Wie sich 2012 die PV-Nachfrage auf den Anlagenzubau auswirkte

7. Oktober 2020
Für den SolarContact-Index 2012 werden aus den monatlichen Zubau-Zahlen der Bundesnetzagentur und Photovoltaik-Anfragen der DAA jeweils ein Durschnittswert für die vergangenen zwölf Monate gebildet. Dieser markiert die Index Linie. Sie ist der Ausgangswert die Beurteilung der monatlichen Melde- und Anfragezahlen.
Dieser Artikel wurde erstellt von:
Christian Märtel, Redakteur www.Solaranlagen-Portal.com
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SolarContact Index 2012Am SolarContact-Index lässt sich die reale Marktentwicklung für 2012 nachzeichnen. Zieht z.B. die Nachfrage
nach Photovoltaik Anlagen an, so ist rund zwei Monate später auch ein Zuwachs bei den Zubauzahlen
erkennbar. | Abbildung ist unter Nennung der Quelle "SolarContact" frei verwendbar

Was zunächst deutlich wird ist, dass die Anfrage- und Meldezahlen eines Monats nicht in direktem Zusammenhang stehen (können), da zwischen der Projektanfrage für eine Photovoltaik Anlage und der Inbetriebnahme ein Zeitversatz von ca. zwei bis drei Monaten liegt (Aussage repräsentativ für kleine und mittelgroße Dach-Anlagen bis 30 kWp, die mit 159.398 Anlagen bzw. 86,5 Prozent aller Inbetriebnahmen den Löwenanteil 2012 ausmachten). Legt man diesen Zeitversatz als Folie über die Grafik wird deutlich, dass die anziehende Nachfrage nach Photovoltaik Anlagen von Mai bis August 2012 (gelber Pfeil) in direktem Zusammenhang mit den steigenden Zubauzahlen von Juli bis Oktober (blauer Pfeil) steht - mit leichten Verzerrungen durch das Ende der ersten Übergangsfrist im Juni. Ähnlich verhält es sich mit dem Nachfrage-Rückgang im März und April, der in den niedrigen Zubauzahlen des Mai mündet sowie sowie dem Nachfrage-Rückgang im September, der den Zubau-Rückgang am November einläutet. Aus der momentanen Entwicklung der Projektanfragen lässt sich - selbst im Vergleich zum Vormonat - ein direkter Rückschluss auf die Projektabschlüsse, Umsätze und Zubauzahlen in zwei bis drei Monaten erkennen.

Auch die Stabilität der Auftragslage lässt sich aus dem SolarContact-Index herauslesen. So wird das Ausmaß politischer Entscheidungen deutlich und stellt individuelle Annahmen zur Nachfrage-Entwicklung auf eine breite und fundierte Basis, um das tatsächliche Ausmaß besser beurteilen zu können. Im Vergleich zum Vormonat war so bereits im März ersichtlich, wie stark sich aufgrund der politischen Wirren die Auftragslage eintrüben würde. Die Mai und Juni-Werte lieferten für das Tagesgeschäft wichtige Tendenzen, dass die Nachfrage wieder anzog und sich die Auftragslage verbesserte. Und spätestens im September lieferte der SolarContact-Index noch einmal wichtige Daten für das zukünftige Geschäft, dass die anhaltend hohe Nachfrage nach Photovoltaik Anlagen der vergangenen Monate nicht mehr ganz so stabil war und sich ein Rückgang bei den Aufträgen abzeichnen würde.

(Hier finden Sie die Auswertung des SolarContact-Index für 2013)

Hintergründe zum SolarContact-Index 2012

Auswertung der Inbetriebnahme-Zahlen (blaue Balken)

184.298 Photovoltaik Anlagen wurden laut Datenmeldungen der Bundesnetzagentur 2012 in Deutschland in Betrieb genommen (förderfähig mit Einspeisevergütung). Im Schnitt waren das 15.358 Anlagen pro Monat. Auffällig ist, dass im Februar die wenigsten Anlagen in einem Monat in Betrieb gingen (8.215), nur einen Monat später die meisten Anlagen (41.229), die Zahl der Inbetriebnahmen von April bis Mai wieder sank auf nahezu den Stand von Februar (8.566) und ab dann eine kontinuierliche Steigerung der Inbetriebnahme-Zahlen einsetzte (mit einem ersten Peak im Juni) die bis Oktober anhielt (19.150), im November noch stabil blieb und zum Dezember auf das Niveau vom Januar zurückviel.

