Die Solarthermische Anlage zur Warmwasserbereitung im Test

Auf dem Solarthermie-Markt für Anlagen zur Warmwasserbereitung bewegt sich eine Vielzahl von Anbietern und nicht immer ist die Entscheidung zwischen den Produkten einfach und übersichtlich. Einige Anhaltspunkte helfen, den richtigen Entschluss zu treffen. Zuerst ist der Blick auf gängige Prüfsiegel und Zertifikate wie dem "Solar Keymark" hilfreich. Unabhängige Fachmagazine wie Ökotest oder Stiftung Warentest führen in regelmäßigen Abständen einen Solarthermie Test durch.
Dieser Artikel wurde von
Thorben Frahm für www.Solaranlagen-Portal.com verfasst.
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SolarthermieWarmwasserbereitungTestergebnisse

Solarthermie Test - Prüfsiegel und Testberichte helfen beim Vergleich

Eine Solarthermische Anlage mit Kollektoren, die in die Fassade
integriert wurden, Bild: www.wagner-solar.com
Die Kollektoren gehören zu den wichtigsten Bestandteilen einer Solarthermie Anlage. In Europa regeln die Normen DIN EN 12975-1 und DIN EN12975-2 die Anforderungen an den Solarthermie Kollektor.

In umfangreichen Testreihen werden die Kollektoren hinsichtlich Merkmalen wie Leistungsfähigkeit, Sicherheit, Temperatur­toleranzen und anderen Kriterien ausgiebig überprüft. Besteht der Kollektor den Test, wird das "Solar Keymark" verliehen.

Die Kollektoren werden einem Lager oder der Produktion entnommen. Das Siegel darf nur von zugelassen Prüfinstituten wie in Deutsch­land zum Beispiel dem DIN Certco vergeben werden. Das Siegel ist außerdem nur für fünf Jahre gültig. Danach muss der Solarthermie Test erneut erfolgen.

 

Pakete erleichtern den Vergleich - Komplettpakete im Solarthermie Test

Mit der zunehmenden Verbreitung der Solarthermie ist die Zusammenstellung einer Anlage einfacher geworden. Viele Hersteller bieten alle nötigen Komponenten (Solarthermie Speicher, Kollektoren, Kreislaufbestandteile und weitere Bauteile) in einem Komplettpaket an, so dass man nicht mehr darauf angewiesen ist, alle Komponenten einzeln auszusuchen und einem Vergleich unterziehen zu müssen.

Die Zeitschrift Ökotest hat Solarthermie Anlagen für Warmwasser im August 2010 und im Mai 2011 einem Solarthermie Test unterzogen. Im Test untersuchte Ökotest die Produkte von siebzehn Herstellern. Fünfzehn Solarthermiepakete erhielten ein "gut", während zwei Anlagen mit "befriedigend" abschnitten. Die Anlagengrößen reichten von 4,3 bis 7,4 Quadratmetern Kollektor­fläche und erzielten solare Deckungsgrade um die sechzig Prozent. Bei richtiger Solarthermie Berechnung, Planung und Installation geht Ökotest aus, dass sich die meisten Anlagen in 20 Jahren oder weniger amortisieren und damit wirtschaftlich sind.

Auch Stiftung Warentest hat einen Solarthermie Test für die Warmwasserbereitung in der Ausgabe 03/2008 durchgeführt. Zwölf Systeme wurdem einem Vergleich unterzogen. Zehn der Zwölf Anlagen erhielten ein "gut" oder sogar ein "sehr gut". Stiftung Warentest kam zu dem Fazit, dass eine solarthermische Anlage eine technisch ausgereifte und wirtschaftliche Lösung ist. Das Magazin hebt besonders hervor, dass in ihrem Solarthermie Test auch Anlagen mit den niedrigsten Solarthermie Preisen zu den besten Systemen gehören.

Nach diesem ersten Solarthermie Test sollte man Solarthermie Fachbetriebe um ihre Meinung fragen. Auch beim Kauf einer solarthermischen Anlage, welche die Heizung unterstützt, sollte man einen entsprechenden Solarheizung Test zu Rate ziehen.

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Erfahrungen & Fragen zum Thema Solarthermie

Bei Neubau: Gas-Brennwertheizung vs. Luftwärmepumpe?

Wir planen ein Fertighaus - und haben hier die Wahl seitens des Bauträgers zwischen einer Gas-Brennwert Heizung und einer Luft-Wärmepumpe (eine Erdwärmepumpe steht nicht zur Verfügung). Der Gasanschluss kostet ungefähr 400 Euro. Bei den Luftwärmepumpen sind die Mehrkosten etwa 10.000 Euro im Vergleich zur Gasheizung. Angeboten wird hier eine Nibe F2040 oder einer Nibe F2120. Was macht hier am meisten Sinn, um zukünftig auf der sicheren Seite zu sein? Mein Kopf sagt, dass sich der Mehrpreis für eine Luftwärmepumpe beim aktuellen Gaspreis nicht lohnt. Zudem kann man für den Mehrpreis ja auch eine Solarthermie oder Photovoltaikanlage installieren (oder zumindest teilweise auch schon vorbereiten). Allerdings hat meine Frau auch widerrum Vorbehalte gegen die Sicherheit einer Gasheizung (wegen Gasaustritt) - wobei ich nicht weiß, ob das bei neuen / aktuellen Gasheizungen noch ein Thema ist. Was würden Sie hier empfehlen?
Antwort von LKS SARL

Ich würde raten weder noch! Sie haben schon bei der Solarthermie einen vernünftigen Gedanken, warum nicht direkt auf Pellets hinaus gehen: wir haben das schon fast 20 Jahre: Komfort hervorragend, heimische Energie, bezahlbare wenig schwankbare Kosten und Gebäude Wertzunahme.

