Förderung für solare Warmwasserbereitung 2018

13. April 2021
Für eine solarthermische Anlage zur Bereitstellung von Warmwasser ist die Förderlandschaft seit dem ersten April 2015 wieder besser geworden. Bis zu diesem Zeitpunkt war eine Förderung über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) nicht möglich gewesen. Das hat sich nun geändert, wenngleich die Fördersätze niedriger sind als bei einer Kombianlage, welche die Heizung unterstützt. Dafür ist eine Warmwasser-Solarthermieanlage allerdings ohnehin deutlich günstiger. Neben den Zuschüssen des BAFA erhält man oft auch über die KfW-Bankengruppe oder regionale Förderprogramme Zuschüsse oder zinsgünstige Darlehen.
Dieser Artikel wurde von
Thorben Frahm für www.Solaranlagen-Portal.com verfasst.
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SolarthermieWarmwasserbereitungFörderung

Förderung für eine solarthermische Anlage zur Warmwasserbereitung

Bild: ROTEX Heating Systems GmbHZu den bekanntesten Förderprogrammen im Bereich der erneuerbaren Energien zählt das bundes­weite Marktanreizprogramm des BAFA.

Das Marktanreizprogramm fördert eine Vielzahl an Maßnahmen, vom Einbau einer Wärmepumpe bis über die Installation einer Pelletheizung - oder auch die Montage einer Anlage für Solarthermie.

Das BAFA arbeitet über Zuschüsse. Diese müssen dementsprechend weder ganz noch teilweise zurückgezahlt werden.

Diese Warmwasser-Solarthermieanlagen werden 2018 gefördert:

Solarthermie zur Warmwasserbereitung ist seit April 2015 wieder grundsätzlich förderfähig. Diese Sätze haben sich 2018 nicht geändert.

Warmwasser Solaranlage

Fördersätze

3 bis 10 m2 Kollektorfläche 500 € Mindestförderung
11 bis 40 m2 Kollektorfläche 50 €/m2 Kollektorfläche
Erweiterung einer Bestandsanlage 50 €/m2 zusätzlicher Kollektorfläche
Kombinationsbonus 500 € Bonus bei Kombination mit Biomasseanlage oder Wärmepumpe
Wärmenetzbonus 500 € Bonus bei Anschluss an ein Wärmenetz für mehrere Abnehmer
Kesseltauschbonus 500 € Bonus, wenn zusätzlich ein alter Heizkessel durch einen Brennwertkessel ersetzt wird
Gebäudeeffizienzbonus +50% auf Basis- oder Innovationsförderung, wenn die Immobilie KfW 55 - Niveau entspricht
Optimierungsbonus (siehe unten) 10% Zuschuss auf Nettoinvestitionskosten bei Installation
100 - 200 € wenn Optimierungsmaßnahmen nachträglich nach 3 - 7 Jahren durchgeführt werden
Innovationsförderung (siehe unten) 100 €/m2 Kollektorfläche im Bestandsbau, 75 €/m2 im Neubau

Erläuterungen zu den obigen Punkten:

  • Der Optimierungsbonus kommt zum Tragen, wenn gleichzeitig mit der Installation der solarthermischen Anlage das übrige Heizungssystem energetisch optimiert wird. Der Fachmann wird vor Ort entscheiden können, welche Maßnahmen im individuellen Fall anzuraten sind (neue Heizkörper, Umwälzpumpen oder eine veränderte Vor- und Rücklauftemperatur oder anderes).
  • Des Weiteren gibt es einen Innovationsbonus von 100 bzw. 75€/m2 Kollektorfläche für Warmwasseranlagen. Dieser Bonus ist für Wohngebäude mit mindestens drei Wohneinheiten oder kleinere Häuser, die einen solaren Deckungsgrad von mindestens 50% erreichen, erhältlich. Allerdings gibt es hier nicht die Mindestförderung aus der obigen Tabelle. Die Boni sind aber weiterhin verfügbar.

Förderprogramme der KfW-Bankengruppe

Die KfW-Bankengruppe bietet mehrere Programme zur Förderung an:

  • Energieeffizient Sanieren (Kredit, Programmnummern 151 und 152)
  • Energieeffizient Bauen (Kredit, Programmnummer 153)

Der Kredit "Energieeffizient Sanieren" von bis zu 75.000 Euro wird bei Maßnahmen gewährt, die ein Gebäude zum Energieeffizienzhaus machen. Auch beim Kauf eines sanierten Hauses besteht diese Möglichkeit. Der Antrag muss schon vor Sanierungsbeginn beziehungsweise vor dem Kauf eingereicht werden. Wenn ein neues Haus mit einer Solarthermie Anlage gebaut oder gekauft wird, kommt das Programm "Energieeffizient Bauen" in Frage.