Der Einbruch im Februar und die Explosion der Anmeldezahlen im März lässt sich ungeachtet der jahreszeitlichen Schwankungen auf die Verunsicherung des PV-Markt durch die Politik zurückführen. Mitte Januar begann der Streit zwischen Bundesumwelt- und Bundeswirtschaftsministerium über die weitere Entwicklung der Einspeisevergütung. Am 23. Februar präsentierten Bundesumweltminister Röttgen und Bundeswirtschaftsminister Rösler schließlich die Einigung beider Ministerien, die u.a. eine vorgezogene Einmalabsenkung für den 09. März vorsah, die wenig später auf den 01. April verschoben wurde. Kürzungen zwischen 20 und 30 Prozent veranlassten Tausende, ihre Photovoltaikanlage noch rechtzeitig im März ans Netz zu bringen, was die hohen Anmeldezahlen erklärt. Bis Ende Juni bzw. Ende September galt zudem noch eine Übergangsregelung für bessere Vergütungssätze, was zum Teil die höheren Anmeldezahlen in diesen beiden Monaten erklären mag. Der stetige Zubau seit Juli fand im Oktober seinen Höhepunkt mit den zweit höchsten Meldezahlen eines Monats. Möglicher Einfluss kann auch hier die Kondition für die Einspeisevergütung sein, die bis Oktober konstant um 1 Prozent gesenkt wurde und zum November einen Sprung auf 2,5 Prozent Kürzung machte.

Auswertung der Anfrage-Zahlen (gelbe Balken)

Zum Jahresbeginn verzeichnet der SolarContact-Index ein durchschnittliches Anfrage-Aufkommen für den Monat Januar, welches ziemlich genau dem Jahresmittel entspricht. Im Februar zog die Nachfrage an Photovoltaik Anlagen noch einmal etwas an, bevor sich das Interesse im März und vor allem April deutlich abkühlte. Im April verzeichnete der SolarContact-Index die geringste Nachfrage nach Photovoltaik Anlagen für das gesamte Jahr 2012. Auf diesen Tiefpunkt folgte ab Mai eine kontinuierliche Erholung mit stetig steigendem Interesse an Photovoltaik Anlagen, welches im Juni bereits wieder das Niveau des Jahresmittels erreicht hatte und bis August weiter anhielt. Im August verzeichnete der SolarContact-Index die höchste Nachfrage nach Photovoltaik Anlagen in einem Monat. Ab September ging die Nachfrage nach Photovoltaik Anlagen mit einigen Abweichungen bis Jahresende wieder zurück, wobei die Monate September, Oktober und November ein immernoch leicht überdurchschnittliches Interesse verzeichneten.

Trotz der Kürzung der Einspeisevergütung zum 01. Januar um 15 Prozent gegenüber dem Vormonat herrschte zum Jahresbeginn 2012 Investitionssicherheit am PV-Markt. Die nächste Kürzung war zu diesem Zeitpunkt "erst" für den 01. Juli vorgesehen, so dass die Nachfrage nach Photovoltaik Anlagen im Januar und Februar sehr stabil war. Mit der Bekanntgabe der neuen Förderkürzungen am 23. Februar und den aufkommenden Protesten gegen die Pläne der Regierung setzte im März Unsicherheit bei Investoren ein. Im April kühlte sich die Nachfrage nach Photovoltaik Anlagen angesichts der in Kraft getretenen Kürzungen zum 01. April noch weiter ab. Um rund ein Drittel ging die Nachfrage gegenüber dem Monatsmittel 2012 im April zurück. Jahrestiefstand beim SolarContact-Index. Erst im Mai fassten Investoren nach über zwei Monaten der Unsicherheit wieder etwas Vertrauen in den PV-Markt. Positive Signale kamen zu dieser Zeit vom Bundesrat, der am 11. Mai die EEG-Novelle stoppte und den Vermittlungsauschuss anrief. Sieben Wochen später, am 27. Juni 2012, einigte sich der Vermittlungsausschuss auf einen Kompromiss bei der Solarförderung. Mit einem gesicherten gesetzlichen Rahmen herrschte nun wieder Investitionssicherheit und die Nachfrage zog bis August weiter kräftig an und erreichte in diesem Monat den Jahreshöchststand beim SolarContact-Index. Viele Investoren wollten noch bis Ende Oktober ihre PV-Anlage ans Netz bringen, bevor ab November die Einspeisevergütung weiter drastisch gekürzt wurde um dann 2,5 Prozent. Diese Unsicherheit, was ab November kommen sollte, führte bereits im September zu einem deutlichen Nachfragerückgang gegenüber dem Vormonat. Im Oktober zog die Nachfrage vereinzelt noch einmal an bevor sie bis Jahresende ihren Rückgang fortsetzte.

