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Solarmodule vergleichen - diese Kennzahlen sind relevant!

Solarmodule werden von verschiedenen Herstellern angeboten. Für einen objektiven Vergleich sind Datenblätter allein nicht immer hilfreich, da sie je nach Hersteller unterschiedliche Angaben enthalten. In der Praxis haben sich diese Werte als relevant erwiesen, um Photovoltaik Module bewerten zu können.
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Kennzahlen für Solarmodule

1. Das Herstellungsland

Photovoltaik Module werden vorrangig in Deutschland, USA und China hergestellt. Chinesischen Module sind oft preisgünstiger als europäische und amerikanische Fabrikate. Den höchsten Qualitätsstandard erfüllen aktuell Solarmodule aus Deutschland. Maßstäbe, die im Ländervergleich eine Aussage treffen können sind u.a. Testergebnisse in Fachzeitschriften, Langzeitstudien, TÜV Zertifikate sowie Mindestanforderungen hiesiger Banken und Sparkassen bei der Kreditvergabe.

2. Die Art der Solarzellen

Photovoltaik Module bestehen aus monokristallinen Zellen, polykristallinen Zellen oder Dünnschicht Zellen. Je nach verwendeten Solarzellen haben Photovoltaik Module unterschiedliche Vorteile. Module mit monokristallinen Solarzellen zeichnen sich durch hohe Wirkungsgrade aus. Polykristalline Module haben im Vergleich eine kurze energetische Amortisationszeit und sind günstiger in der Anschaffung. Dünnschichtmodule sind im Vergleich am leichtesten und eigen sich für eine Montage auf Flachdächern. Bei diffuser Lichteinstrahlung erreichen Dünnschichtmodule einen sehr guten Ertrag.

3. Der Wirkungsgrad

Der Wirkungsgrad eines Solarmoduls beschreibt, wie groß der Anteil der Strahlungsenergie ist, der in elektrischen Strom umgewandelt wird. Die Wirkungsgrade liegen in der Regel zwischen 12,5 und 15 Prozent.

4. Die Nennleistung in Watt peak

Die Nennleistung beschreibt die Leistungsabgabe [Watt] eines Solarmoduls unter Normbedingungen. Als Normbedingung sind in Deutschland eine Einstrahlungsstärke von 1000 Watt/qm und eine Modultemperatur von 25°C festgelegt. Die Normstrahlung von 1000 Watt/qm wird in Deutschland nur selten erreicht. In der Praxis liegt die Leistungsabgabe der Module deshalb unter der angegebenen Nennleistung.

5. Die Toleranz der Nennleistung

Die reale Nennleistung eines Photovoltaik Moduls weicht produktionsbedingt von der genannten Nennleistung unter Normbedingungen ab. Für diese Abweichung geben Hersteller eine Toleranz an, gemessen in "plus Prozent" und "minus Prozent". Module, die ausschließlich Plustoleranzen aufweisen, erreichen die genannte Nennleistung definitiv und liegen eventuell etwas darüber.

6. Die Parallel Verschaltung

Verschiedene Hersteller bieten Module mit parallel verschalteten Solarzellen an. Vorteil dieser Technik ist, dass bei einer teilweisen Verschattung das Modul einen höheren Durchschnittsertrag erbringt.
Bei einer Reihenschaltung der Solarzellen wird eine höhere Spannung erzielt, was vor allem für kleinere Photovoltaikanlagen nützlich ist.

7. Das Schwachlichtverhalten

Der Wirkungsgrad von Solarmodulen sinkt bei schwächerer Einstrahlung. Diese Differenz drückt das Schwachlichtverhalten aus. Es wird bei einer Sonneneinstrahlung von 200 Watt pro Quadratmeter gemessen und in Prozent angegeben. Der Wert sollte 8% nicht überschreiten.

8. Die Modulfläche und das Modulgewicht

Solar Module mit größerer Fläche haben in der Regel eine höhere Nennleistung, da mehr Solarzellen zur Stromerzeugung verbaut sind. Für die Ertragsrechnung einer Photovoltaikanlage ist jedoch die installierbare Gesamtfläche maßgebend. Um eine Dachfläche bestmöglich auszunutzen, kann es je nach Situation sinnvoll sein, kleinere Module zu verwenden, um mehr Modulreihen verbauen zu können.

Für die statische Belastung des Daches ist das Gewicht der Module der wichtigste Faktor. Bei Dächern mit geringer Dachlastreserve sind leichte Module wie z.B. Dünnschichtmodule zu empfehlen.

9. Die Kompatibilität mit Aufständerungssystemen

Auf Flachdächern kann durch Aufständerung der Solarmodule ein höherer Ertrag erziehlt werden. Knubix und Scirocco sind zwei Aufständerungssysteme, die sich an der Spitze des Marktes positioniert haben. Ein Großteil der Module sind mit diesen Systemen kompatibel. Wenn Sie eine Aufständerung planen, sollten Sie die Kompatibilität der Modulen mit einem Aufständerungssystem klären.

10. Die Leistungsgarantie

Photovoltaik Anlagen sind auf eine Betriebszeit von mehr als 20 Jahren ausgelegt. Die Nennleistung der Solarmodule sinkt im Laufe der Jahre etwas ab, so dass nach 20 Jahren die Anlage nicht mehr die gleiche Leistung erreicht wie im ersten Betriebsjahr. Dies ist für die Ertragsrechnung zu berücksichtigen. Verschiedene Hersteller geben hier eine Garantie, dass eine Modul nach 20 Jahren einen gewissen Prozentsatz der angegeben Nennleistung noch erreicht. 


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Dieser Artikel wurde erstellt von: Christian Märtel, Redakteur www.Solaranlagen-Portal.com