Die Solar Heizung

Mit einer Solarheizung sparen Sie umweltfreundlich und effektiv Heizkosten. Wir beschreiben, was Heizen mit Solar ist und unter welchen Voraussetzungen die Technik wirtschaftlich arbeitet. Hierzu zählen eine sinnvolle Kombination der Solarheizung mit anderen Heiztechniken, um jahreszeitliche Schwankungen auszugleichen, die richtige Anlagengröße sowie ein Dach mit optimaler Ausrichtung.
Dieser Artikel wurde von
Thorben Frahm für www.Solaranlagen-Portal.com verfasst.
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Die Solarheizung hilft bei der Raumheizung und Warmwasserbereitung

Mit einer Solar Heizung nutzen Sie Sonnenenergie und unterstützen die herkömmliche Heizungsanlage wirkungsvoll. Die Solarheizung speichert die über Kollektoren gesammelte Sonnenwärme und stellt sie der Heizung zur Verfügung. So müssen Sie selbst weniger Heiz­energie - und damit Heizkosten - aufbringen.

Verhältnis zwischen Jahresertrag einer Solarheizung und dem Wärmebedarf für Raumheizung und Warmwasser |
Darstellung: Abteilung No-Oil der B & R Haustechnik Ltd. & Co. KG

Da die Sonneneinstrahlung im Sommer am stärksten ist, der Heizbedarf aber im Winter größer ist, wenn die Sonne nicht mehr so stark scheint, sollte man beachten, dass eine Solarheizung den Wärmebedarf nicht eigenständig deckt. Heizen mit Solar ist somit kein Ersatz für eine bestehende Heizung, sondern hauptsächlich ein Unterstützungssystem, welches einen gewissen Teil ihres Wärmebedarfs deckt.

Eine Solar Heizung unterstützt nahezu jedes Heizsystem

Da der Wärmebedarf eines Hauses selten komplett durch die Solarheizung gedeckt werden kann, wird das System gern mit einer anderen Technik kombiniert. Sinnvolle Kombinationen für eine Solar Heizung sind vor allem eine Gasheizung, aber auch neue und regenerative Techniken wie eine Pelletheizung oder Wärmepumpe eigenen sich für eine Solarheizung. Eine automatische Steuereinheit sorgt dafür, dass das Zusatzsystem einspringt, wenn der Wärmebedarf nicht mehr durch die Solar Heizung gedeckt werden kann.

Des Weiteren kann eine Solarheizung auch die Warm­wasserbereitung anteilig übernehmen. So können Sie den Überschuss der Solarenergie in den Sommer­monaten zusätzlich zur Erwärmung ihres Brauchwassers nutzen.


Heizen mit Solar

Eine Solarheizung sammelt mithilfe von Sonnenkollektoren Wärme und überträgt diese auf eine Träger­flüssigkeit, welche durch Rohre in einen Speicher transportiert wird. Diese Wärme wird zur Beheizung des Hauses genutzt. Für die Effizienz einer Solarheizung spielt dabei die vorhandene Dachfläche eine entscheidende Rolle. Auf unseren Seiten erfahren Sie, inwieweit ihre Dachneigung für eine Solarheizung geeignet ist und wie die Dach­ausrichtung beschaffen sein muss, um das Meiste aus der Solarheizung herauszuholen.

Größe einer Solar Heizung

Eine Kombi-Solarheizung ist größer als eine reine Anlage zur Warmwasser­aufbereitung. Je größer der Speicher ist, desto mehr Sonnenwärme kann gespeichert und zum Heizen mit Solar genutzt werden. Hier sollte man ein gesundes Verhältnis zwischen Speichergröße und Investitionskosten für die Solarheizung finden. Eine Kollektorfläche von rund 8 bis 20 Quadratmetern und ein Speicher mit einem Volumen zwischen 600 und 2.000 Litern kann im jährlichen Mittel eine Deckung von etwa 20 bis 30% mit einer Solarheizung erreichen.

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Erfahrungen & Fragen zum Thema Solarheizung

Wird ein Grundofen im Primärenergiebedarf mit eingerechnet?