Eckdaten der politischen Entwicklung 2012

· 01. Januar: Einspeisevergütung für 2012 soll in zwei Schritten gekürzt werden: zum 01. Januar um 15 Prozent (Kürzung tritt zum 01. Januar ein) sowie zum 01. Juli um 15 Prozent (wird wenig später um drei Monate auf den 01. April vorgezogen)

· 09. Januar: Zubauzahlen für 2012 werden bekannt gegeben: rund 7.500 Megawatt

· 16. Januar: Diskussion um die Förderkürzung zwischen Bundesumweltminister Röttgen und Bundeswirtschaftsminister Rösler beginnt und wird sich durch unterschiedliche Positionen beider Ministerien bis zum 23. Februar hochschaukeln (Quotenmodell, monatliche Kürzung, Zubaubegrenzung, Aufhebung der 20 jährigen Vergütung)

· Gemeldete Anlagen im Januar: 11.932

· 23. Februar: Röttgen und Rösler präsentieren Einigung zur Förderkürzung

· Gemeldete Anlagen im Februar: 8.215

· 05. März: zentrale Protestkundgebung in Berlin mit rund 11.000 Teilnehmern am Brandenburger Tor

· 09. März: ursprünglicher Stichtag der vorgezogenen Einmalabsenkung der Einspeisevergütung (zwischen 20 und 30 Prozent), die am 23. Februar präsentiert wurde und eigentlich für den 01. Juli vorgesehen war. Der Termin wird wenige Tage vorher auf den 01. April verschoben

· 29. März: Bundestag beschließt Novellierung des EEG

· Gemeldete Anlagen im März: 41.229

· 01. April: Förderkürzung tritt rückwirkend in Kraft

· 26. April: Umweltausschuss empfiehlt die Einberufung eines Vermittlungsausschuss zur Nachbesserung der beschlossenen Kürzungen

· Gemeldete Anlagen im April: 12.380

· 01. Mai: Beginn der monatlichen Kürzung der Einspeisevergütung um 1 Prozent (zunächst bis Ende Oktober)

· 11. Mai: Bundesrat stoppt die EEG-Novelle und ruft den Vermittlungsauschuss an

· 16. Mai: Bundeskanzlerin Angela Merkel entlässt Bundesumweltminister Norbert Röttgen

· Gemeldete Anlagen im Mai: 8.566

· 27. Juni: Einigung im Vermittlungsausschuss und Abstimmung der EEG Novelle im Bundestag

· 29. Juni Abstimmung der EEG Novelle im Bundesrat

· 30. Juni: Übergangsregelung für Dachanlagen und Anlagen auf sonstigen Freiflächen endet

· Gemeldete Anlagen im Juni: 14.750

· 01. Juli: ursprünglich geplante zweite Kürzung der Einspeisevergütung für 2012 um 15 Prozent

· Gemeldete Anlagen im Juli: 12.077

· 23. August: amtliche Fassung der PV Novelle wird im Bundesgesetzblatt veröffentlicht und tritt rückwirkend zum 01. April in Kraft

· Gemeldete Anlagen im August: 12.856

· 30. September: Übergangsfrist für Freiflächenanlagen auf Konversionsflächen endet

· Gemeldete Anlagen im September: 14.427

· 31. Oktober: Bekanntgabe der Einspeisevergütung für November bis Januar 2013, 2,5 Prozent Degression (zuvor 1 Prozent)

· Gemeldete Anlagen im Oktober:19.150

· Gemeldete Anlagen im November: 17.282

· Gemeldete Anlagen im Dezember: 11.434

Erfahrungen & Fragen zum Thema Photovoltaik

Kombination von Nachtspeicherheizung und Solaranlage

Ist eine Solaranlage bei Nachtstromspeicherheizung möglich und sinnvoll bei ca. 10.000 KWh Stromverbrauch?
Antwort eines Haus&Co Experten

Ja, das kann eine sinnvolle Kombination sein - besonders, wenn Sie bei der Elektroheizung bleiben wollen. Sie benötigen auf jeden Fall einen Solarstromspeicher - da Sie den Strom dann tagsüber erzeugen, wenn die Nachtspeicherheizung gerade nicht vorheizt. Generell ist der Eigenverbrauch - dank sinkender Einspeisevergütung - stark in den Fokus gerückt. Da Solarstromspeicher auch aktuell noch von der KfW gefördert werden, würde ich da auf jeden Fall einmal ein Angebot anfragen.

