Der Speicherkollektor

13. April 2021
Im Gegensatz zu anderen Kollektoren verzichten Speicherkollektoren auf übliche Bauteile und bieten Solarwärme aus einem Guss. Die Vorteile vom Speicherkollektor sind nicht nur dessen relativ einfache Bauweise, sondern auch die Mobilität und die günstigen Anschaffungskosten. In unseren nicht allzu sonnenverwöhnten Breiten gibt es aber auch einige Nachteile der Speicherkollektoren.
Dieser Artikel wurde von
Thorben Frahm für www.Solaranlagen-Portal.com verfasst.
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SolarthermieKollektorenSpeicherkollektor

Ein Speicherkollektor vereint Speicher & Absorber

© 2009 TiSUN GmbH

Ein Speicherkollektor kann optimal in südlichen Ländern mit hoher Sonneneinstrahlung genutzt werden. In Deutschland im Vergleich zu Solarthermie Kollektoren wie dem Flachkollektor oder Röhrenkollektor ein Nischenprodukt, jedoch kann durch eine geschickte Wärmedämmung ein akzeptabler Wärmeertrag erzielt werden.

Der Speicherkollektor ist relativ schwer, das hohe Gewicht wird vor allem durch das im Kollektor befindliche Wasser verursacht. Bei Speicherkollektoren auf dem Dach sollte das Wasservolumen 200 Liter nicht überschreiten.

Außerdem ist zu beachten, dass das Wasser im Speicherkollektor in der kalten Jahreszeit durchaus einfrieren kann. Dadurch, dass bei Speicherkollektoren viele Bauteile eingespart werden können, sind sie im Vergleich mit einer größeren Solarthermie Anlage vergleichsweise kostengünstig.

Speicherkollektoren sind einfach & robust, aber stark frostgefährdet

Der moderne Speicherkollektor verbindet die Funktionsweisen einer solarthermischen Anlage in nur einem Bauteil. Er fungiert gleichzeitig als Kollektor und Solarspeicher. Beim Speicherkollektor befindet sich der Speicher unmittelbar unter der Absorberoberfläche. Eingebettet in ein wärmedämmendes Gehäuse ist es mit einem Speicherkollektor möglich, beide Komponenten direkt an die Wasserleitungen eines Hauses anzuschließen.

In dem unteren Teil vom Speicherkollektor befindet sich im Fließkreislauf kaltes Wasser, das schließlich im aufgewärmten Zustand den oberen Teil der Speicherkollektoren wieder verlässt. Die erreichbaren Wassertemperaturen liegen durchschnittlich bei zwanzig bis siebzig Grad Celsius.

Für eine vollwertige Solarheizung oder eine ganzjährige Trinkwasserbereitung ist der Speicherkollektor hierzulande also nicht geeignet. Fachbetriebe für Solarthermie finden gemeinsam mit Ihnen die beste Lösung für spezielle Anforderungen.

Weiterlesen zum Thema "Hybridkollektor"

Erfahrungen & Fragen zum Thema Solarthermie

Bei Neubau: Gas-Brennwertheizung vs. Luftwärmepumpe?

Wir planen ein Fertighaus - und haben hier die Wahl seitens des Bauträgers zwischen einer Gas-Brennwert Heizung und einer Luft-Wärmepumpe (eine Erdwärmepumpe steht nicht zur Verfügung). Der Gasanschluss kostet ungefähr 400 Euro. Bei den Luftwärmepumpen sind die Mehrkosten etwa 10.000 Euro im Vergleich zur Gasheizung. Angeboten wird hier eine Nibe F2040 oder einer Nibe F2120. Was macht hier am meisten Sinn, um zukünftig auf der sicheren Seite zu sein? Mein Kopf sagt, dass sich der Mehrpreis für eine Luftwärmepumpe beim aktuellen Gaspreis nicht lohnt. Zudem kann man für den Mehrpreis ja auch eine Solarthermie oder Photovoltaikanlage installieren (oder zumindest teilweise auch schon vorbereiten). Allerdings hat meine Frau auch widerrum Vorbehalte gegen die Sicherheit einer Gasheizung (wegen Gasaustritt) - wobei ich nicht weiß, ob das bei neuen / aktuellen Gasheizungen noch ein Thema ist. Was würden Sie hier empfehlen?
Antwort von LKS SARL

Ich würde raten weder noch! Sie haben schon bei der Solarthermie einen vernünftigen Gedanken, warum nicht direkt auf Pellets hinaus gehen: wir haben das schon fast 20 Jahre: Komfort hervorragend, heimische Energie, bezahlbare wenig schwankbare Kosten und Gebäude Wertzunahme.

