geprüft"-Zeichen. Es basiert auf den Normen DIN EN 12975-1 und 12975-2. Dieses Gütesiegel ist nach den europäischen DIN Normen bestimmt.

DIN CERTCO prüft dabei die verschiedenen Kollektoren und verteilt das Siegel. Dabei wird die Regendichtigkeit, die thermische Leistung und die mechanische Belastbarkeit von Vakuumröhrenkollektoren oder Flachkollektoren getestet.

Solar KEYMARK & Blauer Engel sind ein weiterer Hinweis auf gute Qualität

Das Solar KEYMARK Zertifikat stellt sicher, dass alle Produkte hohe Qualität besitzen und die Herstellung jedes Jahr kontrolliert wird. Nur bereits mit dem "DIN Geprüft" ausgezeichnete Hersteller und Produkte kommen für das KEYMARK infrage. Auch hier wird Prüfung und Vergabe durch DIN CERTCO sichergestellt. Auch der Blaue Engel ist ein Zertifikat, das aber vor allem auf die Recyclingfreundlichkeit und die Umweltverträglichkeit abzielt.

Kollektoren im Blick von Stiftung Warentest & Ökotest

Beim Flachkollektoren Test oder Vakuumröhrenkollektor Test kommt es neben der rein technischen Komponente aber auch auf die Erfahrungen unabhängiger Stiftungen und Institutionen an, wie Stiftung Warentest oder Ökotest. Beide haben in den vergangenen Jahren mehrere Tests von Solarthermieanlagen und den Kollektoren durchgeführt.

Hier wird beim Flachkollektoren Test oder beim Vakuumröhrenkollektor Test auch die Ersparnis gegenüber Öl- oder Gasanlagen bewertet und die Zuverlässigkeit der Kollektoren festgestellt. Es gibt aber auch Tests, die über den Flachkollektoren Test oder den Vakuumröhrenkollektor Test hinaus gehen und komplette Anlagen unter die Lupe nehmen.

Solarthermie ist eine zuverlässige und technisch ausgereifte Technologie

Als "zuverlässig und ausgereift" gibt Stiftung Warentest ihr Urteil zur Solartechnik ab. Dabei sind beispielsweise 10 von 12 Solarthermie Anlagen, die Wasser erwärmen sollen, mit dem Prädikat mindestens "gut" ausgestattet worden (Test für Warmwasseranlagen). Zu ähnlichen Ergebnissen kommt man bei Solarthermieanlagen zur Heizungsunterstützung (Test für Kombianlagen).

Auch Ökotest hat für Warmwasser und Heizungsunterstützungsanlagen Tests durchgeführt und Ergebnisse bereitgestellt (Test Warmwasser, Test Heizung). Wer einen solchen Vakuumröhrenkollektor Test oder Flachkollektoren Test lesen möchte, kann diese bei Ökotest oder Stiftung Warentest gegen eine Gebühr bekommen.

Der Vakuumröhrenkollektor Test und der Flachkollektoren Test zahlt sich in jedem Fall aus. Dabei sind nicht immer nur die teuren Anlagen immer die Gewinner. Es kommt durchaus oft auch zum Sieg eines preiswerten Modells.

Wer mit dem Gedanken spielt, Kollektoren aus dem Ausland zu importieren, sollte sich noch mehr auf den Vakuumröhrenkollektor Test oder den Flachkollektoren Test verlassen.

Fachbetriebe für Solarthermie helfen bei der Wahl der richtigen Solarthermie Kollektoren.

Weiterlesen zum Thema "Vergleich"

Erfahrungen & Fragen zum Thema Solarthermie

Bei Neubau: Gas-Brennwertheizung vs. Luftwärmepumpe?

Wir planen ein Fertighaus - und haben hier die Wahl seitens des Bauträgers zwischen einer Gas-Brennwert Heizung und einer Luft-Wärmepumpe (eine Erdwärmepumpe steht nicht zur Verfügung). Der Gasanschluss kostet ungefähr 400 Euro. Bei den Luftwärmepumpen sind die Mehrkosten etwa 10.000 Euro im Vergleich zur Gasheizung. Angeboten wird hier eine Nibe F2040 oder einer Nibe F2120. Was macht hier am meisten Sinn, um zukünftig auf der sicheren Seite zu sein? Mein Kopf sagt, dass sich der Mehrpreis für eine Luftwärmepumpe beim aktuellen Gaspreis nicht lohnt. Zudem kann man für den Mehrpreis ja auch eine Solarthermie oder Photovoltaikanlage installieren (oder zumindest teilweise auch schon vorbereiten). Allerdings hat meine Frau auch widerrum Vorbehalte gegen die Sicherheit einer Gasheizung (wegen Gasaustritt) - wobei ich nicht weiß, ob das bei neuen / aktuellen Gasheizungen noch ein Thema ist. Was würden Sie hier empfehlen?
Antwort von LKS SARL

Ich würde raten weder noch! Sie haben schon bei der Solarthermie einen vernünftigen Gedanken, warum nicht direkt auf Pellets hinaus gehen: wir haben das schon fast 20 Jahre: Komfort hervorragend, heimische Energie, bezahlbare wenig schwankbare Kosten und Gebäude Wertzunahme.

