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Solarthermie Kollektoren - der Luftkollektor

In der Solarthermie wird besonders in den USA der Luftkollektor mehrfach eingesetzt. Aber auch in Europa nimmt die Verbreitung weiter zu. Verglichen mit Flach- oder Röhrenkollektoren benötigt der Luftkollektor keine Trägerflüssigkeit, doch er braucht mehr Fläche. Bevor es zu einem Einbau kommt, sollten allerdings noch weitere Nach- und Vorteile berücksichtigt werden.
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Ein Luftkollektor verwendet Luft als Wärmeträgermedium

Ein Röhren- oder Flachkollektor verwendet für den Solarkreislauf eine Flüssigkeit als Wärmeträger. Im Luftkollektor befindet sich keine Solarflüssigkeit, denn die Solarstrahlung erwärmt direkt Luft im Kollektor. In einem Gehäuse wird der Absorber montiert, der von der Sonnenstrahlung die Wärme sammelt. Eine Glasscheibe deckt das wärmegedämmte Gehäuse ab.

Luftkollektor SchnittbildBild: Grammer Solar GmbH

 

Im Vergleich zu den anderen Solarthermie Kollektoren ist ein Luftkollektor größer, denn beim Wärmetransport wird bei Luft ein größeres Volumen gebraucht. Der Wärmetauscher überträgt die Wärme auf das Wasser im Solarspeicher - somit ist auch der Wärmetauscher größer. Nachdem auch die Luftkanäle einen großen Querschnitt haben, wird bei einer Solarthermieanlage mit Luftkollektor also im Verhältnis einiges mehr an Platz benötigt.

Eine Photovoltaikanlage kann den Betriebsstrom bereitstellen

Der Wärmekreislauf in einem Luftkollektor wird über Ventilatoren angetrieben. Das Solarsystem benötigt Strom, denn mit elektrischer Energie werden die Ventilatoren angetrieben. Die Energiebilanz wird somit verschlechtert und dies ist auch der Grund, weshalb bei der Trinkwassererwärmung im Vergleich zum Röhren- und Flachkollektor  seltener der Luftkollektor zum Einsatz kommt. Wird die Anlage mit Photovoltaik verbunden, dann kann dieses Problem verringert werden. Die Ventilatoren im Luftkollektor können mit der Photovoltaikanlage mit Solarstrom in Betrieb sein.

Wo wird ein Luftkollektor eingesetzt?

Besonders ist er für eine Luftheizung sehr geeignet. Diese kommen vermehrt in Lagerhallen, Sporthallen und Schwimmbädern vor. Er kommt auch bei landwirtschaftlichen Produkten zur Trocknung oder in Berghütten zum Einsatz. Auch Wohngebäude werden ent- und belüftet mit dem Luftkollektor in der Solarthermie.

Bereits seit Jahren sind beispielsweise in den Vereinigten Staaten die Luftheizungen sehr verbreitet. Besteht ein Haus bereits mit keiner großen Heizleistung und ist gut gedämmt, dann kann ein Zuluftsystem eingebaut werden. Es gibt bei dem Luftkollektor keine Korrosionsprobleme und er friert bei Kälte nicht ein. Damit der Kollektor vor Verschmutzung geschützt wird, muss ein Filter eingebaut werden. Auch Schimmelbildung wird vorgebeugt, denn die Luftfeuchtigkeit wird verringert.

Ob ein Luftkollektor für ihre Solarthermieanlage geeignet ist, finden Fachbetriebe für Solarthermie zuverlässig heraus.

Dieser Artikel wurde erstellt von: Thorben Frahm, Redakteur www.Solaranlagen-Portal.com