Anforderungen der EnEV 2016: Erdgasheizung mit einer Photovoltaikanlage möglich?

Wir sind zur Zeit auf der Suche nach der vernünftigsten Heizungsanlage für unseren Neubau. Nach langer Eigenrecherche stellt sich uns die Frage, ob eine Kombination aus einer Erdgasheizung mit einer Photovoltaikanlage die EnEV 2016 Anforderungen erfüllen kann und wirtschaftlich (vor dem Hintergrund von Investitionskosten) sinnvoll ist. Können Sie uns diesbezüglich weiterhelfen? Unsere Verunsicherung rührt daher, dass die meisten Foren, Tabellen oder Informationsportale lediglich die Kombination aus Erdgasheizung plus Solarthermie oder Luftwärmepumpe plus Photovoltaik vorzuschlagen scheinen. Was würde aus Ihrer Sicht dafür oder dagegen sprechen?
Antwort von Elsner Architekten

Aus meiner Sicht sind das zwei unabhängige Maßnahmen: Die Gasheizung verbraucht kaum Strom (nur zum Zünden und für Pumpen und Stellventile) und kann direkt mit dem Strom, den eine Photovoltaikanlage liefert, nicht viel anfangen. Und die Photovoltaikanlage liefert eben Strom, mal viel, mal wenig. Wenn sie groß genug ist, reicht es vielleicht für eine überwiegende Abdeckung Ihres Stromverbrauchs, und für einige Einspeisung ins Versorgungsnetz. Das hat aber keine Auswirkung auf die Heizung.

Die Kombination von Gasheizung mit Solarthermie führt hingegen zu einer Erhitzung eines Wasservolumens, das als Brauchwarmwasser genutzt werden kann, oder als Puffer für Heizungsunterstützung und Warmwasserbereitung. Hierdurch sinkt direkt der Gasverbrauch. Natürlich kann man auch Gasheizung und Solarthermie einrichten und zusätzlich einige Photovoltaikzellen installieren.

Die Kombination Solarthermie + Wärmepumpe ist zweckmäßig, da die Wärmepumpe ein vergleichsweise großer Stromverbraucher ist, dessen Verbrauch durch die Photovoltaik weitgehend abgedeckt werden kann.

Ob das, was Sie vorhaben, der EnEV 2016 entspricht, hängt noch an einigen weiteren Parametern, und müsste im konkreten Einzelfall beurteilt werden.

Wird ein Grundofen im Primärenergiebedarf mit eingerechnet?

Können Sie mir sagen, ob ein Grundofen im Primärenergiebedarf mit eingerechnet wird? Wir planen zwei Vollgeschosse ohne Keller, Massiv mit Planziegel T9 in 36,5cm Stärke. Ausrichtung ist SW, d.h. es sind 10 von insgesamt 14 Fenster nach Süden und Westen ausgerichtet. Am liebsten wäre mir eine Gasheizung mit Solarthermie für Warmwasser und der Grundofen ohne Wassertasche für die winterliche Gemütlichkeit. Sollte das überhaupt nicht funktionieren (ohne Solar für Heizung und ohne Lüftungsanlage), könnte/ müsste ich mich mit einer Luftwärmepumpe anfreunden.
Antwort von Energieberatung Stapff

Viele gute Antworten, aber leider liegen einige KollegenInnen etwas daneben.

Wenn für das gleiche Wohngeschoss eine weitere Zentralheizung vorhanden ist, darf der handbeschickte Ofen nicht EnEV-angerechnet werden. Ist der Ofen aber Hauptheizung (Zentralheizung) für dieses Wohngeschoss, ist er natürlich anrechenbar. Es war nie verboten (auch von der EnEV nicht), als Heizung Einzelöfen für Biomasse einzusetzen.

Grundsätzlich ist ein Grundofen zu empfehlen, wenn Sie im Dauerbetrieb heizen können. Abends schnell mal einheizen geht damit nicht, da braucht es einen Kaminofen ohne Speichermasse.
Ein wasserführender Grundofen kann nicht sicher funktionieren, deshalb bietet der seriöse Fachhandel auch keinen an.

Gastherme und Solar für WW ist nach wie vor die preiswerteste Heizenergielösung. Ein bisschen mehr Dämmung dazu, dann ist der nachweis Erneuerbare Energie geführt. Ich kenne kein Bauamt, das nach diesem Nachweis fragt.
Bauherren fragen meist nach pragmatischen Lösungen, nicht nach realitätsfremden Vorschriften.

Winterliche Grüße
www.energie-wuerzburg.de

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