Anforderungen der EnEV 2016: Erdgasheizung mit einer Photovoltaikanlage möglich?

Wir sind zur Zeit auf der Suche nach der vernünftigsten Heizungsanlage für unseren Neubau. Nach langer Eigenrecherche stellt sich uns die Frage, ob eine Kombination aus einer Erdgasheizung mit einer Photovoltaikanlage die EnEV 2016 Anforderungen erfüllen kann und wirtschaftlich (vor dem Hintergrund von Investitionskosten) sinnvoll ist. Können Sie uns diesbezüglich weiterhelfen? Unsere Verunsicherung rührt daher, dass die meisten Foren, Tabellen oder Informationsportale lediglich die Kombination aus Erdgasheizung plus Solarthermie oder Luftwärmepumpe plus Photovoltaik vorzuschlagen scheinen. Was würde aus Ihrer Sicht dafür oder dagegen sprechen?
Antwort von Elsner Architekten

Aus meiner Sicht sind das zwei unabhängige Maßnahmen: Die Gasheizung verbraucht kaum Strom (nur zum Zünden und für Pumpen und Stellventile) und kann direkt mit dem Strom, den eine Photovoltaikanlage liefert, nicht viel anfangen. Und die Photovoltaikanlage liefert eben Strom, mal viel, mal wenig. Wenn sie groß genug ist, reicht es vielleicht für eine überwiegende Abdeckung Ihres Stromverbrauchs, und für einige Einspeisung ins Versorgungsnetz. Das hat aber keine Auswirkung auf die Heizung.

Die Kombination von Gasheizung mit Solarthermie führt hingegen zu einer Erhitzung eines Wasservolumens, das als Brauchwarmwasser genutzt werden kann, oder als Puffer für Heizungsunterstützung und Warmwasserbereitung. Hierdurch sinkt direkt der Gasverbrauch. Natürlich kann man auch Gasheizung und Solarthermie einrichten und zusätzlich einige Photovoltaikzellen installieren.

Die Kombination Solarthermie + Wärmepumpe ist zweckmäßig, da die Wärmepumpe ein vergleichsweise großer Stromverbraucher ist, dessen Verbrauch durch die Photovoltaik weitgehend abgedeckt werden kann.

Ob das, was Sie vorhaben, der EnEV 2016 entspricht, hängt noch an einigen weiteren Parametern, und müsste im konkreten Einzelfall beurteilt werden.

Wird ein Grundofen im Primärenergiebedarf mit eingerechnet?

Können Sie mir sagen, ob ein Grundofen im Primärenergiebedarf mit eingerechnet wird? Wir planen zwei Vollgeschosse ohne Keller, Massiv mit Planziegel T9 in 36,5cm Stärke. Ausrichtung ist SW, d.h. es sind 10 von insgesamt 14 Fenster nach Süden und Westen ausgerichtet. Am liebsten wäre mir eine Gasheizung mit Solarthermie für Warmwasser und der Grundofen ohne Wassertasche für die winterliche Gemütlichkeit. Sollte das überhaupt nicht funktionieren (ohne Solar für Heizung und ohne Lüftungsanlage), könnte/ müsste ich mich mit einer Luftwärmepumpe anfreunden.
Antwort von Energieberatung Stapff

Viele gute Antworten, aber leider liegen einige KollegenInnen etwas daneben.

Wenn für das gleiche Wohngeschoss eine weitere Zentralheizung vorhanden ist, darf der handbeschickte Ofen nicht EnEV-angerechnet werden. Ist der Ofen aber Hauptheizung (Zentralheizung) für dieses Wohngeschoss, ist er natürlich anrechenbar. Es war nie verboten (auch von der EnEV nicht), als Heizung Einzelöfen für Biomasse einzusetzen.

Grundsätzlich ist ein Grundofen zu empfehlen, wenn Sie im Dauerbetrieb heizen können. Abends schnell mal einheizen geht damit nicht, da braucht es einen Kaminofen ohne Speichermasse.
Ein wasserführender Grundofen kann nicht sicher funktionieren, deshalb bietet der seriöse Fachhandel auch keinen an.

Gastherme und Solar für WW ist nach wie vor die preiswerteste Heizenergielösung. Ein bisschen mehr Dämmung dazu, dann ist der nachweis Erneuerbare Energie geführt. Ich kenne kein Bauamt, das nach diesem Nachweis fragt.
Bauherren fragen meist nach pragmatischen Lösungen, nicht nach realitätsfremden Vorschriften.

Winterliche Grüße
www.energie-wuerzburg.de

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