Sie können sich das hier einmal kalkulieren (da ich keine Angaben zur verfügbaren Dachfläche habe): https://www.solaranlagen-portal.com/photovoltaik/kosten

Einphasiger oder dreiphasiger Wechselrichter? Welche Vor- und Nachteile gibt es? Was passt du meiner Anlage?

"Einphasiger-", oder "Dreiphasiger-Wechselrichter"? Klar ist die Berechnung der Einspeisung mittels einem saldierendem Zähler gewährleistet. Aber wie verhält es sich mit der Auslastung der Phasen? Eine einphasige Einspeisung bei eine dreiphasigen Verteilung (Ph1: Keller, Ph2: Erdgeschoss, Ph3: Obergeschoss. Da die Einspeisung nur auf die Phase "Obergeschoss" mit wenigen Verbrauchern angeschlossen ist? Habe ich noch einen Vorteil, da die weiteren Phasen ja nicht von der PV-Anlage bedient werden. Einspeisevergütung (nur 12,4): Ja, aber ich will maximalen Eigennutz bei 24,8 ct/kwh.
Antwort von Elektrotechnik Tim Frischling

Es ist nur eine maximale Schieflast von 4,6kW zu gewährleisten.
Wo die PV-Anlage angschlossen ist, ist "relativ egal", da, wie bereits richtig erwähnt die Zähler saldieren.

Auf den gemessenen Eigenverbrauch hat dies keine Auswirkung.

Kann ich zwei Strings mit verschiedener Anzahl von Modulen und unterschiedlicher Dachausrichtung an einen Wechselrichter anschließen?

Kann ich zwei Strings mit verschiedener Anzahl von Modulen und unterschiedlicher Dachausrichtung (einmal Süd und einmal Ost) an einen Wechselrichter, kein Multiwechselrichter anschließen?
Antwort von Solarsysteme Sachsen GmbH

Anschließen können Sie die Strings erst mal. Aber Sie werden weniger Ertrag haben, da der MPP-Tracker (Regler, der den Punkt der maximalen Leistung auf der Kennlinie sucht), diesen Punkt nicht finden kann. Die Kennlinie ist eine Strom-Spannungskennlinie. Wenn Sie zwei Strings mit unterschiedlicher Modulanzahl haben, dann haben die beiden Strings eine unterschiedliche Spannung. Und wenn die Module auf Dachflächen mit unterschiedlichen Ausrichtungen verteilt sind, dann erzeugen die Module unterschiedlich hohe Ströme (der Strom ist abhängig von der Einstrahlung).

Sollten Sie noch Fragen haben, können Sie sich gern auch telefonisch an uns wenden
Mit freundlichen Grüßen,
Sylvia Radisch-Siebert
Solarsysteme Sachsen GmbH

Photovoltaik Freiflächenanlage: Kosten, Förderung und Rentabilität?

Als Erbengemeinschaft von 3 Geschwistern besitzen wir in der Gemarkung Hösbach eine ebene Fläche Agrarland von 10 700 Quadratmetern mit einer erweiterbaren Fläche von weiteren 5 000 Quadratmetern Ackerland unmittelbar parallel im direkten Anschluss. Diese zusätzlichen 5 000 Quadratmeter sind im Besitz von zwei unserer Cousinen. Auf unserem Gelände befindet sich auch ein Hochspannungsmast . Derzeit werden die Grundstücke aufgefüllt mit Erdaushub (fast beendet) bedingt durch vorherigen Kalkabbau. Sowohl die Erbengemeinschaft als auch unsere Cousinen ( zusammen dann als Interessengemeinschaft), sind interessiert an einem Angebot für eine Photovoltaikanlage auf dieser Freifläche von insgesamt 1, 5 Hektar Land . Meine Fragen sind : 1) Was sind die Investitionskosten für eine solche Anlage ? 2) Welche Fördermittel (falls zutreffend) gibt es möglicherweise für solche Projekte. 3) Was wäre die Rentabilität und die Dauer für das Amortisieren einer solchen Investition? Für eine Antwort und Kontaktaufnahme wäre ich Ihnen dankbar. Mit freundlichen Grüßen Peter Hufgard
Antwort von PV Montagen G. Vijayakumar

Es werden mehr Daten Benötigt, daß ist das erste. Denn es steht zum Beispiel die Frage im Raum ob das Erdreich welches grad aufgefüllt wird auch verdichtet wird. Und wie sehr es verdichtet wird. Und nun zur Puntuellen Beantwortung Ihrer Fragen.