Können Sie mir sagen, ob ein Grundofen im Primärenergiebedarf mit eingerechnet wird? Wir planen zwei Vollgeschosse ohne Keller, Massiv mit Planziegel T9 in 36,5cm Stärke. Ausrichtung ist SW, d.h. es sind 10 von insgesamt 14 Fenster nach Süden und Westen ausgerichtet. Am liebsten wäre mir eine Gasheizung mit Solarthermie für Warmwasser und der Grundofen ohne Wassertasche für die winterliche Gemütlichkeit. Sollte das überhaupt nicht funktionieren (ohne Solar für Heizung und ohne Lüftungsanlage), könnte/ müsste ich mich mit einer Luftwärmepumpe anfreunden.
Antwort von Energieberatung Stapff

Viele gute Antworten, aber leider liegen einige KollegenInnen etwas daneben.

Wenn für das gleiche Wohngeschoss eine weitere Zentralheizung vorhanden ist, darf der handbeschickte Ofen nicht EnEV-angerechnet werden. Ist der Ofen aber Hauptheizung (Zentralheizung) für dieses Wohngeschoss, ist er natürlich anrechenbar. Es war nie verboten (auch von der EnEV nicht), als Heizung Einzelöfen für Biomasse einzusetzen.

Grundsätzlich ist ein Grundofen zu empfehlen, wenn Sie im Dauerbetrieb heizen können. Abends schnell mal einheizen geht damit nicht, da braucht es einen Kaminofen ohne Speichermasse.
Ein wasserführender Grundofen kann nicht sicher funktionieren, deshalb bietet der seriöse Fachhandel auch keinen an.

Gastherme und Solar für WW ist nach wie vor die preiswerteste Heizenergielösung. Ein bisschen mehr Dämmung dazu, dann ist der nachweis Erneuerbare Energie geführt. Ich kenne kein Bauamt, das nach diesem Nachweis fragt.
Bauherren fragen meist nach pragmatischen Lösungen, nicht nach realitätsfremden Vorschriften.

Winterliche Grüße
www.energie-wuerzburg.de

Neubau & EEWärmeG: Gasheizung und Solarthermie mit Heizungsunterstützung oder nur für Warmwasser

Ich plane, nächste Jahr mit meinem Neubau zu beginnen. Ich habe mich für eine Gasheizung entschieden. Nun meine Frage, muss ich laut Gesetz (EEWärmeG) eine Gasheizung mit Solarthermie + Heizungsunterstützung nehmen oder reicht es wenn ich eine Gasheizung mit Solarthermie für nur Warmwasser nehme?
Antwort von Buderus Deutschland

Laut EEWärmeG muss bei Neubauten ein bestimmter Mindestanteil des gesamten Wärmebedarfs mit erneuerbaren Energien erzeugt werden.(bei Solar sind es derzeit mindestens 15 Prozent)
Entscheidend ist der Jahresenergiebedarf des neuen Wohngebäudes (rechnerischer Nachweis durch EnEV2016 erforderlich). Hier sollten Sie sich an einen Energieberater oder Fachplaner wenden. Aus der Berechnung ist ersichtlich, wie hoch der Anteil ist und wie die Dimensionierung ausfällt.In vielen Fällen wird Solarthermie zur Warmwasser und Heizungsunterstützung eingebaut.

Heizung mit Solarunterstützung - Produktwahl

Würde gern meine Heizung mit Solar unterstützen - bereits installiert ist ein SPK 15 und ein 1000 Liter Hygienespeicher. Mein Dach hat zwar eine Neigung von 45 Grad aber ist Ost- West ausgerichtet. Will jetzt auch keinen Mist kaufen, aber bezahlbar und möglich bafa unterstützt sollte ist schon sein.
Antwort von Energiezentrum Hessisch Lichtenau

Bei 45° Dachneigung und dies auch noch Ost/West ist es egal was Sie Installieren ob Solarthermie oder eine Photovoltaikanlage, die Erträge werden nicht besonders gut ausfallen. ( Wirtschaftlichkeit )
Jetzt stellt sich erst einmal die Frage wie alt ist Ihre jetzige Heizung ? / macht es Sinn Geld in weitere Maßnahmen zu Investieren oder lässt man alles so wie es ist.
Eine Photovoltaikanlage könnte ich mir vorstellen würde sich innerhalb von 12 Jahren ( sogar bei einer Vollfinanzierung )
komplett einspielen und Sie hätten dann 7000 - 8500 kWh im ertrag die Sie selbst nutzen könnten. Ich würde aber auch nicht sofort einen Heizstab für Ihr Brauchwasser einsetzen, zwar würde das Ihren Eigenverbrauch steigern, muss aber nicht unbedingt
Wirtschaftlich sein.
Ich müsste mir alles erst einmal bei ihnen anschauen, dann kann man das alles besser beurteilen.

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