Anforderungen der EnEV 2016: Erdgasheizung mit einer Photovoltaikanlage möglich?

Wir sind zur Zeit auf der Suche nach der vernünftigsten Heizungsanlage für unseren Neubau. Nach langer Eigenrecherche stellt sich uns die Frage, ob eine Kombination aus einer Erdgasheizung mit einer Photovoltaikanlage die EnEV 2016 Anforderungen erfüllen kann und wirtschaftlich (vor dem Hintergrund von Investitionskosten) sinnvoll ist. Können Sie uns diesbezüglich weiterhelfen? Unsere Verunsicherung rührt daher, dass die meisten Foren, Tabellen oder Informationsportale lediglich die Kombination aus Erdgasheizung plus Solarthermie oder Luftwärmepumpe plus Photovoltaik vorzuschlagen scheinen. Was würde aus Ihrer Sicht dafür oder dagegen sprechen?
Antwort von Elsner Architekten

Aus meiner Sicht sind das zwei unabhängige Maßnahmen: Die Gasheizung verbraucht kaum Strom (nur zum Zünden und für Pumpen und Stellventile) und kann direkt mit dem Strom, den eine Photovoltaikanlage liefert, nicht viel anfangen. Und die Photovoltaikanlage liefert eben Strom, mal viel, mal wenig. Wenn sie groß genug ist, reicht es vielleicht für eine überwiegende Abdeckung Ihres Stromverbrauchs, und für einige Einspeisung ins Versorgungsnetz. Das hat aber keine Auswirkung auf die Heizung.

Die Kombination von Gasheizung mit Solarthermie führt hingegen zu einer Erhitzung eines Wasservolumens, das als Brauchwarmwasser genutzt werden kann, oder als Puffer für Heizungsunterstützung und Warmwasserbereitung. Hierdurch sinkt direkt der Gasverbrauch. Natürlich kann man auch Gasheizung und Solarthermie einrichten und zusätzlich einige Photovoltaikzellen installieren.

Die Kombination Solarthermie + Wärmepumpe ist zweckmäßig, da die Wärmepumpe ein vergleichsweise großer Stromverbraucher ist, dessen Verbrauch durch die Photovoltaik weitgehend abgedeckt werden kann.

Ob das, was Sie vorhaben, der EnEV 2016 entspricht, hängt noch an einigen weiteren Parametern, und müsste im konkreten Einzelfall beurteilt werden.

Wird ein Grundofen im Primärenergiebedarf mit eingerechnet?

Können Sie mir sagen, ob ein Grundofen im Primärenergiebedarf mit eingerechnet wird? Wir planen zwei Vollgeschosse ohne Keller, Massiv mit Planziegel T9 in 36,5cm Stärke. Ausrichtung ist SW, d.h. es sind 10 von insgesamt 14 Fenster nach Süden und Westen ausgerichtet. Am liebsten wäre mir eine Gasheizung mit Solarthermie für Warmwasser und der Grundofen ohne Wassertasche für die winterliche Gemütlichkeit. Sollte das überhaupt nicht funktionieren (ohne Solar für Heizung und ohne Lüftungsanlage), könnte/ müsste ich mich mit einer Luftwärmepumpe anfreunden.
Antwort von Energieberatung Stapff

Viele gute Antworten, aber leider liegen einige KollegenInnen etwas daneben.

Wenn für das gleiche Wohngeschoss eine weitere Zentralheizung vorhanden ist, darf der handbeschickte Ofen nicht EnEV-angerechnet werden. Ist der Ofen aber Hauptheizung (Zentralheizung) für dieses Wohngeschoss, ist er natürlich anrechenbar. Es war nie verboten (auch von der EnEV nicht), als Heizung Einzelöfen für Biomasse einzusetzen.

Grundsätzlich ist ein Grundofen zu empfehlen, wenn Sie im Dauerbetrieb heizen können. Abends schnell mal einheizen geht damit nicht, da braucht es einen Kaminofen ohne Speichermasse.
Ein wasserführender Grundofen kann nicht sicher funktionieren, deshalb bietet der seriöse Fachhandel auch keinen an.

Gastherme und Solar für WW ist nach wie vor die preiswerteste Heizenergielösung. Ein bisschen mehr Dämmung dazu, dann ist der nachweis Erneuerbare Energie geführt. Ich kenne kein Bauamt, das nach diesem Nachweis fragt.
Bauherren fragen meist nach pragmatischen Lösungen, nicht nach realitätsfremden Vorschriften.

Winterliche Grüße
www.energie-wuerzburg.de

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