1) Die Investitionskosten für solch eine Anlage müssen vorab (nach Inaugenscheinnahme des Geländes sowie Geologisches Gutachten (z.B) erst Berechnet werden wenn mehr Details vorliegen würden.

2) Fördermittel gibt es von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) in dem Maße das es sich, so gesehen um Geldtauscherei handelt.

3) Die Rentabilität einer Anlage von dieser Größe steht ausser Frage. Denn die Energiepreise werden nicht sinken von Jahr zu Jahr sondern eher wird das Gegenteil der Fall sein. Unter Bezugnahme auf das Vorgenannte ergibt sich auch keine Haltbare Aussage über die Dauer der Amortisierung der Anlage.

Nun konnte ich Ihnen leider nicht wirklich weiterhelfen, stelle es Ihnen jedoch anheim mich zu Kontaktieren. Denn die Thematik einer solchen Anlage ist komplexer als das es sich darstellt. Eine reine Angabe der Verfügbaren Fläche ist Dahingehend nicht wirklich Ausreichend.

Viele Grüße

Holger Gerhardt

Neuer Zählerschrank bei Installation einer Photovoltaikanlage?

Liebe Experten, ich denke darüber nach mir eine PV-Anlage aufs Dach zu setzen. Ein Bekannter meinte aber, dass ich dazu auch einen neuen Zählerschrank installieren lassen müsste und, dass das teuer würde. Stimmt das? Muss ein neuer Zählerschrank installiert werden? Und wenn ja was kostet das?
Antwort von Arnold Dach und Solar GmbH

Es muss nicht generell ein neuer Zählerschrank installiert werden.
Nur wenn der vorhandene Zählerschrank nicht mehr den aktuellen Richtlinien entspricht, oder wenn keine neue Messeinrichtung (z.Bsp. digitaler Stromzähler) mehr eingebaut werden kann, weil eine fachgerechte Nachrüstung (z.Bsp. Zählertafel) nicht mehr möglich ist.
Genaue Auskunft kann man beim zuständigen Netzbetreiber erfragen.

Smart Grid ready Funktion: Was bedeutet das?

Kann mir hier jemand den Begriff "Smart Grid ready Funktion" für die Speicherung von Energie mit intelligenter Steuerung erklären? Vielen Dank für die Hilfe!
Antwort eines Haus&Co Experten

Smart Grid-Geräte eröffnen interessante Vernetzungsmöglichkeiten. Beispielsweise können Smart Grid-fähige Wärmepumpen über eine Schnittstelle auf einen Überschuss an Solarstrom reagieren. Stromnetzbetreiber können über die integrierte Smart Grid-Schnittstelle den Stromspeicher direkt ansteuern und die Stromnetze stabilisieren und entlasten. Mit einem solchen Schwärmenetz können Erzeugung und Verbrauch noch weiter entkoppelt werden: Überschüsse, die im Sommer erzeugt werden, können im Winter genutzt werden. Dazu finden Sie auch Infos hier: https://www.solaranlagen-portal.com/photovoltaik/stromspeicher

Lohnt sich eine PV-Anlage bei Ost-West-Ausrichtung des Hauses?

Ich interessiere mich für die Inbetriebnahme einer eigenen Solaranlage. Nun frage ich mich aber, ob sich eine PV-Anlage bei Ost-West-Ausrichtung des Hauses überhaupt lohnt? (Satteldach, ca. 45°)
Antwort von ELEKTRO-HAUSMANN

Hallo,

kann ich nur empfehlen. Wir erhöhen damit die Sonnenstunden für die PV-Anlage und können
damit den Eigenverbrauch, über den sich die PV-Anlage zuerst rechnet optimieren. Gleichzeitig
können wir mit der 70% Regel zusätzliche Kosten für einen Rundsteuerempfänger sparen.
Deshalb Ost-West.