Regionale Förderprogramme und Förderdatenbanken

Einige Bundesländer, Kommunen oder auch Hersteller von Solarthermieanlagen bieten weitere Förderung an. Mit Fördersuchmaschinen wie der Förderdatenbank Energieförderung.info können über eine Postleitzahl alle Förderprogramme, die man in Anspruch nehmen kann, leicht finden.

Fachbetriebe für Solarthermie beraten detailliert zu allen Fragen zur Förderung einer solarthermischen Anlage für Warmwasser. Die Förderung ist aber nicht das wichtigste Element bei der Planung: entscheidend ist weiterhin die passgenaue Dimensionierung der Solarthermie Anlage.

Weiterlesen zum Thema "Testergebnisse"

Erfahrungen & Fragen zum Thema Solarthermie

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Antwort von LKS SARL

Ich würde raten weder noch! Sie haben schon bei der Solarthermie einen vernünftigen Gedanken, warum nicht direkt auf Pellets hinaus gehen: wir haben das schon fast 20 Jahre: Komfort hervorragend, heimische Energie, bezahlbare wenig schwankbare Kosten und Gebäude Wertzunahme.

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Antwort von Elsner Architekten

Aus meiner Sicht sind das zwei unabhängige Maßnahmen: Die Gasheizung verbraucht kaum Strom (nur zum Zünden und für Pumpen und Stellventile) und kann direkt mit dem Strom, den eine Photovoltaikanlage liefert, nicht viel anfangen. Und die Photovoltaikanlage liefert eben Strom, mal viel, mal wenig. Wenn sie groß genug ist, reicht es vielleicht für eine überwiegende Abdeckung Ihres Stromverbrauchs, und für einige Einspeisung ins Versorgungsnetz. Das hat aber keine Auswirkung auf die Heizung.

Die Kombination von Gasheizung mit Solarthermie führt hingegen zu einer Erhitzung eines Wasservolumens, das als Brauchwarmwasser genutzt werden kann, oder als Puffer für Heizungsunterstützung und Warmwasserbereitung. Hierdurch sinkt direkt der Gasverbrauch. Natürlich kann man auch Gasheizung und Solarthermie einrichten und zusätzlich einige Photovoltaikzellen installieren.

Die Kombination Solarthermie + Wärmepumpe ist zweckmäßig, da die Wärmepumpe ein vergleichsweise großer Stromverbraucher ist, dessen Verbrauch durch die Photovoltaik weitgehend abgedeckt werden kann.

Ob das, was Sie vorhaben, der EnEV 2016 entspricht, hängt noch an einigen weiteren Parametern, und müsste im konkreten Einzelfall beurteilt werden.

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Antwort von Energieberatung Stapff

Viele gute Antworten, aber leider liegen einige KollegenInnen etwas daneben.

Wenn für das gleiche Wohngeschoss eine weitere Zentralheizung vorhanden ist, darf der handbeschickte Ofen nicht EnEV-angerechnet werden. Ist der Ofen aber Hauptheizung (Zentralheizung) für dieses Wohngeschoss, ist er natürlich anrechenbar. Es war nie verboten (auch von der EnEV nicht), als Heizung Einzelöfen für Biomasse einzusetzen.

Grundsätzlich ist ein Grundofen zu empfehlen, wenn Sie im Dauerbetrieb heizen können. Abends schnell mal einheizen geht damit nicht, da braucht es einen Kaminofen ohne Speichermasse.
Ein wasserführender Grundofen kann nicht sicher funktionieren, deshalb bietet der seriöse Fachhandel auch keinen an.

Gastherme und Solar für WW ist nach wie vor die preiswerteste Heizenergielösung. Ein bisschen mehr Dämmung dazu, dann ist der nachweis Erneuerbare Energie geführt. Ich kenne kein Bauamt, das nach diesem Nachweis fragt.
Bauherren fragen meist nach pragmatischen Lösungen, nicht nach realitätsfremden Vorschriften.

Winterliche Grüße
www.energie-wuerzburg.de

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