Gruß
G.Hausmann

PV-Anlage selber installieren

Besteht die Möglichkeit eine PV-Anlage der Größe 1 bis 2 KW selbst bei einem Anbieter zu kaufen und selber auf meinem Hausdach zu installieren? Wie muss die Anlage angemeldet werden und muss die Anlage durch eine Fachkraft abgenommen werden? Oder kann die Anlage auch ohne Anmeldung betrieben werden (da sehr geringe Leistung zum Eigenverbrauch)?
Antwort von synertec

Grundsätzlich besteht die Möglichkeit eine PV-Anlage selbst zu montieren. Vorrausetzung ist neben dem handwerklichen Geschick und keine Angst vor Höhe auch eine Absicherung durch ein Gerüst, welches auch die Arbeit erleichtert. Trotzdem sollte ein Fachmann Sie unterstützen bei den einzelnen Arbeitsschritte, somit ist eine sichere Montage gewährleistet und Montagefehler ausgeschlossen. Für den Stranganschluß wird spezielles Montagewerkzeug benötigt um die Steckverbinder sicher zu vercrimpen. Unsere Fachpartner können Sie bei der Montage unterstützen.

Die wechselstromseitige Einbindung der PV-Anlage muß durch einen Elektromeister erfolgen, er kümmert sich auch um die Anmeldung beim Netzbetreiber, ebenso bei der Abnahme durch den Netzbetreiber.

Eine Anlage ohne Anmeldung zu betreiben würde ich nicht empfehlen. Wollen Sie keinen Überschußstrom einspeisen muß zumindest ein neuer Zähler mit Rücklaufsperre eingebaut werden.
Bedenken Sie dabei, das der Überschußstrom dann kostenlos ins Netz des Netzbetreibers eingespeist wird. Das wird durchaus auch bei einer kleineren Anlage passieren.

Es gibt aber durchaus die Möglichkeit eine PV-Anlage ohne oder teilweise ohne Finanzamt zu betreiben. Hier können wir Ihnen beim Kauf einer Anlage weiterhelfen. Für weitere Fragen stehen wir Ihnen gerne telefonisch zur Verfügung.

Mit sonnigen Grüßen.
snertec

Muss ich meinen selbst erzeugten und verbrauchten Strom versteuern?

Ich habe im Febr. 2016 eine Photovoltaikanlage (7,1 Kwp) mit Speicher installiert. Von der Kleinunternehmerregelung habe ich keinen Gebrauch gemacht, also die gezahlte Mwst. rückerstattet bekommen und monatlich eine Umsatzsteuervoranmeldung gemacht. Muss ich nun den selbst verbrauchten Strom versteuern und wenn ja, zu welchem Kw/h-Preis?
Antwort von Greentec-Solar GmbH

Hallo,

Eigenverbrauch ermitteln und mit dem Stromtarif der aktuellen Stromrechnung multiplizieren.
Aus diesem Betrag den Anteil der MwSt ermitteln und bei der Umsatzsteuererklärung anzeigen.
Den Netto-Betrag aus dem
Eigenverbrauch als Einnahme der PV-Anlage bei der Gewinn-Verlustrechnung einbeziehen
und den Gewinn aus der PV-Anlage bei der Einkommensteuererklärung angeben.

das nur als grobe Aussage, genaues sagt der Steuerberater oder das Finanzamt.
Alle Angaben nach besten Wissen, ohne Gewähr.

Hoher Stromverbrauch trotz PV und Einspeisung: Wo liegt die Ursache?

Wir haben ein Einfamilienhaus mit 4 Personen. Nach unseren Zählern verbrauchen wir 5000kWh/Jahr Strombezug aus Netz, wir speisen ca. 6000-7000kWh ein und haben laut Ertragszähler ca. 9500-10000kWh Gesamt PV Ertrag. Nach dieser Rechnung hätten wir einen Gesamt-Stromverbrauch von fast 8000 kWh/Jahr. Ich kann das fast nicht glauben. Es sind jedoch seit unserem Einzug seit 3 Jahren die ungefähr gleichen Messwerte. Wo liegt hier das Problem? Wir hatten auch davor in unserer Wohnung nie einen solch hohen Wert. Ich vermute mittlerweile, dass es ein Problem mit den Zählern ist? Wir haben einen kombinierten Zähler für Bezug/Einspeisung der Netze mit wechselnder Anzeige (elektronisch). Der PV Zähler sitzt auch im Kasten, ist aber separat.
Antwort von Ingenieurbüro Energieexperten-Südwest

Ich vermute mal, dass Sie schlicht und ergreifend große Stromverbraucher haben. Da müssen Sie schon auf die Suche gehen. Was ist anders als in der früheren Wohnung? Zusätzliche Geräte? Gefriertruhe? Computer im Dauerlauf?
Wie wird das Haus denn eigentlich beheizt (Wärmepumpe mit el. Heizstab?) und wie wird warmes Wasser erzeugt?

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